Le Caire

Top 7 der schönsten Städte in ÄgyptenRanking 2026

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Die Lieblingsstädte in Ägypten unserer Mitglieder, von der Redaktion empfohlen

#1 Kairo +47 Empf.

Wusstest du, dass die ägyptische Hauptstadt die größte Stadt Afrikas ist? Das jahrtausendealte Erbe von Kairo genießt weltweite Bekanntheit. Zwischen den monumentalen Pyramiden von Gizeh, der historischen Architektur im islamischen Viertel und dem spirituell geprägten koptischen Viertel tauchst du in eine völlig andere Welt ein. Abgerundet wird das Erlebnis durch die lebhaften Souks und eine Bootsfahrt auf dem Nil.

Must-Sees

#2 Assuan +27 Empf.

Am rechten Nilufer gelegen, ist Assuan die letzte große Stadt im Süden Ägyptens und wirkt wie eine Oase der Frische inmitten der Wüste. Als Tor zum Reich des antiken Nubiens sowie als Knotenpunkt für die Wege in Richtung Schwarzafrika war die Stadt über Jahrhunderte hinweg durch Karawanen und Handel geprägt. Oft nur als Zwischenstopp vor den Tempeln von Abu Simbel betrachtet, besticht Assuan durch einen ganz eigenen Charme: eine grüne, blühende Umgebung, traumhafte Inseln und bedeutende historische Stätten.

Ein Souk voller Leben

Die Orientierung in Assuan ist leicht, denn die Corniche verläuft entlang des Nils über mehrere Kilometer und bündelt die meisten Restaurants und Cafés. Die schön gestaltete Uferpromenade lädt zum Flanieren ein, während sich die Stadt in die perpendikulären Straßen hinein ausdehnt. Der Souk gehört zu den lebendigsten Wahrzeichen der Stadt. Tag und Nacht herrscht auf diesem großen überdachten Markt geschäftiges Treiben, und die Stände quellen über vor ägyptischen und afrikanischen Produkten wie Parfüms, Gewürzen, Kleidung, Kunsthandwerk, Weihrauch, Obst und Blumen. Hier lassen sich gute Geschäfte machen, und an den Rändern lässt sich die nubische Kultur entdecken anhand von typischen Objekten wie Talismanen, Schmuck und Korbwaren. Der Ort ist eine wahre Pracht an Farben und Düften. Eine Spezialität Assuans ist gefüllte Taube, die mit Reis, als Spieß oder einfach gegrillt auf vielen Speisekarten steht. Molokhia, eine traditionelle Suppe, Auberginengerichte, Mezzes, Tahini und natürlich frischer Fisch prägen die charaktervolle lokale Küche, die am besten mit dem klassischen ägyptischen Fladenbrot, frischen Fruchtsäften und einem nubischen Kaffee mit Kardamom genossen wird.

Von Insel zu Insel gleiten

Direkt gegenüber der Innenstadt liegt die Elephantine-Insel, die man am besten mit einer Feluke erreicht, jenen kleinen Segelbooten, die das Stadtbild am Nil prägen. Siou und Koti, zwei nubische Dörfer, liegen hier zwischen Feldern und Palmenhainen. Die bunten Häuser strahlen eine Ruhe aus, in der die Zeit stillzustehen scheint. Die Ruinen des Chnum-Tempels, gewidmet der Gottheit mit dem Widderkopf, können ebenso besichtigt werden wie der Nilometer, die wohl berühmteste Treppenanlage zur Messung der Nilflut. Säulengänge mit Hieroglyphen vervollständigen das Bild, und von hier aus blickt man auf das elegante und imposante Mausoleum des Aga Khan aus rosa Granit, das 1959 errichtet wurde und über dem Wasser thront. Ein kleines Museum zur nubischen Kultur vermittelt Wissen über Traditionen und Geschichte, die eng mit dem Bau des Assuan-Staudamms verknüpft sind. Letzterer kann besichtigt werden, und das moderne Nil-Museum liefert alle weiteren Hintergründe.

