Grandes Ecuries de Chantilly

Top 7 der schönsten Städte in de PicardieRanking 2026

Entdecke die Städte in Picardie, die unsere Mitglieder am meisten schätzen. Veröffentliche gern deine eigenen Bewertungen, um an diesem gemeinschaftlichen Ranking teilzunehmen.

Die schönsten Städte in de Picardie

#1 Chantilly +36 Empf.

Wusstest du, dass Chantilly als Ville d'art et d'histoire (Stadt der Kunst und Geschichte) ausgezeichnet ist? Die Gemeinde in der Picardie liegt etwa 40 Kilometer von Paris und 10 Kilometer von Senlis entfernt und ist ein lohnendes Ziel für einen Ausflug.

Eine fürstliche Residenz der Extraklasse

Das absolute Highlight von Chantilly ist sein Château. Es wurde im 16. Jahrhundert für Henri d'Orléans, den Sohn des letzten französischen Königs Louis-Philippe, errichtet und war einst im Besitz der einflussreichen Prinzen von Condé. Das Schloss ist heute hervorragend erhalten. Geschichts- und Architekturfans kommen hier voll auf ihre Kosten, da jede der adligen Familien ihre eigenen Spuren in der Bausubstanz hinterlassen hat. Du kannst das Petit Château mit seiner historischen Möblierung sowie das Château Neuf besichtigen, eine originalgetreue Rekonstruktion aus dem 19. Jahrhundert. Auch die Gemäldesammlungen des Musée Condé aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und das beeindruckende Cabinet des Livres mit seinen 19.000 Werken sind einen Besuch wert.

Gärten und edle Rösser

Nach der Schlossbesichtigung lädt der weitläufige Park zum Flanieren ein, der zu den schönsten Anlagen Frankreichs zählt. Besonders sehenswert sind der jardin à la française und sein Temple de l'Amour mit den Statuen von Venus und Eros sowie die umliegenden Wälder und Seen. Ein absolutes Muss sind die Grandes Écuries, unabhängig davon, ob du ein Pferdenarr bist oder nicht. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert beherbergt das Musée vivant du cheval, das sich der Geschichte der Domestizierung unserer treuesten Begleiter widmet. In den historischen Stallungen kannst du echte Pferde aus nächster Nähe bestaunen. Wenn es zeitlich passt, solltest du dir eine Dressurvorführung oder eine der Pferdeshows ansehen, bei denen Theater, Akrobatik und das Zusammenspiel von Mensch und Tier verschmelzen.

Stadtbummel und Waldspaziergänge

Chantilly bietet abseits des Schlosses noch weitere Attraktionen. Dazu gehört das Hippodrome, eine der größten Rennbahnen Frankreichs, auf der noch heute regelmäßig Pferderennen stattfinden. Der Potager des Princes ist ein ideales Ziel für Familien, um Vögel zu beobachten und durch die Blumenbeete zu schlendern. Die Stadt selbst ist charmant und von historischen Gebäuden geprägt. Das Hôtel de Beauvais aus dem 16. Jahrhundert, die église Notre-Dame de l'Assomption und der Pavillon des Manses (auch Moulin des Princes genannt) sind ebenfalls sehenswert. Wer genügend Zeit mitbringt, kann ausgedehnte Wanderungen im über 6.300 Hektar großen Wald von Chantilly unternehmen.

Die beste Reisezeit

Da der Norden Frankreichs nicht gerade für beständiges Sonnenwetter bekannt ist, empfiehlt sich die Reise in der warmen Jahreszeit. Die Monate April bis September und Oktober sind am angenehmsten. Beachte bitte: Das Schloss und die Stallungen bleiben in der Regel fast den gesamten Januar über für Besucher geschlossen.

Anreise

Am bequemsten erreichst du Chantilly mit dem Zug. Das Schloss bietet ein Kombiticket (Eintritt für Schloss, Park und Stallungen inklusive Bahnfahrt) für 25 Euro an. Von Paris aus nimmst du den RER D bis zur Station Chantilly-Gouvieux, die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Alternativ kannst du mit dem Auto anreisen, die Fahrt aus dem Zentrum der Hauptstadt dauert etwa eine Stunde.

Must-Sees

#2 Amiens +27 Empf.

