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Was tun in Frankreich: Top 20 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Frankreich, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Frankreich

#1 Paris +1.5K Empf.

Paris erschöpft sich nicht in der tour Eiffel oder den Champs-Élysées. Die französische Hauptstadt erlebst du am besten in ihren Vierteln, vom Marais bis nach Belleville, zwischen Bistro-Terrassen, kleinen Museen und den Seine-Ufern bei Sonnenuntergang. Mit der Wiedereröffnung von Notre-Dame und einem vereinfachten Verkehrsnetz lässt sich die Stadt im Jahr 2025 neu entdecken. Das Preisniveau ist hoch, doch die Erlebnisse in den Bereichen Gastronomie, Kunst und Geschichte sind es wert.

#2 Marseille +293 Empf.

Marseille ist eine Stadt der Kontraste, mediterran und aufmüpfig, sonnig und rau zugleich. Zwischen den Gassen von Le Panier, den Felsklippen der Calanques, dem geschäftigen Vieux-Port und der entspannten Corniche bietet die Stadt ein ganz eigenes Erlebnis. Du isst eine Bouillabaisse mit direktem Blick aufs Meer, steigst hinauf zur Basilika Notre-Dame-de-la-Garde für den weiten Blick über die Stadt und lässt dich einfach von dieser rohen, herzlichen Energie mitreißen.

#3 Nîmes +206 Empf.

Nîmes ist das ideale Ziel für Fans antiker Geschichte, denn hier triffst du auf ein außergewöhnliches römisches Erbe wie die berühmte Arena und die Maison Carrée. Die Altstadt mit ihren belebten Plätzen und verwinkelten Gassen verbindet historische Monumente mit mediterranem Lebensgefühl. Zwischen gepflegten Gärten und lokalen Märkten bietet die Stadt einen perfekten Zwischenstopp, wenn du den Süden Frankreichs abseits der Küste erkunden möchtest.

#4 Lyon +188 Empf.

In Lyon läufst du am besten einfach drauflos, immer mit Appetit im Gepäck. Zwischen den beiden Hügeln, durch die sich Rhône und Saône schlängeln, offenbart die Stadt ihre Renaissance-Traboules, urige Bouchons mit ehrlicher Küche und Viertel mit ganz eigenem Charakter. La Croix-Rousse erinnert noch heute an seine Arbeitervergangenheit, das Vieux Lyon lockt mit seinen geheimen Innenhöfen und Fourvière wacht von oben über das gesamte Stadtbild. Eine kulinarische Metropole, die ihre Schätze nur denjenigen zeigt, die sich Zeit nehmen.

#5 Nizza +146 Empf.

Nizza besticht durch sein helles Licht und das mediterrane Lebensgefühl. Mit der Promenade des Anglais, den verwinkelten Gassen der Altstadt und dem Blick von der Colline du Château bietet die Stadt eine Vielzahl an Eindrücken. Zwischen lokaler Küche, renommierten Museen und dem Meer verbindet Nizza Entspannung mit städtischer Dynamik, genau das Richtige für eine Reise mit Fokus auf Kultur und Genuss.

Ranking der 15 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Frankreich

#1 Louvre-Museum (Paris) +55 Empf. 4.9/5

Das Louvre-Museum prägt das Bild von Paris wie kaum eine andere Sehenswürdigkeit. Als eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt zieht es jährlich Millionen Besucher an. Die Sammlungen umspannen Jahrtausende und diverse Zivilisationen, angeführt von Werken wie der Mona Lisa oder der Venus von Milo. Eine gute Planung hilft, die Ausstellungen in den drei Flügeln voll auszukosten.

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#2 Herz-Jesu-Basilika von Montmartre (Paris) +49 Empf. 4.8/5

Die Herz-Jesu-Basilika von Montmartre thront über Paris und prägt seit Ende des 19. Jahrhunderts das Stadtbild. Die romano-byzantinische Architektur und die 83 Meter hohe Kuppel bieten einen weiten Blick über die Hauptstadt. Im Inneren beeindrucken das monumentale Mosaik des Christus in Herrlichkeit sowie die Statue des heiligen Erzengels Michael.

