Wir schreiben den 9. September 2013. Als unser Flugzeug sanft auf dem Asphalt aufsetzt, beginnt mein Herz zu rasen. In meinem Kopf erklingt plötzlich die berühmte Titelmelodie jener amerikanischen Serie, die meine Kindheit mit so viel Freude und Träumereien erfüllt hat: „Beverly Hills, 90210“ mit dem legendären Paar „Brandon und Kelly“.
Ohne dass ich es steuern könnte, zieht ein ganzer Film an meinem geistigen Auge vorbei, oder besser gesagt, ein „Klischee-Parade“ dessen, was für mich Amerika in seiner ganzen Pracht ausmacht: endlose weiße Sandstrände, berühmt für ihre Bodybuilder mit stahlharten, glänzenden Muskeln und silikongepumpten Pin-ups auf Rollschuhen; riesige Villen von Milliardären mit gigantischen Pools; Palmenalleen, die um die Wette in den strahlend blauen kalifornischen Himmel wachsen… kurzum, in diesem Moment zieht alles an mir vorbei, nicht zu vergessen der legendäre rote Bikini von Pamela Anderson und die berühmten „Lifeguard Towers“ (die Rettungsschwimmertürme) aus der Serie „Baywatch“!
Glücklicherweise holt mich die Durchsage der Flugbegleiterin aus meiner Tagträumerei zurück und kündigt an, dass wir endlich gelandet sind, an dem Ort, von dem ich schon so viele Jahre träume: LOS ANGELES!

Leider sind für diese legendäre Stadt im Rahmen unseres Roadtrips durch den amerikanischen Westen nur 2 Tage eingeplant. Aber begleiten Sie mich, und lassen Sie uns gemeinsam sehen, was man in dieser „Stadt der Engel“ mit ihren tausend Facetten in so kurzer Zeit erleben kann!
Doch bevor wir tiefer eintauchen, ein kleiner kultureller Exkurs und ein paar praktische Tipps, um einige Fallen zu vermeiden und Ihren Besuch in vollen Zügen zu genießen.
Ein wenig Kultur…
Was ist eigentlich Los Angeles?
Zunächst einmal war es einst ein Land, das von zahlreichen indianischen Stämmen bewohnt wurde, darunter die Chumash und die Tongva (die „Ureinwohner“). 1781 gelangte das Gebiet in die Hände spanischer Siedler und Missionare, bevor es 1821 mexikanisches Territorium und schließlich 1846 endgültig von den Vereinigten Staaten übernommen wurde.
Genau in dieser Zeit änderte sich das Schicksal dieses bescheidenen „Dorfes“ grundlegend. Mit der Entdeckung von Gold im Jahr 1848 und Erdöl 1890 sowie der Ankunft der Eisenbahn 1876 erlebte die Stadt einen beispiellosen demografischen und wirtschaftlichen Aufschwung. Nicht zu vergessen die Ansiedlung der Traumfabrik Hollywood und zahlreicher Filmproduktionen ab 1920, die Los Angeles zur wahren „Mekka“ des Weltkinos machten.
Aber Los Angeles ist weit mehr als das. Es ist ein riesiges, modernes Puzzle aus 88 Stadtteilen, das sich auf einer Fläche von 1290 km² im Südwesten Kaliforniens an der Pazifikküste erstreckt. Damit ist es die größte Stadt Kaliforniens und ein Schmelztiegel für über 18 Millionen Menschen unterschiedlichster Herkunft (mehr als 140 Nationalitäten und über 200 verschiedene Sprachen), was sie zu einer äußerst kosmopolitischen und überaus „aufgeschlossenen“ Stadt macht.
Wenn diese beeindruckenden Zahlen vermuten lassen, dass es sich bei dieser Metropole um ein Labyrinth aus Wolkenkratzern handelt, wie bei ihren Rivalen New York, Hongkong, Tokio oder Chicago, , so täuscht das gewaltig.
Tatsächlich wird man, wenn man von den Hügeln der Stadt einen Blick von oben wirft, von dieser unendlichen und etwas irritierenden Horizontalität überrascht: Abgesehen von den wenigen Wolkenkratzern in Downtown gleicht Los Angeles eher einem gigantischen Ozean aus einstöckigen Häusern, eingebettet in ein Meer aus Lichtern und Werbetafeln, in dem die Vegetation, allen Erwartungen zum Trotz, dennoch einen wichtigen und privilegierten Platz einnimmt.
Schließlich ist Los Angeles auch ein weit verzweigtes Netz aus siebenspurigen Autobahnen, die einen fast den Verstand verlieren lassen und leider einen urbanen Dschungel der Ungleichheit offenbaren, in dem extreme Armut und obszöner Luxus aufeinandertreffen. Doch paradoxerweise ist Los Angeles gleichzeitig ein Ort, an dem es sich gut leben lässt, und ein Eldorado für Touristen, dank der allgegenwärtigen Sonne, deren Ruf ihr vorauseilt!

