Palais du Parlement

Top 7 der schönsten Städte in RumänienRanking 2026

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Die Lieblingsstädte in Rumänien unserer Mitglieder, von der Redaktion empfohlen

#1 Bukarest +12 Empf.

Bukarest lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Zwischen maroden Prachtstraßen im Stil von Paris und avantgardistischen Technoclubs, zwischen gigantischen kommunistischen Palästen und charmanten Cafés lebt die Stadt von ihren Widersprüchen. Hier trifft Eleganz der Belle Époque auf die Spuren des Totalitarismus, während eine kreative Szene alte Industriebrachen neu belebt und das Nachtleben mit Berlin konkurriert. Ein raues und spannendes Ziel für Reisende, die mehr als nur Postkartenmotive suchen.

Must-Sees

#2 Schäßburg +5 Empf.

Sighișoara ist eine mittelalterliche Stadt in Rumänien, die am Fluss Târnava Mare liegt und zum Unesco-Welterbe gehört. Sie ist als Geburtsort von Vlad Tepes bekannt, besser bekannt als Vlad der Pfähler, dessen blutige Reputation den irischen Autor Bram Stoker zur Figur des Dracula inspirierte. Die Stadt wurde ab dem 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern bewohnt, den Siebenbürger Sachsen, und entwickelte sich im Mittelalter dank des florierenden Handels prächtig. Nach den Mongoleninvasionen, die Osteuropa im 13. Jahrhundert erschütterten, errichtete die Stadt eine weitläufige Wehranlage, von der heute noch Teile erhalten sind.

 

Eine beeindruckende Zitadelle in Siebenbürgen

Sighișoara ist auch heute noch von einer Mauer umschlossen, die 930 Meter lang und 8 bis 10 Meter hoch ist! Sie trennt die wohlhabende Oberstadt von der Unterstadt. Von den ursprünglich vierzehn Wehrtürmen stehen heute noch neun, darunter der Kürschnerturm, der Räderturm und der Schneiderturm. Jeder Turm trägt den Namen der Zunft, die einst für seinen Bau zuständig war. Der bekannteste ist der Stundenturm, das Haupttor der Stadt. Er ist 64 Meter hoch und beherbergt ein historisches Museum mit Exponaten aus der Zeit sowie eine ehemalige Folterkammer! Die Uhr des Turms hat zwei Seiten, eine zur Oberstadt und eine zur Unterstadt. Die Seite zur Unterstadt ist mit kleinen, handbemalten Holzfiguren geschmückt, die die Wochentage darstellen. Auf der Seite der Oberstadt sind Allegorien der Gerechtigkeit, des Friedens und des Gesetzes zu sehen.

In Sighișoara gibt es einige sehenswerte religiöse Bauwerke, allen voran die Bergkirche (Sankt-Nikolaus-Kirche). Sie ist im gotischen Stil gehalten, liegt auf dem höchsten Punkt der Stadt und ist erst nach dem Aufstieg über die 175 Stufen der Schülertreppe erreichbar! Zudem markiert die Dominikanerkirche, die heute lutherisch geprägt ist, den Ort, an dem die Stadt einst ihren Ursprung nahm.

 

Der Dracula-Mythos in Siebenbürgen

Neben den Stadtmauern bietet Sighișoara zahlreiche Häuser, die über 300 Jahre alt sind! Das Hirschhaus mit seinem Hirschkopf-Emblem stammt aus dem 17. Jahrhundert, während das Venezianische Haus aus dem 16. Jahrhundert für seine typisch venezianischen Fensterformen bekannt ist. Eines der berühmtesten Gebäude ist das Haus von Vlad Dracul, einem Fürsten der Walachei, einem mittelalterlichen rumänischsprachigen Staat. Hier soll er seinen Sohn Vlad den Pfähler gezeugt haben, der als historische Vorlage für den berühmten Dracula-Mythos gilt.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Am besten erkundest du Sighișoara im Sommer, um das angenehme Wetter auszukosten! Im Juli findet jedes Jahr ein Mittelalterfestival statt, das die Gassen der Zitadelle mit Leben füllt.