Die benachbarte Kitchener-Insel ist ein kleines Paradies, denn auf Kitchener Island liegt der märchenhafte Botanische Garten, der 1896 angelegt wurde. Die Frische, die dieser Ort inmitten der Wüstenlandschaft bietet, ist beachtlich. Pflanzen, Blumen und Bäume aus Äquatorialafrika, Indien und dem tropischen Asien bilden eine beeindruckende grüne Kulisse. Der Kontrast zum trockenen Sand des anderen Ufers ist markant, und die Vögel finden hier einen Rückzugsort, deren Gesang die Atmosphäre bestimmt.

Am Westufer des Nils zeichnen sich die Gräber der Adligen mit ihren langen Rampen für die Sarkophage ab, ein mystischer Ort mit einem fantastischen Panoramablick. Etwas weiter westlich thront das Kloster des Heiligen Simeon auf einem Plateau. Bis zum Jahr 1321 lebten hier 300 Mönche, und der Komplex aus vier Gebäuden zählt zu den bedeutendsten christlichen Monumenten der Region. Mit seinen bis zu 8 Meter hohen Mauern wirkt es wie eine Festung und ist hervorragend erhalten. Nur 2 km von Assuan entfernt beherbergt der Granitsteinbruch den Unvollendeten Obelisken. Das Projekt der Königin Hatschepsut aus der Zeit vor etwa 1500 v. Chr. wurde abgebrochen und hinterließ uns ein faszinierendes Relikt, das noch immer in seinem riesigen Felsbecken liegt. Zehn Kilometer entfernt, auf der Insel Philae, ist der Isis-Tempel aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. eine weitere architektonische Meisterleistung. Assuan ist ein absolut lohnendes, authentisches Reiseziel.

Beste Reisezeit

Das Klima ist trocken und arid. Besonders angenehm ist es von Dezember bis Februar mit milden Temperaturen, während die Hitze von Juni bis September extrem werden kann.

Anreise

Es gibt zahlreiche Flugverbindungen zum internationalen Flughafen Assuan, der 20 km vom Stadtzentrum entfernt liegt. Vor Ort stehen Sammeltaxis und Taxis für den Transfer bereit. Von Kairo aus, das 840 km entfernt liegt, ist ein Nachtzug eine gute Option, alternativ gibt es Busverbindungen oder einen direkten Inlandsflug von 1:20 Stunden Dauer.

Must-Sees

#3 Luxor +25 Empf.

Luxor beherbergt die weltweit höchste Dichte an pharaonischen Hinterlassenschaften. Das antike Theben offenbart hier seine monumentalen Tempelanlagen von Karnak und Luxor, das geheimnisvolle Tal der Könige sowie den markant in die Felswand gebauten Tempel der Hatschepsut. Zwischen den beiden Nilufern begegnest du auf Schritt und Tritt dreitausend Jahren Geschichte in dieser einstigen Hauptstadt des alten Ägyptens, die heute als riesiges Freilichtmuseum fungiert.

Must-Sees

#4 Abu Simbel +17 Empf.

Im Süden Ägyptens hätte Abu Simbel ein unauffälliger Ort bleiben können, der bei Fernfahrern vor allem für seine Nähe zur sudanesischen Grenze bekannt ist. Doch das alte Nubien hat zwei unschätzbare Schätze im Sand hinterlassen: den großen Tempel von Ramses II. und den Tempel der Nefertari, die 1813 und 1817 von schweizerischen und italienischen Entdeckern wiederentdeckt wurden. Bedroht durch das steigende Nilwasser mussten sie 1964 um 160 Meter versetzt werden. Es dauerte dreieinhalb Jahre und erforderte 3.000 Arbeiter, um die massiven Felsblöcke zu lösen und neu zusammenzusetzen. Diese gewaltige Unternehmung faszinierte die Welt und veränderte das Schicksal der kleinen Stadt nahe Assuan für immer. Heute liegt Abu Simbel direkt am Nassersee und empfängt jährlich Millionen von Reisenden.

