Saint-Aignan dans le Val-de-Loire

Top 10 der schönsten Städte in du Centre - Val de LoireRanking 2026

Entdecke die Städte in Centre - Val de Loire, die unsere Mitglieder am meisten schätzen. Veröffentliche gern deine eigenen Bewertungen, um an diesem gemeinschaftlichen Ranking teilzunehmen.

Die schönsten Städte in du Centre - Val de Loire

#1 Saint-Aignan +45 Empf.

Ein malerischer Ort voller Geschichte

Direkt am Ufer des Cher im Val de Loire gelegen, ist Saint-Aignan ein idealer Ausgangspunkt für alle, die Geschichte und Authentizität suchen. Das mittelalterliche Dorf wird von seinem imposanten Schloss überragt und lädt dazu ein, in die Vergangenheit einzutauchen. Mit seinen gepflasterten Gassen, den Fachwerkhäusern und den idyllischen Ausblicken ist der Ort ein lohnendes Ziel für Reisende, die das reiche Erbe dieser Region erkunden möchten.

Das Schloss von Saint-Aignan ist das Herzstück des Dorfes und verbindet mittelalterliche Architektur mit Elementen der Renaissance. Bei einem Rundgang durch die Gärten oder die Innenräume stößt man auf bemerkenswerte Wandfresken und erfährt spannende Geschichten über die Adelsfamilien, die hier einst lebten. Direkt daneben beeindruckt die Stiftskirche Saint-Aignan mit ihrer Krypta aus dem 11. Jahrhundert, die vor allem für Liebhaber romanischer Kunst und spiritueller Orte sehenswert ist.

Das Tor zum ZooParc de Beauval

Nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt der berühmte ZooParc de Beauval, der regelmäßig zu den schönsten Zoos der Welt gezählt wird. Der Park beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt mit über 35.000 Tieren, darunter die berühmten Großen Pandas, die als Wahrzeichen des Zoos gelten. Familien schätzen besonders die Greifvogel- und Delfinvorführungen sowie das Tropenhaus, in dem seltene Arten in einer exotischen Umgebung zu beobachten sind.

Wer sich für den Besuch des Parks ein oder zwei volle Tage Zeit nehmen möchte, findet direkt vor Ort eine Auswahl an Unterkünften. Hier ist unser Ranking der besten Hotels am Zoo von Beauval, das bei der Auswahl der passenden Unterkunft hilft.

Natur und Ausflüge am Ufer des Cher

Saint-Aignan bietet zahlreiche Möglichkeiten für Naturfreunde und Aktivurlauber. Der Cher, ein ruhiger Fluss, der durch die Gemeinde fließt, eignet sich hervorragend für Spaziergänge oder Radtouren entlang des Ufers. Die nahegelegene Route La Loire à Vélo ist ein Klassiker, um die bezaubernde Landschaft der Region zu entdecken.

Wer es etwas aktiver mag, kann den Cher mit dem Kanu befahren und die Umgebung aus einer neuen Perspektive erleben, die einen einzigartigen Blick auf das Schloss und das Umland bietet. Auf dem Wasser genießt man die Stille des Ortes, weit weg vom Trubel der Großstädte.

Kulinarik und regionale Spezialitäten

Ein Besuch in Saint-Aignan ist ohne die lokale Gastronomie, die typisch für das Loiretal ist, nicht komplett. Weinliebhaber sollten unbedingt die umliegenden Weinberge erkunden, insbesondere die der Appellation Touraine. Viele familiengeführte Weingüter bieten Verkostungen an, bei denen man Rebsorten wie Sauvignon oder Côt probieren kann.

Der wöchentliche Markt in Saint-Aignan ist der beste Ort, um regionale Produkte zu kaufen: frischer Ziegenkäse, Rillettes de Tours und hausgemachte Konfitüren. Für kulinarische Pausen bieten sich die lokalen Restaurants an, die traditionelle Rezepte kreativ interpretieren.

