Rouen et ses maisons à colombage

Top 10 der schönsten Städte in de NormandieRanking 2026

Entdecke die Städte in Normandie, die unsere Mitglieder am meisten schätzen. Veröffentliche gern deine eigenen Bewertungen, um an diesem gemeinschaftlichen Ranking teilzunehmen.

Die schönsten Städte in de Normandie

#1 Rouen +116 Empf.

Rouen besitzt eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädte Frankreichs, in der sich Fachwerkhäuser eng um eine Kathedrale drängen, die Claude Monet berühmt gemacht hat. Vom Ort, an dem Jeanne d'Arc hingerichtet wurde, bis zum historischen Beinhaus des Aître Saint-Maclou erzählt die normannische Hauptstadt an jeder Ecke von ihrer jahrhundertealten Geschichte. Ein Ziel aus Stein und Erinnerung, perfekt für ein kulturelles Wochenende und nur eine Stunde von Paris entfernt.

Must-Sees

#2 Étretat +89 Empf.

Die Kreidefelsen von Étretat haben schon die Impressionisten fasziniert. Allein Claude Monet kehrte über 80 Mal hierher zurück, um das wechselhafte Licht auf dem weißen Gestein einzufangen. Die 55 Meter hohe Aiguille ragt wie ein Fels in der Brandung aus dem Meer und soll laut Maurice Leblanc den Schatz der französischen Könige verbergen. Drei monumentale Felsentore trotzen hier seit 100 Millionen Jahren dem Wasser. Dieses normannische Dorf bietet ein Naturschauspiel, das sich durch die stetige Erosion täglich neu formt.

Must-Sees

#3 Mont-Saint-Michel +85 Empf.

Der Mont-Saint-Michel ragt zwischen Himmel und Meer empor, eingebettet in die Bucht mit dem stärksten Tidenhub Europas. Das auf dem Felsen thronende Kloster beeindruckt mit seiner Architektur und einem mittelalterlichen Ortskern aus engen Kopfsteinpflastergassen. Ob eine Barfußwanderung durch das Watt, der Verzehr von Salzwiesenlamm oder das Beobachten der Gezeitenwelle: Der Ort bietet bleibende Eindrücke. Trotz des hohen Besucheraufkommens behält der Mont-Saint-Michel seine Wirkung, besonders in den frühen Morgenstunden oder am Abend, wenn die Tagestouristen wieder abgereist sind.

Must-See

#4 Deauville +62 Empf.

Deauville im Calvados ist wohl der bekannteste Badeort der Normandie. Mit seinem Casino, dem kilometerlangen Sandstrand, den Pferderennbahnen und dem Palais des Congrès verkörpert der Ort das Image von Chic und Eleganz, für das er in ganz Frankreich geschätzt wird.

Meeresbrise genießen

Der Star von Deauville ist ohne Zweifel der zwei Kilometer lange, prächtige Strand an der Côte Fleurie. Im 19. Jahrhundert wollte das benachbarte Trouville ein erstklassiger Badeort werden und begann, Urlauber anzuziehen. Durch die Veränderung der Sandbänke bildeten die Meeresströmungen nach und nach eine weitläufige Sandfläche, die ideal zum Baden und für Wassersport geeignet ist. Der Wind weht hier oft kräftig, was Sportarten wie Kitesurfen, Segeln oder Wakeboarden begünstigt. Deauville ist zudem ein bekannter Ort für alle, die davon träumen, bei Sonnenuntergang am Strand zu galoppieren. Mehrere Reitzentren bieten Ausritte für jedes Niveau an.

Du möchtest lieber flanieren? Dann spaziere über die berühmten Planches, das Wahrzeichen des Badeortes. Dieser hölzerne Promenadenweg wurde 1923 angelegt, damit die Damen ihre Kleider nicht im Sand beschmutzten. Heute säumen 450 Kabinen im Art-déco-Stil den Weg, die meist von Privatpersonen für das ganze Jahr oder die Sommersaison gemietet werden. Auf den Trennwänden sind die Namen der Stars zu lesen, die Deauville für das bekannte Festival du Film Américain besuchen, das seit 1975 jeden September stattfindet.