 

Anreise

Sighișoara ist per Bahn gut an die wichtigsten Städte in Rumänien angebunden. Die Fahrt von Bukarest dauert etwa 6 Stunden, von Cluj-Napoca sind es 3,5 Stunden. Weitere sehenswerte Orte in Siebenbürgen wie Sibiu oder Brașov sind ebenfalls problemlos mit Sighișoara verbunden.

#3 Temeswar +3 Empf.

Timișoara liegt im Westen von Rumänien in der historischen Region Banat und ist die viertgrößte Stadt des Landes. Ihre lange und tiefgreifend multikulturelle Geschichte hat ein beachtliches Erbe hinterlassen, das von prachtvoller Architektur bis hin zu Gotteshäusern verschiedenster Konfessionen reicht. Das Banat gehörte einst zum Königreich Ungarn, stand später unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches, wurde dann von den Habsburgern erobert und schließlich 1918 offiziell an Rumänien angeschlossen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt dank des Bega-Kanals zu einem bedeutenden Handelsplatz mit weltweiten Verbindungen. Bis heute prägt ein Mosaik aus rumänischen, serbischen, ungarischen und deutschen Einflüssen das Stadtbild. Zudem war Timișoara 1989 der Ausgangspunkt für den Widerstand gegen das kommunistische Regime von Ceausescu.

Eine kulturelle Entdeckung in Rumänien

Timișoara wird oft als Klein-Wien bezeichnet, da der Einfluss der österreichisch-ungarischen Monarchie bis heute spürbar ist. Das beste Beispiel dafür ist die Piața Unirii (Platz der Einheit). Die vollständig verkehrsberuhigte Fläche beeindruckt mit markanten Barockbauten wie dem Muzeul de Artă (Kunstmuseum). Ebenfalls sehenswert sind die Pestsäule und die aus Ziegeln erbaute Sankt-Georgs-Kathedrale.

Nur wenige hundert Meter weiter gelangst du zum Piața Victoriei (Siegesplatz), einem baumbestandenen Boulevard, der zum Flanieren einlädt. An den beiden Enden der Prachtstraße stehen zwei Wahrzeichen der Stadt: das Opernhaus, in dem die Revolution gegen die Diktatur ihren Anfang nahm, und die imposante Orthodoxe Kathedrale mit ihrem 83 Meter hohen Glockenturm.

Museen und grüne Oasen

Die erste freie Stadt Rumäniens bietet weit mehr als nur Architektur. Neben dem Muzeul de Artă solltest du das Revolutionsmuseum besuchen, das die Hintergründe und Folgen des Aufstands von 1989 beleuchtet. Wer tiefer in die Geschichte der Region eintauchen möchte, findet im Banater Museum im historischen Castelul Huniade (Hunyadi-Burg) spannende Exponate. Ein Teil der Sammlung ist zudem in der Bastionul Maria Theresia untergebracht, einer beeindruckenden Festungsanlage aus der Zeit der Stadtbefestigung, die heute mit Geschäften und kulturellen Einrichtungen neu belebt wurde. Ein ausgefallener Tipp ist das Museum der kommunistischen Konsumkultur: Es liegt etwas außerhalb, ist aber mit seiner Sammlung von Alltagsgegenständen aus der sozialistischen Ära absolut sehenswert. Im Erdgeschoss befindet sich sogar eine Bar, die dem Besuch eine lebendige Note verleiht.

Das Stadtzentrum wird zudem von zahlreichen Parks aufgelockert, allen voran der berühmte Rosengarten. Er wurde 1928 am Ufer der Bega angelegt und beherbergt heute über 1.200 verschiedene Rosensorten.

Wann ist die beste Reisezeit?

