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Was tun in Marokko: Top 18 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Marokko, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Marokko

#1 Marrakesch +67 Empf.

Marrakesch überfordert die Sinne auf Anhieb. In den Gassen der Medina mischt sich der Duft von Kreuzkümmel mit gegerbtem Leder, während der Ruf des Muezzins von der Koutoubia herüberhallt. Die rote Stadt bietet verwinkelte Souks, versteckte Riads mit zellig-verzierten Innenhöfen und eine Tanjia, die traditionell in der Asche eines Hammams geschmort wurde. Ein intensives Erlebnis, das manchmal herausfordernd, aber immer unvergesslich bleibt.

#2 Rabat +17 Empf.

Die marokkanische Hauptstadt an der Atlantikküste ist für viele Reisende eine Überraschung. Die im 12. Jahrhundert gegründete Königsstadt ist heute ein lebendiger Ort voller Kultur, an dem du den Alltag Marokkos authentisch erleben kannst.

Im Herzen der marokkanischen Geschichte

Die zum Unesco-Welterbe gehörende la kasbah des Oudayas ist ein absoluter Fixpunkt in Rabat. Ein Besuch dieses ehemaligen befestigten Militärlagers ist wie eine Zeitreise durch die politische und kulturelle Historie Marokkos. Spaziere durch die engen Gassen mit ihren weiß getünchten Mauern und genieße die überraschende Stille, die hier nur wenige Meter von der Plage de Rabat entfernt herrscht. Wir empfehlen zudem den Besuch des beeindruckenden Musée de l'histoire des civilisations, das die Entwicklung Marokkos von der Urgeschichte bis zur modernen islamischen Ära dokumentiert.

Nur zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt la nécropole de Chellah. Die Anlage befindet sich auf den Überresten einer antiken römischen Stadt. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und lädt zum Entdecken ein. Beobachte die Störche, die in ihren Nestern auf den Ruinen der Gräber sitzen, und genieße den Ausblick auf le fleuve Bouregreg. Der Ort wirkt keineswegs düster, sondern eher leicht und poetisch. Besonders zum Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch, wenn das Licht die Szenerie in warme Farben taucht.

Das Leben im marokkanischen Rhythmus

Unter den zahlreichen Märkten legen wir dir den souk de Rabat ans Herz. Er ist deutlich weniger von Touristen überlaufen als die Märkte in Fès oder Marrakech, sodass du in Ruhe stöbern kannst. Die besten Lederwaren findest du in der Rue des Consuls. Wenn du dich traust, dich in den Gassen zu verlieren, wirst du mit den besten pastillas (orientalische Pastete mit Fleisch und Gemüse), traditionellem tajine oder süßen Verlockungen wie chebakias (Gebäck mit Orangenblüten, Anis und Mandeln), briwates (gefüllte Teigtaschen) und anderen Spezialitäten aus dem Maghreb belohnt.

Um nach dem Trubel des Souks wieder zur Ruhe zu kommen, ist le jardin d'essais botaniques der ideale Ort. Der Garten wurde 1914 von Lyautey zu Beginn des französischen Protektorats angelegt. Hier kannst du das marokkanische Sprichwort verinnerlichen, dass Eilige bereits gestorben sind. Wenn dich die grünen Wege und die tierischen Bewohner des Gartens weniger reizen, zieht es dich vielleicht an den Strand. Sei hier jedoch vorsichtig, da die See oft unruhig ist und der Strandabschnitt leider häufig verschmutzt ist.

Wann ist die beste Reisezeit?

Rabat profitiert von einem ozeanischen Klima, bei dem die Temperaturen selten über 30ºC steigen. Damit ist die Stadt fast das ganze Jahr über ein angenehmes Reiseziel. Wenn du möglichst viel Sonne und wenig Regen möchtest, ist der Zeitraum zwischen Mai und Oktober ideal.

Wie kommst du hin?

Es gibt zahlreiche Direktflüge von Paris nach Rabat. Die Preise variieren je nach Abflughafen, etwa zwischen 80 Euro (ab Paris-Beauvais) und 200 Euro (ab Orly oder CDG).

#3 Fes +12 Empf.

Fès muss sich keineswegs hinter seiner großen Schwester Marrakesch verstecken. Die Kaiserstadt blickt auf eine über 1.200-jährige Geschichte zurück und hat sich in den letzten Jahren als eine der bedeutendsten Reisedestinationen im Maghreb etabliert.