Ein ideales Ziel für einen authentischen Aufenthalt

Saint-Aignan ist weit mehr als nur ein Ort zum Durchreisen. Mit seinem historischen Erbe, der Nähe zum ZooParc de Beauval, der Natur und dem guten Essen ist das Dorf ein attraktives Ziel für Familien und Paare, die Ruhe suchen. Wer Geschichte, Natur oder die französische Küche schätzt, findet hier einen idealen Ausgangspunkt, um die Schätze des Loiretals zu entdecken.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die beste Zeit für einen Besuch in Saint-Aignan ist vom Frühling bis zum Herbst, wenn das Loiretal in voller Blüte steht. Der Sommer ist ideal für Aktivitäten im Freien, während der September besonders für Weinliebhaber interessant ist, da dann die Weinlese stattfindet und die lokalen Produkte im Vordergrund stehen.

Wie kommt man hin?

Die Anreise mit dem Auto ist meist am praktischsten, da man über die Autobahn A85 (Ausfahrt 12, Saint-Aignan) direkt ankommt. Wer lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, nutzt den Bahnhof Saint-Aignan - Noyers, der an das überregionale Netz über Tours oder Vierzon angebunden ist.

Must-Sees

#2 Amboise +45 Empf.

Amboise liegt in der Touraine, wo die Geschichte der französischen Könige auf das Wirken von Leonardo da Vinci trifft. Die Stadt ist geprägt vom königlichen Schloss und dem Clos Lucé, in dem der Künstler seine letzten Jahre verbrachte. Wer durch die Gassen schlendert, lokale Spezialitäten probiert oder die Ufer der Loire erkundet, findet hier eine ideale Mischung aus Kultur und Geschichte für einen Familienausflug.

Must-Sees

#3 Chambord +37 Empf.

Der Name Chambord ist in Frankreich jedem ein Begriff, was vor allem an seinem prächtigen Château liegt. Doch der Ort im Département Loir-et-Cher in der Region Centre-Val-de-Loire hat weit mehr zu bieten, als man bei einem Wochenendausflug vermuten würde.

Das Schloss, seine Gärten und das Anwesen

Chambord ist natürlich in erster Linie das größte und imposanteste der Schlösser an der Loire, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Im 16. Jahrhundert beschloss Franz I., hier eine Jagdresidenz zu errichten, und stieß damit ein gigantisches Bauprojekt an. Das Schloss liegt inmitten des größten umzäunten Waldgebiets Europas, das sich über 50 Quadratkilometer erstreckt und damals das ideale Jagdrevier für den Adel darstellte.

Bei einer Führung erfährst du die faszinierende Geschichte des Gebäudes. Ein absolutes Highlight ist die berühmte doppelläufige Wendeltreppe, bei der sich Personen, die hinauf- und hinabgehen, niemals begegnen. Die Pläne für dieses architektonische Meisterwerk sollen von Leonardo da Vinci persönlich stammen. Nachdem du das Schloss ausgiebig erkundet hast, kannst du den restlichen Tag in den wunderschönen Renaissance-Gärten verbringen. Verliere dich anschließend im riesigen Waldgebiet, das bis heute ein nationales Jagdgebiet ist. Hier kannst du Hirsche, Wildschweine und sogar mediterrane Mufflons beobachten. Von September bis Oktober ist die beste Zeit, um während der Brunftzeit das Röhren der Hirsche zu hören.

Gemüsegärten und Fachwerkhäuser

In Chambord gibt es abseits des Schlosses noch weitere Freizeitmöglichkeiten. Du kannst dir ein Ruder-, Elektro- oder Kanuboot mieten, um über den Kanal zu fahren. Auch eine Fahrt mit einem kleinen Mietwagen oder einer sogenannten Rosalie entlang der Ufer ist eine gute Methode, um die Flora und Fauna dieses geschützten Feuchtgebiets zu erkunden.

Wenn dich Permakultur interessiert oder du deinen Kindern die Landwirtschaft näherbringen möchtest, solltest du die Potagers de Chambord (Gemüsegärten) besuchen. Die von einem Gärtner geleiteten Workshops bieten einen Einblick in den ökologischen Anbau, der wichtig für unsere Gesundheit und den Erhalt der Artenvielfalt ist. Das geerntete Obst und Gemüse kannst du direkt im Restaurant genießen oder mit nach Hause nehmen.