Ein Ort der Ruhe

Die Lage am Rande der Wüste verleiht Abu Simbel einen besonderen Charakter. Auch wenn die archäologischen Stätten der Hauptgrund für den Besuch sind, lohnt es sich, mindestens eine Nacht zu bleiben. Einige Hotels sind eine echte Hommage an die nubische Kultur und bestechen durch ihre traditionelle Architektur und kunstvolle Dekoration. In den kleinen Restaurants erwartet dich eine Küche mit Charakter. Zu den Spezialitäten zählen Tahina auf Sesam-Basis, Babaghanouj (Aureginenpüree) und natürlich Foul, ein herzhafter Eintopf aus dicken Bohnen. Als Dessert lieben Einheimische wie Reisende die Mehallabeyya, eine Creme mit Rosenwasser und Pistazien. Während der nubische Kaffee weltweit einen exzellenten Ruf genießt, ist der Hibiskustee eine erfrischende Alternative.

Neben Ausflügen in die Wüste ist der Nassersee ein weiteres Highlight. Er wirkt wie ein blaues Meer inmitten der trockenen Landschaft. Zwischen den Papyrusstauden haben zahlreiche Vögel, darunter viele Reiher, ihr Zuhause gefunden. Es ist ein wunderbarer Ort, fernab vom Trubel, der in ein außergewöhnliches Licht getaucht ist. Am Ufer wacht der Pharao wie ein unvergänglicher Herrscher über sein Land.

Ramses II., mächtig und ewig

In einem Land voller antiker Stätten gehört Abu Simbel zweifellos zu den beeindruckendsten. Auf den einst heiligen Hügeln von Meha und Ibshek begann Ramses II. gleich zu Beginn seiner Herrschaft im Jahr 1279 vor unserer Zeitrechnung mit diesem gigantischen Bauprojekt. Davor zu stehen, ist schlichtweg überwältigend. Die Tempel wurden direkt in die Sandsteinfelsen gehauen. Der größere der beiden ist verschiedenen Gottheiten gewidmet, darunter Re-Harachte mit seinem Falkenkopf und natürlich Ramses selbst. Die 33 Meter hohe Fassade besteht aus vier Statuen von jeweils etwa 20 Metern Höhe. Bekleidet mit einem Schurz, dem Nemes-Kopftuch und dem typischen Zeremonialbart, thront der Pharao in seiner vollen Pracht. Im Inneren führt eine Hypostyl-Halle mit faszinierend feinen Gravuren zu zehn Seitenkammern und schließlich zur Statuenhalle. Die Wände erzählen von Siegen, etwa in der Schlacht bei Kadesch gegen die Hethiter oder Libyer. Die Ingenieurskunst der Erbauer zeigt sich in einem Detail: An jedem Äquinoktium, im Februar und Oktober, ist alles so berechnet, dass ein Sonnenstrahl den Weg ins Innere findet und die Statue von Ramses an seinem Geburtstag in goldenes Licht taucht.

Nur wenige Meter entfernt liegt der Tempel der Nefertari, der Hauptgemahlin von Ramses II., die hier als Hathor vergöttlicht wurde. Er wirkt intimer, mit sechs 10 Meter hohen Statuen an der Fassade, davon vier den Pharao darstellend, sowie prächtigen Reliefs und den Skulpturen ihrer Kinder zu ihren Füßen. Die Königin thront mit ihrer Krone aus Hörnern und Federn. Im Inneren betonen Texte und Reliefs die Zuneigung des Paares und die Verehrung der Götter. Am Abend beleuchtet eine Licht- und Tonshow das Gelände. Auch wenn Ramses II. längst Geschichte ist, regiert er hier auf eine Weise weiter, die Besucher bis heute in ihren Bann zieht.

Die beste Reisezeit

Die heiße Saison dauert von Mai bis Oktober. Das Klima ist trocken und heiß, oft sogar extrem. Der kühlste Monat ist Januar. Wenn du Hitze vermeiden möchtest, ist die Zeit zwischen Februar und April ideal. Um den großen Besucherströmen zu entgehen, empfiehlt es sich, die Tempel sehr früh am Morgen zu besichtigen.

