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Was tun in Niederlande: Top 19 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Niederlande, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Niederlande

#1 Amsterdam +167 Empf.

In Amsterdam bestimmen Fahrräder und Hausboote den Rhythmus entlang der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Grachten. Zwischen den Meisterwerken im Rijksmuseum, den verwinkelten Gassen des Jordaan und der ursprünglichen Atmosphäre der traditionellen Bruine cafés bietet die niederländische Hauptstadt eine entspannte urbane Lebensart, bei der man die Zeit leicht vergisst.

#2 Maastricht +22 Empf.

Die meisten Reisenden in den Niederlanden steuern direkt auf das schöne Amsterdam zu. Warum nicht einmal abseits der ausgetretenen Pfade eine andere Stadt erkunden? Maastricht hat einen ganz eigenen Charakter und ist wie geschaffen für ein langes Wochenende.

Eine Stadt, die Geschichte schrieb

Maastricht liegt ganz im Süden des Landes und zählt zu den ältesten und bedeutendsten Städten der Niederlande. Weltweit ist sie natürlich als Geburtsort des Vertrags von Maastricht bekannt, der die Europäische Union aus der Taufe hob. Viele Europäer kennen den Namen der Stadt vor allem durch dieses Abkommen. Doch Maastricht ist weit mehr als eine politisch und wirtschaftlich interessante Stadt. Sie ist lebendig und dynamisch. Die Universität Maastricht zieht eine große Zahl an Studierenden aus ganz Europa an.

Lebensqualität im Süden

Es lohnt sich, die verschiedenen Viertel von Maastricht zu Fuß zu erkunden. Das Universitätsviertel ist bekannt für seine Dichte an Bars, Restaurants, Buchläden und Geschäften. Mit seinen Straßencafés, der geselligen Atmosphäre und dem weitläufigen Park ist es bei Studierenden sehr beliebt. Von hier aus ist man in kurzer Zeit zu Fuß im Viertel der Altstadt mit seinen charmanten historischen Gebäuden.

Der Vrijthof ist der zentrale Platz von Maastricht, den man schon von weitem an den Türmen der Doppelkirche St. Servatius und St. Johann erkennt. Viele Einheimische und Besucher schlendern durch die umliegenden Fußgängerzonen, gehen shoppen oder genießen eine köstliche Waffel, eine lokale Spezialität. Wer Hunger auf einen schnellen Snack hat, sollte unbedingt ein paar Münzen für die berühmten Automaten von FEBO bereithalten. Dort gibt es Kroketten, frittierte Rindfleischkroketten, die man heiß aus dem Fach ziehen kann.

Parks, Wälder und Spazierwege

Maastricht lässt sich hervorragend zu Fuß entdecken, aber auch das Fahrrad ist dank des gut ausgebauten Radwegenetzes eine gute Wahl. Ein Abstecher in den Maastrichter Wald lohnt sich, ebenso wie ein Besuch des amerikanischen Soldatenfriedhofs in Margraten. Wer lieber im Stadtzentrum bleibt, findet im Waldeckpark eine grüne Oase. Dort macht das Werk Das Mädchen und die Giraffe von Michel Huisman auf die Bedrohung wilder Tiere aufmerksam. Auch der Promenade an den Stadtmauern bietet eine schöne Grünfläche, die bei den Einheimischen besonders an Wochenenden für Spaziergänge oder Picknicks beliebt ist.

Die beste Reisezeit

Maastricht ist das ganze Jahr über eine Reise wert, wobei die warme Jahreszeit von Mai bis September besonders zu empfehlen ist. Dann lässt sich das Wetter am besten nutzen, um durch die Parks und Gassen der Stadt zu spazieren.

Anreise

Von Deutschland aus ist Maastricht aufgrund der Grenzlage meist sehr bequem mit dem Auto oder der Bahn zu erreichen. Wer aus dem Raum Aachen kommt, ist oft schon in weniger als einer Stunde da.

Alternativ bietet sich eine Anreise über Amsterdam an, von wo aus man mit der Bahn weiterreist. Für diese letzte Etappe sollte man etwa 2,5 Stunden einplanen und mit Kosten von 20-30 Euro für das Bahnticket rechnen.

#3 Haarlem +9 Empf.

Haarlem liegt im Norden der Niederlande und ist die Hauptstadt der Provinz Nordholland. Die Stadt befindet sich genau zwischen Amsterdam und den Nordseestränden von Orten wie Zandvoort oder Bloemendaal. Im 17. Jahrhundert zählte Haarlem zu den mächtigsten Handelszentren des niederländischen Goldenen Zeitalters. Nach einer Zeit religiöser Verfolgung sowie der Belagerung durch spanische Truppen im Jahr 1573 entwickelte sich die Stadt zu einem Zufluchtsort für Einwanderer aus vielen Nationen. Heute ist die Stadt für ihre Blumenpracht, die rund 1.000 denkmalgeschützten Gebäude entlang der Spaarne, die durch das Zentrum fließt, sowie ihre zahlreichen Cafés und Restaurants bekannt, die eine entspannte Atmosphäre schaffen.