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#3 Disneyland Paris (Chessy Marne-la-Vallée) +48 Empf. 4.5/5

Disneyland Paris vereint zwei Parks direkt nebeneinander. Neben dem Dornröschenschloss erwarten dich familienfreundliche Attraktionen und actionreiche Fahrgeschäfte. Du schlenderst über die Main Street USA in die Welten von Pixar, Marvel oder Arendelle. Plane bei Paraden, Shows und den oft langen Warteschlangen gerade in der Hochsaison genügend Zeit ein.

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#4 Puy du Fou (Les Epesses) +47 Empf. 4.8/5

Im Puy du Fou wechselst du nahtlos vom römischen Amphitheater in ein mittelalterliches Dorf und weiter zu einer nächtlichen Wassershow. Die Inszenierungen vereinen Schauspieler, Pferde, Greifvögel und Spezialeffekte in einem rasanten Tempo. Da es unmöglich ist, an einem Tag alles zu sehen, solltest du deinen Besuch sorgfältig planen.

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#5 Tuileries-Garten (Paris) +47 Empf. 4.8/5

Dieser 28 Hektar große Park liegt im Herzen von Paris, direkt zwischen der Place de la Concorde und dem Louvre. Der im 16. Jahrhundert von Caterina de' Medici angelegte Tuileries-Garten ist heute der älteste französische Garten des Landes. Mit seinen geraden Alleen, Skulpturen und Bassins ist er ein beliebter Ort für Spaziergänge, flankiert von Museen wie dem Musée de l'Orangerie und dem Musée du Jeu de Paume.

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#6 Musée d'Orsay (Paris) +46 Empf. 4.8/5

Einst als Bahnhof erbaut, thront das Musée d'Orsay heute direkt am linken Seine-Ufer als Tempel des Impressionismus. Hier findest du die weltweit größte Sammlung von Monet, Renoir, Van Gogh und Degas. Die monumentale Glaskuppel und die ikonischen Uhren rahmen rund 4.000 Werke perfekt ein. Ein Muss für jeden Fan der Kunst des 19. Jahrhunderts.

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#7 Abtei Mont-Saint-Michel (Mont-Saint-Michel) +46 Empf. 4.8/5

Die Abtei Mont-Saint-Michel ist eines der bekanntesten Wahrzeichen in Frankreich. Auf einer Felseninsel inmitten der Bucht gelegen, beeindruckt sie mit mittelalterlicher Architektur, dem stillen Kreuzgang, dem Rittersaal und der Gebetskapelle. Die seit dem 8. Jahrhundert bestehende Anlage war ein bedeutendes geistliches Zentrum des Mittelalters. Heute gehört sie zum UNESCO-Welterbe und zieht jährlich Millionen Besucher an.

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#8 ZooParc de Beauval (Saint-Aignan) +44 Empf. 4.7/5

Mit 2 Millionen Besuchern jährlich ist der ZooParc de Beauval der bedeutendste Tierpark in Frankreich. Auf 45 Hektar leben über 35.000 Tiere. Ein hoteleigener Hotelkomplex bietet Unterkunft direkt vor Ort. Neben den beliebten Goldstumpfnasen beeindruckt der Park durch sein 38 Meter hohes Dôme équatorial (tropisches Tropenhaus) mit 200 Arten.

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#9 Puy de Dôme (Clermont-Ferrand) +44 Empf. 4.9/5

Der ikonische Vulkan der Auvergne ragt 1.465 Meter in die Höhe und überblickt 80 weitere Vulkane, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Oben erwarten dich ein 360-Grad-Panorama, die 2024 restaurierten Überreste des Merkur-Tempels und ein kostenloses Museum. Die Anreise erfolgt über die Zahnradbahn Panoramique des Dômes oder zu Fuß über den Sentier des Muletiers. Als Grand Site de France ausgezeichnet, ist der Gipfel zudem ein bekannter Startplatz für Paragliding.

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#10 Kathedrale Notre-Dame de Paris (Paris) +43 Empf. 4.8/5

Die Kathedrale Notre-Dame de Paris ist eines der bekanntesten Bauwerke in Frankreich. Auf der Île de la Cité gelegen, beeindruckt sie seit dem 12. Jahrhundert durch ihre gotische Architektur, Wasserspeier und kunstvollen Fensterrosen. Als Meisterwerk mittelalterlicher Kunst birgt sie bedeutende Schätze. Nach dem verheerenden Brand im April 2019 wird sie derzeit umfassend restauriert.