Als historische Hauptstadt der Picardie und Verwaltungssitz des Departements Somme hat Amiens einiges zu bieten. Wegen der zahlreichen Kanäle und Brücken wird die Stadt oft als „Klein-Venedig des Nordens“ bezeichnet. Wusstest du schon, dass Amiens die Stadt in Frankreich mit den meisten Unesco-Welterbestätten ist? Das allein ist ein guter Grund, für ein paar Tage vorbeizuschauen.

Eine lebendige Stadt mit Charakter

Amiens zählt zweifellos zu den schönsten Städten im Norden Frankreichs und trägt seit 1992 aufgrund ihres kulturellen Erbes den Titel „Ville d'art et d'histoire“. Das Herzstück der Stadt ist das verzweigte Kanalnetz, das bei Liebhabern des Wassertourismus sehr beliebt ist. Diese „rieux“ genannten Wasserwege ziehen sich auf 65 Kilometern durch das Stadtgebiet und laden zu einer entspannten Bootsfahrt ein. Bei dieser Gelegenheit erfährst du auch mehr über die „hortillonnages“, schwimmende Gärten, die bereits seit dem Mittelalter bewirtschaftet werden. Heute wurden sie umfassend saniert und dienen als Flächen für den ökologischen Landbau.

Wenn du wieder festen Boden unter den Füßen hast, solltest du Saint-Leu erkunden, den wohl schönsten Teil von Amiens. In diesem historischen Viertel stammen einige Häuser noch aus dem Mittelalter. Da dieser Bereich im Zweiten Weltkrieg glücklicherweise von Bomben verschont blieb, sind die hübschen, farbenfrohen Fassaden, kleinen Handwerksbetriebe, Galerien und Buchläden weitgehend erhalten geblieben. Abends herrscht hier eine lebhafte Stimmung, wenn die zahlreichen Restaurants und Bars, die vor allem bei den Studierenden der Region beliebt sind, ihre Türen öffnen.

Spuren der Vergangenheit

Das Wahrzeichen von Amiens ist die monumentale Kathedrale. Als Juwel der gotischen Architektur und Unesco-Welterbe ist sie das größte Bauwerk dieser Art in ganz Frankreich. Ihre schiere Größe ist beeindruckend, denn sie ist doppelt so groß wie Notre-Dame in Paris. Im Sommer sowie zur Weihnachtszeit findet auf dem Vorplatz der Kathedrale regelmäßig eine große Licht- und Tonshow statt.

Ein weiteres Highlight in der Hauptstadt der Picardie ist das Haus von Jules Verne, das bei Besuchern jeden Alters gleichermaßen beliebt ist. Hier lebte der berühmte Schriftsteller 18 Jahre lang und verfasste einen Großteil seiner Meisterwerke. Durch die Glaskonstruktionen, Salons und das Kuriositätenkabinett tauchst du direkt in die fantastische Welt des Autors ein und spürst seine Faszination für das Meer und das Reisen. Ebenfalls sehenswert ist der Zirkus von Amiens, der 1889 von Jules Verne persönlich eingeweiht wurde. Es ist eines der wenigen festen Zirkusgebäude in Frankreich, das neben dem in Paris bis heute in dieser Form besteht.

Die beste Reisezeit

Wenn du mildes Wetter bevorzugst, sind die Monate Mai bis September ideal für einen Besuch in Amiens. Die Stadt ist jedoch so vielseitig, dass sie zu jeder Jahreszeit einen Abstecher wert ist, ganz egal, ob es gerade regnet oder nicht.

Anreise

Amiens ist von Paris aus in nur 1 Stunde und 10 Minuten mit dem Zug zu erreichen, was die entspannteste Art der Anreise ist. Auch von Lille aus bist du in weniger als einer Stunde vor Ort. Es gibt zwar einen Flughafen für Amiens-Picardie, dieser wird jedoch nur von wenigen Linien angeflogen.

Must-Sees

#3 Saint-Quentin-en-Tourmont +26 Empf.

Zwei Stunden von Paris entfernt bewacht ein Dorf mit 300 Einwohnern den Zugang zu einem der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Europas. In den Beobachtungsstationen des Parc du Marquenterre können Besucher Löffler und Graureiher aus nächster Nähe beobachten, sofern sie sich ruhig verhalten. Auf den angrenzenden Dünen grasen goldfarbene Henson-Pferde, die später Reiter für einen Galopp an den Stränden der Baie de Somme tragen. Hier gibt allein die Natur den Takt vor.

#4 Plailly +19 Empf.