Das Goldene Zeitalter von Haarlem

Haarlem wurde im 9. Jahrhundert gegründet und wuchs schnell. Bereits vor etwa 750 Jahren erhielt der Ort die Stadtrechte. Als bedeutender Standort der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) erlebte Haarlem einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung, der vor allem auf der Textilindustrie, dem Schiffbau, Brauereien und dem Handel mit Blumen wie Tulpen, Hyazinthen und Narzissen basierte.

Nach einem schweren Stadtbrand im Jahr 1351 wurde Haarlem im 17. Jahrhundert im Stil der Renaissance unter der Leitung des Architekten Lieven de Key grundlegend umgestaltet. Er entwarf prägende Gebäude wie die Fleischhalle oder Vleeshall, die heute als Ausstellungsfläche dient.

Eine lebendige Stadt nahe Amsterdam

Ein Spaziergang über den Grote Markt führt direkt in das historische Zentrum. Hier steht die Sint-Bavokerk, die nach der Belagerung im Jahr 1578 protestantisch wurde. Ein weiteres markantes Wahrzeichen ist die Windmühle Molen de Adriaan, die direkt am Flussufer thront.

Kulturell hat Haarlem viel zu bieten. Die Stadt zog einst zahlreiche Impressionisten an, die sich von den Porträts des Malers Frans Hals inspirieren ließen, dessen Werke heute in einem eigenen Museum ausgestellt sind. Zudem beherbergt die Stadt mit dem Teylers Museum das älteste Museum der Niederlande. Es wurde 1778 im Geiste der Aufklärung gegründet und widmet sich der Wissenschaft und Kunst. In der Sammlung finden sich auch Arbeiten von Rembrandt und Michelangelo.

Wer gerne shoppt, findet in Haarlem zahlreiche Boutiquen und Antiquitätenläden. Ein Bummel durch die Gouden Straatjes lohnt sich besonders.

Wann ist die beste Reisezeit?

Haarlem zeigt sich in der warmen Jahreszeit von Mai bis September von seiner besten Seite. Auch ab Mitte März ist ein Besuch lohnenswert, wenn die Blumensaison beginnt. Die Stadt ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Blumenhandel und eine feste Station auf der sogenannten Blumenroute oder Bloemen Route.

Anreise

Haarlem ist von Amsterdam aus bequem mit dem Zug in etwa 15 Minuten erreichbar. Von Haarlem aus bringen dich Busse direkt an die Sandstrände von Bloemendaal aan Zee (Linie 81) oder Zandvoort (Linie 81 oder 84).

#4 Enschede +4 Empf.

Einst ein Zentrum der Textilindustrie, hat sich Enschede heute zu einer lebendigen Universitätsstadt gewandelt und bietet eine entspannte Alternative zu den überlaufenen Straßen in Amsterdam. Die Stadt ist die Heimat der Brauerei Grolsch und wird vom sportlichen Eifer rund um den FC Twente sowie dem geselligen Treiben auf den Terrassen am Oude Markt geprägt. Der samstägliche Markt gehört zu den größten der Niederlande, während die Museen die mutige Transformation des ehemaligen Industriestandorts eindrucksvoll dokumentieren.

#5 Volendam +4 Empf.

Das Schreien der Möwen über dem Deich, die salzige Note von geräuchertem Aal, die aus den Räuchereien weht, und das Klappern von Holzschuhen auf dem Kopfsteinpflaster im Doolhof. Dieser kleine Fischerort in den Niederlanden, gegründet im 14. Jahrhundert, pflegt eine so ausgeprägte Identität, dass ein Einheimischer einmal sagte: "Es gibt 16 Millionen Niederländer und 22.000 Einwohner von Volendam." Das bedeutet: Wir sind anders, und wir sind stolz darauf.

Ja, der Ort lebt vom Tourismus. Ja, du wirst auf Souvenirläden und Tagesausflügler aus Amsterdam treffen. Doch jenseits der Postkartenidylle bewahrt Volendam die Seele eines Fischerdorfes, mit seinen bunten Holzhäusern, die sich eng entlang des Markermeer drängen, und Bewohnern, die an ihren Traditionen festhalten.

Volendam: Ein Ausflug für Liebhaber echter niederländischer Atmosphäre

Dieses Ziel ist ideal für Reisende, die in die traditionelle niederländische Kultur eintauchen möchten, für Familien, die einen unkomplizierten Tagesausflug ab Amsterdam suchen, und für Fotografie-Fans, die von klassischen Motiven träumen. Das Dorf lässt sich in einem halben Tag besichtigen, oder in einem ganzen, wenn du Marken dazu nimmst.

