Cape Town Beach

Top 20 der schönsten Städte in AfrikaRanking 2026

Entdecke unten die Lieblingsstädte unserer Mitglieder in Afrika. Veröffentliche gern deine eigenen Bewertungen, um an diesem gemeinschaftlichen Ranking teilzunehmen.

Die Lieblingsstädte in Afrika unserer Mitglieder, von der Redaktion empfohlen

#1 Kapstadt (Südafrika) +79 Empf.

Zwischen den rauen Ozeanen und dem Tafelberg gelegen, präsentiert sich diese südafrikanische Metropole mit vielen Facetten: Fotogene Strände mit eiskaltem Wasser, geschichtsträchtige Townships, Weinberge an den Hängen und Pinguine auf dem weißen Sand. Die Gastronomie hält mit großen Hauptstädten mit, Abenteuer warten an jeder Straßenecke und alles bleibt erstaunlich bezahlbar. Eine intensive Mischung aus unberührter Natur und entspanntem Kosmopolitismus unter der Sonne der Südhalbkugel.

#2 Arusha (Tansania) +69 Empf.

Arusha gilt als das Tor zu den tansanischen Safaris. Die Stadt selbst ist kein ästhetisches Highlight, doch hier starten alle großen Abenteuer: der Serengeti-Nationalpark, der Ngorongoro-Krater und die Besteigung vom Mont Meru. Zwischen den Expeditionen bieten die lebhaften Märkte, Kaffeeplantagen und Massai-Dörfer einen Einblick in den Alltag Ostafrikas, den du in den Nationalparks so nicht findest.

#3 Marrakesch (Marokko) +67 Empf.

Marrakesch überfordert die Sinne auf Anhieb. In den Gassen der Medina mischt sich der Duft von Kreuzkümmel mit gegerbtem Leder, während der Ruf des Muezzins von der Koutoubia herüberhallt. Die rote Stadt bietet verwinkelte Souks, versteckte Riads mit zellig-verzierten Innenhöfen und eine Tanjia, die traditionell in der Asche eines Hammams geschmort wurde. Ein intensives Erlebnis, das manchmal herausfordernd, aber immer unvergesslich bleibt.

#4 Kairo (Ägypten) +47 Empf.

Wusstest du, dass die ägyptische Hauptstadt die größte Stadt Afrikas ist? Das jahrtausendealte Erbe von Kairo genießt weltweite Bekanntheit. Zwischen den monumentalen Pyramiden von Gizeh, der historischen Architektur im islamischen Viertel und dem spirituell geprägten koptischen Viertel tauchst du in eine völlig andere Welt ein. Abgerundet wird das Erlebnis durch die lebhaften Souks und eine Bootsfahrt auf dem Nil.

Must-Sees

#5 Algier (Algerien) +36 Empf.

Algier muss man sich erarbeiten. Zwischen den steilen Gassen der tausendjährigen Casbah und den Boulevards im Stil von Haussmann im Stadtzentrum zeigt die algerische Hauptstadt eine Mischung aus osmanischen, französischen und berberischen Einflüssen. Vergessene Paläste, jahrhundertealte Moscheen, die Basilika mit Blick über die Bucht und der botanische Garten, in dem die Meeresbrise weht, erzählen eine Geschichte, die bisher nur wenige Reisende kennen. Es ist eine afrikanische Metropole, die fast ohne Touristen auskommt, und genau das macht ihren besonderen Reiz aus.

#6 Assuan (Ägypten) +27 Empf.

Am rechten Nilufer gelegen, ist Assuan die letzte große Stadt im Süden Ägyptens und wirkt wie eine Oase der Frische inmitten der Wüste. Als Tor zum Reich des antiken Nubiens sowie als Knotenpunkt für die Wege in Richtung Schwarzafrika war die Stadt über Jahrhunderte hinweg durch Karawanen und Handel geprägt. Oft nur als Zwischenstopp vor den Tempeln von Abu Simbel betrachtet, besticht Assuan durch einen ganz eigenen Charme: eine grüne, blühende Umgebung, traumhafte Inseln und bedeutende historische Stätten.

Ein Souk voller Leben

Die Orientierung in Assuan ist leicht, denn die Corniche verläuft entlang des Nils über mehrere Kilometer und bündelt die meisten Restaurants und Cafés. Die schön gestaltete Uferpromenade lädt zum Flanieren ein, während sich die Stadt in die perpendikulären Straßen hinein ausdehnt. Der Souk gehört zu den lebendigsten Wahrzeichen der Stadt. Tag und Nacht herrscht auf diesem großen überdachten Markt geschäftiges Treiben, und die Stände quellen über vor ägyptischen und afrikanischen Produkten wie Parfüms, Gewürzen, Kleidung, Kunsthandwerk, Weihrauch, Obst und Blumen. Hier lassen sich gute Geschäfte machen, und an den Rändern lässt sich die nubische Kultur entdecken anhand von typischen Objekten wie Talismanen, Schmuck und Korbwaren. Der Ort ist eine wahre Pracht an Farben und Düften. Eine Spezialität Assuans ist gefüllte Taube, die mit Reis, als Spieß oder einfach gegrillt auf vielen Speisekarten steht. Molokhia, eine traditionelle Suppe, Auberginengerichte, Mezzes, Tahini und natürlich frischer Fisch prägen die charaktervolle lokale Küche, die am besten mit dem klassischen ägyptischen Fladenbrot, frischen Fruchtsäften und einem nubischen Kaffee mit Kardamom genossen wird.

