Bayeux besuchen
Bayeux gehört zu den bekanntesten Städten der Normandie und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden. Die geschichtsträchtige Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend von den Bombenangriffen verschont. Daher konnte sie ihr architektonisches Erbe nahezu vollständig bewahren.
Weltberühmte Stickkunst
Der unbestrittene Star von Bayeux ist der weltberühmte Teppich. Das Ende des XI. Jahrhunderts gefertigte Stickwerk ist als UNESCO-Weltdokumentenerbe gelistet. Der Tapisserie de Bayeux erzählt die gesamte Geschichte der Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer, den Herzog der Normandie. In einem eigenen Museum kannst du das Werk aus nächster Nähe betrachten und dich anhand der informativen Begleittexte intensiv mit dem historischen Kontext auseinandersetzen.
Ursprünglich war der Teppich dazu bestimmt, die Cathédrale de Bayeux zu schmücken, die ebenfalls ein absolutes Muss bei deinem Aufenthalt ist. Die Kathedrale wurde im XI. Jahrhundert von Bischof Odon de Conteville, dem Halbbruder Wilhelms des Eroberers, geweiht und ist mit ihren zwei 75 Meter hohen Türmen schon von weitem sichtbar. Sie vereint gotische und romanische Baustile, bietet beeindruckende Glasmalereien und eine gut erhaltene Krypta aus dem XV. Jahrhundert.
Setze deine Zeitreise mit einem Besuch im musée Baston Gérard fort. Das Museum deckt die Stadtgeschichte sowie die verschiedenen Kunstströmungen von der Urgeschichte bis zur Moderne ab.
Schlachtfelder und Naturerlebnisse
Ein Spaziergang durch das Vieux Bayeux ist besonders reizvoll. Zwischen den typischen normannischen Fachwerkhäusern, herrschaftlichen Stadtpalais aus dem XVIII. Jahrhundert und den Spuren der Landung der alliierten Streitkräfte offenbaren sich hier Jahrhunderte der Geschichte. Wenn dich der Zweite Weltkrieg besonders interessiert, ist das musée Mémorial zur Schlacht um die Normandie die richtige Adresse. Auch der britische Soldatenfriedhof und die berühmten plages du Débarquement sind Orte, die nachdenklich stimmen. An der Küste bei Longues-sur-Mer stößt du sogar auf eine deutsche Batterie, die seit dem Krieg fast unberührt geblieben ist.
Lust auf frische Luft? Der Jardin botanique et historique von Bayeux wurde 1859 von den Gebrüdern Bühler angelegt und ist ein beliebtes Ziel für entspannte Sonntagsspaziergänge. Etwas weiter außerhalb schlängeln sich die Wege der Aure am Fluss entlang durch die Marschlandschaften. Die Gegend eignet sich hervorragend für Wanderungen oder Radtouren, bei denen man mit etwas Glück zahlreiche Vogelarten beobachten kann.
Die beste Reisezeit
Das Klima in Bayeux ist dank der ozeanischen Einflüsse mild. Für beständiges Wetter empfiehlt sich die Zeit von Juni bis September. Im Juli ziehen die mittelalterlichen Feste viele Besucher an, ebenso wie die Gedenkfeiern zum D-Day im Mai und Juni.
Anreise
Am bequemsten erreichst du die Stadt mit dem Zug. Die Fahrt von Paris nach Bayeux dauert rund 2:30 Stunden. Alternativ kannst du mit dem Auto anreisen (etwa 3 Stunden ab Nantes, 4:20 Stunden ab Lille oder 6 Stunden ab Bordeaux).
Die Stadt Bayeux ist eine wirklich schöne Entdeckung. Ich bin ein wenig durch Zufall dorthin gekommen und war sofort von dem mittelalterlichen Zentrum mit den kleinen gepflasterten Gassen und den schönen Steingebäuden begeistert. Die Kathedrale ist ebenfalls großartig und beeindruckend. Sie finden dort zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Die Atmosphäre ist herzlich.