Wenn du jedoch touristische Hotspots meidest oder nach wilden Abenteuern suchst, ist dieser Ort nichts für dich. Der Hafen ist in der Hochsaison überlaufen und alles ist sehr auf den Tourismus ausgerichtet. Plane für einen Tag inklusive Transport, Essen und Aktivitäten ein Budget von 30 bis 60 Euro pro Person ein. Ein Auto ist nicht nötig: Der Bus 316 bringt dich in 20 Minuten ab Amsterdam Centraal direkt ans Ziel.

Spaziergang auf dem Deich und durch das Labyrinth des Doolhof

Das schlagende Herz des Dorfes ist der Deich, der den Hafen säumt. Hier schaukeln traditionelle Fischerboote sanft im Wasser, während die Restaurants ihre Terrassen zum Markermeer hin ausrichten. Die Stimmung schwankt je nach Uhrzeit zwischen lebhaftem Treiben und kontemplativer Ruhe. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag in der Nebensaison erlebst du das Dorf von seiner friedlichsten Seite.

Verliere dich anschließend im Doolhof, was wörtlich "Labyrinth" bedeutet. Dieses historische Viertel im alten Dorfkern macht seinem Namen alle Ehre: Die schmalen Gassen schlängeln sich scheinbar ohne Logik zwischen Holzhäusern und kleinen Kanälen hindurch. Hier wohnten einst die Fischer, und im 19. und 20. Jahrhundert ließen sich zahlreiche Künstler nieder, die vom Licht und der einzigartigen Atmosphäre des Ortes angezogen wurden.

Verpasse nicht das Art Hotel Spaander, ein legendäres Haus aus dem Jahr 1854, in dem Maler früher Inspiration suchten. Die Wände des Restaurants sind noch immer mit Werken geschmückt, die mittellose Künstler als Bezahlung hinterließen. Der Spaziergang führt dich bis zur Sint-Vincentiuskerk, einem ruhigen Zeugen der katholischen Vergangenheit des Dorfes.

Ein kleiner Tipp: Um die bunten Häuser ohne Menschenmassen zu fotografieren, solltest du in die Oude Kom ausweichen, eine weitere alte Straße, die weniger besucht ist als der Hauptdeich. Die Fassaden sind dort genauso fotogen und du triffst eher auf Einheimische als auf Touristen.

Eintauchen in die maritime Geschichte: Museen und Traditionen

Das Volendam Museum und das Haus aus Zigarrenringen

Das Volendam Museum lässt das lokale Leben zwischen 1850 und 1950 durch originalgetreue Wohnräume, traditionelle Trachten und Alltagsgegenstände wiederaufleben. Das Highlight verbirgt sich jedoch im Inneren: das Cigar Bands House, ein Raum, der vollständig mit Mosaiken aus 11 Millionen Zigarrenringen verziert ist. Eine beeindruckende und fast hypnotische Arbeit, die eine Landkarte der Niederlande und sogar das Empire State Building darstellt. Zur Begrüßung gibt es Kaffee oder Tee in entspannter Atmosphäre.

Experience Volendam: Das Dorf in der virtuellen Realität

Experience Volendam bietet eine immersive Reise mit Virtual-Reality-Brillen, die dich direkt in den Hafen des Jahres 1916 versetzen. Du läufst virtuell zwischen den Booten umher, entdeckst alte Handwerksberufe und begegnest Einwohnern in historischer Kleidung. Eine kurze Führung vorab ergänzt das VR-Erlebnis gut. Der Eintritt kostet etwa 9 Euro, zudem besteht die Möglichkeit, sich in traditioneller Tracht fotografieren zu lassen.

Das Palingsound Museum und die musikalische Seele des Dorfes

Historisch lebte das Dorf vom Fischfang und dem Räuchern von Aal. Das Musée Palingsound zeichnet diese Tradition nach und erkundet gleichzeitig die Entstehung des Palingsound, ein für den Ort charakteristischer Pop-Musikstil, der eine ganze Generation niederländischer Künstler prägte. Ein unerwarteter Einblick in die lokale kulturelle Identität.

Ein kleiner Tipp: Wenn das Wetter mitspielt, kannst du mit dem Fahrrad zur Mühle De Kathammer fahren, die inmitten der Wiesen etwa 2 Kilometer vom Zentrum entfernt steht. Der Weg führt durch die für Nordholland typische grüne Landschaft und bietet eine entspannende Perspektive nach dem Trubel am Hafen.

Von Volendam nach Marken: Überfahrt zu einer ehemaligen Insel

Vom Hafen aus bringt dich der Volendam Marken Express in 25 Minuten auf die ehemalige Insel Marken, die seit 1957 durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Die Überfahrt auf dem Markermeer bietet schöne Ausblicke, während ein Audioguide die Geschichte dieser Fischerdörfer erzählt.