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#11 Parc des Buttes-Chaumont (Paris) +43 Empf. 4.9/5

Der im Jahr 1867 auf einer ehemaligen Gipsgrube eröffnete Parc des Buttes-Chaumont ist der weitläufigste und steilste Park von Paris. Auf 25 Hektar im 19. Arrondissement erwarten dich künstliche Klippen, ein 1,5 Hektar großer See, eine Hängebrücke von Gustave Eiffel und die Guinguette Rosa Bonheur. Eintritt frei, ganzjährig geöffnet.

Achtung: Die zentrale Insel und ihre Wasserfälle bleiben wegen Bauarbeiten im Jahr 2026 geschlossen.

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#12 Luxemburgischer Garten (Paris) +43 Empf. 5/5

Zwischen Saint-Germain-des-Prés und dem Quartier latin erstreckt sich der Jardin du Luxembourg (Luxemburgischer Garten) auf 23 Hektar mit französischer Gartenkunst, englischen Wäldchen und sonnigen Wiesen. Der Eintritt ist frei. Mit den ikonischen grünen Stühlen und dem großen Segelbootbecken ist dies der Ort, an dem Paris durchatmet. Die restaurierte fontaine Médicis und über hundert Statuen machen ihn weit mehr als nur zu einem Park.

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#13 Große Galerie der Evolution (Paris) +40 Empf. 4.4/5

Die Große Galerie der Evolution im Muséum national d’histoire naturelle (französisches Nationalmuseum für Naturgeschichte) in Paris widmet sich der Artenvielfalt. Das 1889 eröffnete Bauwerk aus Glas und Eisen im Jardin des Plantes beeindruckt mit einer 1.000 Quadratmeter großen Halle. Die Ausstellung zeigt präparierte Tiere in ihrem Lebensraum und begeistert besonders Kinder durch ihre wissenschaftliche und ästhetische Gestaltung.

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#14 Carrières de Lumières (Les Baux-de-Provence) +39 Empf. 4.9/5

Die Carrières de Lumières in Les Baux-de-Provence verwandeln einen ehemaligen Steinbruch in einen immersiven Kunstraum. Meisterwerke von Künstlern wie Van Gogh oder Klimt werden auf monumentale Felswände projiziert, begleitet von Animationen und mitreißender Musik. Dieses Erlebnis begeistert alle Altersgruppen und bietet eine moderne Perspektive auf Kunst inmitten einer beeindruckenden Naturkulisse. Nur einen kurzen Spaziergang vom Ortskern entfernt.

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#15 Musée du quai Branly (Paris) +38 Empf. 4.3/5

Direkt am Ufer der Seine in Paris, nur wenige Schritte vom Eiffelturm entfernt, liegt das Musée du quai Branly, Jacques Chirac. Das Museum für außereuropäische Kunst zählt zu den meistbesuchten Einrichtungen seiner Art weltweit. Neben über einer Million Exponaten bietet es eine frei zugängliche Mediathek, einen vielseitigen Veranstaltungssaal sowie einen weitläufigen Garten. Ein außergewöhnlicher Ort mitten in der Hauptstadt.

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Frankreich, ein Land mit tausend Gesichtern

Der Duft von frischen Croissants weht morgens um 6:00 Uhr aus einer Bäckerei, in einer verwinkelten Gasse, die auf keinem Stadtplan verzeichnet ist. Genau das ist Frankreich.

Es geht nicht nur um den Eiffelturm oder den Louvre, sondern um die tausenden Dörfer, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Obwohl das Land mit fast 90 Millionen Besuchern pro Jahr das meistbesuchte Reiseziel der Welt ist, gibt es paradoxerweise unzählige Ecken, in denen man kaum einer Menschenseele begegnet.

Ist das Land das Richtige für dich?

Frankreich ist ein Reiseziel für Menschen, die sich Zeit nehmen möchten. Wer nach menschenleeren Stränden zum Schnäppchenpreis oder nach einem klassischen Backpacker-Abenteuer sucht, wird hier vielleicht nicht glücklich. Das Land belohnt diejenigen, die entschleunigen, sich zwei Stunden Zeit für ein Mittagessen nehmen, mit einem Winzer ins Gespräch kommen oder sich einfach auf einem Wochenmarkt treiben lassen.