Plailly ist eine kleine Gemeinde im Département Oise in der Region Hauts-de-France. Der Ort mit rund 1700 Einwohnern ist vor allem als Standort des berühmten Parc Astérix bekannt. Die meisten Besucher kommen wegen des Freizeitparks, der den gallischen Helden gewidmet ist. Es lohnt sich jedoch, bei einem Aufenthalt in der Gegend auch die Ortschaft selbst ein wenig zu erkunden.

Ruhige Ecken und Naturerlebnisse

Die Hauptattraktion von Plailly ist zweifellos der Parc Astérix, der jährlich bis zu 2 Millionen Gäste anzieht, wobei der Besucherrekord im Jahr 2017 lag. Der 1989 gegründete Park, der auf den Comics von Goscinny und Uderzo basiert, ist ein Ziel für Jung und Alt.

Abseits des Trubels rund um den Park bietet Plailly ein paar ruhige Alternativen. Die Cavée du Gué ist ein charmanter Naturpark, der besonders bei Familien beliebt ist. Das Feuchtgebiet wurde so gestaltet, dass Besucher die dortige Flora und Fauna gut beobachten können. In der warmen Jahreszeit grasen hier Schafe und Ziegen, und ab April lassen sich die Bienenstöcke besichtigen.

Zudem gibt es in den umliegenden Wäldern zahlreiche Wanderwege. Einer der bekanntesten ist der Pfad zum Christ à Bouchard, der direkt im Ortskern beginnt und durch den Wald führt. Das Waldgebiet Bois de Morrière ist für seine landschaftliche Vielfalt geschützt, insbesondere für die markanten Sandsteinblöcke am Wegesrand. Der bemerkenswerteste Punkt hier ist die Pierre Monconseil.

Historische Kirchen und Schlösser

In Plailly stößt man auch auf kulturelles Erbe. Die église Saint-Martin, die seit 1862 als Monument historique eingestuft ist, ist einen Besuch wert. Sie wurde Anfang des 12. Jahrhunderts im Stil der Frühgotik errichtet, doch ihre Fundamente deuten auf eine noch ältere Geschichte hin. Kenner werden hier den Einfluss der Kathedrale von Senlis wiedererkennen. Wenn du die Kirche verlässt, wirf einen Blick auf den schönen Brunnen auf dem Place de l’Église. Die Gemeinde beherbergt zudem verschiedene Schlösser wie Bertrandfosse und Vallière. Von Montmélián (12. bis 15. Jahrhundert) sind zwar nur noch Ruinen erhalten, aber die bis zu zwei Meter dicken Mauern sind durchaus beeindruckend.

Architekturinteressierte sollten sich die Propriété Hamet ansehen, die Ende des 19. Jahrhunderts von einem Pariser Kunstschmied erbaut wurde. Das Wohnhaus aus Stein und Ziegeln zeichnet sich durch ein sehenswertes schmiedeeisernes Tor aus.

Beste Reisezeit

Plailly ist ganzjährig erreichbar, allerdings solltest du deine Reisezeit nach den Öffnungszeiten des Parc Astérix planen. Dieser empfängt Gäste von April bis November, mit durchgehendem Betrieb von Mitte Juni bis Ende August.

Anreise

Die Fahrt von Paris nach Plailly mit dem Auto dauert über die A1 und A3 etwa 55 Minuten. Alternativ kannst du den RER in Richtung Oise nehmen und anschließend in einen Bus umsteigen. Es gibt zudem spezielle Shuttle-Busse, die direkt von Paris zum Parc Astérix fahren und dich somit in unmittelbare Nähe von Plailly bringen.

Must-See

#5 Saint-Valery-sur-Somme +15 Empf.

Im Jahr 1066 wartete Wilhelm der Eroberer hier auf den Wind, der die Geschichte Englands verändern sollte. Heute zieht die mittelalterliche Stadt über der Somme-Bucht Reisende an, die das Tempo drosseln wollen: Gassen mit blühenden Stockrosen, das Fischerviertel mit seinen bunten Fassaden und dieses wechselhafte Licht, das Fotografen begeistert. Robben sonnen sich auf den Sandbänken, während die kleine Dampfeisenbahn durch das Ästuar schnauft. Ein abgelegener Ort, der nur zwei Stunden von Paris entfernt liegt.

#6 Le Crotoy +1 Empf.