Anreise

Die Anreise erfolgt meist über Kairo nach Assuan, das etwa 280 km entfernt liegt. Von dort führen Busverbindungen durch die Wüste nach Abu Simbel, alternativ kannst du einen privaten Fahrer buchen. Auch eine Nilkreuzfahrt mit Zwischenstopp in Abu Simbel ist möglich. Die Stadt verfügt zudem über einen eigenen Flughafen, der Flug ab Assuan dauert etwa 45 Minuten.

Must-See

#5 Gizeh +10 Empf.

Etwa zwanzig Kilometer südwestlich von Kairo erstreckt sich Gizeh, das fast wie ein Vorort der ägyptischen Metropole wirkt. Die Stadt liegt am linken Nilufer und ist durch eine Brücke von der Hauptstadt getrennt. Sie unterteilt sich in verschiedene Viertel mit jeweils eigener Identität. Jedes Jahr zieht es Millionen Menschen hierher, die einen Blick auf das letzte erhaltene der sieben Weltwunder der Antike werfen wollen: die Cheops-Pyramide. Auf dem Plateau und in der Nekropole vervollständigen zwei weitere Pyramiden ein beeindruckendes Ensemble aus dem Alten Reich, das vom berühmten Sphinx bewacht wird. Es ist schwer, sich der Faszination dieser historischen Stätten zu entziehen, weshalb Gizeh auf keiner Ägypten-Reise fehlen darf.

Kultur in allen Facetten

Zwischen teils sanierungsbedürftigen Wohnblocks, Luxushotels und der Qorsaya-Insel, auf der Fischer und Bauern leben, kann Gizeh auf Besucher erst einmal überwältigend wirken. Diese Stadtplanung verdeutlicht die Herausforderung, eine antike Stätte mit der Realität einer modernen Großstadt in Einklang zu bringen. Gizeh ist lebendig und in Viertel mit starkem Charakter gegliedert. Das schicke und moderne Viertel Mohandessin setzt auf Eleganz sowie Handel, zahlreiche Cafés und Restaurants. An Spieltagen der Ultras Ahlawy geht es hier besonders leidenschaftlich zu. Kit Kat ist hingegen deutlich volkstümlicher, hier finden sich viele Kunsthandwerker, die mit Fayencen arbeiten. Zu den bemerkenswerten Gebäuden zählt die 1908 gegründete Universität Kairo mit ihrer beeindruckenden Architektur. Ganz in der Nähe befindet sich der Botanische Garten Al-Orman, eine der grünen Lungen der Stadt. Auf seinen 12 Hektar findet man eine beachtliche Sammlung von Kakteen und Bäumen. Trotz der Spuren, die der Arabische Frühling hinterlassen hat, ist er ein angenehmer Rückzugsort. In einem ehemaligen Privathaus untergebracht, beherbergt das Mohamed Mahmoud Khalil Museum Kunstwerke des 19. Jahrhunderts, vorwiegend von französischen Künstlern. Mitten in Ägypten begegnet man hier unerwartet Werken von Delacroix, Gauguin, Monet und Van Gogh, kombiniert mit orientalistischen Gemälden. Kulturell bereichernd ist auch die bewegende Museumswohnung von Taha Hussein, ein intimer Ort, der einen tiefen Einblick in das Leben eines der einflussreichsten Intellektuellen und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts bietet.

Das Kunsthandwerk grenzt hier oft an hohe Kunst, wie Besucher des Zentrums Ramses Wissa Wassef bestätigen können. Das Weben ist der rote Faden dieses einzigartigen Ausbildungsortes, der für seine Ästhetik und Philosophie bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Anlage, die vom gleichnamigen Professor und Architekten entworfen wurde, macht den Besuch zu einem lehrreichen und unvergesslichen Erlebnis.

Ganz in der Nähe der Al Bahr Al Aazam Avenue befindet sich eine weitere Attraktion, die eine Zeitreise ermöglicht. Das Pharaonische Dorf projiziert dich in ein komplett rekonstruiertes Ägypten der Antike. Szenen aus dem täglichen Leben, alte Handwerksberufe, historische Kleidung und Musik lassen dich den großen Figuren dieser Epoche in Kulissen begegnen, die an Nubien erinnern. Sport, Spiele, Vorführungen und Spielplätze machen das Gelände zu einem beliebten Ausflugsziel, das perfekt auf die Begegnung mit den echten, vor 4.500 Jahren errichteten Pyramiden einstimmt.