Von Insel zu Insel gleiten

Direkt gegenüber der Innenstadt liegt die Elephantine-Insel, die man am besten mit einer Feluke erreicht, jenen kleinen Segelbooten, die das Stadtbild am Nil prägen. Siou und Koti, zwei nubische Dörfer, liegen hier zwischen Feldern und Palmenhainen. Die bunten Häuser strahlen eine Ruhe aus, in der die Zeit stillzustehen scheint. Die Ruinen des Chnum-Tempels, gewidmet der Gottheit mit dem Widderkopf, können ebenso besichtigt werden wie der Nilometer, die wohl berühmteste Treppenanlage zur Messung der Nilflut. Säulengänge mit Hieroglyphen vervollständigen das Bild, und von hier aus blickt man auf das elegante und imposante Mausoleum des Aga Khan aus rosa Granit, das 1959 errichtet wurde und über dem Wasser thront. Ein kleines Museum zur nubischen Kultur vermittelt Wissen über Traditionen und Geschichte, die eng mit dem Bau des Assuan-Staudamms verknüpft sind. Letzterer kann besichtigt werden, und das moderne Nil-Museum liefert alle weiteren Hintergründe.

Die benachbarte Kitchener-Insel ist ein kleines Paradies, denn auf Kitchener Island liegt der märchenhafte Botanische Garten, der 1896 angelegt wurde. Die Frische, die dieser Ort inmitten der Wüstenlandschaft bietet, ist beachtlich. Pflanzen, Blumen und Bäume aus Äquatorialafrika, Indien und dem tropischen Asien bilden eine beeindruckende grüne Kulisse. Der Kontrast zum trockenen Sand des anderen Ufers ist markant, und die Vögel finden hier einen Rückzugsort, deren Gesang die Atmosphäre bestimmt.

Am Westufer des Nils zeichnen sich die Gräber der Adligen mit ihren langen Rampen für die Sarkophage ab, ein mystischer Ort mit einem fantastischen Panoramablick. Etwas weiter westlich thront das Kloster des Heiligen Simeon auf einem Plateau. Bis zum Jahr 1321 lebten hier 300 Mönche, und der Komplex aus vier Gebäuden zählt zu den bedeutendsten christlichen Monumenten der Region. Mit seinen bis zu 8 Meter hohen Mauern wirkt es wie eine Festung und ist hervorragend erhalten. Nur 2 km von Assuan entfernt beherbergt der Granitsteinbruch den Unvollendeten Obelisken. Das Projekt der Königin Hatschepsut aus der Zeit vor etwa 1500 v. Chr. wurde abgebrochen und hinterließ uns ein faszinierendes Relikt, das noch immer in seinem riesigen Felsbecken liegt. Zehn Kilometer entfernt, auf der Insel Philae, ist der Isis-Tempel aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. eine weitere architektonische Meisterleistung. Assuan ist ein absolut lohnendes, authentisches Reiseziel.

Beste Reisezeit

Das Klima ist trocken und arid. Besonders angenehm ist es von Dezember bis Februar mit milden Temperaturen, während die Hitze von Juni bis September extrem werden kann.

Anreise

Es gibt zahlreiche Flugverbindungen zum internationalen Flughafen Assuan, der 20 km vom Stadtzentrum entfernt liegt. Vor Ort stehen Sammeltaxis und Taxis für den Transfer bereit. Von Kairo aus, das 840 km entfernt liegt, ist ein Nachtzug eine gute Option, alternativ gibt es Busverbindungen oder einen direkten Inlandsflug von 1:20 Stunden Dauer.

Must-Sees

#7 Luxor (Ägypten) +25 Empf.

Luxor beherbergt die weltweit höchste Dichte an pharaonischen Hinterlassenschaften. Das antike Theben offenbart hier seine monumentalen Tempelanlagen von Karnak und Luxor, das geheimnisvolle Tal der Könige sowie den markant in die Felswand gebauten Tempel der Hatschepsut. Zwischen den beiden Nilufern begegnest du auf Schritt und Tritt dreitausend Jahren Geschichte in dieser einstigen Hauptstadt des alten Ägyptens, die heute als riesiges Freilichtmuseum fungiert.

Must-Sees

#8 Praslin (Seychellen) +21 Empf.

Praslin ist ein Highlight der Seychellen und besticht durch Traumstrände wie Anse Lazio und Anse Georgette, die sich perfekt zum Entspannen und Schnorcheln eignen. Im UNESCO-Welterbe Vallée de Mai wächst die Coco de Mer, eine endemische Palmenart mit den weltweit größten Samen, inmitten einer seltenen Tierwelt. Von der Insel aus starten regelmäßig Ausflüge nach Curieuse Island und La Digue. Die lokale Kultur zeigt sich in einer schmackhaften kreolischen Küche, während du auf den Märkten frische Produkte für deine Verpflegung findest.

Must-See

#9 Moshi (Tansania) +19 Empf.