Architektonische Pracht

Begib dich auf eine Reise zu den Ursprüngen der Stadt und schlendere durch das Vieux Deauville, ein malerisches Viertel in den Höhenlagen. Die historischen Häuser und die église Saint-Laurent zählen heute zum lokalen Kulturerbe. Seit dem 19. Jahrhundert ist Deauville stark gewachsen und die Fläche hat sich verzehnfacht, wobei in der Umgebung zahlreiche luxuriöse Villen entstanden sind. Die schönsten Exemplare findest du auf der Halbinsel sowie an der place Yves-Saint-Laurent oder der place Morny. Besonders beeindruckend ist die villa Strassburger im normannischen Stil.

Seinen ganzen Glanz und Glamour zeigt Deauville auch durch ikonische Bauwerke wie das Casino Deauville Barrière, das zudem ein Restaurant und einen Veranstaltungssaal beherbergt. Viele Besucher kommen in die Stadt, um die Thalasso- und Spa-Einrichtungen zu nutzen, die hier eine jahrzehntelange Tradition haben. Nicht zuletzt empfängt das hippodrome de la Touques das ganze Jahr über bedeutende Pferderennen.

Die beste Reisezeit

Wenn du graue Tage und Regen vermeiden möchtest, ist der Zeitraum zwischen Juni und September ideal. Von November bis März ist das Wetter oft unbeständig und wenig einladend, allerdings hast du dann die Gelegenheit, Deauville ganz authentisch und ohne den sommerlichen Touristenansturm zu erleben.

Anreise

Wer mit dem Flugzeug anreisen möchte, findet den nächstgelegenen größeren Flughafen in Caen, von wo aus die Weiterreise mit dem Auto etwa 50 Minuten dauert. Alternativ kannst du den Zug (TER) bis zum Bahnhof Trouville - Deauville nehmen. Von Paris aus ist die Anreise mit dem Auto über die A13 in etwa 2 Stunden und 20 Minuten möglich, oder direkt per Zug in 2 Stunden.

#5 Giverny +56 Empf.

Giverny gilt als Wiege des Impressionismus und zieht Fans von Claude Monet sowie seiner üppigen Gärten an. Das normannische Dorf liegt weniger als zwei Stunden von Paris entfernt und bietet eine ländliche Auszeit, bei der blumengeschmückte Häuser die schmalen Gassen säumen. Spaziere zur Kirche Sainte-Radegonde, in der sich das Grab des Malers befindet, für einen Moment der Ruhe abseits des Alltags.

#6 Bayeux +40 Empf.

Bayeux gehört zu den bekanntesten Städten der Normandie und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden. Die geschichtsträchtige Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend von den Bombenangriffen verschont. Daher konnte sie ihr architektonisches Erbe nahezu vollständig bewahren.

Weltberühmte Stickkunst

Der unbestrittene Star von Bayeux ist der weltberühmte Teppich. Das Ende des XI. Jahrhunderts gefertigte Stickwerk ist als UNESCO-Weltdokumentenerbe gelistet. Der Tapisserie de Bayeux erzählt die gesamte Geschichte der Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer, den Herzog der Normandie. In einem eigenen Museum kannst du das Werk aus nächster Nähe betrachten und dich anhand der informativen Begleittexte intensiv mit dem historischen Kontext auseinandersetzen.

Ursprünglich war der Teppich dazu bestimmt, die Cathédrale de Bayeux zu schmücken, die ebenfalls ein absolutes Muss bei deinem Aufenthalt ist. Die Kathedrale wurde im XI. Jahrhundert von Bischof Odon de Conteville, dem Halbbruder Wilhelms des Eroberers, geweiht und ist mit ihren zwei 75 Meter hohen Türmen schon von weitem sichtbar. Sie vereint gotische und romanische Baustile, bietet beeindruckende Glasmalereien und eine gut erhaltene Krypta aus dem XV. Jahrhundert.

Setze deine Zeitreise mit einem Besuch im musée Baston Gérard fort. Das Museum deckt die Stadtgeschichte sowie die verschiedenen Kunstströmungen von der Urgeschichte bis zur Moderne ab.