Vor den Pyramiden und dem Sphinx

Nur wenige Kilometer entfernt, auf dem Wüstenplateau, erheben sich die drei größten Pyramiden Ägyptens. Die Cheops-Pyramide bildet das Zentrum der Grabanlage und ist die älteste der drei. Mit einer Höhe von 146 Metern ist sie zudem die massivste, erbaut aus Kalksteinblöcken von jeweils etwa 2,5 Tonnen Gewicht. Dieser monumentale Bau gibt noch immer Rätsel auf. Der Besuch im Inneren ist möglich, wobei die Gänge zur Grabkammer sehr eng sind. Neben ihr stehen die Pyramiden von Chephren und Mykerinos, die etwas kleiner sind. Ergänzt wird das Areal durch die Pyramiden der Königinnen, Überreste von Totentempeln sowie Mastabas, Schächte und unterirdische Gänge. Der Ort ist schlichtweg beeindruckend.

Seit 2590 vor unserer Zeitrechnung wacht der 73 Meter lange und 20 Meter hohe Sphinx über die Anlage. Er wurde aus einem einzigen massiven Felsblock herausgearbeitet. Dieser zeitlose Wächter mit der abgebrochenen Nase ist die einzige Figur, die einen menschlichen Kopf mit einem Löwenkörper vereint. Der sterbliche Herrscher, dessen Identität bis heute diskutiert wird, wollte sich den Göttern gleichstellen und wurde durch diese Pracht tatsächlich unsterblich.

Die beste Reisezeit

Mit Temperaturen um die 32 Grad im Frühling und Herbst sind die Übergangszeiten am angenehmsten, um Gizeh zu erkunden, besonders für das weitläufige Pyramidenareal. Der Sommer bringt oft extreme Hitze bei trockener Luft mit sich. Die Winter sind mild und liegen im Durchschnitt bei 14 Grad.

Anreise

Das Pyramidenplateau liegt etwa 8 Kilometer von Gizeh entfernt, das wiederum rund zwanzig Kilometer von Kairo liegt. Busse und Taxis verbinden die Orte miteinander. Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus werden regelmäßige Flüge nach Kairo angeboten.

Must-See

#6 Scharm asch-Schaich +9 Empf.

Auf der Sinai-Halbinsel, einer strategisch wichtigen Region, hat sich Scharm asch-Schaich zu einem reinen Tourismuszentrum entwickelt. Wer das ursprüngliche Ägypten sucht, wird hier vielleicht nicht fündig.

In einem Land, das sonst oft hektisch wirkt, bietet dieser Ort eine Pause mit vertrauten westlichen Standards. Die größte Stärke des ehemaligen Fischerdorfes liegt in seiner natürlichen Umgebung, auch wenn der einst rege Hafenbetrieb durch Handelsbeschränkungen gedrosselt wurde. Mit seinen erstklassigen Stränden, dem klaren Wasser des Roten Meeres und einer beeindruckenden Unterwasserwelt empfängt die Stadt ihre Gäste in einer spektakulären Kulisse.

Ein auf Tourismus ausgerichtetes Zentrum

Die Stadt erstreckt sich über viele Kilometer entlang der Küste, die von einer Vielzahl an Buchten geprägt ist. Naama Bay ist die größte davon und bildet das touristische Herz von Scharm asch-Schaich. Der weiße Sandstrand bietet schöne Ausblicke, während die schroffen Berge in Rottönen einen markanten Kontrast zum strahlenden Blau des Himmels und des Wassers bilden.

Angesagte Restaurants und Clubs

Wenn die Sonne untergeht, erwacht das Viertel mit seinen Diskotheken, Bars und Attraktionen wie dem Hollywood, einem spektakulären Freizeitpark, zum Leben. Es gibt eine große Auswahl an Restaurants, in denen man Meeresfrüchte und Fisch genießen kann. Zu den Spezialitäten gehören gefüllte Tauben sowie reyash dani, Lammkoteletts, die man mit einer Minz-Joghurt-Soße isst.

