Marrakech 9

Top 7 der schönsten Städte in MarokkoRanking 2026

Foto : Sebastien Poncelet

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Die Lieblingsstädte in Marokko unserer Mitglieder, von der Redaktion empfohlen

#1 Marrakesch +67 Empf.

Marrakesch überfordert die Sinne auf Anhieb. In den Gassen der Medina mischt sich der Duft von Kreuzkümmel mit gegerbtem Leder, während der Ruf des Muezzins von der Koutoubia herüberhallt. Die rote Stadt bietet verwinkelte Souks, versteckte Riads mit zellig-verzierten Innenhöfen und eine Tanjia, die traditionell in der Asche eines Hammams geschmort wurde. Ein intensives Erlebnis, das manchmal herausfordernd, aber immer unvergesslich bleibt.

#2 Rabat +17 Empf.

Die marokkanische Hauptstadt an der Atlantikküste ist für viele Reisende eine Überraschung. Die im 12. Jahrhundert gegründete Königsstadt ist heute ein lebendiger Ort voller Kultur, an dem du den Alltag Marokkos authentisch erleben kannst.

Im Herzen der marokkanischen Geschichte

Die zum Unesco-Welterbe gehörende la kasbah des Oudayas ist ein absoluter Fixpunkt in Rabat. Ein Besuch dieses ehemaligen befestigten Militärlagers ist wie eine Zeitreise durch die politische und kulturelle Historie Marokkos. Spaziere durch die engen Gassen mit ihren weiß getünchten Mauern und genieße die überraschende Stille, die hier nur wenige Meter von der Plage de Rabat entfernt herrscht. Wir empfehlen zudem den Besuch des beeindruckenden Musée de l'histoire des civilisations, das die Entwicklung Marokkos von der Urgeschichte bis zur modernen islamischen Ära dokumentiert.

Nur zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt la nécropole de Chellah. Die Anlage befindet sich auf den Überresten einer antiken römischen Stadt. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und lädt zum Entdecken ein. Beobachte die Störche, die in ihren Nestern auf den Ruinen der Gräber sitzen, und genieße den Ausblick auf le fleuve Bouregreg. Der Ort wirkt keineswegs düster, sondern eher leicht und poetisch. Besonders zum Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch, wenn das Licht die Szenerie in warme Farben taucht.

Das Leben im marokkanischen Rhythmus

Unter den zahlreichen Märkten legen wir dir den souk de Rabat ans Herz. Er ist deutlich weniger von Touristen überlaufen als die Märkte in Fès oder Marrakech, sodass du in Ruhe stöbern kannst. Die besten Lederwaren findest du in der Rue des Consuls. Wenn du dich traust, dich in den Gassen zu verlieren, wirst du mit den besten pastillas (orientalische Pastete mit Fleisch und Gemüse), traditionellem tajine oder süßen Verlockungen wie chebakias (Gebäck mit Orangenblüten, Anis und Mandeln), briwates (gefüllte Teigtaschen) und anderen Spezialitäten aus dem Maghreb belohnt.

Um nach dem Trubel des Souks wieder zur Ruhe zu kommen, ist le jardin d'essais botaniques der ideale Ort. Der Garten wurde 1914 von Lyautey zu Beginn des französischen Protektorats angelegt. Hier kannst du das marokkanische Sprichwort verinnerlichen, dass Eilige bereits gestorben sind. Wenn dich die grünen Wege und die tierischen Bewohner des Gartens weniger reizen, zieht es dich vielleicht an den Strand. Sei hier jedoch vorsichtig, da die See oft unruhig ist und der Strandabschnitt leider häufig verschmutzt ist.

Wann ist die beste Reisezeit?

Rabat profitiert von einem ozeanischen Klima, bei dem die Temperaturen selten über 30ºC steigen. Damit ist die Stadt fast das ganze Jahr über ein angenehmes Reiseziel. Wenn du möglichst viel Sonne und wenig Regen möchtest, ist der Zeitraum zwischen Mai und Oktober ideal.

Wie kommst du hin?

Es gibt zahlreiche Direktflüge von Paris nach Rabat. Die Preise variieren je nach Abflughafen, etwa zwischen 80 Euro (ab Paris-Beauvais) und 200 Euro (ab Orly oder CDG).

Must-Sees

#3 Fes +12 Empf.