Mit einer Rekordzahl an Sonnentagen pro Jahr (320), milden Wintern und Sommern, die durch die Pazifikwinde angenehm temperiert werden, hat Los Angeles die ganze Welt schon immer zum Träumen gebracht, und wird es auch weiterhin tun!
Zusammenfassend lässt sich sagen: Los Angeles ist keine Stadt, die dazu einlädt, den Blick nach oben zu richten, und auch keine Stadt der alten Steine und verzierten Fassaden, wie wir Europäer sie aus unserem Alltag gewohnt sind. Es ist im Gegenteil eine junge, moderne Stadt, die quasi im 20. Jahrhundert geboren wurde, sich in die Horizontale ausdehnt und keine Angst vor Weite hat. Eine Stadt, in der das Auto den Ton angibt, und schließlich eine Stadt des ewigen Frühlings, die zugleich alle Exzesse und alle Träume der Menschheit verkörpert!
Und hier noch eine kleine Anekdote für euch: Diese so heiß geliebte Stadt hieß nicht immer „Los Angeles“. Ihr ursprünglicher Name, den der spanische Siedler Felipe de Neve im Jahr 1781 verlieh, lautete, haltet euch fest, holt tief Luft, „El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de Los Angeles de Porciúncula“, was so viel bedeutet wie „Das Dorf Unserer Lieben Frau, der Königin der Engel von Porciúncula“.
Zum Glück für uns haben die Bewohner den Namen im Laufe der Zeit abgekürzt, da dieser ellenlange Titel auf keinen Briefumschlag und auf keine Landkarte passte. Sie nannten die Stadt einfach „Los Angeles“. Ein Segen für alle Beteiligten! Stellt euch mal den Serientitel vor: „NCIS: El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de Los Angeles de Porciúncula“ … !!!
Unterwegs in Los Angeles
So, genug der Späße! Kommen wir zurück zur Realität und machen uns auf, die Highlights der Stadt zu entdecken. Auch wenn ich zugeben muss, dass wir einige Kompromisse eingehen und auf bestimmte Orte verzichten müssen, da zwei Tage leider zu kurz sind, um alles zu sehen. Aber es reicht allemal aus, um unvergessliche Erinnerungen an dieses Stück Paradies zu sammeln!
Um das Beste aus dieser riesigen, weitläufigen Stadt herauszuholen, ist meiner Meinung nach eines UNVERZICHTBAR: ein AUTO. Das könnt ihr bequem online oder direkt bei eurer Ankunft am Flughafen in Los Angeles mieten.
Was uns betrifft, so haben mein Partner und ich es uns zur Gewohnheit gemacht, unser Auto online über die Seite BSP-Auto zu buchen. Das ist ein Preisvergleichsportal, das eine große Auswahl an Fahrzeugen zu sehr attraktiven Preisen bietet.
Wenn ihr rechtzeitig im Voraus bucht (etwa 6 bis 8 Monate vorher), könnt ihr zu einem sehr erschwinglichen Preis ein Cabrio mieten. Meiner Meinung nach ist das das „Nonplusultra“, um Los Angeles zu erkunden! Wenn ihr es euch leisten könnt, gönnt es euch, es ist jeden Cent wert und ihr werdet es garantiert nicht bereuen!

Das Auto ist gemietet, aber wie läuft das eigentlich am Flughafen ab?
Sobald ihr euer Gepäck abgeholt habt und aus dem Terminal tretet, müsst ihr nach einem Shuttlebus eures Mietwagenanbieters Ausschau halten (zum Beispiel Hertz, Alamo, Dollar, Budget, Enterprise, Avis, Sixt usw.). Achtung, manchmal kann das etwas dauern, aber keine Sorge: Der richtige Shuttle kommt immer irgendwann!
Wenn ihr eingestiegen seid, bringt euch der Shuttle kostenlos (wobei ein kleines Trinkgeld für den Fahrer immer gerne gesehen ist!) zum Parkplatz eures Anbieters. Dort erledigt ihr die letzten Formalitäten (Versicherung, Tankregelung, GPS), bevor ihr endlich die Schlüssel für euren Wagen bekommt.
Danach habe ich nur noch einen Rat für euch: Vermeidet die Stoßzeiten, um den monströsen Staus der Stadt zu entgehen, besorgt euch ein gutes GPS für die USA und bucht ein Hotel in der Nähe der Sehenswürdigkeiten, die ihr besuchen wollt. Ansonsten: „Have fun and enjoy your stay“!
Wie wäre es übrigens, wenn wir euren Aufenthalt an einem Ort beginnen, den ihr sicher alle schon im Fernsehen gesehen, von dem ihr gehört und den ihr in euren kühnsten Träumen begehrt habt? Ja, ich spreche natürlich von Hollywood mit seinem legendären „Walk of Fame“ und den berühmten weißen Buchstaben, die in gigantischer Größe stolz auf den Hügeln von Los Angeles thronen.
Wenn ihr Lust habt, dann kommt mal mit!
Tag 1: Hoch hinaus in Hollywood und Beverly Hills
Vor ein paar Zeilen habe ich euch noch die Wahl gelassen, ob ihr mich auf dieser Tour durch das große Hollywood begleiten wollt oder nicht. Aber ganz ehrlich: Los Angeles zu verlassen, ohne das berühmteste Viertel besucht zu haben, wäre für mich ein echtes Verbrechen!
Also, liebe Freunde, das ist jetzt keine Option mehr, sondern ein Befehl: Cremt euch gut mit Sonnencreme ein und folgt mir auf Entdeckungstour durch Hollywood. Wir beginnen beim berühmten Hollywood-Schriftzeichen, denn ob ihr wollt oder nicht, auch wenn es ein wenig „klischeehaft“ klingen mag, , am Ende werdet ihr doch ein Erinnerungsfoto direkt davor haben wollen!
Das Hollywood Sign