Moshi liegt direkt am Fuß des Kilimandscharo und ist ein ruhiger Ausgangspunkt, um Tansania abseits der großen Touristenströme zu erleben. Die Stadt ist das Tor für Gipfelstürmer, bietet aber auch leichtere Ziele wie die Materuni-Wasserfälle oder die heißen Quellen von Kikuletwa. Im Zentrum prägen lokale Märkte und umliegende Kaffeeplantagen das Bild. Moshi ist ein entspannter Ort für Reisende, die Natur, regionale Kultur und Outdoor-Aktivitäten suchen.

Must-Sees

#10 Rabat (Marokko) +17 Empf.

Die marokkanische Hauptstadt an der Atlantikküste ist für viele Reisende eine Überraschung. Die im 12. Jahrhundert gegründete Königsstadt ist heute ein lebendiger Ort voller Kultur, an dem du den Alltag Marokkos authentisch erleben kannst.

Im Herzen der marokkanischen Geschichte

Die zum Unesco-Welterbe gehörende la kasbah des Oudayas ist ein absoluter Fixpunkt in Rabat. Ein Besuch dieses ehemaligen befestigten Militärlagers ist wie eine Zeitreise durch die politische und kulturelle Historie Marokkos. Spaziere durch die engen Gassen mit ihren weiß getünchten Mauern und genieße die überraschende Stille, die hier nur wenige Meter von der Plage de Rabat entfernt herrscht. Wir empfehlen zudem den Besuch des beeindruckenden Musée de l'histoire des civilisations, das die Entwicklung Marokkos von der Urgeschichte bis zur modernen islamischen Ära dokumentiert.

Nur zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt la nécropole de Chellah. Die Anlage befindet sich auf den Überresten einer antiken römischen Stadt. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und lädt zum Entdecken ein. Beobachte die Störche, die in ihren Nestern auf den Ruinen der Gräber sitzen, und genieße den Ausblick auf le fleuve Bouregreg. Der Ort wirkt keineswegs düster, sondern eher leicht und poetisch. Besonders zum Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch, wenn das Licht die Szenerie in warme Farben taucht.

Das Leben im marokkanischen Rhythmus

Unter den zahlreichen Märkten legen wir dir den souk de Rabat ans Herz. Er ist deutlich weniger von Touristen überlaufen als die Märkte in Fès oder Marrakech, sodass du in Ruhe stöbern kannst. Die besten Lederwaren findest du in der Rue des Consuls. Wenn du dich traust, dich in den Gassen zu verlieren, wirst du mit den besten pastillas (orientalische Pastete mit Fleisch und Gemüse), traditionellem tajine oder süßen Verlockungen wie chebakias (Gebäck mit Orangenblüten, Anis und Mandeln), briwates (gefüllte Teigtaschen) und anderen Spezialitäten aus dem Maghreb belohnt.

Um nach dem Trubel des Souks wieder zur Ruhe zu kommen, ist le jardin d'essais botaniques der ideale Ort. Der Garten wurde 1914 von Lyautey zu Beginn des französischen Protektorats angelegt. Hier kannst du das marokkanische Sprichwort verinnerlichen, dass Eilige bereits gestorben sind. Wenn dich die grünen Wege und die tierischen Bewohner des Gartens weniger reizen, zieht es dich vielleicht an den Strand. Sei hier jedoch vorsichtig, da die See oft unruhig ist und der Strandabschnitt leider häufig verschmutzt ist.

Wann ist die beste Reisezeit?

Rabat profitiert von einem ozeanischen Klima, bei dem die Temperaturen selten über 30ºC steigen. Damit ist die Stadt fast das ganze Jahr über ein angenehmes Reiseziel. Wenn du möglichst viel Sonne und wenig Regen möchtest, ist der Zeitraum zwischen Mai und Oktober ideal.

Wie kommst du hin?

Es gibt zahlreiche Direktflüge von Paris nach Rabat. Die Preise variieren je nach Abflughafen, etwa zwischen 80 Euro (ab Paris-Beauvais) und 200 Euro (ab Orly oder CDG).

Must-Sees

#11 Abu Simbel (Ägypten) +17 Empf.

Im Süden Ägyptens hätte Abu Simbel ein unauffälliger Ort bleiben können, der bei Fernfahrern vor allem für seine Nähe zur sudanesischen Grenze bekannt ist. Doch das alte Nubien hat zwei unschätzbare Schätze im Sand hinterlassen: den großen Tempel von Ramses II. und den Tempel der Nefertari, die 1813 und 1817 von schweizerischen und italienischen Entdeckern wiederentdeckt wurden. Bedroht durch das steigende Nilwasser mussten sie 1964 um 160 Meter versetzt werden. Es dauerte dreieinhalb Jahre und erforderte 3.000 Arbeiter, um die massiven Felsblöcke zu lösen und neu zusammenzusetzen. Diese gewaltige Unternehmung faszinierte die Welt und veränderte das Schicksal der kleinen Stadt nahe Assuan für immer. Heute liegt Abu Simbel direkt am Nassersee und empfängt jährlich Millionen von Reisenden.

