Hierapolis: Bewertungen, Preise und praktische Tipps

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Hierapolis Örenyeri, 20190 Denizli, Türkei
Hierapolis Örenyeri, 20190 Denizli, Türkei
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Ruines de Hierapolis

Hierapolis, die heilige Stadt an den Toren zur Unterwelt

Die Ränge des römischen Theaters heben sich scharf vom anatolischen Himmel ab und überblicken die weißen Terrassen von Pamukkale. Weiter unten erzählen umgestürzte Säulen von 2000 Jahren Geschichte. In einer unscheinbaren Höhle entweichen giftige Dämpfe aus dem Boden: Willkommen am Tor zur Unterwelt, dem Ort, an dem antike Priester einst mit Pluto kommunizierten.

Warum solltest du Hierapolis besuchen?

Die Stadt wurde im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung von Eumenes II., dem König von Pergamon, gegründet und erhielt ihren Namen von Hiera, der Gemahlin des Helden Telephos. Als heilige Stadt hat sie ihren Namen mehr als verdient. Über viele Generationen hinweg zogen ihre Thermalquellen Reisende aus dem gesamten Mittelmeerraum an, die dort Linderung für ihre Leiden suchten.

Ihre Blütezeit erlebte Hierapolis während des Römischen Reiches im 2. und 3. Jahrhundert, nachdem sie nach dem schweren Erdbeben des Jahres 60 vollständig neu errichtet worden war. Die Stadt entwickelte sich zudem zu einem bedeutenden christlichen Zentrum: Heiliger Philippus, einer der zwölf Apostel, wurde hier gemartert und beigesetzt. Seit 1988 gehört die Stätte zum UNESCO-Welterbe und bildet gemeinsam mit Pamukkale ein Ensemble, das natürliche Wunder mit antiken archäologischen Funden vereint.

Das römische Theater, ein architektonisches Juwel

Es ist unmöglich, das Theater zu übersehen, das den gesamten Bereich dominiert. Das monumentale Bauwerk entstand unter den Herrschern Hadrian und Septimius Severus und bot einst Platz für 10.000 bis 15.000 Zuschauer. Die Fassade erstreckt sich über mehr als 100 Meter und ist in zwei Ränge mit jeweils 26 Sitzreihen unterteilt.

Besonders faszinierend sind die skulptierten Reliefs an der Bühne, die mit großer Präzision aus dem Marmor herausgearbeitet wurden. Sie zeigen Gottheiten und Szenen aus der römischen Mythologie. Trotz der Erdbeben, die die Region über die Jahrhunderte immer wieder erschütterten, blieb das Theater dank der stabilen gewölbten Unterbauten erhalten. Vom obersten Rang aus reicht der Blick über das gesamte Gelände bis hin zu den Kalksinterterrassen von Pamukkale, die unter einem glänzen.

Tipp vom Experten: Besuche das Theater am späten Nachmittag, etwa gegen 17:00 oder 18:00 Uhr im Sommer. Das schräge Licht hebt die Reliefs wunderbar hervor und die Hitze wird erträglich. Wenn du im Winter reist, genieße die abendliche Beleuchtung der wichtigsten Monumente: Das Erlebnis ist magisch und du entkommst den Menschenmassen vollständig.

Die Nekropole, ein Zeugnis der Jahrhunderte

Die nördliche Nekropole zählt mit ihren über 1.200 Gräbern zu den größten der Türkei. Sie erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Straße, die zum nördlichen Eingang führt. Von hellenistischen Grabhügeln über römische Sarkophage mit Reliefs bis hin zu hausartigen Grabmälern spiegelt die Vielfalt der Ruhestätten die kosmopolitische Natur der antiken Stadt wider.

Mehrere jüdische Gräber belegen die Bedeutung der israelitischen Gemeinschaft, die einst in Hierapolis lebte. Dort befindet sich auch das berühmte Grab von Marcus Aurelius Ammianos, dessen Relief das älteste bekannte Beispiel eines Kurbel- und Pleuelmechanismus zeigt. Manche Sarkophage tragen detaillierte Inschriften, die den Beruf der Verstorbenen und ihre guten Taten preisen.

Die besondere Stimmung dieser Nekropole mit ihren zwischen Pinien verstreuten Gräbern lädt zum Innehalten ein. Es wird schnell klar, warum so viele Kranke in diesen berühmten Kurort kamen, um dort ihre letzte Zeit zu verbringen.

Das Plutonium und die Geheimnisse des Untergrunds

Das Tor in die Unterwelt

In der Nähe des Apollon-Tempels befindet sich eine kleine Grotte, die von den Menschen der Antike als Eingang zum Reich des Hades angesehen wurde. Das Plutonium erhielt seinen Namen von Pluto, dem römischen Gott der Toten. Aus dieser Höhle entweichen geothermisch bedingte Dämpfe aus Kohlendioxid, die für jeden, der sich zu nah heranwagt, tödlich sind.