Auf Marken fällt die Architektur sofort ins Auge: Häuser auf Erdhügeln oder Stelzen, um sich vor den Fluten zu schützen, bevor die Deiche gebaut wurden. Das Tempo ist hier noch langsamer als in Volendam und die Atmosphäre deutlich weniger touristisch. Verpasse nicht das Marken Museum, das lokale Bräuche erklärt, die alte Holzschuhfabrik und den Spaziergang zum Leuchtturm Paard van Marken, der 1839 erbaut wurde und noch immer in Betrieb ist.

Der kleine Strand von Volendam ist bescheiden, aber einladend für eine erfrischende Abkühlung im Süßwasser des Markermeer (das vor der Schließung durch den Abschlussdeich 1932 Salzwasser war). Ideal für Familien mit Kindern an heißen Sommertagen.

Wo essen und trinken in Volendam?

Die unangefochtene Spezialität bleibt der rohe Hering (haring), der mit gehackten Zwiebeln serviert wird und den man auf holländische Art mit in den Nacken gelegtem Kopf in einem Stück verzehrt. Die Kioske am Deich bieten ihn für etwa 2 Euro an. Probiere auch den Kibbeling, knusprig frittierte Kabeljau-Stücke, und den geräucherten Aal (paling), eine historische lokale Spezialität mit kräftigem Geschmack und einer natürlich fettigen Textur.

Für ein gemütliches Essen mit Aussicht ist Smit-Bokkum die beste Adresse für Räucherfischgerichte; es gibt dort sogar ein kleines Museum und einen Feinkostladen. Rechne mit durchschnittlich 35 Euro pro Person. Das Restaurant De Lunch im Herzen des Hafens serviert traditionelle Fischküche in einem authentischen Ambiente voller Erinnerungsstücke. Eine preiswerte Option ist De Haven, das direkt am Deich großzügige Portionen Fish and Chips serviert.

Was Käse betrifft, solltest du Gouda und Edamer auf den umliegenden Bauernhöfen wie Alida Hoeve oder Henri Willig probieren, die kostenlose Verkostungen und Vorführungen zur Käseherstellung anbieten. Einige zeigen auch die handwerkliche Anfertigung von Holzschuhen (klompen).

Wo übernachten in Volendam und Umgebung?

Das Dorf bietet einige charmante Hotels, darunter das berühmte Hotel Spaander (Best Western Signature Collection) mit seinem einzigartigen historischen Flair und Wänden voller Kunstwerke. Perfekt, um die künstlerische Atmosphäre des Ortes aufzusaugen. Das Hotel Old Dutch bietet eine komfortable Alternative mitten im Zentrum.

Für ein originelles Erlebnis vermietet der Marinapark Volendam kleine Häuser, die der traditionellen lokalen Architektur nachempfunden sind und ideal für Familien sind. Rechne je nach Saison und Komfort mit 80 bis 150 Euro pro Nacht.

Falls alles ausgebucht ist oder du Abwechslung suchst, bietet Edam (5 km entfernt) weitere Unterkunftsmöglichkeiten in einem ebenfalls sehr charmanten Rahmen. Amsterdam ist nur 20 Kilometer entfernt: In der Hauptstadt zu übernachten und für einen Tagesausflug herzukommen, ist die flexibelste Option.

Wie kommt man nach Volendam und wie bewegt man sich fort?

Von Amsterdam nimmst du den Bus 316 am Centraal Station. Die Fahrt dauert 20 Minuten und kostet etwa 5 Euro für eine einfache Strecke. Das Tagesticket Amsterdam and Region Ticket (etwa 12 Euro) deckt alle regionalen Verkehrsmittel ab und lohnt sich, wenn du mehrere Ziele kombinierst. Die Busse verkehren den ganzen Tag über sehr häufig.

Mit dem Auto benötigst du ab Amsterdam etwa 20 bis 25 Minuten über die A10 und die N247. Gebührenpflichtige Parkplätze (etwa 5 Euro pro Tag) säumen das Dorf. Vor Ort ist alles fußläufig erreichbar: Das historische Zentrum lässt sich in 15 Minuten bequem durchqueren.

Zahlreiche organisierte Ausflüge ab Amsterdam kombinieren Volendam mit Marken, Zaanse Schans (Windmühlen) und Edam (Käse). Praktisch, wenn du wenig Zeit hast oder die Logistik lieber anderen überlässt.

Wann ist die beste Reisezeit?

Der Frühling (April-Mai) und der Sommer (Juni-August) bieten die besten Wetterbedingungen mit Temperaturen zwischen 15 und 22°C. Es ist jedoch auch die Hauptreisezeit: Erwarte zwischen 11:00 und 16:00 Uhr volle Deiche, besonders an den Wochenenden, wenn die Reisebusse in Scharen ankommen.

Der Herbst (September-Oktober) ist der beste Kompromiss: Das Wetter ist noch mild, das Licht hervorragend zum Fotografieren und unter der Woche ist deutlich weniger los. Der Winter bleibt kalt und windig, bietet aber eine authentische Stimmung, wenn du absolute Ruhe suchst. Einige Restaurants schließen in der Nebensaison, prüfe das am besten vor deiner Reise.

