Basilika San Nicola: Bewertungen, Preise und exklusiver Promo-Code

Largo Abate Elia, 13, 70122 Bari, Italien
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Führung ab 30 €*
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Basilique San Nicola à Bari

Die Basilika San Nicola: Das Heiligtum, in dem der echte Nikolaus ruht

Zwei massive Türme rahmen eine Fassade ein, deren Strenge fast militärisch wirkt. Keine barocken Schnörkel, nur weißer Stein, der unter der Sonne Apuliens leuchtet. Hinter diesen dicken Mauern schlägt das spirituelle Herz der Stadt: Die Basilika San Nicola bewahrt seit 1087 die Reliquien des Heiligen Nikolaus, jenes Bischofs von Myra, der zum legendären Weihnachtsmann wurde.

Warum die Basilika einen Besuch wert ist

Am 9. Mai 1087 raubten zweiundsechzig Seeleute aus Bari die Gebeine des Heiligen aus seiner Kirche in Myra, in der heutigen Türkei, um sie den Seldschuken zu entziehen. Ihre Ankunft in Bari löste eine Welle der Begeisterung aus und führte zum Gelübde, ein Heiligtum zu bauen, das diesem Schatz würdig war.

Die Krypta wurde in Rekordzeit fertiggestellt und bereits 1089 von Papst Urban II. geweiht. Der gesamte Bau nahm ein weiteres Jahrhundert in Anspruch. Diese Basilika wurde zum Prototyp der apulischen Romanik: massive Formen, schlichte Linien und eine stille Kraft, die über Jahrhunderte besteht.

Heute empfängt der Ort ebenso viele katholische wie orthodoxe Pilger. Diese ökumenische Ausrichtung macht die Besonderheit aus, denn es gibt nur wenige Gebäude, in denen zwei christliche Traditionen so natürlich koexistieren.

Die Krypta und ihre Geheimnisse

Gehe die Seitentreppen hinunter. Die Temperatur sinkt, die Dunkelheit nimmt zu. Sechsundzwanzig Säulen mit byzantinischen und romanischen Kapitellen tragen die niedrigen Gewölbe. Der Duft von Weihrauch liegt in der stickigen Luft.

Die Reliquien des Heiligen Nikolaus ruhen unter dem Altar, geschützt durch ein Gitter. Ein prächtiges Silber-Retabel, das 1319 vom serbischen Zaren in Auftrag gegeben und 1684 im Barockstil erneuert wurde, glänzt in der Dämmerung. Jeden 6. Dezember lässt der Klerus eine Phiole in das Grab hinab, um das Manna des Heiligen Nikolaus zu sammeln, eine geheimnisvolle Flüssigkeit, die aus den Reliquien austreten soll und der man wundertätige Kräfte zuschreibt.

Gleich nebenan befindet sich eine orthodoxe Kapelle, die 1966 für orientalische Liturgien eingerichtet wurde. Byzantinische Gesänge klingen zwischen diesen jahrtausendealten Steinen auf eine ganz eigene Weise.

Ein persönlicher Tipp: Komm am frühen Morgen gegen 7:30 Uhr, wenn die Basilika gerade erst erwacht. Das schräge Licht fällt durch die romanischen Fenster und die Krypta ist fast menschenleer, was die Atmosphäre besonders andächtig macht.

Kunstschätze, die du nicht verpassen darfst

Das Innere besticht durch seine schlichte Weite. Drei Schiffe, die durch wiederverwendete antike Säulen getrennt sind, schaffen einen Raum, der gleichzeitig groß und nüchtern wirkt. Die vergoldete Holzdecke aus dem 17. Jahrhundert setzt einen warmen barocken Akzent, als eine der wenigen Ergänzungen, die nach den Restaurierungen des 20. Jahrhunderts erhalten blieben.

Diese Elemente solltest du dir ansehen:

  • Das Ziborium aus dem 13. Jahrhundert über dem Altar, das älteste in Apulien, verziert mit Mosaiken und getragen von vier figürlich gestalteten Säulen
  • Der Bischofsthron (Kathedra) des Abtes Elia, ein Meisterwerk romanischer Bildhauerei, das Ende des 11. Jahrhunderts vollendet wurde
  • Das Grabmal der Bona Sforza, Königin von Polen, aus Renaissance-Marmor des 16. Jahrhunderts, gerahmt von zwei weiblichen Figuren, die Bari und Polen darstellen
  • Die Mosaikböden, die in der Krypta und im Presbyterium verteilt sind

Angrenzend an die Basilika stellt das Museo Nicolaiano (Nikolausmuseum) Kelche, liturgische Gewänder, illuminierte Manuskripte und die Krone des normannischen Königs Roger II. aus. Dies ist die ideale Gelegenheit, tiefer in die Geschichte von Bari einzutauchen.

Ein lebendiger Ort im Alltag

Die Basilika ist ein aktives Gotteshaus und kein reines Museum. Die täglichen Messen strukturieren den Tag, die Einwohner von Bari kommen vorbei, um eine Kerze anzuzünden, und Reisende suchen hier Stille. Anfang Mai verwandelt die Festa di San Nicola die Stadt in eine Pilgerhauptstadt, bei der Prozessionen, Musik und Feuerwerke den Schutzpatron drei Tage lang ehren.

Gehe einmal um das Gebäude herum, um die skulptierten Portale mit pflanzlichen Motiven, Ritterdarstellungen sowie die Stiere und Elefanten zu entdecken, die die Säulen tragen. Jedes Detail erzählt eine mittelalterliche Geschichte, die in den hellen Stein gemeißelt wurde.

Führung ab 30 €*Buchung empfohlen
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Öffnungszeiten

Mo-Sa: 7:15-20:30 Uhr So: 7:15-22:30 Uhr Museo Nicolaiano (angrenzendes Museum): 10:00-18:00 Uhr, mittwochs geschlossen
Öffnungszeiten sind Richtwerte und können abweichen

*Angaben können sich ändern

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