Mont Fuji

Was tun in Japan: Top 20 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Japan, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Japan

#1 Tokio +337 Empf.

Tokio elektrisiert. Zwischen jahrhundertealten Schreinen, hell erleuchteten Kreuzungen und unzähligen kulinarischen Adressen wirkt hier jeder Tag wie eine neue Entdeckung. Die Stadt ist laut und fordernd, aber auch unglaublich vielfältig. Sie fesselt Reisende, die das urbane Leben suchen, ebenso wie diejenigen, die in der Stille eines Tempels für einen Moment zur Ruhe kommen möchten.

#2 Kyoto +285 Empf.

Kaiserliche Hauptstadt über mehr als tausend Jahre: Kyoto vereint fast 2.000 Tempel, 17 UNESCO-Welterbestätten und eine der feinsten kulinarischen Szenen Japans. Ob in den Geisha-Gassen von Gion, im Bambuswald von Arashiyama oder bei den tausenden roten Torii von Fushimi Inari, jeder Stadtteil zeigt eine andere Facette der japanischen Geschichte. Das alles ist oft erschwinglicher, als man vermuten würde.

#3 Osaka +180 Empf.

Osaka ist eine Stadt voller Kontraste, in der futuristische Neonreklamen auf jahrhundertealte Tempelanlagen treffen. Zwischen den unzähligen Streetfood-Ständen, den modernen Hochhäusern und den engen Gassen zeigt sich die Stadt deutlich spontaner und geselliger als andere japanische Metropolen. Wer nach Osaka reist, erlebt eine kulinarische Vielfalt und eine herzliche Atmosphäre, die an die offene Art in Städten wie Hamburg erinnert.

#4 Nara +117 Empf.

Als ehemalige Hauptstadt Japans ist Nara ein lebendiges Zeugnis der kaiserlichen und religiösen Vergangenheit des Landes. Im weitläufigen Park der Stadt begegnest du frei lebenden Hirschen und besuchst bedeutende Tempel wie den Tōdai-ji mit seinem beeindruckenden Großen Buddha. Der Kasuga-taisha mit seinen tausenden Laternen und der Hōryū-ji, einer der ältesten Tempel Japans, prägen das Stadtbild. Zwischen Natur, Kulturdenkmälern und Spiritualität bietet Nara einen ruhigen Einblick in das traditionelle Japan.

#5 Kamakura +83 Empf.

Nur eine Stunde von Tokio entfernt vereint Kamakura jahrhundertealte Zen-Tempel, einen Bambuswald und Pazifikstrände in einem kompakten Stadtgebiet, das einst die Hauptstadt des mittelalterlichen Japans war. Der Große Buddha aus Bronze blickt seit sieben Jahrhunderten auf die Besucher herab, im Juni blühen die Hortensien an den Hängen und die Retro-Bahn Enoden fährt direkt an den Häusern vorbei entlang der Küste. Zwischen fangfrischem Shirasu und modernen Cafés in traditionellen Häusern bewahrt die ehemalige Samurai-Stadt einen eigenen Charakter, in dem Vergangenheit und Gegenwart ganz natürlich nebeneinander bestehen.

Ranking der 15 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Japan

#1 Kinkaku-ji (Kyoto) +30 Empf. 4.7/5

Der goldene Pavillon, bekannt als Kinkaku-ji, ist eines der meistbesuchten Ziele in Japan. Der Tempel liegt in Kyoto auf der Insel Honshū. Am Fuß der Berge gelegen, zieht er jährlich tausende Pilger und Reisende an. Die Anlage besticht durch ihre goldene Architektur und die weitläufigen Gärten. Nach mehrfachen Zerstörungen wurde das seit 1994 zum UNESCO-Welterbe zählende Bauwerk originalgetreu wiedererrichtet.