Zum Budget: Seien wir ehrlich, Großstädte sind teuer. Paris verschlingt schnell 150 bis 200 Euro pro Tag für Unterkunft, Verpflegung und Besichtigungen. Im Hinterland hingegen findest du Gästezimmer für 60-80 Euro pro Nacht inklusive eines ausgiebigen Frühstücks. Auch wenn in ländlichen Regionen nur wenige Menschen Deutsch sprechen, öffnen ein paar Brocken Französisch meist alle Türen.

Ideal für:

  • Liebhaber von Gastronomie und Weinbau auf der Suche nach authentischen Terroirs
  • Paare, die Romantik und Kulturgeschichte suchen
  • Familien, die Strand, Kultur und Natur verbinden wollen
  • Fans von Geschichte und Architektur
  • Wanderer und Radfahrer, die abwechslungsreiche Wege bevorzugen

Weniger geeignet für:

  • Rucksacktouristen mit sehr kleinem Budget, da die Lebenshaltungskosten schnell ins Gewicht fallen
  • Reisende, die den extremen Kulturschock oder tropische Exotik suchen
  • Eilige Urlauber, die das Land in drei Tagen abhaken wollen
  • Menschen, die Bürokratie und formelle Abläufe in Dienstleistungen meiden möchten

Ein Budget mit Spielraum

Richtwerte für Reisebudgets in Frankreich, ohne internationale Anreise
Art der Reise Region Dauer Geschätztes Budget
Kultur-Städtetrip Paris 4-5 Tage 600 Euro bis 1.200 Euro
Wein-Roadtrip Bordeaux oder Burgund 1 Woche 700 Euro bis 1.500 Euro
Familienurlaub am Meer Bretagne oder Baskenland 1 Woche 800 Euro bis 1.800 Euro
Skiurlaub Alpen oder Pyrenäen 1 Woche 1.000 Euro bis 3.000 Euro
Fernwanderung GR20 auf Korsika oder Stevenson-Weg 10-15 Tage 500 Euro bis 1.200 Euro
Schlösser und Geschichte Loire-Tal 4-5 Tage 400 Euro bis 900 Euro

Unterwegs und Übernachten: Was du wissen musst

Die Infrastruktur in Frankreich zählt zu den besten in Europa. Das Zugnetz ist engmaschig, die Autobahnen sind exzellent und das Angebot an Unterkünften ist vielseitig. Die größte Falle ist die Saisonalität: Im Juli und August steigen die Preise an der Küste um 30 bis 50 %, und Unterkünfte sind oft weit im Voraus ausgebucht. Das Klima ist gemäßigt, aber kontrastreich: Während es in der Provence im Sommer schon mal 40 °C heiß ist, kann es zur gleichen Zeit in der Bretagne regnen.

Die Sicherheitslage ist unproblematisch. In Großstädten solltest du in öffentlichen Verkehrsmitteln und touristischen Hotspots auf Taschendiebe achten. Auf dem Land ist es sehr sicher. Es gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die man in Westeuropa kennt.

Von Märchenschlössern zu vergessenen Dörfern

Das französische Erbe beschränkt sich nicht nur auf UNESCO-Welterbestätten. Die Schlösser der Loire sind ein spektakulärer Einstieg: Chambord mit seinen 426 Räumen, Chenonceau, das den Fluss Cher überspannt, oder Blois mit seiner berühmten Wendeltreppe. Plane drei bis vier Tage ein, um die Region ohne Hektik zu erkunden.

Die weniger bekannten Orte

Abseits der Klassiker versteckt das Land Orte, die kaum in Reiseführern auftauchen. Rocamadour, das sich im Département Lot an eine Felswand schmiegt, bietet eine beeindruckende Vertikalität, die Pilger bereits seit dem Mittelalter erklimmen. In Conques im Aveyron sind Autos im Zentrum verboten, was für eine fast schon beklemmende Stille sorgt.

Die befestigte Stadt Aigues-Mortes in der Camargue überrascht durch ihren Erhaltungszustand und die rosa Salzgärten in der Umgebung. Weiter nördlich trotzt der Palais Idéal du Facteur Cheval bei Lyon jeder Klassifizierung: Ein einzelner Mann hat dieses surreale Monument über 33 Jahre hinweg Stein für Stein erbaut.