Die Medina, eine Welt für sich

Das Herzstück von Fès ist zweifellos die Medina, die seit 1981 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Mit über 9.000 Gassen ist sie das weitläufigste Labyrinth in ganz Nordafrika. Entgegen der ersten Intuition lohnt es sich jedoch, sich einfach treiben zu lassen in der Medina, die unter dem Namen Fès-el-Bali bekannt ist. Der Zugang erfolgt über eines der vierzehn historischen Stadttore aus dem XII. Jahrhundert. Bâb-Boujloud ist mit seinen blauen und grünen Kacheln das prachtvollste von ihnen. Auf den belebten Handelsstraßen Talaâ-Kbira im Norden und Tala-Seghira im Süden drängen sich Händler und Essensstände in einer Fülle aus Geräuschen, Düften und Farben. In verschiedenen Kooperativen erhältst du Einblicke in die Herstellung von Arganöl, marokkanischem Gebäck oder traditioneller Webkunst. Die Medersa (Koranschule) Bou-Inania ist das architektonische Highlight. Sie beeindruckt mit kunstvollem Bronzeguss, bemaltem Zedernholz, Onyx, Marmor und feinen Kachelarbeiten. Auch die Tombeaux des Mérinides solltest du besuchen, allein schon wegen des Panoramablicks über die Medina bei Sonnenuntergang.

Moschee, Festival und Gerbereien

Die Neustadt, Fès-el-Jedid genannt, bietet ebenfalls beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Die Karaouine ist nicht nur eine der ältesten Universitäten der Welt, sondern auch eine bedeutende Moschee, die bis zu 20.000 Gläubige fasst. Da der Zutritt Muslimen vorbehalten ist, können andere Besucher das Gebäude nur von außen bewundern. Das musée Batha, untergebracht in einem Sommerpalast aus dem XIX. Jahrhundert, zeigt eine Sammlung marokkanischer Kunst und Handwerkskunst, darunter Skulpturen, Berberstoffe und Musikinstrumente. Der dazugehörige andalusische Garten ist alljährlich Schauplatz des Festival des musiques sacrées du monde. Es zählt zu den international bedeutendsten Festivals seiner Art und zieht Musiker aus aller Welt an, ergänzt durch Lesungen, Filmvorführungen und Ausstellungen. Auch das Musée Nejjarine des arts et métiers du bois ist einen Besuch wert.

Ein weiteres Erlebnis ist das Viertel der Gerber, das mit intensiven Gerüchen und ungewohnten Anblicken aufwartet. Nahe der Place as-Seffarine produzieren die tanneries Chouara Lederwaren von hoher Qualität. Vormittags kannst du von den umliegenden Terrassen aus das Treiben in den großen, farbenfrohen Färbebecken beobachten.

Die beste Reisezeit

In Fès ist es das ganze Jahr über mild, aber der Frühling und der Herbst bieten das angenehmste Klima. Die Sommermonate können mit ihrer großen Hitze sehr anstrengend sein. Der Juni ist ideal, wenn du das Festival der sakralen Weltmusik besuchen möchtest.

Anreise

Ein Direktflug von Europa nach Fès dauert etwa 2 Stunden und 45 Minuten. Außerhalb der Hochsaison sind Flüge bereits ab 40 Euro erhältlich.

#4 Casablanca +3 Empf.

Casablanca ist Marokkos größte Stadt und verbindet moderne Urbanität mit Geschichte. Ein Highlight ist die Hassan-II.-Moschee mit ihrem markanten Minarett, während die engen Gassen der Medina ein völlig anderes, traditionelles Bild zeichnen. Das Art-déco-Viertel zeugt mit seinen eleganten Fassaden von der Kolonialzeit, und an der Corniche d'Aïn Diab findest du den passenden Ort für eine Pause am Meer. Mit dieser architektonischen Mischung und dem kulturellen Erbe ist die Stadt ein ganz eigener Kontrast zu den üblichen Touristenzielen im Land.

#5 Agadir +2 Empf.

Agadir ist eine moderne Stadt direkt am Atlantik, die mit ihrem milden Klima, langen Stränden und einer entspannten Atmosphäre punktet. Für einen Badeurlaub ist sie ideal, bietet aber mit dem belebten Souk und dem authentischen Fischereihafen auch einen direkten Einblick in die marokkanische Kultur. Von der Kasbah aus hast du einen weiten Blick über die Bucht. Zwischen Strandtagen, Spaziergängen und der lokalen Küche ist die Stadt ein angenehmer Zwischenstopp für alle, die Komfort suchen und dabei auf die Hektik historischer Medinas verzichten möchten.