Auch der Ortskern von Chambord lädt zu einem Spaziergang ein. Pack bequeme Schuhe ein, denn die Straßen führen stetig bergauf und bergab. Hier lassen sich hübsche Fachwerkhäuser und historische Stadtpalais bewundern. Die Maison des acrobates an der Place Saint-Louis zählt zu den ältesten Gebäuden des Ortes und wurde vermutlich unter Ludwig XI. erbaut. Genieße außerdem den Blick auf die Loire von der Pont Jacques-Gabriel aus dem 18. Jahrhundert.

Die beste Reisezeit

Die warme Jahreszeit eignet sich am besten für Erkundungen und Spaziergänge in Chambord. Wenn du den großen Touristenströmen entgehen willst, die primär das Schloss besuchen, solltest du den Hochsommer meiden und stattdessen das Frühjahr oder den Herbst wählen.

Anreise

Chambord liegt in der Nähe von Paris und ist mit dem Auto über die A10, A85 oder A71 in nur zwei Stunden erreichbar. Falls du ohne eigenes Fahrzeug unterwegs bist, ist die Anreise mit dem Zug bis zum Bahnhof Blois-Chambord am einfachsten. Zudem gibt es direkte Busverbindungen, die von der Hauptstadt aus zum Schloss Chambord fahren.

Must-See

#4 Chenonceaux +36 Empf.

Chenonceaux ist eine kleine Gemeinde im Département Indre-et-Loire in der Region Centre-Val-de-Loire. Der Ort ist vor allem als Heimat des berühmten château de Chenonceau bekannt, das zu den meistbesuchten Schlössern an der Loire zählt. Die Ortschaft ist ein ideales Ziel für einen Kurztrip am Wochenende.

Auf dem Wasser, in der Luft oder zu Land

Chenonceaux ist ein hübscher Ort, dessen mittelalterliche Straßen zum Verweilen einladen. Geschichtsinteressierte sollten einen Blick in die église Saint-Jean-Baptiste werfen, die im 12. Jahrhundert erbaut und im 16. Jahrhundert umgestaltet wurde. Auch die Maison des Pages und das Wärterhaus, deren gotische Architekturelemente an das Schloss erinnern, sind sehenswert.

Wer die Natur liebt, findet in der Umgebung zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien. Der rivière du Cher bietet eine hervorragende Kulisse für Wassersport. Man kann den Flusslauf mit dem Kanu oder einer Gabarre, einem traditionellen flachen Boot, erkunden. Die Fahrt unter den berühmten Bögen des Schlosses hindurch ist bei Urlaubern sehr beliebt. Wer das Cher-Tal aus der Vogelperspektive erleben möchte, kann einen Rundflug mit dem Heißluftballon, einem Ultraleichtflugzeug oder einem Helikopter unternehmen.

Für Wanderungen führen Wege durch die umliegenden Wälder und Felder. Auch für Radtouren ist die Gegend ideal. Ein Abstecher in eines der Weingüter lohnt sich, um den lokalen Wein zu probieren. Dazu passt eine Platte mit regionalen Spezialitäten wie Rillons und Rillettes.

Das Schloss: Ein absolutes Highlight

Man kann nicht über Chenonceaux sprechen, ohne das Schloss zu erwähnen, das jährlich mehr als 800.000 Besucher anzieht. Es ist eines der bedeutendsten Bauwerke im Loire-Tal. Oft wird es als Château des Dames bezeichnet, da es maßgeblich von einflussreichen Frauen wie Katherine Briçonnet, Diane de Poitiers und Katharina von Medici geprägt wurde. Das Schloss wurde zwischen 1513 und 1517 auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Anlage aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Die Architektur, insbesondere die eleganten Bögen, die den Cher überspannen, beeindruckt bis heute.

Bei einer Besichtigung lassen sich die Räume erkunden, die mit Blumengestecken und alten Meisterwerken vom 16. bis zum 18. Jahrhundert geschmückt sind. Besonders bekannt sind die beiden übereinanderliegenden Galerien, die auf Initiative von Katharina von Medici entstanden. Auch die Gärten im Renaissancestil sind sehenswert. Auf 12.000 Quadratmetern erstrecken sich gepflegte Blumenbeete, die bei jedem Besuch ein harmonisches Bild bieten.

