Besuch auf dem Hollywood Walk of Fame: Mehr als nur ein Gehweg, ein dauerhafter roter Teppich
Wer über den Hollywood Walk of Fame läuft, schreitet buchstäblich durch die Geschichte des globalen Entertainments. Dies ist keine Attraktion, die hinter verschlossenen Türen stattfindet. Es ist eine urbane Lebensader, auf der sich der Glanz von Hollywood direkt unter deinen Füßen ausbreitet, inmitten des Lärms der Großstadt, umgeben von Straßenkünstlern und Besuchern aus aller Welt, die nach den Namen ihrer Idole suchen.
Warum den Walk of Fame ablaufen?
Das Monument wurde 1958 von der Hollywood Chamber of Commerce (Handelskammer von Hollywood) ins Leben gerufen, um den Ruhm einer Gemeinschaft zu bewahren, deren Name weltweit für Glamour und Aufregung steht. Es ist weit mehr als ein geschickter Marketingtrick. Es handelt sich um ein Archiv unter freiem Himmel, eine öffentliche und dauerhafte Ehrung für Legenden aus Film, Fernsehen, Musik, Radio und Theater, das sich über mehrere Kilometer entlang der Gehwege des Hollywood Boulevard und der Vine Street erstreckt.
Die Sternensuche: Eine spielerische Entdeckungsreise
Mit mehr als 2.700 Sternen wird die Suche nach der Plakette deines Lieblingsstars zu einer echten Schatzsuche. Jeder Stern aus rosafarbenem Terrazzo und Messing ist ein kleines Denkmal für sich, versehen mit einem Emblem, das die Kategorie der Auszeichnung angibt.
Die fünf Sternkategorien
Jeder Stern trägt ein Symbol, das ihn einer der fünf Sparten der Unterhaltungsindustrie zuordnet:
- Eine Filmkamera für Beiträge zum Kino.
- Ein Fernsehgerät für die Welt des Fernsehens.
- Eine Schallplatte für die Musikindustrie.
- Ein Radiomikrofon für Pioniere des Rundfunks.
- Theatermasken für Theater und Live-Darbietungen, eine Kategorie, die erst 1984 hinzugefügt wurde.
Überraschende Sterne und Anekdoten
Jenseits der großen Namen, die jeder erwartet, hält der Walk of Fame einige Überraschungen bereit. Man findet dort Ehrungen für fiktive Figuren wie Mickey Mouse (die erste im Jahr 1978), Bugs Bunny oder Godzilla, die die Popkultur ebenso geprägt haben. Manche Berühmtheiten besitzen sogar mehrere Sterne für ihre Leistungen in verschiedenen Kategorien.
Es gibt auch Doppelungen: Sei also nicht überrascht, wenn du zwei Harrison Fords oder zwei Michael Jacksons entdeckst. Der eine war ein Schauspieler der Stummfilmära, der andere der Star aus Star Wars; der eine war eine Radiolegende, der andere der King of Pop.
Der Tipp vom Insider: Die Zeremonien zur Einweihung neuer Sterne sind kostenlos und öffentlich zugänglich. Überprüfe die offizielle Website auf Termine für kommende Veranstaltungen. Wenn du frühzeitig vor Ort bist, sicherst du dir einen guten Platz, um den geehrten Star persönlich zu sehen. Das ist ein authentisches Hollywood-Erlebnis, das deutlich einprägsamer ist als ein flüchtiges Foto.
Eine Ader im Herzen der Filmgeschichte
Der Walk of Fame ist kein isoliertes Ziel. Er schlängelt sich an legendären Filmstätten vorbei, die den Besuch perfekt abrunden. Dazu gehören das TCL Chinese Theatre (ehemals Grauman's), wo du deine eigenen Handabdrücke mit denen der größten Stars vergleichen kannst, oder das Dolby Theatre, in dem jährlich die Oscar-Verleihung stattfindet.
Es gehört einfach dazu, wenn man auf dem Hollywood Boulevard ankommt, mit dem Blick starr auf den Boden gerichtet nach den Namen der Stars zu suchen, die man kennt. Dieser große Boulevard veranschaulicht Los Angeles ziemlich gut, vor allem nachts: der Größenwahn, die Berühmtheiten, die Neonlichter, aber eben auch die Armut und die Bettelei. Man sollte es mal gesehen haben, wenn man in Hollywood ist, und warum nicht auch eine Vorstellung besuchen? Ich habe die Chance verpasst, mir Hadestown anzusehen, als ich dort war, aber das Erlebnis muss sich echt lohnen! Und der kleine Geheimtipp: der Laden Amoeba Music, falls du ein Fan von Vinyl, alten CDs und Ähnlichem bist!