Eine 1300 Jahre alte Statue
Die meisten Besucher des Hasedera-Tempel kommen vor allem, um die beeindruckende Holzstatue aus Kampferholz zu sehen. Mit einer Höhe von 9,18 Metern zählt sie zu den größten ihrer Art in Japan.
Die mit Blattgold überzogene Figur stellt Kannon dar. Das ist der japanische Name für Guanyin, die populärste buddhistische Gottheit, die hier als stehende Göttin in vollem Erwachen dargestellt ist.
Die Statue mit ihren elf Köpfen ist nicht nur aufgrund ihrer schieren Größe und des Materials bemerkenswert, sondern auch wegen ihres Alters. Sie soll aus dem Jahr 721 stammen.
Damit feierte sie im Jahr 2021 ihr 1300-jähriges Jubiläum.
Einer in Japan weit verbreiteten Legende zufolge befindet sich eine weitere Statue, die aus demselben Kampferbaum geschnitzt wurde, in einem gleichnamigen Tempel in Sakurai in der Präfektur Nara.
Auf dem Tempelgelände lassen sich zudem Hunderte kleine Jizo-Statuen bestaunen. Jizo ist der Bodhisattva, der als Schutzpatron der Kinder gilt.
Diese Figuren sind verstorbenen Kleinkindern gewidmet und sind Teil einer sehr persönlichen Verehrungspraxis.
Eine beeindruckende Anlage
Der Hasedera-Tempel überzeugt nicht nur durch seine Statuen.
Besucher sind regelmäßig von dem prächtigen japanischen Garten am Eingang des Tempels fasziniert.
Er liegt auf einer tieferen Ebene und bietet mit seinen Teichen eine Atmosphäre der Ruhe, die zum Innehalten einlädt.
Über die Pfade durch die Anlage gelangt man zu einer erhöhten Terrasse, die einen weiten Blick über die Sagami-Bucht ermöglicht.
Ein idealer Ort, um bei gutem Wetter eine Pause einzulegen oder ein Picknick zu genießen.
In der direkten Umgebung laden zudem typisch japanische Stände dazu ein, lokale Spezialitäten zu probieren, darunter die praktischen Bento-Boxen, die sich hervorragend für unterwegs eignen.
Wer sich für die mystische Seite der östlichen Philosophie interessiert, sollte unbedingt die Bentsen-Kutsu-Grotte besuchen, die direkt in den Hang des Hügels geschlagen wurde.
Auch dort finden sich zahlreiche weitere Statuen, die diesen Ort besonders geheimnisvoll wirken lassen.
Was mir an diesem Tempel am besten gefallen hat, ist der wunderschöne Garten mit Panoramablick! Es war sehr erholsam und der Ort behält das ganze Jahr über seinen Charme. Man kann dort außerdem eine beachtliche Anzahl an Jizo-Statuen entdecken, die verstorbenen Kindern gewidmet sind. Der Ort wirkt dabei aber keineswegs düster oder melancholisch.
Außerdem ist die Hauptstatue sehr alt, ein echter Schatz! Es ist ein schöner Ort, um mehr über den buddhistischen Glauben zu erfahren.