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Zu Fuß dorthin gelangen

Ich empfehle euch die Route „The Wonder View Trail Route“. Der Startpunkt befindet sich an der Kreuzung von Lake Hollywood Drive und Wonder View Drive. Es ist der kürzeste (wenn auch nicht der einfachste) Weg, um zu den berühmten Buchstaben zu gelangen.
Eine Frage stellt sich dann natürlich: Wo kann man das Auto parken?
Beachtet bitte, dass ihr direkt an der Schranke zum Parkeingang nicht parken dürft. Ihr müsst euer Auto entlang des Lake Hollywood Drive abstellen, etwa 400 Meter unterhalb der Schranke.
Was den Schwierigkeitsgrad des Weges angeht: Es ist alles eine Frage von strammen Waden und guten Wanderschuhen. Die ersten zwanzig Minuten erwartet euch nämlich keine flache, asphaltierte Straße, sondern ein sehr steiler, technischer Pfad aus Sand und grobem Geröll! Also bitte, seid nicht so stur wie ich und macht euch nicht mit einem einfachen Paar Flip-Flops auf den Weg!
Aber keine Sorge, der zweite Teil der Strecke ist deutlich einfacher und angenehmer zu gehen, und bietet obendrein einen atemberaubenden Blick auf das Tal von Los Angeles und Pasadena. Das lässt die Schweißperlen, die ihr während der 40-minütigen Wanderung, dem 2,4 km langen Aufstieg und den 266 Höhenmetern vergossen habt, schnell vergessen!
Glaubt mir, sobald ihr den Gipfel des Hügels erreicht habt, eigentlich ist es der Mount Lee, und direkt vor diesen gigantischen Buchstaben steht, die ihr sonst nur vom Fernsehbildschirm kennt, werdet ihr euch sagen: All diese Mühe war es absolut wert!
Zu Pferd unterwegs
Die zweite Möglichkeit, die wir absolut geliebt haben, ist ein Ausritt.

Dafür müsst ihr einfach zu folgender Adresse fahren:
3400 N Beachwood Dr., Los Angeles, CA 90068
Dort erwartet euch oben am Beachwood Drive, hinter dem Tor auf der rechten Seite, ein kostenloser Parkplatz. Die „Sunset Ranch“ und ihr wirklich herzliches Team empfangen euch dort und bieten Ausritte mit einer Dauer von 1 bis 2 Stunden an, sogar bei Nacht!
Wir haben uns für den einstündigen Ritt entschieden, was völlig ausreichte, um die fantastische Aussicht auf Los Angeles zu genießen. Es war ein Erlebnis voller Nervenkitzel und Staunen, aber, ich gebe es zu, auch ein wenig Angst. Warum auch immer hatten diese Hollywood-Pferde die lästige Angewohnheit, nicht gemütlich auf der Hügelseite zu laufen, sondern gefährlich nah am Abgrund entlang!!!
Vielleicht wollten sie ja ihre abenteuerlustige, waghalsige Natur unter Beweis stellen, ganz wie die Stuntmen in Hollywood?
Eines ist sicher: Vom Sattel aus das Hollywood-Schild mitten in der Stadt zu sehen, war völlig unerwartet und einfach ein Wahnsinnserlebnis!
Eine andere Perspektive einnehmen
Die dritte Möglichkeit, die sich euch bietet, ist ein Besuch eines der bekanntesten astronomischen Observatorien der USA: das Planetarium des „Griffith Observatory“ im Griffith Park, etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum von Los Angeles entfernt. Von dort habt ihr einen außergewöhnlichen Panoramablick auf die „Stadt der Engel“ und ebenfalls auf das Hollywood-Schild.

Wenn ihr euch für diese dritte Option entscheidet, empfehle ich euch, am späten Nachmittag dorthin zu fahren, um den prächtigen Sonnenuntergang zu bewundern, der die Stadt in magische Farben taucht.
Ein Besuch lohnt sich umso mehr, da dort alles kostenlos ist: das Parken (Achtung, die Kapazität ist begrenzt), der Zugang zum Observatorium, die Teleskope, die Programme und Sonderveranstaltungen... In einem Land, in dem sonst alles nach dem Motto „Business and Money“ läuft, solltet ihr nicht lange überlegen: Nichts wie hin!
Gehen wir nun ein paar Meter weiter hinunter und entdecken einen weiteren Ort, den man unter keinen Umständen verpassen darf: „Hollywood Boulevard“ und seinen prestigeträchtigen „Walk of Fame“.
Hollywood Boulevard: der Walk of Fame

