Râmnicu Vâlcea besuchen
Râmnicu Vâlcea ist eine größere Stadt mit mehr als 80.000 Einwohnern im Tal des Flusses Olt im südlichen Zentralrumänien. Die Stadt nimmt einen besonderen Platz im nationalen Gedächtnis ein: Vor den Toren der Stadt, in der historischen Region Wallachei, versammelte General Magheru im Jahr 1848 die revolutionäre Armee. Die rumänische Nationalhymne soll zum ersten Mal im heutigen Parcul Zavoi in Râmnicu Vâlcea gesungen worden sein. Heute erinnert eine Unabhängigkeitsstatue des Bildhauers Ion Iordanescu an dieses Ereignis. Während der kommunistischen Diktatur erlebte die Stadt eine starke Industrialisierung und verzeichnete ein deutliches Bevölkerungswachstum.
Eine Zwischenstation auf dem Weg in den Balkan
Râmnicu Vâlcea ist ideal gelegen, um verschiedene Sehenswürdigkeiten in Rumänien zu erreichen, doch nur wenige Reisende planen hier einen eigenständigen Aufenthalt ein. Da sich das Tal hervorragend für bekannte Kuraufenthalte und Klosterbesuche eignet, sehen viele die Stadt vor allem als Durchgangsstation. Dabei hat sie durchaus interessante Monumente zu bieten. Sakraler Natur ist die orthodoxe Kirche Cuvioasa Parascheva, ein historisches Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert. Zu den angenehmsten Spaziergängen lädt zudem das Gelände des ehemaligen Klosters Râmnic ein, das einige historische Objekte, eine Sammlung religiöser Kunst sowie weitläufige, gepflegte Gärten umfasst.
In Râmnicu Vâlcea gibt es zahlreiche Grünanlagen wie den Parcul Zavoi und den Parcul Mircea cel Bătrân, außerdem einen Zoo und ein Freilichtmuseum, das Muzeul Satului Vâlcean. Letzteres zeigt ein authentisches rumänisches Dorf aus dem 19. Jahrhundert samt Schule und einer Kirche aus dem Jahr 1785. Perfekt, um Natur und lokales Erbe zu erleben!
Die Museen von Râmnicu Vâlcea
Auch kulturell hat die Stadt einige spannende Gebäude zu bieten. Das Kunstmuseum Casa Simian ist in einer hübschen italienischen Villa mit Sommergarten untergebracht und zeigt Werke rumänischer Künstler wie Grigorescu, Ressu und Pallady. Direkt gegenüber befindet sich die Bibliothek Antim Ivireanul. Sie wurde zu Beginn der 2000er Jahre erbaut und besticht durch eine prächtige Buntglas-Kuppel, die nach vorheriger Absprache besichtigt werden kann. Schließlich lohnt sich ein Abstecher in das historische Stadtmuseum, das in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert unter dem Namen Școala cu Ceas (Uhrenschule) untergebracht ist und eine Sammlung von Waffen, Briefmarken und Druckgrafiken beherbergt.
Râmnicu Vâlcea ist die Hauptstadt des Kreises Vâlcea in der Region Oltenien, einer bergigen Gegend, die sich hervorragend erkunden lässt. Zu den Besonderheiten der Umgebung gehören die beeindruckenden Salzminen von Ocnele Mari sowie die Kurorte Călimănești und Căciulata.
Wann ist die beste Reisezeit?
Am besten reist du zwischen Mai und September nach Rumänien, wenn das Wetter mild und sonnig ist.
Wie kommt man hin?
Râmnicu Vâlcea hat keinen eigenen Flughafen, ist aber über die Europastraße E81 beziehungsweise die Nationalstraße 7 sehr gut angebunden, die unter anderem Bukarest mit Sibiu verbinden. Mit dem Zug musst du selbst von Bukarest aus mit mehreren Umstiegen rechnen.