Die antiken Berichte von Strabon und Damascius beschreiben die rituellen Zeremonien, die dort stattfanden. Die eunuchischen Priester der Kybele, die entweder die Luft anhalten konnten oder die Zugluft genau kannten, betraten den Ort unversehrt, während die Opfertiere augenblicklich verendeten. Vögel, die von der warmen Luft angelockt wurden, fielen über der Höhle tot zu Boden.

Die Stätte heute

Das Plutonium wurde 1965 von italienischen Archäologen wiederentdeckt und 2022 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es ist nach wie vor aktiv, und die giftigen Gase treten weiterhin aus. Aus Sicherheitsgründen ist der direkte Zugang zur Grotte untersagt, doch man kann das Areal von einer eigens errichteten Plattform aus beobachten. Eine Nachbildung der Statue von Hades und Zerberus wurde bei der Restaurierung wieder an ihrem ursprünglichen Platz aufgestellt.

Weitere Schätze von Hierapolis

Das antike Kleopatra-Bad

Zwischen dem Archäologischen Museum und dem Apollon-Tempel bietet das antike Schwimmbecken eine einmalige Erfahrung. Im 36 Grad warmen Thermalwasser liegen versunkene Säulen und Marmorblöcke, die bei Erdbeben einstürzten. Ein Bad inmitten dieser antiken Überreste fühlt sich surreal an, als würde man durch die Geschichte schweben.

Der Legende nach soll Kleopatra selbst in diesen regenerierenden Gewässern gebadet haben. Der Zugang zum Becken erfordert eine zusätzliche Gebühr von 6 Euro, die nicht im allgemeinen Eintrittspreis enthalten ist. Badesachen und Handtuch nicht vergessen.

Die Agora und die Thermen

Die Agora aus dem 2. Jahrhundert, ein weitläufiger rechteckiger Platz, bildete das kommerzielle und politische Zentrum der Stadt. Die Läden unter den Säulengängen empfingen Händler aus ganz Anatolien. In der Nähe beherbergen die großen Thermen, die aus massiven Steinblöcken ohne Mörtel errichtet wurden, heute das Archäologische Museum. Die Sammlung umfasst prachtvolle skulptierte Sarkophage, Götterstatuen und Alltagsgegenstände.

Die Säulenstraße und das Domitian-Tor

Die Frontinus-Straße, eine lange, von Säulen gesäumte Hauptverkehrsader, durchquert die Stadt auf über einem Kilometer Länge. Sie verbindet das Südtor mit dem imposanten Domitian-Tor im Norden, einem monumentalen dreibogigen Torbau, der in den Jahren 82 bis 83 vom Prokonsul Julius Frontinus errichtet wurde. Die Überreste der öffentlichen Latrinen neben dem Tor zeugen mit ihren verzierten Säulen von der gehobenen römischen Lebensart.

Das Martyrium des Heiligen Philippus

Am Ende einer monumentalen Treppe, außerhalb der nordwestlichen Stadtmauern, beeindruckt das achteckige Martyrium des Heiligen Philippus durch seine durchdachte Raumaufteilung. Strahlende Kapellen, polygonale und dreieckige Räume gruppieren sich um das zentrale Oktogon und bilden so einen quadratischen Grundriss. Dieses Meisterwerk der frühchristlichen Architektur aus dem 4. bis 6. Jahrhundert markiert den Ort, an dem der Apostel der Überlieferung nach gemartert und begraben wurde.

Tipp vom Experten: Wenn du nur wenig Zeit hast, konzentriere dich auf das Theater, die Nekropole und das Plutonium. Miete dir am Eingang ein Elektrofahrzeug wie einen Golf Cart (etwa 20 Euro für eine Stunde): Das Gelände ist riesig und die Entfernungen zwischen den Monumenten sind beträchtlich, besonders unter der Sommersonne. Die Fahrer kennen zudem die besten Fotospots.

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Öffnungszeiten

Geöffnet ist täglich zu folgenden Zeiten: - April bis September: 6:30 bis 20:00 Uhr - Oktober bis März: 8:00 bis 18:00 Uhr Das antike Kleopatra-Bad: - April bis September: 8:00 bis 20:00 Uhr - Oktober bis März: 8:00 bis 17:00 Uhr
Öffnungszeiten sind Richtwerte und können abweichen

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Bewertungen zu Hierapolis

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Avygeo-Ranking

#1306
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#11
in Türkei
#3
in Denizli

Ruinen in schlechtem Zustand, aber eine außergewöhnliche Kulisse

Abgesehen vom römischen Theater sind die Ruinen eher in einem schlechten Zustand und es ist ziemlich schwierig, sich vorzustellen, wie der Ort früher einmal ausgesehen haben mag. Es war offensichtlich ein riesiges Thermalzentrum, das von den römischen Kaisern besucht wurde!
Dafür ist die Kulisse, und insbesondere Pamukkale, außergewöhnlich.

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