Schlachtfelder und Naturerlebnisse

Ein Spaziergang durch das Vieux Bayeux ist besonders reizvoll. Zwischen den typischen normannischen Fachwerkhäusern, herrschaftlichen Stadtpalais aus dem XVIII. Jahrhundert und den Spuren der Landung der alliierten Streitkräfte offenbaren sich hier Jahrhunderte der Geschichte. Wenn dich der Zweite Weltkrieg besonders interessiert, ist das musée Mémorial zur Schlacht um die Normandie die richtige Adresse. Auch der britische Soldatenfriedhof und die berühmten plages du Débarquement sind Orte, die nachdenklich stimmen. An der Küste bei Longues-sur-Mer stößt du sogar auf eine deutsche Batterie, die seit dem Krieg fast unberührt geblieben ist.

Lust auf frische Luft? Der Jardin botanique et historique von Bayeux wurde 1859 von den Gebrüdern Bühler angelegt und ist ein beliebtes Ziel für entspannte Sonntagsspaziergänge. Etwas weiter außerhalb schlängeln sich die Wege der Aure am Fluss entlang durch die Marschlandschaften. Die Gegend eignet sich hervorragend für Wanderungen oder Radtouren, bei denen man mit etwas Glück zahlreiche Vogelarten beobachten kann.

Die beste Reisezeit

Das Klima in Bayeux ist dank der ozeanischen Einflüsse mild. Für beständiges Wetter empfiehlt sich die Zeit von Juni bis September. Im Juli ziehen die mittelalterlichen Feste viele Besucher an, ebenso wie die Gedenkfeiern zum D-Day im Mai und Juni.

Anreise

Am bequemsten erreichst du die Stadt mit dem Zug. Die Fahrt von Paris nach Bayeux dauert rund 2:30 Stunden. Alternativ kannst du mit dem Auto anreisen (etwa 3 Stunden ab Nantes, 4:20 Stunden ab Lille oder 6 Stunden ab Bordeaux).

Must-See

#7 Caen +35 Empf.

Die Stadt der hundert Kirchtürme ist einer der bedeutendsten Orte in der Normandie. Auch wenn das Stadtzentrum während der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs zu fast 75 Prozent zerstört wurde, bewahrt Caen eine faszinierende Geschichte und beeindruckende Denkmäler.

Eine Stadt mit Geschichte

Caen ist als einer der Schlüsselorte der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg bekannt. Am 6. Juni 1944 erlitt die Stadt schwere Bombardements, bevor sie befreit wurde. Heute präsentiert sich Caen nach dem Wiederaufbau in einem neuen Licht. Um das Gedenken wachzuhalten, wurde 1988 ein Mémorial de Caen eingeweiht. Dieses Museum würdigt die Schlacht um die Normandie, dient als wertvolles Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts und setzt sich aktiv für den internationalen Frieden ein.

Wer noch tiefer in die Vergangenheit eintauchen möchte, findet im Musée de Normandie innerhalb der Burg von Caen eines der größten befestigten Gebäude Frankreichs. Archäologische Ausgrabungen legen bis heute die mittelalterliche Geschichte von Wilhelm dem Eroberer frei, der die Burg im 11. Jahrhundert erbauen ließ und Caen zu einer der mächtigsten Städte der Region machte. Die Abbaye aux Hommes und die Abbaye aux Dames beherbergen die Grabstätten des Herzogs und seiner Frau Mathilde. Die historischen Anlagen dienen heute als Rathaus sowie als Sitz des Regionalrats.

Kirchen, Genuss und Spaziergänge

Am besten erkundest du Caen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das Fremdenverkehrsamt bietet verschiedene Themenrundgänge an, die sich flexibel an deine Interessen und dein Zeitbudget anpassen lassen. Wie der Beiname Stadt der hundert Kirchtürme schon andeutet, beherbergt Caen zahlreiche religiöse Bauwerke, darunter die sehenswerte Église Saint-Pierre-de-Caen. Mit ihrem Stilmix aus Gotik und Renaissance überragt sie mit ihrem Turm das Stadtbild. Caen ist zudem eine Adresse für Feinschmecker, was jeden November mit einem speziellen gastronomischen Monat gefeiert wird. Das quartier médiéval de Vaugueux ist mit seinen Fachwerkhäusern das bekannteste Viertel für Restaurantbesuche. Hier kannst du Klassiker wie die berühmten Kutteln (tripes à la mode de Caen), Andouillettes oder herzhafte Crêpes probieren.