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#2 Shibuya-Kreuzung (Tokio) +25 Empf. 4.2/5

Die berühmte Shibuya-Kreuzung, oft als Schauplatz in Filmen zu sehen, ist mit ihren 10 Fahrspuren, den 5 Zebrastreifen und den futuristischen Wolkenkratzern mit ihren riesigen Leuchtreklamen ein fester Bestandteil jeder Reise in die japanische Hauptstadt. Selbst für erfahrene Großstadtbesucher ist es ein Erlebnis, den Platz zu überqueren oder das Treiben einfach nur zu beobachten.

Die Kreuzung befindet sich direkt am gleichnamigen Bahnhof und ist auch als Hachiko-Kreuzung bekannt. Der Name erinnert an die nahegelegene Statue des Akita-Hundes, der mehr als 7 Jahre lang treu auf sein Herrchen wartete, einen Universitätsprofessor, der an einem Herzinfarkt verstorben war. Du findest die Statue leicht, wenn du den JR-Bahnhof verlässt, auf dem kleinen Platz, der meist von jungen Leuten bevölkert ist.

Als Symbol für Tokio, eine pulsierende und extravagante Metropole, die niemals schläft, verzeichnet die Shibuya-Kreuzung mehr als 2.500 Überquerungen pro 2-Minuten-Zyklus. Jedes Jahr drängen sich hier mehr als eine Milliarde Menschen.

Die besten Momente, um den geordneten Strom der Passanten zu beobachten, die geduldig auf das grüne Signal der Fußgängerampel warten, sind Freitag- und Samstagabende. Auch bei Regen lohnt sich der Besuch, um das Ballett der Regenschirme zu sehen, das in Tokio aufgrund des wechselhaften Wetters zum Alltag gehört.

Um den besten Überblick zu bekommen, lohnt es sich, eine höhere Perspektive einzunehmen. Das Starbucks im Shibuya Tsutaya ist dafür bekannt, eine der besten Aussichten zu bieten. Es gibt jedoch noch viele weitere Möglichkeiten, da das Viertel von mehrstöckigen Einkaufszentren, Bars und Cafés durchzogen ist. Sobald du das Gedränge hinter dir lassen möchtest, bietet der Schrein Meiji-jingu mit seinem weitläufigen Park einen ruhigen Rückzugsort. Wenn du noch Zeit hast, liegt das Rathaus von Tokio (Tokyo Metropolitan Government Building) im selben Stadtteil. Es besteht aus zwei frei zugänglichen Zwillingstürmen. Die Aussichtsplattformen sind bis 23:00 Uhr geöffnet und ermöglichen einen kostenlosen Blick über die japanische Hauptstadt.

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#3 Tokio Tower (Tokio) +23 Empf. 4.4/5

Der Tokio Tower wurde 1957 von Tachu Naito als 333 Meter hohe Stahlkonstruktion errichtet und überragt den Pariser Eiffelturm um 7 Meter. Das erdbebensichere, orange-weiß gestrichene Wahrzeichen bietet Aussichtsplattformen auf 145 und 250 Metern Höhe. Am Fuß des Turms befinden sich im Foot Town ein Aquarium, Restaurants und ein One-Piece-Themenpark.

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#4 Burg Osaka (Osaka) +21 Empf. 4.6/5

Die Burg Osaka liegt direkt im Zentrum der Stadt und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Japan. Die imposante Architektur spiegelt eine bewegte Geschichte wider, während die Anlage heute vor allem für ihre entspannte Atmosphäre geschätzt wird. Das Museum bietet einen tiefen Einblick in die japanische Historie, ergänzt durch einen weitläufigen Park, der besonders zur Kirschblütenzeit im Frühjahr beeindruckt.

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#5 Fuji (Fujikawaguchiko) +20 Empf. 5/5

Der Fuji ist mit 3 776 Metern der höchste Gipfel in Japan und gilt als heiliger Vulkan. Jeden Sommer zieht die Besteigung mehr als 300 000 Wanderer an. Außerhalb der Saison bieten die Region der Fuji-Fünf-Seen und Hakone spektakuläre Ausblicke auf den perfekt geformten Kegel, der zum UNESCO-Welterbe gehört.