Ein Ort der Ruhe

Die Lage am Rande der Wüste verleiht Abu Simbel einen besonderen Charakter. Auch wenn die archäologischen Stätten der Hauptgrund für den Besuch sind, lohnt es sich, mindestens eine Nacht zu bleiben. Einige Hotels sind eine echte Hommage an die nubische Kultur und bestechen durch ihre traditionelle Architektur und kunstvolle Dekoration. In den kleinen Restaurants erwartet dich eine Küche mit Charakter. Zu den Spezialitäten zählen Tahina auf Sesam-Basis, Babaghanouj (Aureginenpüree) und natürlich Foul, ein herzhafter Eintopf aus dicken Bohnen. Als Dessert lieben Einheimische wie Reisende die Mehallabeyya, eine Creme mit Rosenwasser und Pistazien. Während der nubische Kaffee weltweit einen exzellenten Ruf genießt, ist der Hibiskustee eine erfrischende Alternative.

Neben Ausflügen in die Wüste ist der Nassersee ein weiteres Highlight. Er wirkt wie ein blaues Meer inmitten der trockenen Landschaft. Zwischen den Papyrusstauden haben zahlreiche Vögel, darunter viele Reiher, ihr Zuhause gefunden. Es ist ein wunderbarer Ort, fernab vom Trubel, der in ein außergewöhnliches Licht getaucht ist. Am Ufer wacht der Pharao wie ein unvergänglicher Herrscher über sein Land.

Ramses II., mächtig und ewig

In einem Land voller antiker Stätten gehört Abu Simbel zweifellos zu den beeindruckendsten. Auf den einst heiligen Hügeln von Meha und Ibshek begann Ramses II. gleich zu Beginn seiner Herrschaft im Jahr 1279 vor unserer Zeitrechnung mit diesem gigantischen Bauprojekt. Davor zu stehen, ist schlichtweg überwältigend. Die Tempel wurden direkt in die Sandsteinfelsen gehauen. Der größere der beiden ist verschiedenen Gottheiten gewidmet, darunter Re-Harachte mit seinem Falkenkopf und natürlich Ramses selbst. Die 33 Meter hohe Fassade besteht aus vier Statuen von jeweils etwa 20 Metern Höhe. Bekleidet mit einem Schurz, dem Nemes-Kopftuch und dem typischen Zeremonialbart, thront der Pharao in seiner vollen Pracht. Im Inneren führt eine Hypostyl-Halle mit faszinierend feinen Gravuren zu zehn Seitenkammern und schließlich zur Statuenhalle. Die Wände erzählen von Siegen, etwa in der Schlacht bei Kadesch gegen die Hethiter oder Libyer. Die Ingenieurskunst der Erbauer zeigt sich in einem Detail: An jedem Äquinoktium, im Februar und Oktober, ist alles so berechnet, dass ein Sonnenstrahl den Weg ins Innere findet und die Statue von Ramses an seinem Geburtstag in goldenes Licht taucht.

Nur wenige Meter entfernt liegt der Tempel der Nefertari, der Hauptgemahlin von Ramses II., die hier als Hathor vergöttlicht wurde. Er wirkt intimer, mit sechs 10 Meter hohen Statuen an der Fassade, davon vier den Pharao darstellend, sowie prächtigen Reliefs und den Skulpturen ihrer Kinder zu ihren Füßen. Die Königin thront mit ihrer Krone aus Hörnern und Federn. Im Inneren betonen Texte und Reliefs die Zuneigung des Paares und die Verehrung der Götter. Am Abend beleuchtet eine Licht- und Tonshow das Gelände. Auch wenn Ramses II. längst Geschichte ist, regiert er hier auf eine Weise weiter, die Besucher bis heute in ihren Bann zieht.

Die beste Reisezeit

Die heiße Saison dauert von Mai bis Oktober. Das Klima ist trocken und heiß, oft sogar extrem. Der kühlste Monat ist Januar. Wenn du Hitze vermeiden möchtest, ist die Zeit zwischen Februar und April ideal. Um den großen Besucherströmen zu entgehen, empfiehlt es sich, die Tempel sehr früh am Morgen zu besichtigen.

Anreise

Die Anreise erfolgt meist über Kairo nach Assuan, das etwa 280 km entfernt liegt. Von dort führen Busverbindungen durch die Wüste nach Abu Simbel, alternativ kannst du einen privaten Fahrer buchen. Auch eine Nilkreuzfahrt mit Zwischenstopp in Abu Simbel ist möglich. Die Stadt verfügt zudem über einen eigenen Flughafen, der Flug ab Assuan dauert etwa 45 Minuten.

Must-See

#12 Mbombela (Südafrika) +16 Empf.

Mbombela, früher als Nelspruit bekannt, ist die Hauptstadt der südafrikanischen Provinz Mpumalanga und das Tor zum Kruger-Nationalpark. Zu den markanten Zielen zählen die Lowveld Botanical Gardens mit ihrer beachtlichen Artenvielfalt sowie die Sudwala-Höhlen, die zu den ältesten weltweit gehören. Wer Abwechslung sucht, findet Angebote wie Rafting oder Besuche im Schimpansen-Schutzgebiet Chimp Eden. Die Stadt dient als optimaler Ausgangspunkt, um die Natur und Kultur der Region zu erleben.

Must-See

#13 São Vicente (Kap Verde) +14 Empf.

