Eine Stadt aus rotem Sandstein, Bächle und viel Sonne
Am Morgen plätschert klares Wasser an den Hausfassaden entlang, während Fahrräder lautlos über das Kopfsteinpflaster rollen. Freiburg im Breisgau mit seinen 215.966 Einwohnern schmiegt sich an den Schwarzwald, und von fast jeder Straßennummer aus blickst du direkt ins Grün der Hänge. Über allem thront der rote Sandsteinturm des Münsters.
Eine Reise ganz nach deinem Geschmack?
Freiburg im Breisgau begeistert alle, die überschaubare Städte lieben, die sich bestens zu Fuß oder mit dem Rad erkunden lassen. Die Stadt dient zudem als idealer Ausgangspunkt: Nach nur wenigen Minuten im Straßenbahnnetz stehst du mitten in den Weinbergen oder auf den Wanderwegen des Schwarzwalds.
Enttäuscht sein könnte hingegen, wer ein wildes Nachtleben oder weltberühmte Großmuseen sucht. Der historische Stadtkern ist rasch durchquert und wurde nach den Zerstörungen von 1944 weitgehend wieder aufgebaut.
Das Ziel eignet sich besonders für:
- Wander- und Radfans
- Feinschmecker und Liebhaber badischer Weine
- Fans nachhaltiger Stadtplanung
- Wochenenden zu zweit oder mit der Familie
Weniger geeignet für:
- alle, die monumentale Sehenswürdigkeiten im Minutentakt suchen
- Fans pulsierender Metropolen
- Reisende, die nur einen halben Tag Zeit haben
Praktische Tipps für vor Ort
Die Innenstadt ist weitgehend autofrei, und das dichte Straßenbahnnetz bringt dich zuverlässig in alle Stadtteile. Das Fahrrad ist hier das Fortbewegungsmittel Nummer eins: Gut ausgebaute Radwege prägen das Stadtbild, und an das entspannte Tempo gewöhnt man sich schnell.
Freiburg gehört zu den sonnigsten und mildesten Städten Deutschlands. Im Alltag verständigst du dich natürlich auf Deutsch, aber auch mit Englisch kommst du in den touristischen Bereichen gut weiter. Die Nähe zu Frankreich und der Schweiz prägt sowohl den Dialekt als auch die Speisekarten.
Die Altstadt und ihre Bächle
Das Münster und der Münsterplatz
Das Münster ist das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt. Sein filigraner Turm aus rotem Sandstein zählt zu den wenigen vollendeten gotischen Kirchtürmen in Deutschland. Wer gut zu Fuß ist, sollte den Aufstieg wagen: Bei klarer Sicht reicht der Blick über die Dächer bis zum Rhein und zu den Vogesen.
Rundherum findet von montags bis samstags der lebhafte Münstermarkt statt, wo Stände mit frischem Obst, Blumen und gebratenen Würsten den Platz füllen. Direkt gegenüber fällt das rote Historisches Kaufhaus mit seinen Kaiserstatuen ins Auge.
Die Bächle und die alten Stadttore
Die Bächle, kleine offene Wasserläufe entlang der Gassen, dienten früher der Kühlung und als Löschwasservreserve. Der Legende nach muss denjenigen heiraten, der aus Versehen hineintritt. Einheimische lächeln darüber, aber Besucher spielen das Spiel gerne mit.
Zwei mittelalterliche Stadttore haben die Zeit überdauert: das Schwabentor und das Martinstor. Rund um das Schwabentor bietet das Schneckenvorstadt-Viertel mit seinen schmalen Gassen eine ruhige Alternative zum Trubel der Einkaufsstraßen.
Vauban: Das Öko-Viertel
Das ehemalige französische Kasernengelände im Viertel Vauban hat sich zu einem Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung gewandelt. Plusenergiehäuser, ein stark reduzierter Autoverkehr und gemeinschaftliches Wohnen prägen das Bild. Ein spannender Ausflug für alle, die sich für Stadtplanung interessieren, auch wenn der Charme eher funktional als pittoresk ist.
Die Solar-Siedlung mit ihrem markanten Sonnenschiff zeigt eindrücklich den ökologischen Wandel, für den die Stadt bekannt ist. Hier zeigt sich ein mustergültiges Quartier, das durch seine lebendige Nachbarschaft authentisch bleibt.