Ihr habt davon geträumt, jetzt seid ihr da! Vor diesen 2600 (und mehr) Sternen, die auf dem berühmtesten Bürgersteig der Welt verewigt sind: dem legendären „Walk of Fame“!
Hier glänzen nicht nur eure Augen, sondern auf 2,1 km Asphalt (von der Gower Street bis zur La Brea Avenue) auch die Sterne von tausenden Stars, 10 Erfindern, 3 Astronauten und 2 amerikanischen Präsidenten. Jeder Stern trägt ein Emblem, das für die Kategorie steht, in der sich die Berühmtheit ausgezeichnet hat:
- eine Kamera für den Film;
- ein Fernsehgerät für die Welt des kleinen Bildschirms;
- ein Plattenspieler für die Musikindustrie;
- ein Mikrofon für Radio-Stars;
- ein Duo aus antiken Theatermasken für Persönlichkeiten aus dem Theaterbereich.
Wie ihr euch sicher denken könnt, bekommt man seinen Platz auf dem „Hollywood Boulevard“ nicht einfach so geschenkt, auch wenn theoretisch jeder Normalbürger einen Brief an die „Hollywood Chamber of Commerce“ schreiben kann, um zu beantragen, mit einer eigenen Sternenplatte öffentlich geehrt zu werden.
Damit eine Bewerbung jedoch ernst genommen wird, muss die Person nachweisen, dass sie wirklich etwas geleistet hat und seit mindestens 5 Jahren in ihrer Kategorie bekannt ist. Außerdem muss sie in diesem berühmten Schreiben zusichern, dass sie einen Stern möchte und bei der kleinen Zeremonie zur Einweihung des Sterns einige Monate später persönlich anwesend sein wird. Schließlich müssen 30.000 Dollar aufgebracht werden, von denen die Hälfte an den Verein „Hollywood Historic Trust“ geht, der für die Instandhaltung des „Walk of Fame“ zuständig ist, während die andere Hälfte für die Anfertigung des Sterns und die Organisation der Zeremonie verwendet wird.
Ein echter Hürdenlauf, zugegeben, aber ist das nicht der Preis für ewige Anerkennung?
Denn tatsächlich: Auch wenn sie den ganzen Tag lang „mit Füßen getreten“ werden, auch wenn ihr Stern mal besser oder mal schlechter platziert ist, auch wenn sie oberflächlich oder natürlich, bewundert oder gehasst, aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen oder im Rampenlicht stehen, schlicht oder „bling-bling“ sind, eines ist sicher: Jeder Star, der seinen Stern auf diesem Stück kalifornischem Gehweg hat, kann und wird sich für immer als unsterblich bezeichnen dürfen!
Ein Privileg, das wir vielleicht eines Tages auch haben werden, wer weiß? Aber bis dahin setzen wir unseren Spaziergang auf diesem riesigen Boulevard fort, der weit mehr ist als nur eine Ansammlung von in Stein gemeißelten Sternen.
Er beherbergt nämlich auch Kinos, die die größten Stars der Filmgeschichte verewigt haben, wie das „Grauman’s Chinese Theatre“, in dem alle großen Premieren stattfinden und vor dem die ganz Großen, wie Humphrey Bogart, Marilyn Monroe oder Donald Duck, ihre Hand- oder Fußabdrücke im Zement hinterlassen haben. Direkt daneben findet man das „Egyptian Theatre“, das Robin Hood zu seinen Anfängen zeigte, und ein Stück weiter das „Kodak Theatre“, das jedes Jahr die Oscar-Verleihung ausrichtet.

All dies inmitten eines Labyrinths aus Geschäften, die eine unendliche Auswahl an Souvenirs anbieten (bei denen ich natürlich auch schwach geworden bin!), und vor denen man sich nicht wundern sollte, einen lebensgroßen Superman oder eine Marilyn Monroe anzutreffen, mit denen man sich sicher gerne fotografieren lassen möchte. Aber Vorsicht: Wie ich bereits sagte, befinden Sie sich hier im Land von „Business and Money“. Ein Foto, selbst wenn es mit dem eigenen Gerät oder Handy aufgenommen wurde, hat also zwangsläufig seinen Preis!
Nachdem unser Ausflug in Hollywood nun beendet ist, machen wir uns sofort auf den Weg nach Beverly Hills, einem Viertel, das man als Fan der Serie einfach nicht auslassen konnte!
Beverly Hills