Tipp vom Experten: Besuche das Schloss von Versailles unter der Woche und buche deine Tickets unbedingt vorab online. Am Wochenende können die Warteschlangen locker zwei Stunden betragen.

Küste für jeden Geschmack

Frankreich hat drei Küstenlinien mit ganz eigenen Charakteren. Im Süden erstreckt sich das Mittelmeer mit seinem türkisblauen Wasser von Nizza bis zu den Calanques bei Cassis. Die Côte d'Azur zieht zwar den Jetset an, aber im provenzalischen Hinterland finden sich nur zehn Autominuten entfernt deutlich ruhigere Alternativen.

Der wilde Atlantik

Die Westküste erzählt eine andere Geschichte. Die Dune du Pilat, die höchste Sanddüne Europas, überragt das Becken von Arcachon. Surfer treffen sich an den Spots im Baskenland und in den Landes. Weiter nördlich erstreckt sich der Strand von La Baule über neun Kilometer feinen Sand.

Auch der Ärmelkanal und die normannische Küste sind einen Abstecher wert. Die Klippen von Étretat haben die Impressionisten inspiriert, und die Strandpromenaden von Deauville bewahren ihren Charme der Belle Époque. Ein Spaziergang durch die Bucht des Mont-Saint-Michel gehört zu den Erlebnissen, die man einmal gemacht haben sollte.

Gebirgspfade und schlafende Vulkane

Die französischen Alpen gipfeln im Mont-Blanc, dem Dach Westeuropas. Im Sommer verwandelt sich Chamonix in ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Die Pyrenäen bieten wildere und weniger überlaufene Landschaften mit Bergdörfern, in denen die Zeit langsamer vergeht.

Im Zentrum des Landes verbirgt sich eine geologische Überraschung: die Vulkane der Auvergne. Die Chaîne des Puys, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, reiht ihre perfekt geformten Vulkankegel über 45 Kilometer auf. Zahlreiche Kraterseen laden im Sommer zum Baden ein. Der Fernwanderweg GR20, der Korsika von Norden nach Süden durchquert, zählt zu den schönsten Treks Europas.

Tipp vom Experten: Der Zöllnerpfad (Sentier des Douaniers) im Finistère schlängelt sich hunderte Kilometer an der bretonischen Küste entlang. Picke dir einen Abschnitt für ein paar Tage heraus, um die Aussicht zu genießen, ohne dich völlig zu verausgaben.

Das tiefe Frankreich

Abgelegene Regionen halten oft die schönsten Überraschungen bereit. Die Camargue, ein riesiges Feuchtgebiet südlich der Provence, ist Heimat für Wildpferde, Stiere und tausende Flamingos. Der Jura, eingezwängt zwischen Burgund und der Schweiz, bietet türkise Seen und spektakuläre Wasserfälle inmitten von Kiefernwäldern.

Zeitlose Dörfer

Saint-Guilhem-le-Désert im Hérault hat sich seit der Gründung seiner Abtei im Jahr 806 kaum verändert. Auf der Insel Molène vor dem Finistère, die kaum einen Kilometer lang ist, begegnet man eher Kegelrobben als Touristen.

Albi, wegen seiner roten Backsteine auch die rote Stadt genannt, beherbergt das größte Museum, das Toulouse-Lautrec gewidmet ist. Weiter südlich scheint Cordes-sur-Ciel an nebligen Morgen förmlich über dem Tal des Tarn zu schweben. Wir zählen diese kleine mittelalterliche Stadt zu den schönsten Dörfern des Landes.

Frankreich auf dem Teller

Die französische Küche ist so vielfältig wie ihre Regionen. Im Elsass konkurriert der Flammkuchen mit dem Choucroute (Sauerkraut), das mit geräucherten Würsten serviert wird. Die Bretagne glänzt mit Buchweizengalettes und Meeresfrüchten. Lyon, die selbsternannte Hauptstadt der Gastronomie, kultiviert ihre Bouchons, in denen traditionell Quenelles und Tablier de Sapeur serviert werden.

Der Südwesten setzt auf Ente: Foie Gras, Confit und Magret. Das Cassoulet, ein Eintopf aus weißen Bohnen und Entenfleisch, wärmt an kalten Winterabenden. Die Marseiller Bouillabaisse vereint Felsenfische in einem safrangelben Sud. Jede Region hat ihre Käsespezialitäten: Comté aus dem Jura, Roquefort aus dem Aveyron oder normannischer Camembert.