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#6 Umeda Sky Building (Osaka) +20 Empf. 4.5/5

Zwei 40-stöckige Türme, verbunden durch eine kreisförmige Aussichtsplattform in 173 Metern Höhe: Das Umeda Sky Building bietet einen der spektakulärsten Ausblicke in Osaka. Schon die Fahrt mit der schwebenden Rolltreppe zwischen den Gebäuden ist ein Erlebnis. Im Untergeschoss führt die Retro-Straße Takimi Koji direkt zurück in das Japan der 1920er Jahre.

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#7 Fushimi Inari-Taisha (Kyoto) +20 Empf. 4.5/5

Japan ist ein Land spiritueller Kontraste, in dem sich verschiedene Glaubensrichtungen über Jahrhunderte hinweg gegenseitig beeinflusst haben. Der Shintoismus ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt, da er direkt auf diesem Boden entstand. Eine Visite des Fushimi Inari-Taisha in Kyoto ist der beste Weg, diese Tradition zu erleben. Neben dem Tempel führt ein Pfad unter den ikonischen roten Torii-Toren hindurch.

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#8 Universal Studios Japan (Osaka) +19 Empf. 4.8/5

Die Universal Studios Japan in Osaka sind ein absolutes Muss für Filmfans und Adrenalinjunkies. Tauche ein in Themenwelten wie die Wizarding World of Harry Potter oder das Super Nintendo World. Ob spektakuläre Shows wie WaterWorld oder abwechslungsreiche Fahrgeschäfte, hier ist für jeden etwas dabei. Abgerundet wird der Tag durch kreative Snacks und exklusive Souvenirs.

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#9 Riesenrad Tempozan (Osaka) +17 Empf. 5/5

Das 112,5 Meter hohe Riesenrad Tempozan bietet einen weiten Panoramablick über Osaka und die Umgebung. Während der 15-minütigen Fahrt lässt sich die Bucht aus der Vogelperspektive betrachten. Abends zeigt die Beleuchtung sogar das Wetter an. In direkter Nachbarschaft zum Aquarium Kaiyukan und dem Einkaufszentrum Tempozan Marketplace ist es ein idealer Zwischenstopp im Stadtbezirk Minato-ku.

#10 Philosophenweg (Kyoto) +17 Empf. 4.7/5

Der Philosophenweg ist ein friedlicher Pfad entlang eines von Kirschbäumen gesäumten Kanals im Osten von Kyoto. Er verbindet den Ginkaku-ji (Silberpavillon) mit dem Nanzen-ji (Nanzen-ji-Tempel) und führt an ruhigen Anlagen wie dem Honen-in und Otoyo-jinja vorbei. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz, von der Kirschblüte bis zum leuchtenden Herbstlaub. Kleine Läden und Cafés laden zu einer Pause ein.

#11 Dotonbori-Brücke (Osaka) +17 Empf. 4.3/5

Die Dōtonbori-Brücke liegt mitten im lebhaftesten Viertel von Osaka und bietet den klassischen Blick auf die Leuchtreklamen und den Kanal. Sie ist der Treffpunkt für Reisende, Straßenkünstler und Nachtschwärmer. Abends herrscht hier eine elektrische Stimmung mit dichten Menschenmengen und direktem Zugang zu den besten Streetfood-Ständen der Umgebung. Ein lebendiger Ort, eher Treffpunkt als architektonisches Highlight.

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#12 Dotonbori (Osaka) +17 Empf. 4/5

Dotonbori ist einer der lebhaftesten Stadtteile von Osaka, berühmt für seine Leuchtreklamen und das nächtliche Treiben. Entlang des Kanals und in den Einkaufsstraßen drängen sich die Menschenmengen. Das Viertel ist ein kulinarisches Zentrum, in dem du Takoyaki und Okonomiyaki probieren kannst. Bootstouren und Spaziergänge bieten einen besonderen Blick, während die umliegenden Gassen Shoppingfans anlocken.