Ranking der 13 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Marokko

#1 Djemaa el Fna (Marrakesch) +17 Empf. 4.2/5

Der geschäftige Djemaa el Fna ist das pulsierende Herz von Marrakesch. Der Platz gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO und bietet dir einen authentischen Einblick in das lokale Folklore. Tagsüber zeigen Feuerschlucker und Schlangenbeschwörer ihre Kunststücke neben Wahrsagern. Abends füllen sich die Restaurantterrassen, wo du Couscous und Tajine ab 70 MAD (ca. 6 Euro) genießt.

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#2 Hassan-II.-Moschee (Casablanca) +7 Empf. 4.5/5

Die Hassan-II.-Moschee in Casablanca zählt zu den größten Gotteshäusern der Welt und beeindruckt mit ihrem 210 Meter hohen Minarett, dem höchsten weltweit. Das Bauwerk ragt teilweise über den Atlantik und vereint marokkanische Tradition mit moderner Architektur. Bei geführten Touren können auch Nicht-Muslime das prachtvolle Innere mit den Gebets- und Waschräumen besichtigen.

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#3 Koutoubia-Moschee (Marrakesch) +6 Empf. 5/5

Die Koutoubia-Moschee wurde im 12. Jahrhundert von den Almohaden erbaut und überragt Marrakesch mit ihrem 77 Meter hohen Minarett aus rosafarbenem Sandstein. Das größte Gotteshaus der Stadt verdankt seinen Namen den Buchhändlern, die einst an ihren Füßen handelten. Die Architektur inspirierte die Giralda von Sevilla. Nur für Muslime zugänglich, erkundest du sie am besten von den üppigen Gärten aus.

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#4 Chellah (Rabat) +4 Empf. 4.5/5

Das Chellah (auch Chella geschrieben) ist eine bedeutende Nekropole aus der Zeit der Meriniden, die auf den Überresten einer antiken Stadt errichtet wurde. Die Ausgrabungsstätte in Rabat liegt nur 200 Meter von der almohadischen Stadtmauer entfernt. Seit 2005 findet hier das Jazzfestival Jazz au Chellah statt und seit 2012 zählt der Ort zum UNESCO-Welterbe.

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#5 Jardin Majorelle (Marrakesch) +3 Empf. 5/5

Der 1923 vom französischen Maler Jacques Majorelle angelegte Botanische Garten im Stadtteil Guéliz ist das meistbesuchte kostenpflichtige Ziel in Marokko. Nachdem Yves Saint Laurent und Pierre Bergé das Gelände 1980 vor dem Abriss retteten, prägen heute das ikonische Kobaltblau, 300 Pflanzenarten und zwei Museen diesen Ort in Marrakesch.

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#6 Haus der Fotografie von Marrakesch (Marrakesch) +3 Empf. 4/5

Das seit 2009 in einem Fondouk (traditionelles Handelshaus) aus dem 19. Jahrhundert untergebrachte Haus der Fotografie von Marrakesch beherbergt mehr als 10 000 fotografische Exponate aus den Jahren 1879 bis 1960. Die Sammlung umfasst Glasplatten, Porträts und Straßenszenen. Fernab der Touristenströme beeindruckt das Museum durch das Gebäude und seine Archivqualität. Die Dachterrasse bietet einen der schönsten Ausblicke über Marrakesch.

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#7 Archäologische Stätte Volubilis (Moulay Idriss Zerhoun) +3 Empf. 5/5

Marokko ist reich an antiken archäologischen Stätten. Die Archäologische Stätte Volubilis (arabisch walili) zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen des Landes. Die einstige Hauptstadt des Königreichs Mauretanien liegt in der Saiss-Ebene am Ufer des Oued Rhoumane, nur einen Katzensprung von der heiligen Stadt Moulay Idriss Zerhoun entfernt. Ein Muss für Geschichtsinteressierte.