Beverly Hills… Wenn man dort ankommt, ist der erste Gedanke: „Wahnsinn, die Serien haben nicht gelogen!“
Die riesigen weißen Häuser mit ihrem präsidentiellen Flair, die Gärten, die von einem privaten Gärtner liebevoll gepflegt werden, die akkurat geschnittenen Wege, auf denen kein unschöner Grashalm hervorsteht, die unverhältnismäßig großen Tore, die Luxusautos vor jeder Einfahrt, die Straßen, die von gigantischen Palmen gesäumt sind, die wie ein Ballett tanzender Sterne in den Himmel ragen, die extrem sauberen Gehwege, von denen man fast essen könnte… kurz gesagt, hier ist alles wie im Fernsehen, wenn nicht sogar noch besser. Denn in der Realität entfaltet sich neben dieser prachtvollen Kulisse eine magische, friedliche und irgendwie geheimnisvolle Atmosphäre, denn hinter jedem Tor verbirgt sich eine Geschichte: „Wer mag wohl die Schlüssel zu diesem prächtigen Anwesen besitzen? Ein Filmstar, ein Sänger, ein Milliardär, ein reicher Geschäftsmann, ein Erbe, ein Diplomat…?“
So viele Fragen, die unbeantwortet bleiben, über die man sich aber bei einem Spaziergang durch das Viertel wunderbar und genüsslich den Kopf zerbrechen kann.
Ich persönlich bin ein absoluter Fan von Spaziergängen in dieser prestigeträchtigen Gegend, die mein Herz jedes Mal vor Staunen höher schlagen lässt und mich mit Freude erfüllt. Die Architektur der Häuser, eines überraschender, verrückter und größer als das andere, ist das, was ich am meisten liebe! Wenn ich könnte, würde ich sie alle fotografieren, aber da mein Speicherplatz begrenzt ist, muss ich mich leider damit begnügen, einige nur zu betrachten. Eines ist sicher und beruhigend: In meinem Herzen und meinem Kopf ist genug Platz, um die Erinnerung an dieses fabelhafte Viertel für immer zu bewahren.
Das alles nur, um Ihnen zu sagen: JA, es ist ein absolutes Muss, einen Spaziergang zu Fuß oder mit dem Auto durch das legendäre Beverly Hills einzuplanen!
Natürlich werden Ihnen einige Unternehmen Touren durch das Viertel anbieten, um die Häuser der Stars zu entdecken, aber ehrlich gesagt: Außer den Toren ihrer Anwesen werden Sie nicht wirklich mehr sehen, als Sie auf eigene Faust hätten entdecken können! Wenn Sie also auf der Straße angesprochen werden, um diese Art von Ausflug zu buchen, mein Rat: Gehen Sie weiter und schauen Sie lieber in der Rodeo Drive vorbei, wo weitere große Überraschungen auf Sie warten!
Aber VOR ALLEM: Vergessen Sie vor Ihrer Abreise nicht das obligatorische Erinnerungsfoto mit dem berühmten „Beverly Hills“-Schild, gelbe Schrift auf grünem Grund, , das an der Kreuzung von Santa Monica Boulevard und North Doheny Drive steht. Eine weitere, sehr bekannte „Beverly Hills“-Aufschrift im Regenbogen-Design ist ebenfalls einen Fotostopp wert: Sie befindet sich im Beverly Gardens Park, direkt am 9439 Santa Monica Boulevard.

Rodeo Drive

„Pretty woman, walkin’ down the street,
Pretty woman, the kind I’d like to meet,
Pretty woman, I don’t believe you, you’re not the truth,
No one could look as good as you“…
Die Melodie klingt uns allen im Ohr, und wir haben sofort die Bilder von Julia Roberts vor Augen, wie sie in diesem prestigeträchtigen Hotel in einem Outfit auftaucht, das für diesen Ort vielleicht etwas gewagt und deplatziert war, nur um später mit Hilfe des Hotelmanagers zu einer Dame von Welt zu werden! Nun, halten Sie sich fest: Dieses Hotel, das majestätische Beverly Wilshire Hotel, liegt tatsächlich direkt am Rodeo Drive, genau wie die vielen Luxusboutiquen, die im Film das zweifelhafte Vergnügen hatten, Vivian abzuweisen!

Übrigens: Wenn Sie Ihrem Schatz eine Freude machen wollen, sollten Sie wissen, dass das Hotel anbietet, für ein Wochenende in die Rollen des berühmten „Pretty Woman“-Paares zu schlüpfen. Auf dem Programm stehen: Shopping auf dem Rodeo Drive mit einem „Personal Shopper“, eine Fahrt im Rolls-Royce mit privatem Chauffeur zu den traumhaften Gärten der Greystone Mansion, um die Filmszene nachzustellen, ein Abend in der Los Angeles Opera und eine Übernachtung in der Präsidentensuite aus der romantischen Komödie!
Da das Hotel den Preis für dieses Paket nicht öffentlich angibt, kann man sich denken, dass es nur für eine bestimmte Kategorie von Geldbeuteln reserviert ist! Aber nichts sollte Sie davon abhalten, zumindest für einen kurzen Augenblick die legendäre Lobby zu bewundern, das ist für jeden Geldbeutel erschwinglich!
Das Gleiche kann ich allerdings nicht von den zahlreichen Luxusboutiquen der renommiertesten Marken (Armani, Chanel, Gucci, Cartier, Dior, Hermès, Versace, Vuitton, Saint Laurent etc.) behaupten, die sich hier konzentrieren, angeblich die teuerste und exklusivste Einkaufsstraße der Welt. Man könnte fast sagen, es wäre eine Beleidigung, die Champs-Élysées mit dieser Avenue zu vergleichen!
Aber keine Panik, liebe Leser: Auch wenn Sie nicht das Vermögen von George Clooney oder Brad Pitt besitzen, kostet es nichts, hier entlangzuschlendern, Schaufenster zu gucken oder sich einfach auf eine Bank zu setzen, um das fast makellose Ambiente und das Kommen und Gehen der Luxuskarossen zu beobachten.
Und wenn Sie bis zur Ecke Rodeo Drive und Wilshire Boulevard weitergehen, werden Sie staunen: Dort finden Sie den meistfotografierten und meistbesuchten Ort des Rodeo Drive, nämlich das Two Rodeo, ein gehobenes Einkaufszentrum, das wie eine Pariser Straße gestaltet ist, mit Restaurants, Schönheitssalons und trendigen Boutiquen… Ein wunderschöner Ort!