São Vicente ist eine lebendige Insel der Kapverden, die vor allem für ihre Musikszene bekannt ist. Mindelo, das urbane Zentrum, besticht mit einer Mischung aus kolonialer Architektur, geschäftigen Märkten und täglichen Morna-Konzerten in den Bars. Wer Entspannung oder Wassersport sucht, findet an Stränden wie Praia da Laginha oder São Pedro ideale Bedingungen. Zudem locken Wanderungen auf den Monte Verde und hochkarätige Festivals Reisende an, die eine authentische kulturelle Erfahrung inmitten einer vulkanischen Küstenlandschaft suchen.

#14 Karatu (Tansania) +14 Empf.

Diese entspannte Stadt im Norden Tansanias dient als idealer Ausgangspunkt für Touren in das nur 20 km entfernte Ngorongoro-Schutzgebiet. Vor Ort kannst du über den belebten lokalen Markt schlendern, auf Kaffeefarmen wandern und die Ernte verkosten oder das Leben in den Dörfern der Iraqw bei einem kulturellen Austausch kennenlernen. Mit ihrer hügeligen Umgebung und dem unverfälschten Charakter verbindet Karatu Ruhe und Abenteuer direkt vor der Kulisse der großen Nationalparks.

Must-See

#15 Tunis (Tunesien) +13 Empf.

In Tunis trifft jahrtausendealte orientalische Geschichte auf mediterrane Gelassenheit. Die zum UNESCO-Welterbe gehörende Medina ist ein Labyrinth aus Souks und osmanischen Palästen, während die Prachtstraßen aus der französischen Kolonialzeit an europäische Boulevards erinnern. Ganz in der Nähe liegen die antiken Ruinen von Karthago und das auf den Klippen thronende Sidi Bou Saïd mit seinen charakteristischen weiß-blauen Häusern. Zwischen dem Bardo-Museum mit seinen weltweit einzigartigen Mosaiken und dem Duft von Jasmin in den Gassen verbindet die Stadt eindrucksvoll Geschichte mit einer lebendigen Gegenwart.

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#16 Fes (Marokko) +12 Empf.

Fès muss sich keineswegs hinter seiner großen Schwester Marrakesch verstecken. Die Kaiserstadt blickt auf eine über 1.200-jährige Geschichte zurück und hat sich in den letzten Jahren als eine der bedeutendsten Reisedestinationen im Maghreb etabliert.

Die Medina, eine Welt für sich

Das Herzstück von Fès ist zweifellos die Medina, die seit 1981 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Mit über 9.000 Gassen ist sie das weitläufigste Labyrinth in ganz Nordafrika. Entgegen der ersten Intuition lohnt es sich jedoch, sich einfach treiben zu lassen in der Medina, die unter dem Namen Fès-el-Bali bekannt ist. Der Zugang erfolgt über eines der vierzehn historischen Stadttore aus dem XII. Jahrhundert. Bâb-Boujloud ist mit seinen blauen und grünen Kacheln das prachtvollste von ihnen. Auf den belebten Handelsstraßen Talaâ-Kbira im Norden und Tala-Seghira im Süden drängen sich Händler und Essensstände in einer Fülle aus Geräuschen, Düften und Farben. In verschiedenen Kooperativen erhältst du Einblicke in die Herstellung von Arganöl, marokkanischem Gebäck oder traditioneller Webkunst. Die Medersa (Koranschule) Bou-Inania ist das architektonische Highlight. Sie beeindruckt mit kunstvollem Bronzeguss, bemaltem Zedernholz, Onyx, Marmor und feinen Kachelarbeiten. Auch die Tombeaux des Mérinides solltest du besuchen, allein schon wegen des Panoramablicks über die Medina bei Sonnenuntergang.

Moschee, Festival und Gerbereien

Die Neustadt, Fès-el-Jedid genannt, bietet ebenfalls beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Die Karaouine ist nicht nur eine der ältesten Universitäten der Welt, sondern auch eine bedeutende Moschee, die bis zu 20.000 Gläubige fasst. Da der Zutritt Muslimen vorbehalten ist, können andere Besucher das Gebäude nur von außen bewundern. Das musée Batha, untergebracht in einem Sommerpalast aus dem XIX. Jahrhundert, zeigt eine Sammlung marokkanischer Kunst und Handwerkskunst, darunter Skulpturen, Berberstoffe und Musikinstrumente. Der dazugehörige andalusische Garten ist alljährlich Schauplatz des Festival des musiques sacrées du monde. Es zählt zu den international bedeutendsten Festivals seiner Art und zieht Musiker aus aller Welt an, ergänzt durch Lesungen, Filmvorführungen und Ausstellungen. Auch das Musée Nejjarine des arts et métiers du bois ist einen Besuch wert.

Ein weiteres Erlebnis ist das Viertel der Gerber, das mit intensiven Gerüchen und ungewohnten Anblicken aufwartet. Nahe der Place as-Seffarine produzieren die tanneries Chouara Lederwaren von hoher Qualität. Vormittags kannst du von den umliegenden Terrassen aus das Treiben in den großen, farbenfrohen Färbebecken beobachten.

Die beste Reisezeit

In Fès ist es das ganze Jahr über mild, aber der Frühling und der Herbst bieten das angenehmste Klima. Die Sommermonate können mit ihrer großen Hitze sehr anstrengend sein. Der Juni ist ideal, wenn du das Festival der sakralen Weltmusik besuchen möchtest.

