Besuch der Kathedrale Notre-Dame de Paris
Die Kathedrale Notre-Dame de Paris, kurz Notre-Dame genannt, liegt auf der Île de la Cité im 4. Arrondissement von Paris. Sie zählt zu den bedeutendsten historischen Baudenkmälern der französischen Hauptstadt und zählte vor dem verheerenden Brand täglich rund 30.000 Besucher.
Geschichte und Kulturerbe
Das zwischen 1163 und 1345 errichtete gotische Meisterwerk wurde im 19. Jahrhundert durch den Architekten Viollet-Le-Duc grundlegend restauriert. Die Kathedrale war Schauplatz bedeutender Ereignisse der französischen Geschichte, darunter die Krönung von Napoleon Bonaparte. Zudem diente sie zahllosen Künstlern als Inspirationsquelle, etwa Victor Hugo. In seinem Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" wählte er das Gotteshaus als Hauptschauplatz für die leidvolle Geschichte von Quasimodo und Esmeralda. Als Teil des Unesco-Welterbes gilt der Bau als prägendes Beispiel für die gotische Architektur.
Nach dem Brand im Frühjahr 2019, bei dem der Dachreiter und zwei Drittel des Eichenholzdaches zerstört wurden, laufen umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten. Die zeitlichen Prognosen für die Wiedereröffnung variieren dabei zwischen 5 und 20 Jahren.
Was es zu sehen gibt
Nimm die rue de la Cité und biege vor dem Blumenmarkt links in die rue de Lutèce ab. Wenn du durch den square Jean XXIII (Park hinter der Kathedrale) entlang der Uferpromenade gehst, erreichst du den Vorplatz der place Jean-Paul II. Von dort aus hast du den besten Blick auf die Fassade. Betrachte die drei kunstvoll gestalteten Portale sowie die beeindruckende Rosette, die von den beiden Türmen eingerahmt wird. Ein Blick nach oben lohnt sich, um die fantastischen Wasserspeier zu entdecken.
Notre-Dame beherbergt zudem ein Museum, eine archäologische Krypta und einen Domschatz. In den beiden Kapellen sind die Mays des Orfèvres ausgestellt, eine Sammlung von Gemälden, Aquarellen und Stichen, die den Glanz des Kaiserreichs und der nachfolgenden Republik widerspiegeln.
Unter dem Vorplatz bewahrt die archäologische Krypta die mittelalterlichen Überreste dessen, was einst der Ursprung der Hauptstadt war. Der Domschatz umfasst eine Reihe bedeutender Reliquien, darunter die Dornenkrone, ein Fragment des Kreuzes sowie Nägel der Passion.
Wer den Aufstieg über 387 Stufen nicht scheut, wird vom Südturm aus mit einem weiten Blick über die Stadt belohnt.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Ich habe die Kathedrale Notre-Dame einige Monate nach ihrer Wiedereröffnung besucht, in Begleitung einer Freundin aus Hongkong.
Wir fanden den Besuch ganz nett, waren aber nicht besonders beeindruckt. Die Buntglasfenster sind von innen wie von außen dennoch sehr schön, besonders das große Fenster mit seinen Blau- und Violetttönen.
Ich empfehle euch dringend, vorab online einen Zeitslot zu buchen (der Besuch ist kostenlos), wenn ihr ein paar Stunden Wartezeit vermeiden wollt!