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn ich Ihnen einen Besuch des Rodeo Drive empfehle, dann vor allem wegen der Magie, der Finesse und der Majestät dieses Ortes, die Sie, egal, ob Sie diese Welt mögen oder nicht, garantiert sprachlos machen werden! Und vor allem: Denken Sie immer daran, egal wie viel Geld Sie haben, Erinnerungen sind unbezahlbar!
Mit dieser Note von Opulenz und Eleganz endet unser erster Tag, der Ihnen hoffentlich viele glänzende Momente beschert hat!
Tag 2, an der Küste: Long Beach, Santa Monica und Venice Beach
Für diesen zweiten Tag erwarten Sie sicher einen Besuch der Hollywood-Studios. Aber ganz ehrlich: Ich glaube, dass man bei einer so kurzen Aufenthaltsdauer anderen Kultorten der Stadt den Vorzug geben sollte. Wenn Sie mich fragen, ist es besser, die Studios für einen längeren Aufenthalt (mindestens 4 Tage) in Los Angeles einzuplanen.
Wenn Sie mir folgen und mir vertrauen möchten, habe ich ein kleines Juwel für Sie, an das die Leute bei „Los Angeles“ nicht unbedingt sofort denken, das aber meiner Meinung nach ein absolutes Muss ist. Meine Damen und Herren, ich habe die Ehre, Ihnen die Queen Mary vorzustellen!
Die Queen Mary

Liebe Leser, haben Sie den Film Titanic gesehen? Wenn ja, dann glauben Sie mir: Sie werden das Gefühl haben, Szenen aus diesem legendären Film wiederzuerleben, wenn Sie an Bord des schönsten, größten, höchsten und breitesten aller Transatlantikliner gehen, der Queen Mary, die nun friedlich in den Gewässern von Long Beach ruht, ganz am Ende des 710 Freeway South.
Aber wer ist dieser Riese der Meere eigentlich?
Ein wenig Geschichte…
Die Queen Mary lief am 26. September 1934 in England vom Stapel und war seinerzeit das größte Luxus-Passagierschiff, das jemals gebaut wurde (zusammen mit ihrem Schwesterschiff, der Queen Elizabeth, die 1972 bei einem Brand nahe Hongkong zerstört wurde): 310 m lang, 36 m breit und mit einem Tiefgang von 12 m. Sie bot Platz für bis zu 2000 Passagiere und 1200 Besatzungsmitglieder.
Die Queen Mary erinnert uns einerseits an die Ära der Transatlantiküberquerungen, die für die Passagiere der ersten Klasse Prunk und Vergnügen bedeuteten und für die der dritten Klasse die Hoffnung auf das gelobte Land (die erste Ankunft des Schiffes in New York am 1. Juni 1936 war übrigens ein Triumph!). Andererseits erinnert sie an dunklere Zeiten: Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schiff grau gestrichen, seines Prunks beraubt und nahm als „Gray Ghost“ (wegen seiner Farbe und Geschwindigkeit) einen militärischen Dienst auf. Übrigens: Hitler setzte damals ein Kopfgeld von 250 000 Dollar auf das Schiff aus!
Glücklicherweise wurde sie nicht zerstört. 1946 kehrte das Schiff in den zivilen Dienst zurück, wurde jedoch 1967 endgültig in den Ruhestand geschickt, da es gegen den neuen technologischen Rivalen, das Flugzeug, nicht mehr ankam! Im Juni desselben Jahres wurde sie von der Stadt Long Beach gekauft. Dort wurde die Queen Mary in ein Hotel-Museum mit Restaurant umgewandelt und genießt nun ihren Lebensabend unter der Sonne Kaliforniens. Wer an Bord geht, kann zahlreiche Attraktionen und Führungen erleben, die sowohl die bewegte Geschichte als auch den Ruf des Schiffes als Geisterschiff beleuchten (seit der Ankunft in Long Beach wurden an Bord immer wieder paranormale Phänomene gemeldet…).
Der Rundgang…
Zunächst einmal bietet der majestätische Ozeandampfer seinen Besuchern die Möglichkeit, die unteren und oberen Decks, den Maschinenraum, die Kommandobrücke, die Kapelle, das Hotelfoyer und die Korridore in eigenem Tempo zu erkunden (planen Sie etwa 1,5 Stunden ein). Ein Audioguide (auch auf Französisch verfügbar) ist im Preis von etwa dreißig Euro pro Erwachsenem inbegriffen (Eintrittskarte, Audioguide, Ausstellungen und Zugang zum 4D-Kino).
Und wenn Sie Lust haben: Warum nicht zum Bug des Schiffes gehen und mit Ihrem Liebsten die unvergessliche Szene von Leonardo DiCaprio nachstellen, der zärtlich Kate Winslet umschlingt, die Arme weit ausgebreitet, als würde sie die neue Welt erobern? Um ehrlich zu sein, ich habe mich selbst dabei ertappt…!
Falls Sie nicht so der romantische Typ sind, keine Sorge: Sie haben die Wahl, in die Vergangenheit zu reisen und sich für einen Moment wie ein Seemann oder Soldat zu fühlen. Zahlreiche Ausstellungen begleiten den Besucher, wie etwa die Nachbildungen der Kapitänskajüten oder der Mannschaftskabinen während des Zweiten Weltkriegs. Ich habe das Schiff selbst besucht und kann Ihnen sagen: Die Rekonstruktionen sind absolut beeindruckend!
Verschiedene Restaurants und Geschäfte warten ebenfalls an Bord auf Sie, perfekt für eine kleine Pause mit atemberaubendem Blick auf den Hafen von Long Beach.
Und wenn Sie Ihren Besuch krönen möchten, warum verbringen Sie nicht eine Nacht an Bord eines der berühmtesten Schiffe der Welt? Glauben Sie mir, es ist ein einzigartiges Erlebnis mit einem echten Sprung in die Vergangenheit, Gänsehaut garantiert!
Als Sahnehäubchen können Sie, wenn Sie möchten, in die Zeit des Kalten Krieges eintauchen und das authentische russische U-Boot Scorpion besichtigen, das direkt neben der Queen Mary liegt (Eintritt: 14 Dollar)! Wir haben es zwar nicht von innen gesehen, aber allein der Anblick dieses Kriegsgeräts hat uns sprachlos gemacht!
Nach dieser fabelhaften Zeitreise geht es direkt weiter zu einem ebenso verwirrenden Ziel, nicht in Florida, aber fast…
Naples Island