Anreise

Chenonceaux liegt etwa 40 Minuten mit dem Auto von Tours entfernt und ist von Paris aus über die Autobahn A10 in etwa 2 Stunden und 50 Minuten erreichbar. Alternativ gibt es die Anreise per Flugzeug bis zum Flughafen Tours, von wo aus ein Zug (TER) direkt zum Bahnhof von Chenonceaux fährt.

Die beste Reisezeit

Chenonceaux ist ganzjährig einen Besuch wert, da das Schloss jeden Monat für Gäste geöffnet ist. Die warme Jahreszeit eignet sich jedoch am besten für ausgiebige Erkundungstouren in der Natur. Wenn du im Sommer reist, solltest du dein Ticket für das Schloss Chenonceau rechtzeitig im Voraus reservieren.

Must-See

#5 Blois +24 Empf.

Blois ist eine überschaubare Stadt im Loiretal, die ein gelungenes Zusammenspiel aus königlichem Erbe und der entspannten Atmosphäre am Fluss bietet. In der historischen Altstadt zeugen zahlreiche Bauwerke, Museen und steile Gassen von der bewegten Vergangenheit. Mit ihrem Blick auf die Loire und einem vielfältigen kulturellen Angebot ist Blois ein Ziel für alle, die Geschichte und ausgedehnte Spaziergänge in einer ruhigen Umgebung abseits der großen Touristenströme suchen.

Must-See

#6 Azay-le-Rideau +19 Empf.

Auf einer Insel in der Indre wirkt das Schloss von Azay-le-Rideau wie eine Erscheinung aus weißem Stein. Das Meisterwerk der frühen französischen Renaissance, errichtet unter Franz I., spiegelt sich in den stillen Wassergräben. Der Ort selbst lädt mit seinen blumengeschmückten Gassen, Handwerksläden und regionalen Restaurants zum entspannten Verweilen ein. Nur wenige Kilometer entfernt bewahrt das Schloss de l'Islette die Erinnerung an Rodin und Camille Claudel. Ein Ort für einen ruhigen Zwischenstopp im Loiretal.

Must-See

#7 Chartres +16 Empf.

Als Präfektur des Départements Eure-et-Loir ist Chartres vor allem für seine Kathedrale bekannt, deren prächtige blaue Glasmalereien zum Unesco-Welterbe gehören. Notre-Dame de Chartres bewahrt fast 2.600 m² an mittelalterlichen Fensterflächen und beherbergt den berühmten Voile de la Vierge (Schleier der Jungfrau), der der Überlieferung nach von Maria bei der Annunciation getragen wurde. Die beiden Glockentürme der Kathedrale, einer im romanischen, der andere im gotischen Stil, sind schon von weitem zu sehen. Die Kathedrale ruht zudem auf der größten Krypta Frankreichs, der crypte de Fulbert, die im Sommer sogar bei Kerzenschein besichtigt werden kann.

 

Die Hauptstadt der Glasmalerei

Noch heute gibt es in Chartres zahlreiche Kunsthandwerksbetriebe, die jahrhundertealte Techniken der Glasbläserei und Glasgestaltung pflegen. Das Centre International du Vitrail versammelt darüber hinaus 70 authentische Glasfenster aus der Zeit der Renaissance. Es wurde 1980 im enclos de Loëns eröffnet, einem Ort, der dem Bistum einst als Speicher für die Ernte diente. Auch die Street-Art-Szene ist präsent: Das mit Wandgemälden verzierte quartier de Bel-Air, das auf das lokale Erbe anspielt, zieht viele Besucher an.

In unmittelbarer Nähe wurde der ehemalige Bischofspalast in einen Ausstellungsort umgewandelt. Das Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert beherbergt heute das musée des Beaux-Arts von Chartres. Bestaune dort das beeindruckende Eingangsportal und die schöne Treppe aus Schmiedeeisen, die beide im Louis XV-Stil gefertigt wurden. Im Inneren entdeckst du bedeutende Kunstwerke, darunter zwölf Emaille-Arbeiten, die der Emaillemaler Léonard Limosin im Auftrag von König Franz I. anfertigte, Werke des Malers Maurice de Vlaminck und das Gemälde "Enfant de chœur" von Soutine. Auch die Glaskunst wird mit zahlreichen Werken des Bildhauers und Glaskünstlers Henri Navarre gewürdigt.