Fès muss sich keineswegs hinter seiner großen Schwester Marrakesch verstecken. Die Kaiserstadt blickt auf eine über 1.200-jährige Geschichte zurück und hat sich in den letzten Jahren als eine der bedeutendsten Reisedestinationen im Maghreb etabliert.

Die Medina, eine Welt für sich

Das Herzstück von Fès ist zweifellos die Medina, die seit 1981 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Mit über 9.000 Gassen ist sie das weitläufigste Labyrinth in ganz Nordafrika. Entgegen der ersten Intuition lohnt es sich jedoch, sich einfach treiben zu lassen in der Medina, die unter dem Namen Fès-el-Bali bekannt ist. Der Zugang erfolgt über eines der vierzehn historischen Stadttore aus dem XII. Jahrhundert. Bâb-Boujloud ist mit seinen blauen und grünen Kacheln das prachtvollste von ihnen. Auf den belebten Handelsstraßen Talaâ-Kbira im Norden und Tala-Seghira im Süden drängen sich Händler und Essensstände in einer Fülle aus Geräuschen, Düften und Farben. In verschiedenen Kooperativen erhältst du Einblicke in die Herstellung von Arganöl, marokkanischem Gebäck oder traditioneller Webkunst. Die Medersa (Koranschule) Bou-Inania ist das architektonische Highlight. Sie beeindruckt mit kunstvollem Bronzeguss, bemaltem Zedernholz, Onyx, Marmor und feinen Kachelarbeiten. Auch die Tombeaux des Mérinides solltest du besuchen, allein schon wegen des Panoramablicks über die Medina bei Sonnenuntergang.

Moschee, Festival und Gerbereien

Die Neustadt, Fès-el-Jedid genannt, bietet ebenfalls beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Die Karaouine ist nicht nur eine der ältesten Universitäten der Welt, sondern auch eine bedeutende Moschee, die bis zu 20.000 Gläubige fasst. Da der Zutritt Muslimen vorbehalten ist, können andere Besucher das Gebäude nur von außen bewundern. Das musée Batha, untergebracht in einem Sommerpalast aus dem XIX. Jahrhundert, zeigt eine Sammlung marokkanischer Kunst und Handwerkskunst, darunter Skulpturen, Berberstoffe und Musikinstrumente. Der dazugehörige andalusische Garten ist alljährlich Schauplatz des Festival des musiques sacrées du monde. Es zählt zu den international bedeutendsten Festivals seiner Art und zieht Musiker aus aller Welt an, ergänzt durch Lesungen, Filmvorführungen und Ausstellungen. Auch das Musée Nejjarine des arts et métiers du bois ist einen Besuch wert.

Ein weiteres Erlebnis ist das Viertel der Gerber, das mit intensiven Gerüchen und ungewohnten Anblicken aufwartet. Nahe der Place as-Seffarine produzieren die tanneries Chouara Lederwaren von hoher Qualität. Vormittags kannst du von den umliegenden Terrassen aus das Treiben in den großen, farbenfrohen Färbebecken beobachten.

Die beste Reisezeit

In Fès ist es das ganze Jahr über mild, aber der Frühling und der Herbst bieten das angenehmste Klima. Die Sommermonate können mit ihrer großen Hitze sehr anstrengend sein. Der Juni ist ideal, wenn du das Festival der sakralen Weltmusik besuchen möchtest.

Anreise

Ein Direktflug von Europa nach Fès dauert etwa 2 Stunden und 45 Minuten. Außerhalb der Hochsaison sind Flüge bereits ab 40 Euro erhältlich.

#4 Casablanca +3 Empf.

Casablanca ist Marokkos größte Stadt und verbindet moderne Urbanität mit Geschichte. Ein Highlight ist die Hassan-II.-Moschee mit ihrem markanten Minarett, während die engen Gassen der Medina ein völlig anderes, traditionelles Bild zeichnen. Das Art-déco-Viertel zeugt mit seinen eleganten Fassaden von der Kolonialzeit, und an der Corniche d'Aïn Diab findest du den passenden Ort für eine Pause am Meer. Mit dieser architektonischen Mischung und dem kulturellen Erbe ist die Stadt ein ganz eigener Kontrast zu den üblichen Touristenzielen im Land.

Must-Sees

#5 Agadir +2 Empf.