Ein Besuch zwischen Mai und September ist ideal, um das milde Wetter zu genießen und die volle Pracht der blühenden Rosen im Garten zu erleben.

Anreise

Der Flughafen Traian Vuia wird von verschiedenen Linien angeflogen und liegt nur knapp zehn Kilometer vom Zentrum entfernt. Innerhalb Rumäniens ist Timișoara gut an den Zugverkehr angebunden. Zudem gibt es Busverbindungen, die Timișoara in etwa fünf Stunden mit Budapest in Ungarn verbinden.

#4 Sinaia +3 Empf.

Sinaia liegt im Prahova-Tal in Rumänien, direkt am Fuße der Bucegi-Berge. Die Stadtgeschichte nahm 1690 ihren Anfang, als Fürst Mihail Cantacuzino nach einer Pilgerreise zum Berg Sinai in Ägypten ein Kloster errichten ließ. Die Anlage ist bis heute erhalten: Hinter einer massiven Mauer verbirgt sich unter anderem die erste ins Rumänische übersetzte Bibel. Über die Jahrhunderte wandelte sich der Ort zu einem der bedeutendsten Skigebiete in Rumänien. Während das Stadtzentrum durch den Ausbau für den Wintersport stark modernisiert wurde, bewahrten sich die höher gelegenen Viertel ihren ruhigen Charakter, wo zahlreiche Häuser im sächsischen Stil an Bergstationen in der Schweiz erinnern.

 

Das majestätische Schloss Peleș in Sinaia

Das eigentliche Wahrzeichen von Sinaia ist das prunkvolle Schloss Peleș, ein neorenaissancistischer Bau mit markanten Türmen und aufwendigen Holzarbeiten. Diese königliche Residenz entstand im 19. Jahrhundert auf Wunsch von König Carol I. von Rumänien. Das Schloss umfasst 160 Räume, darunter einen orientalisch gestalteten Salon, ein eigenes Kino, einen Musiksaal und eine imposante Bibliothek. Rund 2000 Gemälde schmücken die Innenräume. Für die damalige Zeit war das Schloss technologisch wegweisend, denn es verfügte über eine Zentralheizung und elektrisches Licht. Der polnische Ingenieur Franciszek Rychnowski, der diese Anlagen konzipierte, wurde für seine Arbeit vom König von Rumänien persönlich mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Neben dem Hauptschloss bietet Sinaia weitere sehenswerte Villen aus dem 19. Jahrhundert, wie das im Art Nouveau-Stil errichtete Schloss Pelișor oder die Villa Luminiș, in der der französisch-rumänische Komponist Georges Enesco wohnte.

 

Zwischen Tradition und Moderne

Dank der königlichen Vergangenheit entwickelte sich Sinaia früh zu einem Zentrum für Tourismus, Kuraufenthalte und später für den Bergsport. Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen durch das Bucegi-Gebirge. Der dortige Naturpark ist für seine bizarren Felsformationen bekannt, darunter die berühmte Sphinx der Bucegi, die seit langem Gegenstand zahlreicher Mythen ist. Im Winter verwandelt sich der Ort in ein lebendiges Skigebiet. Seilbahnen führen direkt von Sinaia in die Gipfelregionen. Wer in der unberührten Natur der südlichen Karpaten unterwegs ist, sollte stets auf Wildtiere wie Braunbären oder Luchse achten.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Sinaia ist ganzjährig ein lohnendes Ziel, je nachdem, ob man wandern oder Skifahren möchte. Vorsicht ist lediglich in den Monaten Dezember, Januar und Februar geboten, wenn die Temperaturen in der Region auf bis zu -20 °C sinken können.

 

Anreise

Sinaia ist von București aus leicht erreichbar. Über die Nationalstraße DN1 dauert die Fahrt mit dem Auto etwa 1,5 bis 2 Stunden, alternativ verbindet ein Zug die rumänische Hauptstadt in rund 1:30 Stunden mit Sinaia.