Wer sich für Geschichte interessiert, sollte das château de Maintenon besuchen. Es ist ein hervorragend erhaltenes Schloss mit einem französischen Garten und den Überresten eines Aquädukts, das unter Ludwig XIV. dazu dienen sollte, das Wasser der Eure bis nach Versailles zu leiten.

 

Eine angenehme tausendjährige Stadt

Schlendere anschließend durch die Straßen der Altstadt, wo du auf die ältesten, mit Fachwerk verzierten Häuser von Chartres triffst, wie etwa la Maison du Saumon. Der Gemüsemarkt, der unter einer schönen Markthalle im Baltard-Stil des 19. Jahrhunderts stattfindet, ist besonders sehenswert. Ein Spaziergang entlang der Eure bietet eine idyllische Route nahe der Natur. Im Norden erreichst du vielleicht den gelungenen Gartenbau-Park von Chartres. Im Süden kannst du den Park entlang der Eure durchqueren, bevor du eine lokale Kuriosität entdeckst: die maison Picassiette, deren Wände und Möbel komplett mit Mosaiken bedeckt sind.

Ein Besuch der Hauptstadt der Beauce wäre schließlich nicht komplett ohne einen Abstecher in das Compa oder Conservatoire de l’Agriculture, das eine faszinierende Sammlung historischer Werkzeugmaschinen beherbergt.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Die warme Jahreszeit zwischen Mai und September ist ideal für einen Besuch in Chartres. Beachte, dass von April bis Ende Dezember allabendlich die Illuminationen von Chartres en lumière stattfinden, bei denen alle lokalen Denkmäler in Szene gesetzt werden.

 

Wie kommt man hin?

Chartres ist bequem über die Autobahn A11, mit dem Zug oder dem Bus zu erreichen.

Must-See

#8 Chinon +16 Empf.

In der Festung von Chinon überzeugte einst eine siebzehnjährige Bäuerin einen ungekrönten König, ihr eine Armee anzuvertrauen. Sechs Jahrhunderte später bewahren die Mauern aus Tuffstein das Erbe der Plantagenets und von Jeanne d'Arc, während in den in den Fels gehauenen Kellern die besten Rotweine des Val de Loire lagern. Die Unterstadt erstreckt sich mit ihren mittelalterlichen Gassen direkt unterhalb der Wehranlagen, ein Ort zwischen französischer Geschichte und den Erzählungen über Gargantua.

#9 Cheverny +16 Empf.

Cheverny lieferte Hergé die architektonische Vorlage für das Schloss Mühlenhof. Das klassizistische Anwesen aus dem 17. Jahrhundert ist das am prunkvollsten eingerichtete Schloss im Loiretal und befindet sich seit sechs Jahrhunderten im Besitz derselben Familie. Mit einer Tintin-Ausstellung, einer Meute von Jagdhunden, thematischen Gärten und den oft unterschätzten AOC-Weinbergen bietet dieser Ort in der Sologne eine ruhige Alternative abseits des Andrangs von Chambord.

Must-See

#10 Tours +13 Empf.

Tours liegt strategisch günstig im Westen Frankreichs zwischen Paris und Bordeaux. Die ehemalige gallo-römische Siedlung und einstige Königsstadt ist heute vor allem für ihre Kathedrale Saint-Gatien und ihren entspannten Lebensstil bekannt. Als Geburtsort von Honoré de Balzac bildet die Stadt den idealen Ausgangspunkt für Erkundungstouren durch das Tal der Loire-Schlösser. Das Vieux-Tours, die historische Altstadt, besticht mit Fachwerkhäusern und schiefergedeckten Dächern. Insgesamt 600 Hektar Grünflächen lassen sich wunderbar zu Fuß, mit dem Fahrrad oder bei einer Fahrt auf einer Gabare, dem traditionellen flachbödigen Holzboot der Region, entdecken. Das kulturelle Angebot ist umfangreich, und die entspannte Atmosphäre lädt zum Verweilen ein. Kulinarisch solltest du dir regionale Spezialitäten wie Rillettes, Fouace (ein Fladenbrot), Nougat oder die Macarons aus Cormery nicht entgehen lassen.