Anreise

Ein Direktflug von Europa nach Fès dauert etwa 2 Stunden und 45 Minuten. Außerhalb der Hochsaison sind Flüge bereits ab 40 Euro erhältlich.

#17 Sansibar-Stadt (Tansania) +11 Empf.

Sansibar-Stadt ist die Hauptstadt des gleichnamigen Archipels und besticht durch den historischen Stadtkern Stone Town, der zum UNESCO-Welterbe gehört. In den engen Gassen mit ihren kunstvoll geschnitzten Holztüren entdeckst du Sehenswürdigkeiten wie das Vieux Fort, das House of Wonders und das Museum zur Geschichte der Sklaverei. Auf den Märkten und an den Verkaufsständen in den Forodhani Gardens erlebst du den Alltag der Insel, bevor es zu den Stränden von Kendwa oder Nungwi geht, die für ihre weißen Sandstrände bekannt sind.

Must-Sees

#18 Gizeh (Ägypten) +10 Empf.

Etwa zwanzig Kilometer südwestlich von Kairo erstreckt sich Gizeh, das fast wie ein Vorort der ägyptischen Metropole wirkt. Die Stadt liegt am linken Nilufer und ist durch eine Brücke von der Hauptstadt getrennt. Sie unterteilt sich in verschiedene Viertel mit jeweils eigener Identität. Jedes Jahr zieht es Millionen Menschen hierher, die einen Blick auf das letzte erhaltene der sieben Weltwunder der Antike werfen wollen: die Cheops-Pyramide. Auf dem Plateau und in der Nekropole vervollständigen zwei weitere Pyramiden ein beeindruckendes Ensemble aus dem Alten Reich, das vom berühmten Sphinx bewacht wird. Es ist schwer, sich der Faszination dieser historischen Stätten zu entziehen, weshalb Gizeh auf keiner Ägypten-Reise fehlen darf.

Kultur in allen Facetten

Zwischen teils sanierungsbedürftigen Wohnblocks, Luxushotels und der Qorsaya-Insel, auf der Fischer und Bauern leben, kann Gizeh auf Besucher erst einmal überwältigend wirken. Diese Stadtplanung verdeutlicht die Herausforderung, eine antike Stätte mit der Realität einer modernen Großstadt in Einklang zu bringen. Gizeh ist lebendig und in Viertel mit starkem Charakter gegliedert. Das schicke und moderne Viertel Mohandessin setzt auf Eleganz sowie Handel, zahlreiche Cafés und Restaurants. An Spieltagen der Ultras Ahlawy geht es hier besonders leidenschaftlich zu. Kit Kat ist hingegen deutlich volkstümlicher, hier finden sich viele Kunsthandwerker, die mit Fayencen arbeiten. Zu den bemerkenswerten Gebäuden zählt die 1908 gegründete Universität Kairo mit ihrer beeindruckenden Architektur. Ganz in der Nähe befindet sich der Botanische Garten Al-Orman, eine der grünen Lungen der Stadt. Auf seinen 12 Hektar findet man eine beachtliche Sammlung von Kakteen und Bäumen. Trotz der Spuren, die der Arabische Frühling hinterlassen hat, ist er ein angenehmer Rückzugsort. In einem ehemaligen Privathaus untergebracht, beherbergt das Mohamed Mahmoud Khalil Museum Kunstwerke des 19. Jahrhunderts, vorwiegend von französischen Künstlern. Mitten in Ägypten begegnet man hier unerwartet Werken von Delacroix, Gauguin, Monet und Van Gogh, kombiniert mit orientalistischen Gemälden. Kulturell bereichernd ist auch die bewegende Museumswohnung von Taha Hussein, ein intimer Ort, der einen tiefen Einblick in das Leben eines der einflussreichsten Intellektuellen und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts bietet.

Das Kunsthandwerk grenzt hier oft an hohe Kunst, wie Besucher des Zentrums Ramses Wissa Wassef bestätigen können. Das Weben ist der rote Faden dieses einzigartigen Ausbildungsortes, der für seine Ästhetik und Philosophie bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Anlage, die vom gleichnamigen Professor und Architekten entworfen wurde, macht den Besuch zu einem lehrreichen und unvergesslichen Erlebnis.

Ganz in der Nähe der Al Bahr Al Aazam Avenue befindet sich eine weitere Attraktion, die eine Zeitreise ermöglicht. Das Pharaonische Dorf projiziert dich in ein komplett rekonstruiertes Ägypten der Antike. Szenen aus dem täglichen Leben, alte Handwerksberufe, historische Kleidung und Musik lassen dich den großen Figuren dieser Epoche in Kulissen begegnen, die an Nubien erinnern. Sport, Spiele, Vorführungen und Spielplätze machen das Gelände zu einem beliebten Ausflugsziel, das perfekt auf die Begegnung mit den echten, vor 4.500 Jahren errichteten Pyramiden einstimmt.