#8 Bahia-Palast (Marrakesch) +3 Empf. 4/5

Der Bahia-Palast zeigt die Lebenskunst des marokkanischen Adels aus dem 19. Jahrhundert in 160 prachtvoll verzierten Räumen. Bemalte Decken, bunte Zellige (Fliesenmosaike), kunstvoller Stuck und schattige Gärten bilden eine beeindruckende Kulisse. Dieses vom Großwesir Ba Ahmed erbaute Meisterwerk bietet einen tiefen Einblick in die Raffinesse der alaouitischen Epoche in Marrakesch.

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#9 Stade Prince Moulay Abdellah (Rabat) +1 Empf. 5/5

Das 2025 neu errichtete Stade Prince Moulay Abdellah prägt die Sportlandschaft in Marokko. Mit 69 500 Plätzen und einer goldenen Fassade, die an die Palmen von Rabat erinnert, ist das Stadion ein architektonisches Highlight. Als Austragungsort des Afrika-Cups 2025 und der Weltmeisterschaft 2030 empfängt es die Nationalmannschaft sowie den Verein AS FAR.

#10 Kasbah von Chefchaouen (Chefchaouen) +1 Empf. 5/5

Die im 15. Jahrhundert errichtete Kasbah von Chefchaouen zählt heute zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Marokko. Die Festung befindet sich direkt an der Place de Outa El-Hammam (Hauptplatz) neben der großen Moschee. Als historisches Zentrum der auf 600 Metern Höhe im Rif-Gebirge gelegenen Stadt bildet sie den architektonischen Ausgangspunkt für die umliegende Bebauung.

#11 Ibn-Batouta-Stadion (Tangier)

Mit 75.500 Plätzen ist das Ibn-Batouta-Stadion die größte Spielstätte des Afrika-Cups 2025 in Tanger. Nach einer umfassenden Modernisierung zwischen 2023 und 2025 bietet die Arena nun eine 55.000 m² große Überdachung. Durch den Wegfall der Laufbahn rücken die Ränge direkt ans Spielfeld. Das für die WM 2030 ausgelegte Stadion ist Heimstätte des Ittihad de Tanger.

#12 Medina von Casablanca (Casablanca)

Die Medina von Casablanca wurde 1770 nach einem schweren Erdbeben neu errichtet und ist die jüngste ihrer Art in Marokko. Ihre Architektur vereint arabisch-muslimische und europäische Einflüsse. Zwischen belebten Souks, der Festung Squala, dem Viertel der drei Weltreligionen und zahlreichen Heiligtümern erlebst du den authentischen Kern der marokkanischen Wirtschaftsmetropole.

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#13 Mohammed-V-Stadion (Casablanca)

Das Mohammed-V-Stadion in Casablanca wurde 1955 eröffnet und ist mit 67.000 Plätzen die größte Arena in Marokko. Es ist die Heimstätte der Traditionsvereine Raja und Wydad und Schauplatz großer Turniere wie der CAF Champions League. Dank stetiger Modernisierungen und der leidenschaftlichen Fankultur ist es ein zentraler Ort für die Geschichte des marokkanischen Fußballs.

Marokko: Wo Orient und Okzident aufeinandertreffen

Nur einen Katzensprung von Europa entfernt ist Marokko ein Ziel, das in keine Schublade passt. Das Land vereint alles, was man sich unter dem Orient vorstellt, und weckt sofort Fernweh. Die Hektik von Marrakech und die Stille der Wüste bilden einen Kontrast, der dich garantiert nicht unberührt lässt.

Städte mit Charakter und echtem Charme

Marrakech, der Klassiker

Die marokkanischen Städte sind für ihre Ästhetik und ihre Authentizität bekannt. Ein Besuch in Marrakech ist Pflicht, allein schon wegen des Treibens auf der place Jemaa-el-Fna. Schau dir unbedingt den berühmten jardin Majorelle an, das letzte Wohnhaus von Yves-Saint-Laurent, sowie die Médersa Ben-Youssef, die größte Koranschule des Landes. Das Gewirr der Souks und die Medina, ein von der Unesco geschütztes Labyrinth, sind ein absolutes Muss.

Casablanca, Fès und Meknès: Drei Gesichter eines Landes

Weiter geht es nach Casablanca, wo du die Prachtbauten im maurischen Stil und Art-Déco sowie die beeindruckende mosquée Hassan II bestaunen kannst. Als wirtschaftliches Zentrum am Atlantik ist die Stadt der wohl lebendigste Ort des Landes, vollgepackt mit Restaurants und Kulturangeboten.