#13 Schlosspark von Osaka (Osaka) +17 Empf. 4/5

Der Schlosspark von Osaka erstreckt sich mitten in der Stadt auf 105 Hektar. Die historische Anlage beherbergt ein Museum und eine Aussichtsplattform. Der Nishinomaru-Garten ist besonders im Frühjahr zur Kirschblüte ein Ziel. Mit Sportflächen und Kulturveranstaltungen bietet der Park einen ruhigen Gegenpol zum Stadtalltag. Er ist bequem per U-Bahn erreichbar.

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#14 Hachiko-Statue (Tokio) +17 Empf. 4/5

Die Hachiko-Statue vor dem Bahnhof Shibuya in Tokio erinnert an den wohl treuesten Hund der Geschichte. Der Platz ist ein beliebter Treffpunkt, um das bunte Treiben zu beobachten. In unmittelbarer Nähe liegen die Shibuya-Kreuzung und das Viertel Harajuku, das mit seinen schrillen Boutiquen, Cafés und einer jungen Szene lockt.

#15 Hasedera-Tempel (Kamakura) +16 Empf. 4.7/5

Der Hasedera-Tempel überragt die Stadt Kamakura und gehört zur Jōdo-Schule des Buddhismus. Bekannt ist er vor allem für seine monumentale Kannon-Statue, den Bodhisattva der Barmherzigkeit. Mit über 9 Metern Höhe beeindruckt die Gottheit ebenso wie der weitläufige japanische Garten am Hang, der einen weiten Blick über die Küstenstadt und den Ozean bietet.

Japan bereisen: Wo Hypermoderne auf uralte Seele trifft

Das Geräusch eines Zugs, der mit 320 km/h durch die Luft schneidet. Die absolute Stille in einem Zen-Garten, in dem nur der Bambus im Wind leise knarrt. Japan lässt sich nicht einfach beschreiben, man muss diese Kontraste erleben, die hier mühelos nebeneinander bestehen. Der Inselstaat mit seinen 126 Millionen Einwohnern verzeichnete 2024 einen Besucherrekord von knapp 37 Millionen Menschen. Diese Popularität macht manche Gegenden zwar voll, doch das Land verliert dadurch nichts von seiner Fähigkeit, Reisende zu überraschen, die genau hinschauen.

Ist das Land das Richtige für dich?

Japan zieht Reisende an, die Ordnung, Pünktlichkeit und klare soziale Regeln schätzen. Hier isst man nicht im Gehen, telefoniert nicht in der U-Bahn und zieht die Schuhe aus, bevor man einen Tempel oder ein Ryokan betritt. Diese Regeln können anfangs ungewohnt sein, schaffen aber eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts. Auch ohne Japanischkenntnisse kommst du gut durch, da die Beschilderung in den Großstädten oft zweisprachig ist und Übersetzungs-Apps hervorragend funktionieren.

Die Kosten für eine Reise solltest du genau planen. Auch wenn der schwache Yen für Europäer seit einigen Jahren von Vorteil ist, schnellen die Preise für Unterkünfte in Kyoto oder Tokyo während der Kirschblütenzeit in die Höhe. Auch die Binnenverkehrsmittel sind ein spürbarer Kostenfaktor. Achte darauf, immer Bargeld dabei zu haben, da viele kleine Läden und traditionelle Restaurants keine Karten akzeptieren. Die Geldautomaten der 7-Eleven Konbini funktionieren jedoch problemlos mit ausländischen Karten.

Metropolen mit Schwindelpotenzial

Tokyo, das Labyrinth mit tausend Gesichtern

Tokyo wirkt durch seine schiere Größe zunächst überwältigend. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter: Shinjuku mit seinen in Neonlicht getauchten Wolkenkratzern, Asakusa und der Sensō-ji Tempel, in dem noch der Geist des alten Edo spürbar ist, oder Shibuya mit seiner legendären Kreuzung. Die Hauptstadt erkundet man am besten zu Fuß, Viertel für Viertel, ohne den Zwang, alles sehen zu müssen.