Für eine Auszeit im Grünen bieten sich La Prairie oder der Jardin des Plantes an. Die Einheimischen nutzen für Spaziergänge und Picknicks gerne die Colline aux Oiseaux, eine ehemalige Mülldeponie, die sich in einen gepflegten Landschaftspark verwandelt hat.

Die beste Reisezeit

Wie für die Normandie typisch, ist das Wetter in Caen oft kühl und regnerisch. Besonders im Herbst und Winter kann der Niederschlag die Pläne beeinflussen. Plane deinen Besuch in der Hauptstadt des Calvados daher am besten für das Frühjahr oder den Sommer ein.

Anreise

Caen liegt etwa 1,5 Stunden von Rouen und 2,75 Stunden von Paris entfernt, wenn du mit dem Auto anreist. Alternativ ist die Anreise mit dem Zug möglich. Von Paris, Bordeaux, Nantes, Lisieux, Cherbourg und weiteren Städten gibt es zahlreiche Verbindungen. Über das französische TGV- und TER-Netz ist der Bahnhof von Caen aus dem ganzen Land gut erreichbar.

Must-See

#8 Trouville-sur-Mer +25 Empf.

Trouville-sur-Mer ist eine Stadt an der Côte Fleurie im Département Calvados in der Normandie. Der Name Trouville geht vermutlich auf den Wikinger-Invasor Thorulfr zurück. Der kleine Fischereihafen erlebte seine erste Blütezeit während der Belle Époque, als zahlreiche Maler von den Küstenlandschaften und den weiten Stränden angezogen wurden. Trouville hat sich seinen maritimen Charakter bewahrt und ist heute der bedeutendste Makrelen-Fischereihafen der Normandie. Die Stadt war schon immer ein Anziehungspunkt für Künstler und Literaten wie Gustave Flaubert, Marcel Proust und Marguerite Duras.

 

Ein historischer Badeort an der Côte Fleurie

Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich Trouville-sur-Mer rasant, da die salzhaltige Meeresluft und das Baden im Meer zunehmend als gesundheitsfördernd galten. Das Bürgertum ließ prächtige Villen und Luxushotels errichten, darunter das berühmte Hôtel des Roches Noires, das durch ein Gemälde von Claude Monet weltbekannt wurde. Die villa Montebello, 1865 von dem Architekten Jean-Louis Célinsky de Zaremba erbaut, beherbergt heute ein Museum zur Geschichte der Badekultur. Dort findest du zahlreiche Exponate und Plakate von Raymond Savignac, der über zwanzig Jahre in Trouville lebte.

Mit der Eröffnung der Bahnlinie nach Paris im Jahr 1863 wuchs die Bedeutung dieses Küstenabschnitts spürbar. Im Jahr 1912 wurde in Trouville ein Casino eröffnet, das jedoch später vom Casino im benachbarten Deauville in den Schatten gestellt wurde. Deauville entwickelte sich unter dem Einfluss des Duc de Morny gezielt zu einem Treffpunkt für ein exklusives Publikum. Heute beherbergt das historische Gebäude der Cures Marines ein renommiertes Spa- und Thalasso-Zentrum.

 

Die Highlights in Trouville-sur-Mer

Vom Bahnhof Deauville-Trouville erreichst du über den pont des Belges schnell das Stadtzentrum. Die Brücke erinnert an die belgischen Soldaten, die im August 1944 an der Befreiung der Küste beteiligt waren. Alternativ kannst du die Touques mit einer kleinen Fähre überqueren. Ein Spaziergang entlang der Küste ist in Trouville Pflicht, insbesondere auf der berühmten Promenade, der promenade Savignac, die bereits 1867 angelegt wurde. Neben dem Strand locken Wassersportarten wie Kanu, Stand-up-Paddling oder Windsurfen.