Shopping für jeden Geschmack

Zahlreiche Geschäfte säumen die Strandpromenade, doch die Läden im Old Market wirken weniger gekünstelt. Fußgängerzonen mit Kopfsteinpflaster und einer Mischung aus Pariser Laternen sowie orientalischen Gefäßen prägen das Bild, ein Kontrast, der typisch für Scharm asch-Schaich ist. Ob Nippes, Lampen, Sitzkissen oder Gewürze, die Auslagen sind verlockend und die Weidenkörbe sind oft prall gefüllt.

Die Al-Mustafa-Moschee, das Wahrzeichen von Scharm asch-Schaich

Mitten im Trubel ragt die Al-Mustafa-Moschee in ihrer ganzen Pracht hervor. Das architektonische Meisterwerk im osmanischen Stil ist zwar noch recht modern, beeindruckt aber mit seinen 76 Meter hohen Minaretten. Ein Bereich ist für Besucher zugänglich, wobei die üblichen religiösen Verhaltensregeln zu beachten sind.

Ausflüge in die Region

Die Wüste Sinai

An der Spitze der Sinai-Wüste stehen Kamelritte, Ausflüge zu Pferd oder Quadtouren auf dem Programm. Der Aufstieg auf den Berg Sinai ist möglich, erfordert jedoch ein hohes Sicherheitsbewusstsein und einen ortskundigen Führer. Die Tour umfasst drei Stunden Fahrt, eine Wanderung auf 2.285 Meter Höhe und bleibende Erinnerungen. Am Fuße des Berges ist das Katharinenkloster aus dem 6. Jahrhundert ein geschichtsträchtiger Ort.

Unberührte Natur und magische Unterwasserwelten

Das Wasser des Roten Meeres ist das größte Geschenk für diese Region. Es ist warm und glasklar und verbirgt in seinen Tiefen eine unvergleichlich reiche Unterwasserwelt, die Taucher aus aller Welt anzieht. Während einige Buchten unter dem Tourismus leiden, bieten die geschützten Zonen ideale Bedingungen für Anfänger und erfahrene Schnorchler.

Der Nationalpark Ras Mohammed

Scharm asch-Schaich wird von zwei Nationalparks umgeben. Im Süden ist der Ras Mohammed ein wahres Paradies. Da hier jegliche Bebauung verboten ist, zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite, zwischen Mangroven und Salzmarschen gedeiht eine artenreiche Tierwelt. Es ist eines der besten Ökosysteme, um unberührte Korallenriffe zu beobachten, in denen sich tausende bunte Fischarten, Seesterne und Weichtiere tummeln.

Weitere Naturschutzgebiete

Weiter draußen ist Shark Reef das Revier für große Fische wie Barrakudas, Thunfische und Haie. Etwa 25 km entfernt liegt der Nationalpark Nabq, ein weiteres beeindruckendes Reservat mit einer faszinierenden Vogelwelt und Vegetation.

Ras Nasrani bietet ein Riff mit weitläufigen Buchten und großen Korallenstöcken. Von den Stegen aus starten Bootsausflüge, bei denen oft Delfine in der Nähe schwimmen, ein Erlebnis, das den künstlichen Charakter mancher Ecken der Stadt schnell vergessen lässt.

Lokale Spezialitäten

Obwohl Scharm asch-Schaich für frischen Fisch bekannt ist, sollte man auch die ägyptischen Klassiker probieren.

Dazu zählt Koshari, eine herzhafte Mischung aus Nudeln, Reis, Linsen und Kichererbsen, die mit einer würzigen Tomatensoße serviert wird. Auch Foul Moudammas, langsam gegarte Ackerbohnen mit Olivenöl, Knoblauch und Zitrone, ist ein beliebtes traditionelles Gericht.

Wer es süß mag, sollte Basbousa kosten, einen Grießkuchen, der in Zuckersirup getränkt ist.

Wo essen?