Für einen Blick von oben bietet das Shibuya Sky eine beeindruckende Aussicht bei Sonnenuntergang. Buche dein Ticket mindestens einen Monat im Voraus. Das digitale Museum teamLab Planets ist eine immersive Erfahrung, bei der Kunst und Technik verschmelzen.

Osaka, die Genießer-Hauptstadt der Kansai-Region

Osaka bricht mit der Zurückhaltung, die man oft mit Tokyo verbindet. Die Menschen hier gelten als direkter und herzlicher. Das Viertel Dotonbori verkörpert diese Energie mit seinen Leuchtreklamen und Street-Food-Ständen entlang des Kanals. 2025 findet hier auf der Insel Yumeshima die Weltausstellung statt.

Geheimtipp: Plane deine Restaurantbesuche in Osaka nicht zu akribisch. Verlasse dich lieber auf die Warteschlange vor einem kleinen Laden als auf Google-Bewertungen. Dort, wo die Einheimischen anstehen, schmeckt es am besten.

Kyoto, zwischen Pracht und Overtourism

Kyoto empfing 2024 mehr als 56 Millionen Besucher. Die ehemalige Kaiserstadt ächzt so sehr unter dem Ansturm, dass die Japaner die zentralen Stadtteile zunehmend meiden. Der Goldene Pavillon und der Schrein Fushimi Inari sind zwar faszinierend, aber stelle dich auf große Menschenmassen ein.

Ab März 2026 wird eine neue Übernachtungssteuer erhoben, die bis zu 10.000 Yen (ca. 60 Euro) pro Nacht betragen kann. Die privaten Gassen im Viertel Gion sind für Touristen seit April 2024 gesperrt, nachdem es vermehrt zu Beschwerden der Geishas gekommen war.

Das andere Japan: Ziele, die noch atmen

Nur 6 % der Touristen besuchen Takayama, eine Stadt in den japanischen Alpen mit gut erhaltenen Handelshäusern. Hier kannst du Hida-Rindfleisch probieren und in Sake-Brauereien für wenige hundert Yen Kostproben genießen. Die New York Times hat Toyama zu einem der 52 Reiseziele für 2025 gekürt.

Kanazawa, oft als das kleine Kyoto bezeichnet, bietet Geisha- und Samurai-Viertel ohne den Trubel der großen Städte. Sein Kenroku-en Garten zählt zu den drei schönsten des Landes. Im Süden des Archipels zeigt Okinawa mit seinen weißen Sandstränden und der eigenständigen Ryūkyū-Kultur eine völlig andere, tropische Seite.

Natur und Weite

Der Mount Fuji ragt 3.776 Meter in die Höhe. Sein Aufstieg zieht jeden Sommer Tausende Wanderer an. Seit 2024 ist eine Gebühr von 4.000 Yen (ca. 24 Euro) fällig und die Zahl der täglichen Bergsteiger ist begrenzt.

Hokkaido, die nördliche Insel, lockt Wintersportler mit dem Pulverschnee in Niseko und Naturliebhaber mit wilden Landschaften. Im Sommer bietet das Kamikochi-Tal in den japanischen Alpen einen kühlen Rückzugsort vor der drückenden Hitze. Die Region Tōhoku bleibt trotz ihrer Berglandschaften und heißen Quellen abseits der klassischen Touristenpfade.

Geheimtipp: Wenn du während der Golden Week vom 29. April bis zum 6. Mai reist, solltest du dich auf überfüllte Züge und doppelt so teure Unterkünfte einstellen. In dieser Zeit sind die Japaner selbst massiv auf Reisen.