Le Crotoy bietet eine frische Brise direkt an der Meeresküste, nur zwei Stunden von Paris entfernt. Das Fischerdorf am Nordufer der Baie de Somme besitzt den einzigen Strand in Nordfrankreich, der direkt nach Süden ausgerichtet ist. Auf den Sandbänken sonnen sich Robben, tausende Zugvögel machen hier Rast und das wechselhafte Licht hat schon Generationen von Malern inspiriert. Ein ursprünglicher Ort abseits der ausgetretenen Touristenpfade.

#7 Laon +1 Empf.

Laon ist die Präfektur des Départements Aisne im Norden von Frankreich. Die Stadt besticht durch ihre Lage auf einem markanten Hügel, auf dem die Kathedrale Notre-Dame thront, was ihr den Beinamen "gekrönter Berg" eingebracht hat. Zahlreiche Pfade und steile Treppen, die sogenannten Grimpettes, verbinden die Ober- und Unterstadt. Früher verband eine Standseilbahn das Bahnhofsviertel mit dem Rathaus, doch diese wurde 2016 aus finanziellen Gründen stillgelegt. Laon hat sich einen beeindruckenden Bestand an historischen Monumenten bewahrt, allen voran die Stadtmauern, die sich über mehr als 7 Kilometer erstrecken.

 

Eine bedeutende mittelalterliche Stadt

Der Zugang zur Altstadt erfolgt durch Tore aus dem Mittelalter, die hervorragend erhalten geblieben sind, wie die porte d’Ardan und die porte de Soisson. Im Mittelalter erlebte Laon einen echten Aufschwung: Damals beherbergte sie einen Bischofspalast, der heute als Justizpalast der Stadt dient. Auch als prestigeträchtige Königsresidenz war sie zur Zeit der Karolinger bekannt. Die Kathedrale Notre-Dame stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist ein bedeutendes Beispiel der frühen Gotik, die später die Notre-Dame de Paris inspirierte. Die Abteianlage Saint-Martin geht auf den Beginn des 12. Jahrhunderts zurück. Abgesehen von ihrem schönen, als Garten angelegten Kreuzgang ist das Gebäude nicht zu besichtigen.

Wenn du mehr über die Geschichte von Laon erfahren möchtest, ist das Musée archéologique die richtige Adresse. Es beherbergt sehenswerte lokale und mediterrane Sammlungen sowie einen Bereich für bildende Kunst, in dem unter anderem ein Aquarell von Delacroix ausgestellt ist. Gleich daneben stößt du auf die chapelle des Templiers, ein Zeugnis der historischen Bedeutung der Stadt. Schlendere anschließend durch die Gassen der mittelalterlichen Altstadt, um die zahlreichen Fresken und Trompe-l’œil-Malereien zu entdecken, die heute die alten Stadtmauern schmücken.

 

Eine Stadt voller Kuriositäten

Laon zeichnet sich durch ein beeindruckendes Labyrinth aus unterirdischen Galerien aus. Die Stadt wurde auf einem Hügel aus relativ weichem Kalkstein errichtet, was den Abbau von Steinbrüchen begünstigte. In diesem unterirdischen System finden sich Muschelfossilien, ehemalige Schießscharten und sogar Spuren von Höhlenwohnungen.

In der Nähe der porte des Chenizelles führt dich die Treppe des Panoramas an einen Ort, an dem Natur und Kultur mitten im Stadtzentrum von Laon harmonieren: die Cuve Saint-Vincent. Einst von Weinbergen dominiert, ist diese begrünte Fläche heute ein schönes Ziel für Spaziergänge.

Für Geschichtsinteressierte ist Laon zudem ein Ort, der stark vom Ersten Weltkrieg geprägt wurde. Der Chemin des Dames, Schauplatz einer der verlustreichsten Schlachten, liegt nur wenige Kilometer südlich von Laon. Vor Ort bietet eine Aussichtsplattform einen weiten Blick über die Landschaft. Zudem gewährt dir die caverne du Dragon Einblicke in die verborgene Welt des Ersten Weltkriegs: Es handelt sich um eine unterirdische Kaserne, die vom Aufenthalt und der Aktivität sowohl deutscher als auch französischer Soldaten zeugt.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Laon lässt sich am besten im Frühling und Sommer besuchen. Die mittelalterlichen Feste von Laon bieten eine hervorragende Gelegenheit, die Stadt zu erleben; sie finden jedes Jahr Anfang September statt.

 

Anreise

Mit dem Auto erreichst du die Stadt über die N3 oder die Autobahn A26. Laon ist zudem per Zug direkt an Paris, Amiens, Reims und Hirson in den Ardennen angebunden.

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