Cascade de la Monja

Was tun in Xico: die schönsten Aktivitäten & Highlights 2026

Foto : ophelie

Xico: Das mexikanische Dorf, in dem das Mole nach Fest schmeckt

Der Duft erreicht dich, bevor du den Kirchturm überhaupt siehst. Eine komplexe Mischung aus Schokolade, getrockneten Chilis und Gewürzen weht aus den zur Straße hin offenen Küchen. Hier, in diesem Dorf am Hang des Cofre de Perote, bereiten die Frauen das mole xiqueño in riesigen Tontöpfen zu. Gegründet im Jahr 1313 unter dem totonakischen Namen Xicochimalco, was so viel wie "Ort der gelben Bienenkörbe" bedeutet, hat sich dieser Pueblo Mágico in Veracruz seine jahrhundertealte Tradition bewahrt.

Ein Dorf für Reisende, die Entschleunigung und Geschmack suchen

Das auf 1.320 Metern gelegene Dorf ist das ideale Ziel für Liebhaber des ländlichen Mexikos, die authentische kulinarische Erlebnisse und Nebelwaldlandschaften abseits der ausgetretenen Pfade suchen. Kaffeeliebhaber kommen in einer der besten Anbauregionen des Landes voll auf ihre Kosten, während Wanderer die umliegenden Wasserfälle erkunden können.

Wer auf der Suche nach einem ausgeprägten Nachtleben oder professionellen, mehrsprachigen Touristenführungen ist, wird in Xico nicht fündig. Das Dorf folgt dem lokalen Rhythmus: ein spätes Frühstück, eine Siesta und ein abendlicher Spaziergang über den Dorfplatz. Mit Englisch kommt man hier kaum weiter, Grundkenntnisse in Spanisch sind von Vorteil.

Ein friedlicher Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint

Die gepflasterten Straßen lassen sich in einem halben Tag zu Fuß erkunden. Der Alltag wirkt hier wie aus einer anderen Zeit: die burreros, die morgens die Milch auf Eseln liefern, Blumenverkäuferinnen am Straßenrand oder die abuelas, die direkt vor ihrer Haustür Tortillas backen. Das Klima ist das ganze Jahr über mild und liegt meist um die 20°C. Ein Pullover für die Abende und eine Regenjacke für die Monate zwischen Juni und September gehören ins Gepäck.

Günstige Preise für Genießer

Xico ist sehr erschwinglich. Für eine Nacht im Hotel oder einer Hütte solltest du mit 450 bis 1.200 Pesos (ca. 24 bis 64 Euro) rechnen. Eine vollständige Mahlzeit mit enmoladas und Kaffee kostet etwa 80 bis 150 Pesos (ca. 4 bis 8 Euro). Aktivitäten wie Canyoning inklusive Ausrüstung und Guide kosten rund 800 Pesos (ca. 43 Euro).

Die Wasserfälle: Filmreife Kulissen mitten im Dschungel

Drei Kilometer vom Zentrum entfernt stürzt die Cascada de Texolo über 20 Meter in die Tiefe. Die Kulisse diente bereits mehreren Hollywood-Produktionen als Drehort, darunter "Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil" mit Michael Douglas und "Das Kartell" mit Harrison Ford. Ein Aussichtspunkt bietet einen Panoramablick, doch wer fit ist, folgt dem markierten Pfad direkt bis zum Fuß des Wasserfalls.

Die Cascada de la Monja ist nach einem 20-minütigen Fußmarsch von Texolo aus erreichbar und bildet ein natürliches Becken, das zum Baden einlädt. Der Weg dorthin führt durch Kaffee- und Bananenplantagen. Der Zugang zu den Wasserfällen ist kostenlos, lediglich für den Parkplatz fällt eine kleine Gebühr an.

Geheimtipp: Besuche die Wasserfälle in der Regenzeit von Juni bis September, um sie in ihrer vollen Pracht zu erleben. Den Rest des Jahres führt der Fluss deutlich weniger Wasser.

Das mole xiqueño: Mehr als nur ein Gericht

Das Mole aus Xico zeichnet sich durch seine Milde aus. Es ist süßer als sein Pendant aus Puebla und besteht aus über 25 Zutaten, darunter Mulato- und Pasilla-Chilis, Schokolade, Mandeln, Erdnüsse, Sesam und manchmal Kochbananen oder Brot. Die Manufaktur Mole Xiqueño produziert jährlich fast 500.000 Kilo davon.

Für eine traditionelle Mole besuchst du am besten La Tía Celsa für eine hausgemachte Variante oder das Restaurant Acamalin für großzügig damit überzogene Enchiladas. Auch die tamales canarios, die mit Butter und Reismehl zubereitet werden, sind eine Kostprobe wert. Die sopa de xonequi, eine Bohnensuppe, die mit einem lokalen Küchenkraut verfeinert wird, wärmt wunderbar an nebligen Vormittagen.