Ranking der 14 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Niederlande

#1 Rijksmuseum (Amsterdam) +28 Empf. 4.6/5

Das Rijksmuseum ist das meistbesuchte Museum der Niederlande und entsprechend gut besucht. Die Geschichte reicht bis 1800 zurück. Nach zehnjähriger Umbauphase öffnete es 2013 erneut seine Pforten und ist heute das Aushängeschild von Amsterdam. Zu sehen sind Werke von Vermeer, Hals und Steen. Das Highlight ist Rembrandts De Nachtwacht (Die Nachtwache).

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#2 Anne-Frank-Haus (Amsterdam) +23 Empf. 4.5/5

Wer kennt nicht die Geschichte von Anne Frank, die sich während des Zweiten Weltkriegs in Amsterdam vor den Nationalsozialisten versteckte? In einem geheimen Hinterhaus lebte die Familie über zwei Jahre lang in völliger Isolation. Heute ist das Anne-Frank-Haus ein Museum, das die bedrückende Geschichte dieses Verstecks eindrucksvoll dokumentiert und an ihr berühmtes Tagebuch erinnert.

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#3 Blumenmarkt (Amsterdam) +22 Empf. 4.6/5

Direkt am Kanal, der den historischen Stadtkern von Amsterdam umschließt, liegt der Bloemenmarkt. Dieser schwimmende Blumenmarkt ist bei Touristen sehr beliebt und besticht durch leuchtende Farben sowie tausende Blumenzwiebeln, die du hier einzeln und zu günstigeren Preisen als in Deutschland oder Frankreich erwerben kannst. Neben den berühmten Tulpen, dem Symbol der Niederlande, findest du je nach Saison eine große Auswahl an Narzissen, Schneeglöckchen, Hyazinthen, Nelken, Pfingstrosen, Veilchen, Orchideen und vielen weiteren Sorten.

Während die Verkaufsboote im 19. Jahrhundert noch direkt am Fluss Amstel anlegten, stehen die Floristen heute auf fest installierten Kähnen. Ihre kleinen Gewächshäuser verbreiten einen stetigen, zarten Blumenduft. Der Bloemenmarkt liegt zwischen dem Muntplein (Münzplatz) und dem Koningsplein (Königsplatz), einer der Hauptverkehrsadern der Stadt. Er ist zwar ein bekanntes Wahrzeichen, aber nicht unbedingt eine der Attraktionen, die man zwingend gesehen haben muss. Dennoch bietet er einen netten Spaziergang durch die niederländische Hauptstadt. Als lokale Institution hat sich der Markt dem Tourismus angepasst und bietet heute deutlich mehr günstige Souvenirs als frische Pflanzen an.

Nicht jeder Besucher schafft es während der Frühlingszeit zum Park Keukenhof, der etwa 20 Minuten vom Flughafen Schiphol entfernt liegt, oder zum Festival in Flevoland, das man in weniger als einer Stunde mit dem Auto erreicht. Der Blumenmarkt ist in solchen Fällen ein guter Ersatz und zeugt von der niederländischen Expertise in Sachen Gartenbau und Floristik.

Wer auf der Suche nach einem authentischeren Markterlebnis ist, sollte den Albert Cuypmarkt im Stadtviertel De Pijp im Süden der Stadt besuchen. Dort gibt es nicht nur frische Schnittblumen, sondern auch lokale Spezialitäten wie Hering mit Gewürzgurke und Käse in allen erdenklichen Variationen.

#4 Van Gogh Museum (Amsterdam) +21 Empf. 4.3/5

Das Van Gogh Museum beherbergt weltweit die umfangreichste Sammlung des Künstlers: Über 200 Gemälde, darunter die berühmten Sonnenblumen, Das Schlafzimmer und der Mandelblütenzweig. Der chronologische Rundgang zeigt die rasante Entwicklung eines Malers, der innerhalb von nur zehn Jahren von niederländischer Düsternis zur farbgewaltigen Ausdruckskraft Südfrankreichs fand.

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#5 Dam (Amsterdam) +16 Empf. 4.6/5

Der Dam ist das pulsierende Herz von Amsterdam. Nur einen kurzen Fußweg vom Bahnhof Central Station entfernt, vereint der Platz das klassizistische Paleis op de Dam, die gotische Nieuwe Kerk sowie das Nationaldenkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen von Touristen und Einheimischen, die den Platz zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren. Hier treffen die drei wichtigsten Straßen der Stadt aufeinander: die Nieuwendijk, die Kalverstraat und die Damstraat. Auch das traditionsreiche NH Grand Hotel Krasnapolsky und das Kaufhaus De Bijenkorf, das mit dem Pariser Bon Marché vergleichbar ist, haben hier ihren Standort.