Must-See

#5 Breaza +1 Empf.

Breaza ist eine kleine Kurstadt in Rumänien, die am Rande des Prahova-Tals liegt. Der Name der Stadt leitet sich vermutlich vom slawischen Wort „Breza“ ab, was „Birkenwald“ bedeutet. Die Umgebung ist tatsächlich von dichten Wäldern geprägt, die sich ideal für Wanderungen, Radtouren oder Ausritte eignen. Der Ort ist für seine reine Luft und die zahlreichen schwefelhaltigen Mineralquellen bekannt, die den Grundstein für die lokale Kur- und Therapieindustrie legten. Im Jahr 1928 wurde das Gebiet als Kurort anerkannt, 1952 erhielt es durch die Zusammenlegung der Dörfer Podu Vadului und Breaza de Sus den offiziellen Stadtstatus. Viele rumänische Persönlichkeiten haben hier ihren Zweitwohnsitz. Für sportlich Ambitionierte gibt es mit dem Lac de Verde inzwischen auch einen Golfplatz inmitten der Natur, der besonders bei wohlhabenden Urlaubern beliebt ist.

 

Ein Kurort in Rumänien

In Breaza gibt es mehrere Kureinrichtungen, die auf die Behandlung von Nervenleiden sowie Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen spezialisiert sind. Prominente Gäste wie Grigore Alexandrescu, Ion Ghica und die französisch-rumänische Dichterin Anna de Noailles wussten den Ort zu schätzen. Maßgeblich geprägt wurde Breaza im 19. Jahrhundert durch die Fürstenfamilie der Walachei, die Brâncoveanu, denen das Gebiet gehörte. Sie ließen mehrere Anwesen und Paläste errichten sowie einen englischen Garten anlegen, den Parc Brâncoveanu, der mit seinen zahlreichen alten Bäumen bis heute besteht.

Das Stadtbild von Breaza ist typisch für das Prahova-Tal, vor allem durch die Häuser mit ihren geschnitzten Veranden und eleganten Holzpfeilern, wie man sie etwa am Haus Alexandru Bondoc bewundern kann. Ein Abstecher zur Kirche Sfântul Nicolae aus dem Jahr 1777 lohnt sich ebenfalls, da der Innenraum mit sehenswerten Fresken geschmückt ist. Zudem pflegt Breaza bis heute ein traditionelles Kunsthandwerk, das im kleinen Museum für Volkskunst dokumentiert wird. Dort findest du eine Sammlung historischer Trachten sowie diverse Alltagsgegenstände und lokale Bräuche.

 

Die Schlösser im Prahova-Tal

Von Breaza aus erreichst du schnell die berühmten Schlösser des Prahova-Tals, das historisch die Grenze zwischen der Walachei und Siebenbürgen bildete. Ein Highlight ist das Schloss Peles in Sinaia, das einst König Carol I. gehörte. Es wurde im Stil der deutschen Neorenaissance erbaut und umfasst sagenhafte 160 Räume. Etwas höher gelegen, in der Bergstation Busteni, befindet sich das Cantacuzino-Schloss mit seiner prachtvollen Barockarchitektur, das heute als Museum dem klassischen Komponisten George Enescu gewidmet ist.

Weiter im Norden, jenseits des Bucegi-Gebirges, liegt das Dorf Bran. Auf einem Hügel thront dort das Dracula-Schloss, das als Inspiration für Bram Stokers berühmten Roman Dracula diente.

 

Die beste Reisezeit

Für einen Besuch in Breaza, Ausflüge im Prahova-Tal oder Wanderungen in den Karpaten eignen sich die Monate zwischen Mai und September am besten.

 

Anreise

Breaza liegt verkehrsgünstig direkt an der Nationalstraße DN1, die Bukarest mit Brasov verbindet. Alternativ erreichst du die Stadt mit dem Zug in etwa 2 Stunden von Bukarest aus.