Kaffee und lokale Spezialitäten

Die Region produziert exzellenten Hochland-Arabica. Mehrere Röstereien verkaufen ihre Ernte direkt an der Avenida Miguel Hidalgo. Als festliche Getränke solltest du den mora probieren, einen Likör aus wilden Brombeeren, oder den verde xiqueño, einen Digestif auf Basis lokaler Kräuter.

Das Fest der Magdalena: Wenn das Dorf zur Arena wird

Jedes Jahr vom 15. bis 23. Juli feiert Xico die Santa María Magdalena mit beeindruckender Hingabe. Am 19. Juli legen die Bewohner einen riesigen tapete de aserrín, einen Teppich aus gefärbtem Sägemehl, über die gesamte Länge der Hauptstraße. Am 20. Juli wird ein riesiger Blumenbogen aus der flor de cucharilla in einer Prozession zur Kirche getragen.

Der Höhepunkt ist der 22. Juli mit der Xiqueñada: Ähnlich wie beim Stierlauf in Pamplona werden Dutzende Stiere durch die Straßen gejagt. Das Event lockt bis zu 100.000 Besucher an, weshalb du deine Unterkunft Monate im Voraus buchen solltest.

Der Patio de las Palomas beherbergt über 600 bestickte Kleider, die der Heiligen seit 1898 gestiftet wurden. Das Museo del Danzante Xiqueño zeigt die Kostüme der payasos, Clowns mit geschnitzten Holzmasken, die während der Feierlichkeiten mit Kastagnetten durch die Straßen ziehen.

Wo man in Xico essen und trinken kann

Der mercadito von Xico ist der beste Ort für ein deftiges Frühstück: picaditas mit Bohnen, chiles rellenos oder Enmoladas, serviert mit einem vor Ort gerösteten Kaffee. Das Mesón Xiqueño und El Campanario an der Hauptstraße servieren gehobene regionale Küche in kolonialem Ambiente.

Am Ufer des Flusses Coyopolan bietet das Restaurant im Hôtel Coyopolan eine Karte mit über 400 Gerichten, darunter eine Spezialität mit Forellen. Für den kleinen Geldbeutel bietet El Chinini einfache antojitos mit Bergblick.

Wo man in Xico und Umgebung übernachten kann

Das Hôtel Agua Bendita bietet Hütten mit Kamin und Whirlpool in grüner Umgebung. Die Posada Los Naranjos liegt direkt im Zentrum und bietet gepflegte Zimmer ab 450 Pesos (ca. 24 Euro). Wer Natur pur sucht, findet in den Hütten rund um den Wasserfall, wie dem Rincón de Texolo, eine Übernachtungsmöglichkeit, bei der man mit dem Rauschen des Wassers aufwacht.

Eine weitere Option ist das sechs Kilometer entfernte Coatepec, ebenfalls ein Pueblo Mágico. Das Mesón del Alférez und das Hotel Casa Real del Café bieten stilvolle Zimmer in restaurierten Kolonialhäusern und eine gute Anbindung an beide Orte.

Anreise und Fortbewegung in Xico

Von Mexico City nimmst du einen ADO-Bus nach Xalapa. Die Fahrt dauert 4 bis 5 Stunden und kostet 400 bis 600 Pesos (ca. 21 bis 32 Euro). Von Xalapa fahren regelmäßig combis (Sammeltaxis) vom Parque Revolución ab. Die Fahrt dauert 30 Minuten und kostet etwa 20 Pesos (ca. 1 Euro). Ein Taxi von Xalapa kostet rund 200 Pesos (ca. 11 Euro).

Mit dem Auto fährst du von Mexiko-Stadt über die Autobahn Richtung Puebla und weiter nach Xalapa, was etwa 4 Stunden dauert. Vom Hafen Veracruz aus sind es 2 Stunden landeinwärts. Reisende aus Europa kommen in der Regel in Mexico City an, von wo es einige Aeroméxico-Verbindungen nach Xalapa gibt.

Vor Ort ist das Zentrum perfekt zu Fuß zu erkunden. Für die Wasserfälle kostet ein Taxi vom Hauptplatz etwa 50 bis 80 Pesos (ca. 3 bis 4 Euro) für eine einfache Strecke.

Die beste Reisezeit

Die Monate November bis Mai bieten trockenes Wetter und milde Temperaturen. Die Zeit um das Magdalena-Fest vom 15. bis 23. Juli verwandelt das Dorf komplett, erfordert aber eine frühzeitige Reservierung. September und Oktober solltest du meiden, wenn du starke Regenfälle und hartnäckigen Nebel vermeiden möchtest.

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Cascade de Texolo
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Xico, oder die Entdeckung der Kaffeeplantagen

Xico ist wirklich ein guter Ausgangspunkt, um den Kaffeeanbau zu entdecken. Überall um die Stadt herum gibt es Felder, die versteckt inmitten von Bananenstauden liegen. Zahlreiche Spaziergänge in der Umgebung.

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