Als historisches Zentrum der Stadt wurde der Dam, dessen Name auf den Damm über den Fluss Amstel verweist, im 13. Jahrhundert unter Florent V. von Holland angelegt. Er bildete die Grundlage für das Damrak, das erste Hafenbecken des Landes, das jedoch 50 Jahre später zugeschüttet wurde. Nachdem 1655 der Sitz der Regierung auf dem rechteckigen Platz erbaut wurde, residierte dort später auch Napoleon Bonaparte. Als Ort politischer Macht und des Handels wurde der Dam über ein ausgeklügeltes Kanalsystem mit dem neuen Hafen verbunden.

Die gotische Nieuwe Kerk wurde 1408 nach dem Vorbild der Kathedrale von Amiens errichtet. Nach zwei verheerenden Bränden hat sich die Fassade über die Jahrhunderte stark verändert. Heute dient die Kirche als nationaler Ort für die Amtseinführungen der niederländischen Monarchen sowie für Staatsbegräbnisse bedeutender Persönlichkeiten.

Das Nationaldenkmal wurde 1956 von Jacob Oud entworfen. Jeden 4. Mai versammeln sich dort über 20.000 Menschen zur nationalen Gedenkfeier.

Jedes Jahr wird der Dam anlässlich des Nationale Tulpendag (nationaler Tulpentag) in einen temporären Garten verwandelt. Wer zu dieser Zeit in der Stadt ist, sollte sich diesen Anblick nicht entgehen lassen.

#6 Vondelpark (Amsterdam) +11 Empf. 4.7/5

Der Vondelpark ist die beliebteste Grünanlage in Amsterdam. Auf 47 Hektar bietet der Park mit seinen Wegen und Teichen auf über 15 km Länge Raum für Spaziergänge, Picknicks oder Ruhepausen. Bekannt ist er zudem für seine Open-Air-Konzerte und Theateraufführungen. Ob Naturfreund oder Sportler, jeder findet in diesem Wahrzeichen seinen Platz.

#7 Vrijthof (Maastricht) +11 Empf. 5/5

Der Vrijthof ist der lebendigste Platz von Maastricht und ein architektonisches Highlight. Ob Open-Air-Konzerte wie die von André Rieu, das Kulinarik-Event Preuvenemint oder der Weihnachtsmarkt, hier pulsiert das Leben. Besichtige die Sint Servaaskerk (Sankt-Servatius-Basilika) und Sint Janskerk, das ehemalige spanische Regierungsgebäude, das Hoofdwacht sowie das prachtvolle Theatergebäude Generaalshuis.

#8 Beginenhof (Amsterdam) +6 Empf. 2.5/5

Der Beginenhof in Amsterdam ist ein begrünter Innenhof, umgeben von Wohnhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Einst lebten hier Beginen, eine Gemeinschaft frommer Frauen, die sich der Krankenpflege widmeten. Heute ist der Ort eine Oase der Ruhe. Besucher können an Führungen teilnehmen, um die Geschichte der dortigen Wunder zu erfahren. Gottesdienste finden weiterhin regelmäßig statt.

#9 Wissenschaftsmuseum NEMO (Amsterdam) +2 Empf. 3.7/5

Das Wissenschaftsmuseum NEMO liegt direkt am Oosterdok in Amsterdam. Rund 20.000 Exponate dokumentieren wissenschaftliche Fortschritte des 19. und 20. Jahrhunderts, von Elektrizität bis zur Digitalisierung. Das von Renzo Piano entworfene Gebäude besticht durch modernes Design. Ein absolutes Highlight ist die große Dachterrasse, die einen weiten Blick über Amsterdam und die Umgebung bietet.

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#10 Volendam Museum (Volendam) +2 Empf. 4/5

Das Volendam Museum beleuchtet die Geschichte, Kultur und das Folklore des Ortes. Gemälde, eingerichtete Räume und Szenen lassen den Alltag zwischen 1850 und 1950 lebendig werden. Zusätzlich bietet die Experience Volendam eine virtuelle Reise durch die Dorfgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts an, bei der du die Vergangenheit per VR Brille hautnah erlebst.

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#11 Hafen von Volendam (Volendam) +2 Empf. 5/5

Nur etwa 20 Kilometer von Amsterdam entfernt bietet der Hafen von Volendam eine Zeitreise in die Welt eines authentischen niederländischen Fischerdorfes. Zwischen historischen Segelbooten genießt du rohen Hering oder geräucherten Aal, schlenderst durch enge Gassen und kannst in den Souvenirläden sogar in traditionelle Trachten schlüpfen. Ein charmantes Ziel für einen Tagesausflug.

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#12 Museumplein (Amsterdam) +2 Empf. 5/5

Der Museumplein ist, wie der Name schon sagt, der Platz der Museen in Amsterdam. Hier triffst du auf die drei wichtigsten Häuser der Stadt: das Rijksmuseum (Nationalmuseum), das Van Gogh Museum und das Stedelijk Museum (Museum für moderne Kunst). Neben Kultur bietet der Platz eine große Grünfläche mit Wasserbecken, Konzerte im Concertgebouw sowie exklusive Boutiquen und Designgeschäfte.

