Besuch im Tarangire-Nationalpark, dem Reich der Elefanten und Baobabs
Nur wenige Autostunden von Arusha entfernt liegt der Tarangire-Nationalpark, der für seine Ruhe, die markante Vegetation und die artenreiche Tierwelt bekannt ist. Er ist weniger überlaufen als die Serengeti oder das Ngorongoro-Schutzgebiet, bietet jedoch ein ebenso intensives Safari-Erlebnis in einer deutlich persönlicheren Atmosphäre.
Naturlandschaften geprägt von Baobabs
Der erste Anblick, der ins Auge fällt, sind die massiven Silhouetten, die den Horizont bestimmen: die Baobabs, von denen einige bereits seit Jahrhunderten existieren. Ihre bauchigen Stämme und die Äste, die wie umgedrehte Wurzeln in den Himmel ragen, sorgen für eine fast mystische Stimmung. Der Tarangire-Fluss, der den Park durchzieht, zieht vor allem in der Trockenzeit von Juni bis Oktober zahlreiche Tiere an. Die Landschaft wechselt zwischen goldener Savanne, bewaldeten Abschnitten und ausgetrockneten Flussbetten, was dem Park ein abwechslungsreiches Relief verleiht.
Ein Paradies für Elefanten
Tarangire wird oft als Elefantenschutzgebiet bezeichnet. Es ist keine Seltenheit, dort auf Herden von mehreren Dutzend Tieren zu treffen, manchmal sogar mehr als einhundert, die an die Wasserstellen kommen, um zu trinken oder zu baden. Giraffen, Kudus, Oryxantilopen und sogar Baumpythons sind ebenfalls Teil der Kulisse. Da der Massentourismus hier kaum eine Rolle spielt, bleibt mehr Zeit für entspannte Beobachtungen ohne Hektik.
Vogelliebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn es wurden über 500 Arten registriert, vom Webervogel bis hin zu großen Greifvögeln.
Safari abseits der ausgetretenen Pfade
Die geringe Anzahl an Unterkünften direkt im Park und die moderaten Besucherzahlen machen ihn zu einem geschätzten Ziel für Reisende, die Ruhe suchen. Die Safaris finden hauptsächlich mit dem Geländewagen statt, doch in einigen Bereichen sind auch geführte Wanderungen möglich. In der Trockenzeit ist dies einer der besten Orte im Norden des Landes, um die Konzentration der Wildtiere entlang des Flusses zu beobachten.
Wer den Besuch im Tarangire mit anderen Stationen in der Nähe verbinden möchte, wie etwa dem Manyara-See oder dem Ngorongoro-Schutzgebiet, findet hier eine friedliche Auszeit inmitten des Abenteuers.
Das war unsere erste Station als Familie, und schon beim Eingang hatte ich das Gefühl, direkt in die Kulisse von König der Löwen einzutauchen. Die Landschaft ist wunderschön, wild, fast unwirklich. Ich habe eine unglaubliche Menge an Elefanten gesehen, manchmal nur wenige Meter vom Geländewagen entfernt! Die Atmosphäre ist friedlich, intim und ganz anders als in den anderen großen Parks. Eine unvergessliche Erinnerung.