Besuch der Pyramiden von Gizeh
Mitten in der Sahara, etwa 20 Kilometer westlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo, erheben sich die Pyramiden von Gizeh. Zum Weltkulturerbe der Unesco zählend, umfasst das Areal die berühmten Bauwerke von Cheops, Chephren, Mykerinos sowie den Großen Sphinx. Die auf dem gleichnamigen Plateau errichteten Königsgräber zeugen von der Macht der Pharaonen und der Ingenieurskunst des alten Ägypten. Heute ist das Gelände mit touristischer Infrastruktur erschlossen, darunter Souvenirshops und Parkplätze, deren architektonische Einbindung oft diskutiert wird.
4 Juwelen der Antike
Die um 2580 vor Christus erbaute, monumentale Cheops-Pyramide, Grabstätte des gleichnamigen Pharaos, beeindruckt durch ihre schiere Größe. Als erstes der sieben Weltwunder galt sie über Jahrtausende als das höchste und massivste von Menschenhand geschaffene Bauwerk. Die quadratische Basis misst über 250 Meter, die Höhe erreicht 137 Meter und das Volumen umfasst mehr als 2,5 Millionen Kubikmeter. Das Meisterwerk aus Quadersteinen wurde unter dem Architekten Hemiunu vollendet und gibt der Forschung bis heute Rätsel auf.
Nur wenige Kilometer entfernt steht die Pyramide von Chephren, dem Sohn von Cheops. Sie ist die zweitgrößte Anlage des Komplexes. Du erkennst sie leicht an ihren glatten Außenflächen und dem Kalksteinbelag an der Spitze. Ihr gut erhaltener Totentempel besticht durch die Verwendung von rotem Granit aus Assuan.
Deutlich kleiner und etwas abseits gelegen erreicht die Mykerinos-Pyramide eine Höhe von 63 Metern. Ursprünglich war sie mit einer Kombination aus rotem Granit und Kalkstein verkleidet. Der Sarkophag des Mykerinos befindet sich heute im British Museum. In der Nähe liegt zudem das Grab der Chentkaus I., einer Verwandten des Pharaos.
Östlich unterhalb des Chephren-Komplexes befindet sich der Große Sphinx mit seiner charakteristischen, beschädigten Nase. Es handelt sich um die weltweit größte monolithische Monumentalskulptur. Die etwa 2500 vor Christus errichtete Statue stellt ein Mischwesen aus Mensch und Tier dar. Vermutungen zufolge porträtiert sie Cheops und diente als Wächter des Areals oder als Heiligtum des Anubis.
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Die Pyramiden von Gizeh sind zweifellos einer der beeindruckendsten Orte, die ich in meinem Leben gesehen habe. Natürlich ist die Cheops-Pyramide am markantesten, besonders wenn man direkt davor steht, denn sie wirkt riesig (und das ist sie auch!). Einziger Minuspunkt: die Menge an Touristen, die das Erlebnis schmälern kann. Trotzdem wurde ich von diesem Besuch, auf den ich schon lange gewartet hatte, nicht enttäuscht.