  • El Masrien Restaurant (Altstadt): Bietet authentische ägyptische Küche in traditionellem Ambiente.
  • Fares Seafood Restaurant (Il Mercato): Bekannt für frische Meeresfrüchte und großzügige Portionen.
  • Rangoli (Naama Bay): Indische Küche mit Panoramablick über die Naama Bay.
  • Pomodoro (Naama Bay): Ein hervorragendes italienisches Restaurant mit frischer Pasta und Pizzen.

Wo übernachten?

  • Four Seasons Resort Sharm El Sheikh (Shark's Bay): Luxusresort mit Privatstrand, Lagunenpool und einer Auswahl an mediterranen, arabischen und italienischen Restaurants.
  • Royal Savoy Sharm El Sheikh (Soho Square): Fünf-Sterne-Luxus im traditionellen ägyptischen Stil mit privaten Villen, eigenem Pool und Meerblick.
  • SUNRISE Arabian Beach Resort (Sharks Bay): Direkt am Meer gelegen mit eleganten Zimmern, mehreren Pools und einer großen Auswahl an internationaler Küche.
  • Rixos Sharm El Sheikh (Nabq Bay): Ein All-inclusive-Resort nur für Erwachsene mit 7 Pools, 9 Bars und 7 À-la-carte-Restaurants inmitten von Palmen.

Wann ist die beste Reisezeit?

Da der Tourismus dann weniger intensiv ist, sind der Herbst und der Frühling die besten Jahreszeiten für eine Reise. Das Klima ist trocken und angenehm. Im Sommer klettern die Temperaturen leicht auf 46 Grad.

Anreise

Es gibt keine Direktflüge ab Paris, aber zahlreiche Verbindungen mit Zwischenstopp. Der internationale Flughafen Scharm asch-Schaich liegt 17 km von der Stadt entfernt und ist per Bus oder Taxi erreichbar. Er ist nach dem Flughafen in Kairo der zweitgrößte des Landes.

Unterwegs vor Ort

Taxis und Hotel-Shuttles sind die gängigsten Verkehrsmittel. Da Taxis in der Regel kein Taxameter haben, empfiehlt es sich, den Preis vor Fahrtantritt auszuhandeln. Für mehr Flexibilität ist die Anmietung eines Autos möglich, auch wenn der Verkehr vor Ort mitunter chaotisch sein kann.

In touristischen Zonen wie Naama Bay kann man sich zudem gut zu Fuß bewegen, um das lokale Treiben zu erleben.

Must-See

#7 Alexandria +2 Empf.

Nach Kairo ist Alexandria die größte Metropole des Landes und ein Ort voller Kontraste, die hier mit einer ganz eigenen Eleganz verschmelzen. Die Geschichte der Stadt beginnt mit Alexander dem Großen im Jahr 331 vor unserer Zeitrechnung. Er sah in ihr eine florierende Hauptstadt, und er wäre heute sicher stolz auf seine Gründung. Als industrielles und universitäres Zentrum sowie als Hafenstadt hat Alexandria viele Kriege und Erdbeben überstanden, ohne jemals unterzugehen. Diese urbane Sphinx im Nordwesten des Nil-Deltas ist schlicht unbezwingbar. Alexandria hat römische und byzantinische Kaiser erlebt, war ein bedeutendes Zentrum des Christentums und unterwarf sich später dem Kalifen Omar sowie General Bonaparte. Die wirtschaftliche Renaissance verdankt die Stadt dem Suezkanal, und ihre bewegte Vergangenheit macht sie heute zu einem Reiseziel mit Tiefgang. Zwischen antiken Ruinen und islamischer Prägung, moderner Architektur und griechisch-römischen Schätzen ist die Energie der Stadt ebenso beeindruckend wie ihre Pracht.