Agadir ist eine moderne Stadt direkt am Atlantik, die mit ihrem milden Klima, langen Stränden und einer entspannten Atmosphäre punktet. Für einen Badeurlaub ist sie ideal, bietet aber mit dem belebten Souk und dem authentischen Fischereihafen auch einen direkten Einblick in die marokkanische Kultur. Von der Kasbah aus hast du einen weiten Blick über die Bucht. Zwischen Strandtagen, Spaziergängen und der lokalen Küche ist die Stadt ein angenehmer Zwischenstopp für alle, die Komfort suchen und dabei auf die Hektik historischer Medinas verzichten möchten.

#6 Essaouira +1 Empf.

Geprägt von den stetigen Passatwinden und den tiefen Klängen der Guembri ist Essaouira eine künstlerische Oase an der marokkanischen Atlantikküste. Die weiß-blaue Medina, in der sich die Meeresbrise mit dem Duft von Thuya-Holz vermischt, lädt zu entspannten Spaziergängen ein, weit weg von der Hektik der Königsstädte. Das langsame Tempo des Ozeans und eine kreative Szene machen den Ort zu einem Rückzugsort für alle, die eine authentische und entschleunigte Atmosphäre suchen.

#7 Tangier -2 Empf.

Wer durch Marokko reist, kommt an Tanger kaum vorbei. Die Stadt im Norden des Landes schmiegt sich an einen Hügel und blickt auf eine lange Geschichte als phönizischer Hafen zurück. Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich Tanger als strategischer Knotenpunkt zwischen Europa und dem Nahen Osten zu einem kosmopolitischen Zentrum mit ganz eigenem Charakter.

Gassen, Märkte und Paläste

Das Herz von Tanger ist die Medina mit ihren engen, schattigen Gassen. Es lohnt sich, einfach loszugehen und sich von den Eindrücken und den intensiven Düften der Marktstände leiten zu lassen. So landest du fast zwangsläufig am Grand Socco, einem der wichtigsten Eingänge zur Altstadt. Auf dem weitläufigen Platz findet das ganze Jahr über ein lebhafter Markt statt. Der ideale Ort, um frisches Obst zu kaufen oder eine Pause am von Palmen gesäumten Brunnen einzulegen.

Besuche anschließend die Grande Mosquée, ein traditionelles alawitisches Bauwerk, das auf den Fundamenten eines römischen Tempels errichtet wurde. Die place de la France bietet dir einen weiten Blick über die Stadt. Wenn du die Medina ausgiebig erkundet hast, wartet das Viertel der Kasbah mit seinen Kunsthandwerksläden und Cafés. Hoch über den Gassen thront der Palast mit seinen Befestigungsmauern aus dem 13. Jahrhundert. Er beherbergt das Kasbah-Museum, das einen Einblick in die Geschichte des Landes und das marokkanische Kunsthandwerk bietet.

Ozean, Grotten und Gärten

Auch in der Umgebung gibt es einiges zu sehen. Die Küstenstraße Richtung Talaa Cherif bietet dir einen direkten Blick auf den Atlantik. Die grottes d’Hercule, etwa 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, sind für ihre mystische Atmosphäre bekannt. Der Legende nach soll sich der griechische Held Herkules hier ausgeruht haben. Wer es ihm gleichtun möchte, entspannt sich am städtischen Strand. Der feine Sand ist ein beliebter Treffpunkt für Familien, die im Wasser spielen oder durch die angrenzenden Gärten der Corniche spazieren.

Ein weiteres Ziel ist der 67 Hektar große parc Perdicaris. Der botanische Garten beheimatet eine vielfältige Flora mit Lorbeerbäumen, Akazien und Kiefern und dient vielen Zugvögeln als Rastplatz. Auf dem Weg dorthin kommst du am Leuchtturm am Cap Spartel vorbei, einem Wahrzeichen der Halbinsel von Tanger.

Wann ist die beste Reisezeit?

Tanger ist das ganze Jahr über ein angenehmes Ziel. Von März bis Dezember scheint meist die Sonne bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Im Januar und Februar ist es mit etwa 15 bis 16 Grad etwas kühler, aber dafür bleibt es meist trocken.

Anreise

Ein Flug von Paris nach Tanger kostet etwa 150 Euro bei einer Flugzeit von 2 Stunden und 35 Minuten. Von Spanien aus erreichst du Tanger per Boot von Ceuta aus in 45 Minuten über die Straße von Gibraltar. Bist du bereits in Marokko unterwegs? Von Marrakesch aus gibt es Inlandsflüge nach Tanger. Alternativ kannst du dir einen Mietwagen nehmen, die Fahrt dauert etwa 5 Stunden und 30 Minuten.

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