Schwarzwald und Weinberge vor der Haustür
Der Schlossberg direkt am Altstadtrand lockt mit schattigen Waldwegen und einem Aussichtsturm, der einen Stopp lohnt. Noch höher hinaus geht es mit der Schauinslandbahn, einer Seilbahn, die dich auf den Gipfel des Schauinslands auf über 1.200 m Höhe bringt, wo weitläufige Kammwege warten.
Im Westen bilden der Kaiserstuhl und das Markgräflerland eine der wärmsten Weinregionen des Landes. Die Weingüter lassen sich prima mit dem Regionalzug oder dem Rad erkunden, ideal für eine Probe von Spätburgunder oder Grauburgunder vor Ort.
Ein Tipp unter Freunden: Steig am frühen Morgen auf den Münsterturm, bevor die großen Gruppen kommen, und gönn dir danach eine Rote Wurst auf dem Markt als kleinen Snack vor dem Mittagessen.
Wo du in Freiburg gut essen und trinken kannst
Der Klassiker auf die Hand ist die Lange Rote, eine traditionelle Bratwurst im Brötchen, die rund um den Münstermarkt verkauft wird. Auf den Speisekarten findest du außerdem handgemachte Spätzle, vom elsässischen Nachbarn inspirierten Flammkuchen und deftigen Schwarzwälder Schinken.
Als süßer Abschluss darf eine original Schwarzwälder Kirschtorte nicht fehlen. Dazu passen badische Weine wie Spätburgunder oder Gutedel, die am besten in einer gemütlichen Weinstube oder auf den sonnigen Terrassen am Schlossberg bei einem späten Nachmittagsgetränk schmecken.
Unterkünfte in Freiburg und Umgebung
Das historische Zentrum ist die praktischste Wahl für kurze Aufenthalte, da sich alle Sehenswürdigkeiten von hier aus bequem zu Fuß erreichen lassen. Rund um den Hauptbahnhof ist die Hotelauswahl groß und die Anbindung an die Straßenbahn optimal. Ruhiger geht es im grünen Wohnviertel Wiehre zu.
Wer lieber direkt im Grünen logiert, findet in den umliegenden Dörfern des Schwarzwalds gemütliche Gasthöfe und Ferienwohnungen nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt.
Anreise nach Freiburg im Breisgau
Freiburg besitzt keinen eigenen Verkehrsflughafen. Der nächste internationale Airport ist der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg in rund 70 km Entfernung, von dem aus Busse und Züge über Basel nach Freiburg fahren. Auch die Flughäfen in Straßburg und Karlsruhe dienen als mögliche Alternativen.
Mit der Bahn erreichst du die Stadt unkompliziert über die ICE- und Regionalverkehrslinien der Hauptachse Basel-Karlsruhe. Aus Richtung Frankreich erfolgt der Umstieg meist in Strasbourg oder Bâle.
Wer mit dem Auto anreist, nutzt die Autobahn A5. Da Parkplätze in der Innenstadt knapp sind, lässt sich das Fahrzeug am besten auf den Park-and-Ride-Plätzen am Stadtrand abstellen.
Unterwegs vor Ort
In der Altstadt bist du am besten zu Fuß unterwegs, während die Straßenbahn alle weiteren Stadtteile abdeckt. Mit dem Deutschlandticket nutzt du Busse, Trams und Regionalbahnen unkompliziert im gesamten Umland bis in die Weinberge oder den Schwarzwald. Fahrräder lassen sich an vielen Stellen leihen und passen perfekt zum flachen Profil der Rheinebene.
Ein Auto brauchst du im Grunde nur für entlegene Täler im Schwarzwald. Taxis und Fahrdienste stehen bereit, sind im Stadtgebiet aber selten notwendig.
Beste Reisezeit
Von Mai bis September sorgt das sonnige Klima für ideale Bedingungen zum Wandern und für Pausen in den Straßencafés. Der Herbst lockt mit der Weinlese und stimmungsvollem Herbstlaub an den Hängen. Im Dezember verwandelt sich die Innenstadt rund um das Münster in einen großen Weihnachtsmarkt, der an den Wochenenden allerdings sehr gut besucht ist.
Ich habe meinen Aufenthalt in der charmanten deutschen Stadt Freiburg sehr genossen. Ich habe dort das Wochenende verbracht, was die ideale Dauer ist. Das Zentrum ist sehr angenehm mit einer typischen Architektur und gut erhaltenen Gebäuden, vor allem auf dem zentralen Platz. Im Sommer ist es dort ziemlich lebendig und belebt. Im Winter ist die Stadt für ihren sehr schönen Weihnachtsmarkt bekannt.