Das Klima ist gemäßigt ozeanisch und zeichnet sich durch besonders milde Temperaturen aus.

Reiches mittelalterliches Erbe

Starte deinen Rundgang am Place Plumerau, von Einheimischen liebevoll Plum' genannt, im Herzen des Vieux-Tours. Der Platz ist ein geselliger Treffpunkt, an dem es tagsüber wie abends lebhaft zugeht. Die Fassaden aus dem 15. Jahrhundert sind ebenso beeindruckend wie die privaten Stadtpaläste, die den Wohlstand der damaligen Bourgeoisie widerspiegeln. Besichtige unbedingt das Hôtel de Jérôme Binet, benannt nach einem ehemaligen Bürgermeister der Stadt, sowie das Hôtel Renaissance Goüin.

Beim Schlendern durch die gepflasterten Gassen stößt du auf weitere architektonische Kleinode wie das Hôtel Raimbault, das heute ein Museum für Gemmail (eine spezielle Glasmalkunst) beherbergt. Ebenfalls sehenswert sind die abwechslungsreiche rue du Château Neuf, das Hôtel de la Croix-Blanche (auch bekannt als Hôtel des ducs de Touraine), die église Saint-Denis und der Tour de l'Horloge. Wenn du die 248 Stufen des 48 Meter hohen Tour Charlemagne erklimmst, wirst du mit einem 360-Grad-Panorama belohnt.

Saint-Martin, eine prägende Figur der Stadt, wird in der Basilika mit einem prachtvollen Mausoleum und einem eigenen Museum gewürdigt. Ein Besuch lohnt sich, wenn es deine Zeit erlaubt.

Die zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert im Stil der Flamboyant-Gotik und Renaissance errichtete Kathedrale Saint-Gatien ist sowohl von außen als auch von innen ein architektonisches Highlight. Besonders die farbenprächtigen Glasfenster sind beeindruckend. Direkt daneben liegt der cloître de la Psalette, der ebenfalls einen Besuch wert ist. In der Nähe befinden sich zudem das Grand-Théâtre, das Musée des Beaux-Arts sowie das Conservatoire national de musique. Kunstinteressierte sollten außerdem das Centre de création contemporaine und das Musée des Beaux-Arts einplanen.

Nach all den Eindrücken kannst du dich wunderbar im Schatten der Kastanienbäume im parc Mirabeau erholen.

Studentisch, einladend und naturnah

Ein weiterer zentraler Treffpunkt ist der Place Jean Jaurès mit seinem majestätischen Rathaus und dem Justizpalast. Bei den Einheimischen besonders beliebt sind die rue Nationale sowie die zum Einkaufen einladende rue de Bordeaux. Gönn dir in der Nähe eine kleine Pause an der hübschen fontaine de Beaune, die auch als Brunnen der Liebenden bekannt ist.

Das Château de Tours am Ufer der Loire beherbergt eine gut aufbereitete Ausstellung zur Stadtgeschichte sowie wechselnde Kunstausstellungen.

Entspannung findest du im jardin botanique oder im jardin des Prébendes d'Oé, der mit einem schönen Musikpavillon und einem kleinen See aufwartet. Besonders am Abend ist die beleuchtete pont de pierre ein toller Anblick.

Wer im Juni vor Ort ist, sollte die Musikfestspiele in der Grange de Mesley nicht verpassen, einem ehemaligen befestigten Bauernhof, der heute als prestigeträchtiger Veranstaltungsort dient.

Sportbegeisterte finden auf der île Aucard Raum für Aktivitäten, während Ruhesuchende auf der île Simon fündig werden.

Für Familien mit Kindern bieten sich Ausflüge in die Vallée des Rois, den Gadawi Park Sud oder den Indoor-Spielplatz Youpi Mom an.

Wann ist die beste Reisezeit?

Um den größten Touristenströmen zu entgehen, sind die Monate Mai, Juni und September ideal.

Wie kommt man hin?

Der Zug ist das bequemste Verkehrsmittel für die Reise nach Tours. Ab Paris dauert die Fahrt lediglich 45 Minuten.

Wie bewegt man sich vor Ort fort?

Die Stadt lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.

Die Fortsetzung des Rankings der schönsten Städte in du Centre - Val de Loire

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