Vor den Pyramiden und dem Sphinx

Nur wenige Kilometer entfernt, auf dem Wüstenplateau, erheben sich die drei größten Pyramiden Ägyptens. Die Cheops-Pyramide bildet das Zentrum der Grabanlage und ist die älteste der drei. Mit einer Höhe von 146 Metern ist sie zudem die massivste, erbaut aus Kalksteinblöcken von jeweils etwa 2,5 Tonnen Gewicht. Dieser monumentale Bau gibt noch immer Rätsel auf. Der Besuch im Inneren ist möglich, wobei die Gänge zur Grabkammer sehr eng sind. Neben ihr stehen die Pyramiden von Chephren und Mykerinos, die etwas kleiner sind. Ergänzt wird das Areal durch die Pyramiden der Königinnen, Überreste von Totentempeln sowie Mastabas, Schächte und unterirdische Gänge. Der Ort ist schlichtweg beeindruckend.

Seit 2590 vor unserer Zeitrechnung wacht der 73 Meter lange und 20 Meter hohe Sphinx über die Anlage. Er wurde aus einem einzigen massiven Felsblock herausgearbeitet. Dieser zeitlose Wächter mit der abgebrochenen Nase ist die einzige Figur, die einen menschlichen Kopf mit einem Löwenkörper vereint. Der sterbliche Herrscher, dessen Identität bis heute diskutiert wird, wollte sich den Göttern gleichstellen und wurde durch diese Pracht tatsächlich unsterblich.

Die beste Reisezeit

Mit Temperaturen um die 32 Grad im Frühling und Herbst sind die Übergangszeiten am angenehmsten, um Gizeh zu erkunden, besonders für das weitläufige Pyramidenareal. Der Sommer bringt oft extreme Hitze bei trockener Luft mit sich. Die Winter sind mild und liegen im Durchschnitt bei 14 Grad.

Anreise

Das Pyramidenplateau liegt etwa 8 Kilometer von Gizeh entfernt, das wiederum rund zwanzig Kilometer von Kairo liegt. Busse und Taxis verbinden die Orte miteinander. Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus werden regelmäßige Flüge nach Kairo angeboten.

Must-See

#19 Narok (Kenia) +10 Empf.

Narok liegt im Südwesten Kenias und dient als zentraler Knotenpunkt für Reisen in das Masai Mara Reservat. Die Stadt bietet mit dem Narok Museum einen Einblick in die Kultur der Massai, während auf den lokalen Märkten regionales Kunsthandwerk und Erzeugnisse verkauft werden. In der Umgebung ermöglichen Besuche in Massai-Dörfern einen direkten Austausch mit den Traditionen der Gemeinschaft. Wer die Stadt nicht nur als Durchgangsstation betrachtet, erhält hier einen authentischen Einblick in den kenianischen Alltag.

Must-See

#20 Scharm asch-Schaich (Ägypten) +9 Empf.

Auf der Sinai-Halbinsel, einer strategisch wichtigen Region, hat sich Scharm asch-Schaich zu einem reinen Tourismuszentrum entwickelt. Wer das ursprüngliche Ägypten sucht, wird hier vielleicht nicht fündig.

In einem Land, das sonst oft hektisch wirkt, bietet dieser Ort eine Pause mit vertrauten westlichen Standards. Die größte Stärke des ehemaligen Fischerdorfes liegt in seiner natürlichen Umgebung, auch wenn der einst rege Hafenbetrieb durch Handelsbeschränkungen gedrosselt wurde. Mit seinen erstklassigen Stränden, dem klaren Wasser des Roten Meeres und einer beeindruckenden Unterwasserwelt empfängt die Stadt ihre Gäste in einer spektakulären Kulisse.

Ein auf Tourismus ausgerichtetes Zentrum

Die Stadt erstreckt sich über viele Kilometer entlang der Küste, die von einer Vielzahl an Buchten geprägt ist. Naama Bay ist die größte davon und bildet das touristische Herz von Scharm asch-Schaich. Der weiße Sandstrand bietet schöne Ausblicke, während die schroffen Berge in Rottönen einen markanten Kontrast zum strahlenden Blau des Himmels und des Wassers bilden.

Angesagte Restaurants und Clubs

Wenn die Sonne untergeht, erwacht das Viertel mit seinen Diskotheken, Bars und Attraktionen wie dem Hollywood, einem spektakulären Freizeitpark, zum Leben. Es gibt eine große Auswahl an Restaurants, in denen man Meeresfrüchte und Fisch genießen kann. Zu den Spezialitäten gehören gefüllte Tauben sowie reyash dani, Lammkoteletts, die man mit einer Minz-Joghurt-Soße isst.

Shopping für jeden Geschmack

Zahlreiche Geschäfte säumen die Strandpromenade, doch die Läden im Old Market wirken weniger gekünstelt. Fußgängerzonen mit Kopfsteinpflaster und einer Mischung aus Pariser Laternen sowie orientalischen Gefäßen prägen das Bild, ein Kontrast, der typisch für Scharm asch-Schaich ist. Ob Nippes, Lampen, Sitzkissen oder Gewürze, die Auslagen sind verlockend und die Weidenkörbe sind oft prall gefüllt.

Die Al-Mustafa-Moschee, das Wahrzeichen von Scharm asch-Schaich

Mitten im Trubel ragt die Al-Mustafa-Moschee in ihrer ganzen Pracht hervor. Das architektonische Meisterwerk im osmanischen Stil ist zwar noch recht modern, beeindruckt aber mit seinen 76 Meter hohen Minaretten. Ein Bereich ist für Besucher zugänglich, wobei die üblichen religiösen Verhaltensregeln zu beachten sind.