Die Weinstraßen schlängeln sich durch das Bordelais, das Burgund und das Elsass. Besuche die Weinkeller, probiere die Gewächse und unterhalte dich mit den Winzern. Wein wird hier als lebendiges Kulturerbe genossen, nicht als bloßes Produkt.

Wann ist die beste Reisezeit?

Das gemäßigte Klima erlaubt Reisen das ganze Jahr über, doch jede Saison hat einen eigenen Charakter.

  • Der Frühling, von April bis Juni, bietet den besten Kompromiss aus milden Temperaturen, spektakulärer Blüte und moderatem Besucheraufkommen. Im April leuchten die Rapsfelder im Burgund gelb, und ab Ende Juni duftet die Provence nach Lavendel.
  • Der Sommer ist Hochsaison. Im Juli und August drängen sich die französischen Urlauber an den Küsten und in den Bergen. Paris leert sich zwar teilweise von seinen Einwohnern, füllt sich aber mit Touristen. Die Temperaturen im Süden können über 35 °C klettern, was Besichtigungen in der Mittagshitze mühsam macht.
  • Der Herbst, von September bis November, ist ideal für Wein- und Wanderfreunde. Die Weinlese belebt die Weinberge und die Wälder verfärben sich in leuchtenden Herbsttönen.
  • Der Winter ist perfekt für Skifahrer in den Alpen und Pyrenäen, für Liebhaber der Weihnachtsmärkte im Elsass oder für Städtereisende, die die Pariser Museen ohne Menschenmassen genießen wollen.

Wie kommt man nach Frankreich?

Der Flughafen Paris-Charles de Gaulle, 25 km nordöstlich der Hauptstadt, ist der wichtigste internationale Knotenpunkt. Air France, Delta und United Airlines bieten Verbindungen in die ganze Welt. Paris-Orly, das näher am Stadtzentrum liegt, bedient hauptsächlich Ziele innerhalb Europas und im Maghreb.

Low-Cost-Airlines wie easyJet, Transavia, Vueling und Ryanair bieten Tickets ab 30-50 Euro von vielen europäischen Städten an. Achtung: Ryanair nutzt oft den Flughafen Beauvais, der 85 km von Paris entfernt liegt. Der Transfer per Bus kostet etwa 17 Euro und dauert 1,5 Stunden.

Innerhalb Europas ist der Zug eine komfortable Alternative. Der Eurostar verbindet London in 2,25 Stunden mit Paris. Zudem ist die Hauptstadt an weitere Großstädte des Kontinents angeschlossen: Brüssel, Amsterdam und Köln. Auch spanische und italienische Hochgeschwindigkeitszüge bedienen Paris und andere französische Städte.

Wie bewegt man sich in Frankreich fort?

Das TGV-Netz ist das effizienteste Mittel für weite Strecken. Paris-Marseille in 3 Stunden, Paris-Bordeaux in 2 Stunden, Paris-Strasbourg in 1,75 Stunden. Ouigo-Tickets, die Low-Cost-Variante des TGV, gibt es bei frühzeitiger Buchung schon ab 16 Euro. Die Carte Avantage bietet für 49 Euro pro Jahr 30 % Rabatt.

Regionalzüge (TER) und Intercités ergänzen das Netz in Richtung mittelgroßer Städte und ländlicher Regionen. Die Apps SNCF Connect und Trainline helfen beim Preisvergleich und bei der Buchung.

Ein Mietwagen ist für die Erkundung der Bretagne, des Baskenlandes, Korsikas oder des provenzalischen Hinterlandes fast unerlässlich. Das Autobahnnetz ist exzellent, aber mautpflichtig: Für die Strecke Paris-Nizza musst du etwa 70 Euro Maut einplanen. Über die Départementsstraßen kommst du kostenlos und oft malerischer ans Ziel. Nach Korsika sind die Fähren ab Marseille, Nizza oder Toulon mit Überfahrten von 4 bis 12 Stunden die wichtigste Verbindung.

Tipp vom Experten: In den Großstädten solltest du den öffentlichen Nahverkehr nutzen. In Paris kostet das Ticket für den Flughafentransfer (Paris Région Aéroports) 13 Euro von CDG oder Orly bis zu jeder beliebigen Metro- oder RER-Station.

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