Während die meisten Reiseführer oder Blogs Sie wahrscheinlich zu den Kanälen von Venice Beach schicken, die an das echte Venedig in Italien erinnern (was keine Kritik sein soll, denn der Ort ist wirklich einen Besuch wert), möchte ich Ihnen eine ähnliche, aber völlig andere Attraktion empfehlen, die viel weniger touristisch und nach meinem Geschmack deutlich friedlicher ist: die Kanäle von Naples Island (oder „Naples Canals“). Sie liegen nur 10 Autominuten vom Zentrum von Long Beach entfernt und waren für mich eine echte Offenbarung, die ich unbedingt mit Ihnen teilen musste.
Was genau sind die „Naples Canals“?
Durch das Geflecht der Kanäle und die Häuser, die sich entlang der Wasserwege aneinanderreihen, ist „Naples Canals“ eine Mischung aus den „Venice Canals“ (in Venice Beach), Venedig selbst (dem echten in Italien, denn auch hier sind Gondelfahrten möglich) und Miami.
Es ist grün, es ist extrem wohlhabend, es ist unglaublich ruhig, ein Wohnviertel mit atemberaubenden Häusern, die man sich wohl nie leisten wird (es sei denn, man hat mindestens 1 Million Dollar auf dem Konto!), es ist makellos sauber und die Menschen sind unglaublich höflich (jeder, der einem begegnet, grüßt freundlich oder wechselt ein paar nette Worte), kurzum: Es ist durch und durch amerikanisch!
Ehrlich gesagt ist es das Kanal-Viertel, das diesen Ort so außergewöhnlich macht und der Grund, warum ich euch unbedingt hierher mitnehmen wollte. Es ist wirklich keine gewöhnliche Kulisse: Erstens kommt sofort Urlaubsstimmung auf, wenn man die Leute sieht, die mit dem Stand-up-Paddle oder Kajak über das Wasser gleiten; zweitens wirken die Bootsstege direkt vor den Häusern, die zu den privaten Booten der Eigentümer führen, einfach unwirklich; und drittens ist es absolut fantastisch, zwischen diesen Wahnsinns-Häusern umherzuschlendern, ohne von Autos gestört zu werden!
Glaubt mir, ein Spaziergang durch die „Naples Canals“ fühlt sich an wie eine Reise in eine andere Welt, ein Tapetenwechsel ist garantiert. Es ist eine paradiesische Umgebung, bei der man sich, um ehrlich zu sein, fast eher in Miami als in Los Angeles wähnt!
Wir persönlich hatten nur Zeit, den „Rivo Alto Canal“ zu erkunden, aber ihr könntet auch den „Mothers Beach“ entlang der Alamito Bay entdecken, einen Spaziergang entlang der „Lido Lane“ mit Blick auf den Yachthafen machen oder euch zum „Bayshore Walk“ auf der Belmont Shore Peninsula wagen, um den Blick auf die andere Seite der Bucht zu genießen.
Wie auch immer ihr euch entscheidet, ich habe nur einen Rat für euch, Freunde: Wenn ihr eine andere Seite von Los Angeles kennenlernen wollt, dann zögert nicht und fahrt nach „Naples Island“ für eine kleine Auszeit vom Alltag!
Apropos Zeit: Wie spät ist es eigentlich?
Keine Panik, liebe Leser, wir haben noch genug Zeit, um diesen schönen Tag, der so gut begonnen hat, weiter zu genießen.
Wie wäre es übrigens mit einem krönenden Abschluss bei einem kleinen Abstecher nach Santa Monica und Venice Beach? Zwei absolute Must-sees in Los Angeles, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Santa Monica

