Besuch des Luxortempels
Am Ufer des Nils in Luxor begegnest du einer anderen Dimension. Eine Konstante ist dabei Ramses II., der große Bauherr unter den Pharaonen. Er empfängt dich heute in dieser beeindruckenden Anlage im Herzen der antiken Hauptstadt Theben. Der Tempel, der Amon geweiht wurde, entstand während der 18. und 19. Dynastie und wurde über die Regierungszeiten verschiedener Pharaonen hinweg stetig erweitert. Sogar Alexander der Große hinterließ hier seine Spuren. Der legendäre und prächtige Tempel des Amon, auch Opet des Südens genannt, wurde 1884 freigelegt und wirkt bis heute faszinierend.
Ein Erbe, geformt von jedem Pharao
Amenophis III.
Es war zunächst Amenophis III., der diesen Bau mit einer Länge von 260 m und einer Breite von 50 m initiierte. Ein Dromos von 2,5 km Länge verband das Heiligtum einst mit dem Tempel von Karnak. Diese Allee war von über 700 Sphinxen mit Widderköpfen gesäumt. Heute ist nur noch ein Teil davon erhalten, doch ihre einstige Eleganz ist noch immer erkennbar. Unter Nektanebos wurden einige der Köpfe durch menschliche Herrscherdarstellungen ersetzt. Die Komplexität und der Reichtum dieses Tempels mit seinen vielfältigen Einflüssen spiegeln die Abfolge der Pharaonen wider.
Ramses II.
Ramses II. fügte dem Komplex mit einer 24 m hohen Fassade seine eigene Größe hinzu. Ein Pylon erzählt in seinen Flachreliefs von der Schlacht bei Qadesch, bewacht von drei Kolossalstatuen aus rosafarbenem Granit. Ein Kopf des Pharaos liegt direkt auf dem Boden. Du wirst zudem unschwer den 26 m hohen Obelisken erkennen. Sein Zwilling steht heute auf dem Place de la Concorde in Paris. Die Seiten sind mit dem Namen des Monarchen graviert, und in dem großen, von Portiken mit 76 Säulen umgebenen Hof bleibt die Macht des Herrschers allgegenwärtig.
Königin Hatschepsut und Amenophis III.
Wir verdanken Königin Hatschepsut die Barkenkapelle, deren schlanke Säulen mit Papyrusbündeln eine Hommage an die Natur sind. Südlich des Hofes thronen elf riesige Statuen und zwei sitzende Kolosse aus Granit, während Amenophis III. den Bau um Säulengänge und einen beeindruckenden Hof ergänzte. Auf dem Fundament einer koptischen Kirche wurde später die prächtige Moschee von Abu el-Haggag errichtet. An allen Wänden erzählt der Stein Geschichten von den Heldentaten derjenigen, die einst als Götter verehrt wurden, denen sie selbst huldigten.
Öffnungszeiten
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Dieser Tempel ist einfach unglaublich. Schon am Eingang, mit dem riesigen Pylon und den Statuen von Ramses II, wird man von der Architektur förmlich erschlagen. Ich war ziemlich beeindruckt vom guten Erhaltungszustand der Säulen und vor allem der Hieroglyphen, die die Wände verzieren. Ein absolutes Muss während eines Aufenthalts im Land der Pharaonen.