Plane unbedingt einen Stopp in der 1935 erbauten Fischhalle (Halle aux poissons) ein, die unter Denkmalschutz steht. Der Fischmarkt ist sehenswert und bietet dir die Möglichkeit, fangfrische Meeresfrüchte direkt vor Ort zu probieren. Wer den Blick über die Bucht schweifen lassen möchte, findet im höher gelegenen Stadtgebiet einige Aussichtspunkte, die dir ein Panorama über das Meer garantieren.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Zeit von Mai bis Oktober ist ideal, um die Côte Fleurie zu besuchen. Wenn du die überfüllten Strände meiden möchtest, solltest du die Hauptreisezeit jedoch umgehen.

 

Wie kommst du hin?

Trouville ist bequem mit dem Auto, dem Bus oder dem Zug über den Bahnhof Deauville-Trouville zu erreichen.

Must-See

#9 Cabourg +16 Empf.

Cabourg ist ein Seebad an der Côte Fleurie in der Normandie, direkt am Ärmelkanal. Was einst ein kleines Fischerdorf war, entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts unter der Regie von Henri Durand-Morimbau, der hier einen Kurort für die Pariser Bourgeoisie errichten wollte. Die Stadt wurde nach einem radiokonzentrischen Stadtplan angelegt. Die Straßen ordnen sich wie bei einem griechisch-römischen Theater um das Zentrum an, in dem ein Casino aus Holz erbaut wurde. Mit dem Anschluss an die Eisenbahnstrecke nach Paris im Jahr 1879 begann eine zweite Wachstumsphase. In dieser Zeit entstanden zahlreiche prächtige Villen in den vielfältigen Stilen der Belle Époque.

 

Ein bürgerliches Seebad

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Hotels eröffnet. Das bekannteste ist das Grand Hôtel de Cabourg, das 1908 neu erbaut wurde. Es war ein bevorzugter Aufenthaltsort von Marcel Proust, der Cabourg als Vorbild für den fiktiven Ort Balbec nutzte, den Schauplatz seines Romans Im Schatten junger Mädchenblüte. Wer sich für Proust interessiert, sollte die Villa du Temps Retrouvé besuchen. Dieses Museum in Cabourg widmet sich seinem Werk und lässt Besucher in den historischen und künstlerischen Kontext der Belle Époque eintauchen.

Bereits 1887 wurde eine Uferpromenade angelegt, um die Küstenerosion zu bremsen und den Tourismus zu fördern. Heute findet man hier den sogenannten Liebesmeridian, ein Kunstwerk aus fünf Säulen, auf denen das Wort Liebe in den 104 Amtssprachen der Welt eingraviert ist. Zu den festen Größen in Cabourg gehören zudem Pferderennen auf der Rennbahn, Abende im Casino sowie Thalasso-Anwendungen in den spezialisierten Einrichtungen.

 

Cabourg und die Natur

Neben den historischen Bauten und der Architektur zeichnet sich Cabourg durch eine bemerkenswerte Naturlandschaft aus. Der weitläufige Strand ist ideal, um den Ärmelkanal zu genießen. Hier werden Aktivitäten wie Strandsegeln, Kitesurfen oder Stand-up-Paddling angeboten. Wer es ruhiger mag, findet in der Stadt zahlreiche Grünanlagen, etwa die Gärten des Rathauses, die Casino-Gärten oder die Roseraie.

Am nördlichen Ende der avenue de la Divette lassen Sie die Stadt hinter sich und erreichen die Sümpfe und Dünen an der pointe de Cabourg. Die Salzwiesen erstrecken sich weitläufig und bieten Nistplätze für Zugvögel wie Störche. Das estuaire de la Dives (Dives-Mündung) lässt sich mit einer Fähre erkunden, und die Umgebung ist mit zahlreichen Radwegen bestens für Ausflüge auf zwei Rädern erschlossen.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Côte Fleurie ist während der warmen Jahreszeit zwischen Mai und September besonders reizvoll. Beachte jedoch, dass es in den Monaten Juli und August sehr voll werden kann. Im Juni findet das Filmfestival von Cabourg statt, bei dem romantische Filme ausgezeichnet werden.