Eine Küstenstraße voller Wunder

Ein Spaziergang entlang der Corniche ist der ideale Ausgangspunkt, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Alexandrias zu entdecken. Tagsüber ist die Uferpromenade in der Hand von Fischern und Händlern, doch sobald die Sonne untergeht, pulsiert hier das Leben. Am Hafen sorgen die Fischerboote für eine authentische Kulisse. Der legendäre Leuchtturm von Alexandria ging zwar beim Erdbeben von 1303 verloren, doch an der Zitadelle von Qaitbay kannst du die Überreste erahnen. Die Festung wurde an der Stelle des antiken Leuchtturms errichtet und teilweise mit dessen Steinen erbaut. Diese Verteidigungsanlage aus dem Jahr 1477 ist ein herausragendes Beispiel für die Militärarchitektur jener Zeit. Zwischen den Gewölben, den kunstvollen Portalen und dem weiten Meer im Hintergrund ist sie ein echtes Wahrzeichen. Unter Wasser verbergen sich noch heute archäologische Schätze wie Sphinx-Skulpturen und Säulen, die im direkt vor Ort gelegenen Schifffahrtsmuseum zu bewundern sind. Ganz in der Nähe erhebt sich die Moschee Abu el-Abbas el Mursi mit ihren fünf Kuppeln und zwei Minaretten.

Im selben Viertel befindet sich das Museum für königlichen Schmuck, das im ehemaligen Palast von König Farouk untergebracht ist. Mit seinen prachtvollen Buntglasfenstern und der Renaissance-Ausstattung beherbergt es eine Juwelensammlung der königlichen Familie aus dem 19. Jahrhundert. Wenn du weiterziehst, triffst du auf die ultramoderne Architektur der Bibliotheca Alexandrina. Sie beherbergt den größten Lesesaal der Welt, acht Millionen Bücher und ein Museum für Tausende von Manuskripten. Schließlich findest du auf der Corniche auch die eindrucksvolle Stanley-Brücke. Sie verbindet die verschiedenen Epochen der Stadt und bietet besonders bei Einbruch der Dunkelheit eine märchenhafte Kulisse, die zu den schönsten Fotomotiven für den Sonnenuntergang gehört.

Eine Reise durch die Jahrhunderte

Das bedeutendste antike Monument der Stadt bleibt die Pompeius-Säule. Ihre 30 Meter Höhe geben eine Vorstellung von der Größe des einstigen Sarapis-Tempels, in dem sie Ende des 4. Jahrhunderts stand. Drei Sphinxe aus rosafarbenem Granit umgeben das Monument, und der archäologische Park umfasst zudem unterirdische Galerien. Die dort gefundenen Relikte, wie der Kopf des Sarapis aus Marmor und der Apis-Stier, sind im Griechisch-Römischen Museum ausgestellt. Tausende Exponate aus der Zeit ab dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung machen es zu einem der wichtigsten Museen weltweit. Im Osten der Stadt, im Viertel El Mandara, beeindruckt der Palast von Montazah (erbaut 1892) durch seinen florentinisch-türkischen Stil, seinen massiven Turm und die symmetrische Fassade. Nur die 150 Hektar großen Gärten sind für Besucher zugänglich und bieten eine wunderbare Anlage mit Palmen und Blumenbeeten. Der nahegelegene Mamoura Beach ist ein sehr angenehmer Ort für einen Strandaufenthalt.

Die Bars und Restaurants an der Uferpromenade sind perfekt, um die lokale Küche kennenzulernen. Probiere unbedingt Kouchari, eine Mischung aus braunen Linsen, Reis und Tomatensoße, oder die sogenannten „Meeresdatteln“ balah el-bahr und gandofli, Venusmuscheln mit Knoblauch. An den kleinen Ständen sind auch Falafel und das berühmte hawawshi, ein mit Fleisch und Gewürzen gefülltes Fladenbrot, ein echter Genuss. Alexandria ist ohne Zweifel eine Reise wert.

Anreise

Von Deutschland aus gibt es verschiedene Flugverbindungen. Da der internationale Flughafen von Alexandria derzeit renoviert wird, dient der Flughafen Borg el Arab als Ausweichflughafen. Er liegt etwa 48 km vom Stadtzentrum entfernt. Busse und Taxis verbinden den Flughafen mit der Stadt. Auch Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer sind eine Option. Von Kairo aus gibt es Inlandsflüge sowie regelmäßige Bus- und Zugverbindungen.

Beste Reisezeit

Mit Temperaturen von 18°C im Januar bis 31°C im August ist das Klima das ganze Jahr über sehr mild. Hitzespitzen treten meist zwischen Mai und Oktober auf.

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