Lebendige Traditionen

Eine Übernachtung in einem Ryokan mit privatem Thermalbad ist ein unvergessliches Erlebnis. Man schläft auf Futons, trägt den bereitgestellten Yukata und genießt ein im Zimmer serviertes Kaiseki-Menü. In den öffentlichen Onsen gelten strenge Regeln: Duschen ist vor dem Bad Pflicht, es herrscht strikte Nacktheit und Tätowierungen sind oft verboten.

Japan folgt dem Rhythmus seiner Feste. Der Gion Matsuri in Kyoto im Juli beeindruckt mit riesigen Festwagen, während das Schneefestival von Sapporo im Februar gigantische Eisskulpturen präsentiert.

Japan auf dem Teller: Weit mehr als nur Sushi

Jede Region verteidigt ihre Spezialitäten mit Stolz. In Osaka werden Okonomiyaki direkt vor deinen Augen auf einer heißen Platte zubereitet. Die Takoyaki, knusprige Oktopusbällchen, isst man im Stehen direkt an den Ständen. Das Kaiseki, eine Abfolge kleiner, raffinierter Gerichte, stellt die japanische Kochkunst in ihrer vollendetsten Form dar.

Das Kobe-Rind oder Matsuzaka-Rind zergeht dank seiner außergewöhnlichen Marmorierung auf der Zunge. Auch die Konbini bieten Überraschungen: frische Onigiri, sorgfältig belegte Sandwiches oder Desserts mit Matcha. Die Qualität ist selbst in diesen rund um die Uhr geöffneten Läden außergewöhnlich.

Wann ist die beste Reisezeit für Japan?

Der Frühling von Ende März bis Anfang Mai ist die beliebteste Zeit. Die Kirschblüte verwandelt Parks und Tempel in vergängliche Kunstwerke. Diese Popularität hat ihren Preis: Unterkünfte sind rar und die Preise hoch. Der Herbst von Oktober bis Anfang Dezember bietet ein vergleichbares Spektakel mit leuchtenden Ahornbäumen bei etwas weniger überlaufenen Orten.

Der Winter lockt diejenigen, die Menschenmassen meiden wollen und die dampfenden Onsen oder die Skigebiete in Hokkaido genießen möchten. Der Sommer ist heiß und feucht mit einer Regenzeit im Juni und Juli. Er gilt als touristische Nebensaison, bietet aber zahlreiche Feste und Feuerwerke.

Wie kommt man nach Japan?

Direktflüge von Paris-CDG nach Tokyo-Haneda oder Tokyo-Narita dauern etwa 13 Stunden. Air France, Japan Airlines und ANA bieten tägliche Verbindungen an. Die Preise schwanken je nach Saison zwischen 600 und 1.200 Euro für Hin- und Rückflug, wobei es im Januar und November günstiger ist.

Flüge mit Zwischenstopp in Istanbul, Doha oder Seoul können den Preis manchmal auf unter 500 Euro drücken, wenn man Monate im Voraus bucht. Der Flughafen Osaka-Kansai ist eine gute Alternative, wenn deine Reise in der Kansai-Region beginnt. Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. Reisende aus Österreich oder der Schweiz prüfen am besten die Bestimmungen für ihre Staatsangehörigkeit.

Wie bewegt man sich in Japan fort?

Der Shinkansen verbindet Tokyo und Kyoto in 2h30. Der Japan Rail Pass wurde im Oktober 2023 um 70 % teurer und kostet nun 50.000 Yen (ca. 300 Euro) für 7 Tage. Er ist nicht mehr automatisch rentabel, also kalkuliere deine Strecken genau durch. Regionale Pässe decken die Bedürfnisse bei einer konzentrierten Reiseroute oft besser ab.

Besorge dir in den Städten direkt am Flughafen eine IC-Karte wie Suica oder Pasmo. Sie vereinfacht das Bezahlen im öffentlichen Nahverkehr und in den Konbini. Ein oft unterschätzter Service: Der Gepäckversand zwischen Hotels ermöglicht es, für wenige tausend Yen bequem mit leichtem Gepäck von Stadt zu Stadt zu reisen.

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