#13 Deich von Volendam (Volendam)

Der Deich von Volendam ist die charakteristische Promenade dieses Fischerdorfes, nur 20 km von Amsterdam entfernt. Gesäumt von bunten Häusern, Fischrestaurants und traditionellen Läden, bietet er einen authentischen Einblick in die niederländische Küstenkultur. Ob geräucherter Aal, ein Spaziergang am Hafen oder das historische Viertel Doolhof, diese belebte Meile bewahrt den Charme vergangener Zeiten.

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#14 Rotlichtviertel von Amsterdam (Amsterdam) -11 Empf. 2.8/5

Das Rotlichtviertel in Amsterdam ist nicht nur der touristischste Bereich der Stadt, sondern auch der berüchtigtste. In den engen Gassen finden sich Bars, Coffeeshops, Souvenirgeschäfte und Museen. Das Herzstück sind die rot beleuchteten Fenster. Trotz des Rufs sorgen Polizei und strenge Regeln für Sicherheit. Historische Bauwerke wie die Oude Kerk und das Museum Amstelkring zeigen eine völlig andere Seite.

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Die Niederlande ohne Klischees: Kanäle, Fahrräder und weit mehr als nur Tulpen

Ein Viertel der niederländischen Landesfläche liegt unter dem Meeresspiegel. Das Land ist buchstäblich gegen die Natur erkämpft worden, durch das Abpumpen von Wasser, den Bau von Deichen und das Ausheben von Kanälen. Vielleicht erklärt dieser hartnäckige Kampf um jeden Quadratmeter, warum es den Niederländern gelungen ist, so viele Museen, Architektur und lebendige Orte auf einer Fläche unterzubringen, die etwa doppelt so groß wie Belgien ist.

Die Niederlande: Ein Ziel für fast jeden, nur nicht für Klischees

Amsterdam zieht oft die gesamte Aufmerksamkeit auf sich, was dem restlichen Land nicht gerecht wird. Das ist ein Fehler. Die Niederlande verdienen eine umfassendere Erkundung und eignen sich ebenso gut für einen Kurztrip am Wochenende wie für eine zweiwöchige Radtour.

Ideal für:

  • Städtereisende: Amsterdam, Rotterdam, Utrecht und Den Haag liegen alle weniger als 1 Stunde voneinander entfernt.
  • Kunst- und Museumsliebhaber: Die Sammlungen gehören zu den besten in Europa.
  • Radfahrer: Das Netz an Radwegen gilt als das beste der Welt.
  • Familien: Eine hervorragende Infrastruktur und hohe Sicherheit machen das Reisen unkompliziert.
  • Naturliebhaber: Dünen, Wälder, Moore und die Küste der Nordsee bieten viel Abwechslung.
  • Reisende aus Paris oder Brüssel: Mit dem Zug in nur 3 Stunden erreichbar.

Weniger geeignet für:

  • Sonnenanbeter: Das Wetter ist das ganze Jahr über wechselhaft.
  • Reisende, die Menschenmassen meiden wollen: Amsterdam ist im Sommer überlaufen.
  • Reisende mit sehr kleinem Budget: Die Unterkünfte zählen zu den teuersten in Westeuropa.
  • Liebhaber von Hochgebirge und unberührter Wildnis.

Ein westeuropäisches Budget: Kompfortabel, aber nicht günstig

Die Niederlande sind nicht ruinös, aber gerade in Amsterdam steigen die Übernachtungspreise schnell an. In der Hochsaison ist eine Buchung weit im Voraus nahezu Pflicht. Rotterdam und Utrecht bieten da oft zugänglichere Alternativen.
Geschätzte Budgets für verschiedene Reisearten in den Niederlanden (ohne Anreise)
Reiseart Ziel Dauer Geschätztes Budget / Person
Kunst- und Kultur-Städtetrip Amsterdam 1 Wochenende (2 Nächte) 250 € bis 500 €
Architektur und Urban Design Rotterdam 2 bis 3 Tage 200 € bis 400 €
Tulpen und Landleben Keukenhof + Region Leiden 2 bis 3 Tage 200 € bis 400 €
Radtour Gesamte Niederlande 1 bis 2 Wochen 600 € bis 1.200 €
Natur und große Parks Hoge Veluwe + Veluwe 3 bis 4 Tage 250 € bis 500 €

Remarkabel einfach zu bereisen

Jeder spricht Englisch, die Transportmittel sind pünktlich und die Radinfrastruktur ist vorbildlich. Für deutsche Staatsangehörige oder Reisende aus der EU ist kein Visum erforderlich. Es ist eines der am einfachsten zu bereisenden Ziele in Europa für Alleinreisende oder Familien. Die Sprachbarriere existiert praktisch nicht, da fast die gesamte Bevölkerung fließend Englisch spricht, auch auf dem Land. Niederländisch ist zwar die Amtssprache, aber ein paar Brocken werden dir überall freundliche Blicke einbringen.