Die Stadt Fès überzeugt vor allem durch ihre Medina, die als eines der verwinkeltsten Labyrinthe der Welt gilt. Lass dich einfach treiben und überraschen, was hinter der nächsten Ecke auftaucht. Jeden Juni findet dort ein bedeutendes Festival für sakrale Weltmusik statt.

Zu den weiteren Höhepunkten zählt Meknès, eine Kaiserstadt mit monumentalen Stadttoren und einer ganz eigenen Ausstrahlung.

Die stille Weite der Sahara

Wüsten üben seit jeher eine Faszination aus, der man sich schwer entziehen kann. Die Sahara bildet da keine Ausnahme und ist wohl die bekannteste Sandwüste der Welt.

Dünen bis zum Horizont

Ein Ritt auf einem Dromedar durch die Dünen des erg Cherbi bleibt unvergesslich, besonders wenn die Sonne untergeht und den Sand in ein sattes Rosé taucht. Die Dünen des erg Chigaga sind der perfekte Ort, um nach Einbruch der Dunkelheit den Sternenhimmel zu beobachten, der hier wegen der klaren Luft besonders gut zu sehen ist.

Zeugen der Geschichte

Eine weitere lohnende Route führt dich durch das Vallée du Drâa, das zwischen Marrakech und Mali liegt. Hier triffst du auf die markanten Lehmfestungen von Timidarte, Zagora und Agdz. Übernachte am besten in einer casbah. Früher waren diese Häuser wichtige Stopps auf den Karawanenrouten, heute dienen sie oft als Gästehäuser.

Die grünen Berge des Atlas

Im Zentrum Marokkos wandelt sich das Bild radikal. Das Land steigt an und bildet das Atlasgebirge. Hier ist die Natur deutlich grüner, die Herbstmonate sind regnerisch und im Winter können die Gipfel sogar schneebedeckt sein.

Wanderer zieht es in den Haut Atlas zu den traditionellen villages berbères. Erfahrene Bergsteiger wagen sich an die Besteigung des mont Toubkal, der mit 4.167 m die höchste Erhebung Nordafrikas ist. Nach der Anstrengung gibt es kaum etwas Besseres als einen traditionellen Minztee oder einen Tee mit wildem Wermut.

Strände zum Baden und Surfen

Wenn du eher das Meer suchst, bietet Marokko zahlreiche Optionen. Badeorte wie Agadir mit seinen weitläufigen Sandstränden oder das entspannte Essaouira sind ideal, um am Atlantik abzuschalten.

Surfer finden in Taghazout, Dakhla und Sidi Kaouki einige der besten Spots des Landes, die sowohl für Anfänger als auch für Profis passende Wellen bieten.

Gewürze und mediterrane Aromen

Die marokkanische Küche ist geprägt von berberischen, arabischen und mediterranen Einflüssen. couscous, oft das traditionelle Freitagsessen, und die tajine, ein Schmortopf mit Gewürzen und Trockenfrüchten, sind die absoluten Klassiker. Zum Nachtisch gibt es pâtisseries à base d’amandes et de miel, wie die beliebten Gazellenhörnchen, die hervorragend zu einem kochend heißen Minztee passen.

Wann ist die beste Reisezeit?

Am angenehmsten ist es im Frühling von April bis Mai oder im Herbst zwischen September und Oktober. Im Sommer ist die Hitze oft nur schwer zu ertragen. Der Winter ist in Marrakech zwar mild, doch in der Wüste können die Temperaturen nachts bis zum Gefrierpunkt fallen.

Anreise

Marokko verfügt über mehrere internationale Flughäfen. Die wichtigsten Drehkreuze sind Casablanca (Mohammed V), Marrakech (Ménara) und Fès. Ein Hin- und Rückflug kostet in der Regel zwischen 150 und 200 Euro, die Flugzeit ab Deutschland oder Frankreich beträgt etwa 3 Stunden.

Unterwegs vor Ort

Das Netz aus Zügen und Bussen ist gut ausgebaut und verbindet die großen Städte wie Casablanca, Marrakech und Fès zuverlässig. Für Fahrten zwischen den Städten sind zudem die grands taxis, die man sich meist mit anderen teilt, eine gute Wahl. Innerhalb der Städte sind die petits taxis sehr praktisch. Wer entlegenere Regionen oder die Wüste erkunden will, ist mit einem Mietwagen am besten beraten, da er die nötige Flexibilität bietet.

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