#6 Râmnicu Vâlcea +1 Empf.

Râmnicu Vâlcea ist eine Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern, gelegen im Tal des Olt im südlichen Zentrum von Rumänien. Sie gilt als Geburtsort des modernen rumänischen Nationalstaates, da in dieser historischen Region der Walachei unter dem General Magheru ein entscheidender Sieg errungen wurde. Der Überlieferung nach wurde die rumänische Nationalhymne erstmals im heutigen parc Zavoi in Râmnicu Vâlcea angestimmt. Daran erinnert heute eine Statue der Unabhängigkeit, ein Werk des Bildhauers Ion Iordanescu. Während der kommunistischen Ära erlebte die Stadt durch eine massive Industrialisierung ein starkes Bevölkerungswachstum.

 

Ein Zwischenstopp auf dem Weg durch den Balkan

Râmnicu Vâlcea liegt strategisch günstig, um verschiedene Ziele in Rumänien zu erreichen, wird jedoch von den meisten Reisenden nur als Durchgangsstation wahrgenommen. Da das Tal für seine Kurbäder und Klöster bekannt ist, nutzen viele Besucher die Stadt lediglich für einen kurzen Aufenthalt. Dabei gibt es durchaus Sehenswertes. Im religiösen Bereich ist die orthodoxe Kirche Cusioasa Parasheva aus dem 16. Jahrhundert einen Besuch wert. Zudem zählt das Gelände des ehemaligen monastère de Râmnic zu den angenehmsten Orten für einen Spaziergang; es beherbergt eine Sammlung religiöser Kunst und weitläufige, gepflegte Gärten.

Râmnicu Vâlcea verfügt über zahlreiche Grünflächen wie den parc Zavoi oder den parc Mircea l'Ancien. Auch ein Zoo und das Freilichtmuseum Musée Satului Vâlcean sind vorhanden. Letzteres rekonstruiert ein authentisches rumänisches Dorf des 19. Jahrhunderts, inklusive einer Schule und einer Kirche aus dem Jahr 1785. Ein idealer Ort, um Natur und lokales Kulturerbe zu verbinden.

 

Die Museen von Râmnicu Vâlcea

Auch kulturell bietet die Stadt einige interessante Adressen. Das musée d'art Casa Simian ist in einer hübschen Villa im italienischen Stil untergebracht, die über einen schönen Sommergarten verfügt. Die Sammlung umfasst Werke rumänischer Künstler wie Grigorescu, Ressu und Pallady. Direkt gegenüber befindet sich die Bibliothek Antim Ivireanul. Das Gebäude aus den frühen 2000er Jahren ist für seine prächtige Glaskuppel bekannt, die auf Anfrage besichtigt werden kann. Nicht verpassen solltest du zudem das musée d'Histoire der Stadt. Es ist in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebracht, das als École de l'Horloge bekannt ist, und zeigt Sammlungen von Waffen, Briefmarken und Druckgrafiken.

Râmnicu Vâlcea ist die Hauptstadt der Olténie, einer reizvollen bergigen Region in Rumänien. Zu den lokalen Besonderheiten zählen die beeindruckenden Salzminen von Ocnele Mari oder ein Aufenthalt in den Kurorten Călimănești und Căciulata.

 

Die beste Reisezeit

Für eine Reise nach Rumänien empfiehlt sich die warme Jahreszeit zwischen Mai und September.

 

Anreise

Râmnicu Vâlcea besitzt keinen eigenen Flughafen, liegt aber ideal an der Europastraße E81 beziehungsweise der Nationalstraße 7, die unter anderem Bucarest mit Sibiu verbindet. Bei einer Anreise mit dem Zug musst du auch von Bucarest aus mit mehreren Umstiegen rechnen.

#7 Klausenburg +1 Empf.

