Eine Festung, die seit Jahrhunderten auf einem Vulkansockel thront
Perched on Castle Rock, einem felsigen Vulkanvorsprung hoch über dem Zentrum von Edinburgh, prägt die graue Steinsilhouette der Festung das Stadtbild von jedem Blickwinkel aus Princes Street. Die befestigte Anlage erstreckt sich entlang des Bergriffs und wird von Gebäuden aus verschiedenen Epochen geprägt.
Im Inneren reihen sich zahlreiche historische Bauwerke aneinander: eine kleine romanische Kapelle, ein Militärmuseum, ein Saal mit den schottischen Kronjuwelen und eine alte Belagerungskanone.
Warum sich ein Besuch des Edinburgh Castle lohnt
Das Areal ist seit Jahrhunderten besiedelt und gehört zu den ältesten befestigten Plätzen Europas. Jedes Gebäude erzählt von einem anderen Kapitel der schottischen Geschichte, von der Mittelalterperiode bis zu den Napoleonischen Kriegen.
Von diesem Aussichtspunkt aus lässt sich die Stadt zudem auf einen Blick erfassen: die Altstadt zu ihren Füßen, die Royal Mile hinab zum Palace of Holyroodhouse und in der Ferne der Firth of Forth.
Die Margaretakapelle als ältester Bau der Anlage
Im Stil der normannischen Architektur errichtet, ist diese kleine Kapelle das älteste erhaltene Gebäude der Festung. Sie wurde zum Gedenken an die Mutter von König David I. von Schottland erbaut.
Die Kronjuwelen und der Stein des Schicksals
In der Schatzkammer der Honours of Scotland werden eine Krone, ein Staatsschwert und ein Zepter aufbewahrt, die zu den ältesten königlichen Insignien Europas zählen.
Dort ist auch der Stein des Schicksals zu sehen, der bei der Krönung schottischer Könige verwendet wurde. 1296 vom englischen König Eduard I. nach England gebracht, verblieb er sieben Jahrhunderte in London, bevor er 1996 nach Schottland zurückkehrte.
Mons Meg und das traditionsreiche Mittagsskanonieren
Mons Meg, eine sechs Tonnen schwere Belagerungskanone aus dem 15. Jahrhundert, zeugt von der militärischen Stärke Schottlands unter der Herrschaft von Jakob II. Heute steht sie still auf dem Festungsgelände.
Jeden Tag außer sonntags um 13:00 Uhr ertönt ein Kanonenschuss von der Festung. Diese 1861 eingeführte Tradition diente ursprünglich dazu, den Seeleuten und Stadtbewohnern die Uhrzeit anzuzeigen, und wird heute als symbolischer Brauch fortgeführt.
Das schottische Nationaldenkmal für die Gefallenen
Dieses Museum zeichnet die Militärgeschichte des Landes anhand von Waffen, Rüstungen, Gemälden, traditionellen Uniformen und Soldatenbriefen nach. In den Kellerräumen befinden sich zudem nachgebildete Kriegsgefängnisse mit Strohsäcken und Hängematten, die vom Siebenjährigen Krieg bis zu den Napoleonischen Kriegen genutzt wurden.
Öffnungszeiten
Von April bis September: von 9:30 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass um 17:00 Uhr). Von Oktober bis März: von 9:30 bis 17:00 Uhr (letzter Einlass um 16:00 Uhr)
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane 2 bis 3 Stunden ein, um das gesamte Gelände zu erkunden und dem traditionellen One O'Clock Gun, dem Kanonenschuss um 13 Uhr, beizuwohnen.
*Angaben können sich ändern
Gebaut auf einem alten Vulkan, beherbergt das Schloss einige Gebäude aus verschiedenen Epochen. Dem Guide zufolge ist das Gelände seit über 3000 Jahren ununterbrochen bewohnt, was wohl ein europäischer Rekord sein soll (ich habe da allerdings so meine Zweifel).
Ich empfehle euch die Führung, um jede Menge Infos und Anekdoten über das Schloss und Schottland zu bekommen, von der Antike über das Mittelalter bis hin zu den letzten Weltkriegen.
Versucht vor Ort zu sein, wenn ihr den Kanonenschuss, das One O'Clock Gun, miterleben möchtet.
Von den Mauern aus habt ihr eine schöne Aussicht auf die Umgebung.