 

Anreise

Cabourg ist bequem über die Autobahnen A13 oder A29 zu erreichen. Regionale Züge verbinden den Ort mit den Bahnhöfen von Deauville - Trouville oder Caen. Zudem gibt es Busverbindungen von Paris.

Must-See

#10 Saint-Laurent-sur-Mer +15 Empf.

Saint-Laurent-sur-Mer ist eine kleine Küstengemeinde im Département Calvados in der Normandie. Seit 2010 bildet der Ort einen touristischen Verbund mit den unmittelbaren Nachbargemeinden Colleville-sur-Mer und Vierville-sur-Mer. Bekanntheit erlangte der Ort vor allem durch seine historische Bedeutung, da der Strand einer der zentralen Schauplätze der Landung in der Normandie war.

Omaha Beach, ein historisch geprägter Ort

Saint-Laurent-sur-Mer ist weltweit als Schauplatz eines Ereignisses bekannt, das den Lauf der Geschichte für alle Nationen veränderte: die Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Der Ort ist eine der drei Gemeinden, die direkt am berühmten Strandabschnitt Omaha Beach liegen. Dieser wurde den amerikanischen Truppen zugewiesen, die ihn später aufgrund der schweren Kämpfe als "Bloody Omaha" bezeichneten. Heute ist ein Spaziergang am Strand ein bewegender Moment, der zum Innehalten einlädt, während man an das Opfer der Soldaten und die Tragweite dieses Tages im Jahr 1944 denkt. Der Strand ist als Grand Site National klassifiziert. Zur Erinnerung an die Landung finden sich das Monument Signal sowie die Skulptur Les Braves, die direkt auf dem Strandabschnitt stehen. Für vertiefende Einblicke lohnt sich ein Besuch im Musée Mémorial von Omaha Beach. Es liegt nur 200 Meter vom Strand entfernt und bietet auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern eine umfassende Ausstellung mit Objekten, historischen Filmaufnahmen und persönlichen Berichten, um die Ereignisse dieses Schicksalstages zu beleuchten und den gefallenen Soldaten zu gedenken.

Naturerlebnisse in Saint-Laurent-sur-Mer

Es mag schwerfallen, die schmerzhafte Vergangenheit von Saint-Laurent-sur-Mer auszublenden. Dennoch sollten neben der historischen Bedeutung von Omaha Beach auch die anderen Vorzüge der Region nicht zu kurz kommen. Die Küstendünen bieten eine beeindruckende Kulisse für Spaziergänge. Es gibt zahlreiche Wanderwege, die sowohl für gemütliche Flanierer als auch für geübte Wanderer geeignet sind. Die Dünenlandschaft steht aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung unter dem Schutz des Conservatoire du Littoral. Die natürlichen Gegebenheiten variieren je nach Bodenbeschaffenheit stark von Zone zu Zone. Wer die Gegend auf eine andere Weise erkunden möchte, findet in der Umgebung zahlreiche Reitställe. Ein Ausritt am Strand ist die ideale Gelegenheit, die salzige Meeresluft zu genießen und den Blick über den weiten Horizont schweifen zu lassen.

Wenn du etwas mehr Zeit einplanst, lohnt sich auch ein Ausflug in die umliegenden Städte Bayeux, Arromanches und Creully.

Die beste Reisezeit

Aufgrund seiner historischen Relevanz zieht Saint-Laurent-sur-Mer das ganze Jahr über Besucher an. Wenn du kulturelles Interesse mit Freizeitaktivitäten verbinden möchtest, ist der Sommer die beste Wahl. Die milderen Temperaturen machen Spaziergänge angenehmer und für Unerschrockene ist sogar ein Bad im Meer möglich.

Anreise

Der einfachste Weg nach Saint-Laurent-sur-Mer führt über Flugzeug oder Zug bis nach Caen. Von dort aus erreichst du Saint-Laurent-sur-Mer in nur 40 Minuten mit dem Auto, dem Bus oder dem Regionalzug (TER). Wenn du mit dem eigenen Auto aus Paris anreist, solltest du etwa 3 Stunden und 20 Minuten Fahrtzeit einplanen.

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