Klausenburg ist die drittgrößte Stadt in Rumänien. Sie liegt im Nordwesten des Landes und bildet das Zentrum von Transsilvanien, einer Region voller Mythen und Legenden. Die Stadtgeschichte ist geprägt von einem Schmelztiegel verschiedener Völker, darunter Kelten, Slawen, Karpen und Alanen. In den 1970er Jahren fügte der kommunistische Diktator Ceausescu den Namen Napoca hinzu, um an die römischen Wurzeln zu erinnern. Zudem gehörte die Stadt lange Zeit zum Österreichisch-Ungarischen Reich. Heute ist das Stadtbild ein lebendiges Zusammenspiel aus rumänischer und ungarischer Kultur. Mit einer Vielzahl an kulturellen Einrichtungen und einer großen Studentenschaft präsentiert sich die Stadt äußerst dynamisch.

 

Die Hauptstadt von Transsilvanien

Klausenburg liegt im Tal des Someșul Mic am Rande der Rumänischen Westkarpaten. Von der Stadt aus blickt man in die Ferne auf das Apuseni-Gebirge, das für seinen Wildreichtum wie Braunbären und Wölfe bekannt ist. Die Stadt beherbergt zahlreiche religiöse Bauwerke verschiedener Konfessionen, was auf eine lange Tradition der Toleranz zurückgeht: Bereits 1568 wurde ein Toleranzedikt erlassen, das unter anderem der ungarischen Gemeinschaft die Ausübung des Protestantismus gestattete.

Beginne deinen Rundgang auf dem zentralen Platz der Stadt, dem Piata Unirii (Platz der Einheit), wo sich zwei der bedeutendsten Gebäude befinden. Zum einen ist dies die St.-Michael-Kirche, eine der am besten erhaltenen neugotischen Kirchen des Landes, deren letzte Rekonstruktion im 19. Jahrhundert erfolgte. Bewundere in der Nähe die Säulen mit Kapitellen am Bánffy-Palais. Das einstige Domizil der österreichisch-ungarischen Gouverneure beherbergt heute das Museum für Rumänische Kunst. Auf dem Platz steht zudem ein beeindruckendes Reiterstandbild von 1902, das Matei Corvin, einen ehemaligen Herrscher von Transsilvanien, darstellt.

 

Historisches Erbe in Rumänien

Die Altstadt von Klausenburg ist reich an historischen Gebäuden wie dem Geburtshaus von Matthias Corvinus. Das gotische Bauwerk zählt zu den ältesten Wohnhäusern der Stadt und beherbergt heute die Kunstuniversität. In den verwinkelten Gassen stößt du zudem auf das Nationalmuseum der Geschichte Transsilvaniens. Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind heute noch zwei Überreste erhalten: die Schneiderbastei und der Feuerturm. Für einen Panoramablick über die Stadt lohnt sich der Aufstieg auf den Hügel mit den Zitadellengärten, wo einst eine österreichisch-ungarische Festung über die Stadt wachte.

Auch grüne Oasen sind in Klausenburg zu finden. Ein absolutes Muss ist das Ethnographische Nationalmuseum Romulus Vuia, ein Freilichtmuseum, das den bäuerlichen Alltag der Region vom 17. bis zum 20. Jahrhundert zeigt. Der 1872 angelegte Botanische Garten Alexandru Borza umfasst heute mehr als 11.000 Pflanzen- und Blumenarten.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Für eine Reise nach Transsilvanien eignen sich der August und September am besten, da sie die trockensten Monate sind und angenehme Temperaturen bieten.

 

Wie kommt man hin?

Klausenburg ist ein Knotenpunkt wichtiger europäischer Verbindungen, wie der E60, der E81 und der Autobahn 13, die quer durch Transsilvanien führt. Der Flughafen Cluj-Napoca wird regelmäßig angeflogen. Alternativ erreichst du die Stadt bequem mit dem Zug oder Bus aus anderen großen rumänischen Städten oder von der ungarischen Nachbarstadt Budapest aus.

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