Die Strände ziehen Surfer und Bodybuilder an, die luxuriösen Gebäude wohlhabende Familien, der gute Ruf lockt Geschäftsleute... Und all das zieht euch in diese schicke Küstenstadt mit ihrer entspannten Urlaubsatmosphäre und ihrem Flair eines mondänen Badeortes.
Bevor ich euch mehr über diese Stadt erzähle und ihr selbst die bezaubernde Wirkung dieses kleinen Juwels am Meer entdecken könnt, schlage ich vor, das Auto stehen zu lassen und ein Fahrrad zu mieten, ganz nach amerikanischer Art!
Dafür habt ihr die Qual der Wahl zwischen zahlreichen Fahrradverleihen oder ihr nutzt einfach die Leihstationen von Breeze Bike Share. Die sind genauso einfach zu bedienen wie die städtischen Leihräder in Paris und, das kann ich euch bestätigen, wirklich praktisch!
Jetzt, wo wir unsere Fahrräder haben, lassen wir unsere Energie spielen und radeln den „Ocean Front Walk“ entlang, einen Radweg, der bis nach Venice Beach führt. Dort schlängelt ihr euch zwischen Fußgängern, Surfern, Radfahrern, Skatern oder Rollschuhläufern (natürlich meistens im Bikini) hindurch. Der Weg bietet einen majestätischen Blick auf den Ozean und den endlosen weißen Sandstrand, besonders dann, wenn die Sonne am späten Nachmittag in das riesige Wasser eintaucht und euch ein atemberaubendes Abendrot beschert!

Während der gesamten Fahrradtour könnt ihr auch die legendären Rettungsschwimmer-Häuschen sehen, die unter anderem als Drehort für die berühmte US-Serie „Baywatch“ dienten. Sorry, wenn ich den Mythos zerstöre, aber entgegen der landläufigen Meinung wurde die Serie nicht in Malibu gedreht (wie der Name vermuten lässt), sondern genau hier, in Santa Monica! Was für eine Mogelpackung!
Aber lasst euch davon nicht bei unserem restlichen Besuch aufhalten, denn wir müssen unbedingt nach Venice Beach kommen, wo die Kulisse und die Atmosphäre absolut verrückt und faszinierend sind!

Venice Beach

Faszinierend ist Venice Beach vor allem wegen des berühmten „Muscle Beach“, einem Fitnessstudio unter freiem Himmel. Während manche dort das ganze Jahr über trainieren, um sich einen Körper wie der „Gouverneur von Kalifornien“ (Arnold Schwarzenegger, ihr wisst schon!) zu stutzen, kommen andere als Pilger hierher, um die geölten Muskeln der Athleten zu bewundern und sich, seien wir ehrlich, einfach sattzusehen!


Diese Extravaganz zeigt sich auch an den Wänden, die der Street Art gewidmet sind. Besonders die riesigen Wandgemälde, die einige Fassaden schmücken, sind sehenswert. Die Handelskammer von Venice Beach bietet sogar einen Audioguide an, mit dem ihr diese Kunstwerke entdecken könnt.


Und schließlich ist da noch dieser Hauch von Wahnsinn, der sich in der unglaublich bunten Mischung der Menschen hier widerspiegelt. Zwischen fliegenden Händlern, Malern, Bildhauern, Masseuren, Wahrsagern, Pantomimen, Joggern, Skatern, Tänzern und Bodybuildern ist DIVERSITÄT hier das oberste Gebot. Sie bietet Touristen ein ständiges Spektakel in einer fröhlich-unkonventionellen und ausgelassenen Bohème-Atmosphäre!

Das ist Venice Beach in aller Kürze, einer der beliebtesten und vielleicht auch einer der „verrücktesten“ Orte in ganz Los Angeles!

So „verrückt“, dass man sich nachts besser nicht zu lange dort aufhalten sollte… Deshalb schlage ich vor, wir schwingen uns wieder auf unsere Fahrräder und machen uns auf den Rückweg nach Santa Monica. Dort erwarten uns entlang der „Third Street Promenade“ zahlreiche elegante und angesagte Boutiquen. Diese lange Fußgängerzone im französischen Stil ist gesäumt von unzähligen Geschäften, die bis spät in den Abend geöffnet haben. Alle 15 Meter teilen sich Künstler und „Originale“ jeden Schlags ein Stück Pflaster und präsentieren ihre Talente gegen ein paar Münzen.
Es ist auch ein wunderbarer Ort, um sich in einem der vielen guten Restaurants verwöhnen zu lassen oder bei einem Bier den Sonnenuntergang zu genießen!
Und natürlich wäre Santa Monica nicht Santa Monica ohne seinen berühmten „Pier“. Weit entfernt davon, nur ein paar einfache Holzplanken im Meer zu sein, ist er eines der touristischen Highlights Nummer 1 der Stadt. Einerseits wegen seines kleinen Freizeitparks und des Riesenrads, die ihn zum Postkarten-Symbol der Westküste gemacht haben, aber vor allem, weil hier die legendäre Route 66 endet, wie das berühmte Schild „Santa Monica, 66, End of the Trail“ verkündet!



Für uns endet hier übrigens auch unsere Reise durch Los Angeles. Sicher, wir hatten nicht die Zeit, alle verborgenen Schätze dieser Stadt zu entdecken, wie zum Beispiel die Hollywood-Filmstudios, aber wir verlassen diesen Ort, der wie kein zweiter für den „American Dream“ steht, mit einem Herzen voller schöner Gefühle, einem Kopf voller herrlicher Erinnerungen und Sternen in den Augen.
Man sagt, in Los Angeles gäbe es mehr Sterne als am Himmel. Vielleicht liegt es daran, dass diese magnetische Stadt Fiktion und Realität so gekonnt verschwimmen lässt… darüber lasse ich euch einmal nachdenken!

Nächster Halt auf unserem Roadtrip: San Francisco!
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!