Was du über Venice Beach wissen musst: Mehr als nur ein Strand, eine Bühne unter freiem Himmel
Vergiss das Klischee eines ruhigen kalifornischen Strandes. Venice Beach ist ein Spektakel, ein Wirbelsturm aus Energie, in dem sich Gegenkultur, Kunst und Körperkult in einem fröhlich organisierten Chaos begegnen. Hier riecht die Luft nach Ozean und Räucherstäbchen, während der Soundtrack eine Mischung aus den Wellen des Pazifiks, dem Rollen von Skateboard-Rollen und den eklektischen Auftritten der Straßenkünstler ist.
Warum man sich von der Energie von Venice Beach mitreißen lassen sollte
Der Strand wurde 1905 von dem Millionär Abbot Kinney gegründet, der davon träumte, ein Venedig von Amerika zu erschaffen. Das Ziel wurde bei weitem übertroffen. Heute ist der Ort das Epizentrum eines böhmischen Lebensstils und einer der meistgefilmten Orte in Los Angeles. Ein Besuch in Venice bedeutet, in eine Welt einzutauchen, die gleichzeitig rau, kreativ und kompromisslos frei ist.
Das permanente Spektakel des Ocean Front Walk
Das schlagende Herz von Venice ist der Ocean Front Walk, die Strandpromenade. Auf mehr als drei Kilometern reihen sich ununterbrochen Buden, Wahrsager, Musiker und Künstler aller Art aneinander. Man trifft hier auf Verkäufer von lokalem Kunsthandwerk, schrullige T-Shirts und Essensstände, an denen sich der Geruch von Frittiertem mit dem von Sonnencreme mischt.
Die Graffiti-Wände
Die Venice Art Walls sind ein legaler Raum für Graffiti-Künstler. Diese Wände sind eine Kunstgalerie in ständiger Entwicklung, in der sich farbenfrohe und gewagte Werke überlagern und den kreativen, vergänglichen Geist des Ortes widerspiegeln.
Muscle Beach, der Tempel des Körperkults
Direkt neben der Promenade befindet sich das legendäre Muscle Beach Venice, ein Fitnessstudio unter freiem Himmel. Dieser eingezäunte Bereich ist berühmt dafür, das Trainingsgelände von Bodybuilding-Legenden wie Arnold Schwarzenegger gewesen zu sein. Den Kraftsportlern zuzusehen ist ein Spektakel für sich, eine Demonstration von Kraft und Entschlossenheit unter der kalifornischen Sonne.
Das Mekka des Skateboardens
Der Venice Beach Skatepark ist mit seinen 1.500 Quadratmetern aus skulptiertem Beton direkt am Ozean einer der berühmtesten der Welt. Er gilt als Wiege der Skatekultur der Z-Boys aus den 1970er Jahren. Man kann hier Stunden damit verbringen, die akrobatischen Figuren der Skater zu bewundern, vom Amateur bis zum Profi, immer mit den Wellen des Pazifiks als Kulisse.
Der Tipp vom Insider: Für ein authentischeres und weniger überlaufenes Erlebnis leih dir ein Fahrrad oder Inlineskates und fahre den Radweg entlang, der am Sand verläuft. Entferne dich ein Stück vom Hauptbereich der Promenade in Richtung Süden zur Marina oder nach Norden Richtung Santa Monica, um den Stimmungswechsel und die Schönheit der Küste zu genießen.
Das andere Gesicht: Die Kanäle von Venice
Nur wenige Schritte entfernt vom Trubel der Strandpromenade versteckt sich eine ganz andere Welt. Die canaux de Venice (Venice Canals), ebenfalls von Abbot Kinney angelegt, bieten einen friedlichen und charmanten Spaziergang. Fernab vom Lärm kann man hier über hübsche Holzbrücken schlendern und die eklektischen Häuser bewundern, die von bescheidenen Bungalows bis hin zu architektonischen Meisterwerken reichen und die Wasserwege säumen.
Venice ist ein beliebter Küstenort und der Treffpunkt schlechthin für Sportler. Läufer, Skater, Radfahrer und Kraftsportler tummeln sich hier am Strand, direkt neben Essensständen, die nicht immer besonders einladend wirken. Mit seinen Palmen und den bunten Holzhäuschen ist der Strand aber sehr schön. Außer am Sand zu faulenzen, kann man dort zwar nicht viel machen, aber falls ihr in Los Angeles unterkommt, empfehle ich euch einen kurzen Abstecher, bevor ihr weiter nach Santa Monica fahrt.