Ausflüge in die Region

Die Wüste Sinai

An der Spitze der Sinai-Wüste stehen Kamelritte, Ausflüge zu Pferd oder Quadtouren auf dem Programm. Der Aufstieg auf den Berg Sinai ist möglich, erfordert jedoch ein hohes Sicherheitsbewusstsein und einen ortskundigen Führer. Die Tour umfasst drei Stunden Fahrt, eine Wanderung auf 2.285 Meter Höhe und bleibende Erinnerungen. Am Fuße des Berges ist das Katharinenkloster aus dem 6. Jahrhundert ein geschichtsträchtiger Ort.

Unberührte Natur und magische Unterwasserwelten

Das Wasser des Roten Meeres ist das größte Geschenk für diese Region. Es ist warm und glasklar und verbirgt in seinen Tiefen eine unvergleichlich reiche Unterwasserwelt, die Taucher aus aller Welt anzieht. Während einige Buchten unter dem Tourismus leiden, bieten die geschützten Zonen ideale Bedingungen für Anfänger und erfahrene Schnorchler.

Der Nationalpark Ras Mohammed

Scharm asch-Schaich wird von zwei Nationalparks umgeben. Im Süden ist der Ras Mohammed ein wahres Paradies. Da hier jegliche Bebauung verboten ist, zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite, zwischen Mangroven und Salzmarschen gedeiht eine artenreiche Tierwelt. Es ist eines der besten Ökosysteme, um unberührte Korallenriffe zu beobachten, in denen sich tausende bunte Fischarten, Seesterne und Weichtiere tummeln.

Weitere Naturschutzgebiete

Weiter draußen ist Shark Reef das Revier für große Fische wie Barrakudas, Thunfische und Haie. Etwa 25 km entfernt liegt der Nationalpark Nabq, ein weiteres beeindruckendes Reservat mit einer faszinierenden Vogelwelt und Vegetation.

Ras Nasrani bietet ein Riff mit weitläufigen Buchten und großen Korallenstöcken. Von den Stegen aus starten Bootsausflüge, bei denen oft Delfine in der Nähe schwimmen, ein Erlebnis, das den künstlichen Charakter mancher Ecken der Stadt schnell vergessen lässt.

Lokale Spezialitäten

Obwohl Scharm asch-Schaich für frischen Fisch bekannt ist, sollte man auch die ägyptischen Klassiker probieren.

Dazu zählt Koshari, eine herzhafte Mischung aus Nudeln, Reis, Linsen und Kichererbsen, die mit einer würzigen Tomatensoße serviert wird. Auch Foul Moudammas, langsam gegarte Ackerbohnen mit Olivenöl, Knoblauch und Zitrone, ist ein beliebtes traditionelles Gericht.

Wer es süß mag, sollte Basbousa kosten, einen Grießkuchen, der in Zuckersirup getränkt ist.

Wo essen?

  • El Masrien Restaurant (Altstadt): Bietet authentische ägyptische Küche in traditionellem Ambiente.
  • Fares Seafood Restaurant (Il Mercato): Bekannt für frische Meeresfrüchte und großzügige Portionen.
  • Rangoli (Naama Bay): Indische Küche mit Panoramablick über die Naama Bay.
  • Pomodoro (Naama Bay): Ein hervorragendes italienisches Restaurant mit frischer Pasta und Pizzen.

Wo übernachten?

  • Four Seasons Resort Sharm El Sheikh (Shark's Bay): Luxusresort mit Privatstrand, Lagunenpool und einer Auswahl an mediterranen, arabischen und italienischen Restaurants.
  • Royal Savoy Sharm El Sheikh (Soho Square): Fünf-Sterne-Luxus im traditionellen ägyptischen Stil mit privaten Villen, eigenem Pool und Meerblick.
  • SUNRISE Arabian Beach Resort (Sharks Bay): Direkt am Meer gelegen mit eleganten Zimmern, mehreren Pools und einer großen Auswahl an internationaler Küche.
  • Rixos Sharm El Sheikh (Nabq Bay): Ein All-inclusive-Resort nur für Erwachsene mit 7 Pools, 9 Bars und 7 À-la-carte-Restaurants inmitten von Palmen.

Wann ist die beste Reisezeit?

Da der Tourismus dann weniger intensiv ist, sind der Herbst und der Frühling die besten Jahreszeiten für eine Reise. Das Klima ist trocken und angenehm. Im Sommer klettern die Temperaturen leicht auf 46 Grad.

Anreise

Es gibt keine Direktflüge ab Paris, aber zahlreiche Verbindungen mit Zwischenstopp. Der internationale Flughafen Scharm asch-Schaich liegt 17 km von der Stadt entfernt und ist per Bus oder Taxi erreichbar. Er ist nach dem Flughafen in Kairo der zweitgrößte des Landes.

Unterwegs vor Ort

Taxis und Hotel-Shuttles sind die gängigsten Verkehrsmittel. Da Taxis in der Regel kein Taxameter haben, empfiehlt es sich, den Preis vor Fahrtantritt auszuhandeln. Für mehr Flexibilität ist die Anmietung eines Autos möglich, auch wenn der Verkehr vor Ort mitunter chaotisch sein kann.

In touristischen Zonen wie Naama Bay kann man sich zudem gut zu Fuß bewegen, um das lokale Treiben zu erleben.

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