Amsterdam aus der Sicht der Einheimischen, abseits der Klassiker

Amsterdam leidet im Sommer unter dem touristischen Ansturm. Dennoch sind die von der UNESCO geschützten Grachten, die Giebelhäuser und die Museen von Weltrang einen Besuch wert, sofern man ihn klug plant. Das Rijksmuseum ist mit seinen Werken von Rembrandt und Vermeer ein absolutes Muss, ebenso wie das Anne-Frank-Haus. Reserviere für beide Adressen unbedingt Wochen im Voraus online, denn die Warteschlangen ohne Ticket sind schlichtweg zu lang. Das Stedelijk Museum für zeitgenössische Kunst und Design ist oft weniger überlaufen und ebenso faszinierend.

Tipp vom Experten: Meide das historische Zentrum für deine Mahlzeiten. Entdecke stattdessen Viertel wie De Pijp (mit dem Albert-Cuyp-Markt und lokalen Cafés) oder den Jordaan für eine deutlich entspanntere Atmosphäre. Früh am Morgen, gegen 7:30 oder 8:00 Uhr, sind die Grachten fast menschenleer und bieten die besten Fotomotive.

Städte, die einen Stopp wert sind

  • Rotterdam ist unser Favorit. Nach den Zerstörungen von 1940 komplett neu aufgebaut, ist sie heute ein Labor für mutige zeitgenössische Architektur. Die Markthal, die wie ein Bleistift geformte Bibliotheek Rotterdam und die Kubushäuser von Piet Blom machen jedes Viertel zu einer Lektion in Sachen Städtebau.
  • Utrecht ist wie Amsterdam, nur ruhiger, günstiger und lokaler. Die Grachten mit ihren am Wasser gelegenen Kellerrestaurants, der Dom Tower und die allgegenwärtigen Fahrräder sorgen für eine hohe Lebensqualität. Die Fahrt ab Amsterdam dauert nur 30 Minuten mit dem Zug.
  • Den Haag verdient weit mehr Beachtung, als die meisten Reiseführer ihr beimessen. Als Regierungssitz und Standort des Internationalen Gerichtshofs beherbergt sie im Mauritshuis ein Museum mit der berühmten Mädchen mit dem Perlenohrgehänge von Vermeer. Nur 10 Minuten mit der Straßenbahn entfernt liegt Scheveningen, das größte Seebad des Landes.

Windmühlen, Polder und Postkartendörfer

Die niederländische Landschaft ist ein menschliches Konstrukt. Die Windmühlen in den Poldern dienen nicht der Dekoration, sondern haben über Jahrhunderte Wasser abgepumpt, um das Land urbar zu machen. Viele davon sind noch heute in Betrieb. Zaanse Schans, 20 Minuten nordwestlich von Amsterdam, ist ein rekonstruiertes Dorf aus dem 17. Jahrhundert mit funktionierenden Mühlen, bemalten Holzhäusern und Käsereien. Es ist touristisch, aber sehenswert. Noch beeindruckender ist Kinderdijk bei Rotterdam, wo 19 Mühlen in einer UNESCO-geschützten Polderlandschaft stehen. Das Licht am späten Nachmittag ist hier spektakulär. Volendam und Marken am IJmeer bewahren eine maritime Architektur mit bunten Häusern. Manchmal sieht man bei Festlichkeiten sogar noch Einwohner in traditioneller Tracht. Das ist zwar folkloristisch, hat aber durchaus Charme.

Tulpenfelder und niederländische Natur

Von April bis Mai verwandelt sich die Region Bollenstreek (das Zwiebel-Land) zwischen Leiden und Haarlem in ein buntes Farbenmeer. Der Keukenhof, geöffnet von Mitte März bis Mitte Mai, ist der größte Frühlingsblumengarten der Welt mit jährlich 7 Millionen gepflanzten Zwiebeln. Es ist voll, aber das Spektakel lohnt sich. Für Natur pur abseits der Touristenströme bietet der Nationalpark Hoge Veluwe (Provinz Gelderland, 2 Stunden ab Amsterdam) 5.500 Hektar Sanddünen, Wälder und Heideflächen. Am Eingang stehen kostenlose weiße Fahrräder zur Erkundung des Parks bereit. Das Kröller-Müller Museum mitten im Park beherbergt eine der weltweit größten Van-Gogh-Sammlungen.

Tipp vom Experten: Um Tulpen zu sehen, musst du nicht nur zum Keukenhof. Die Radwege zwischen Lisse und Hillegom führen durch endlose Felder, die weitaus fotogener sind als der überfüllte Park. Erkunde sie am besten unter der Woche mit dem Fahrrad.

Die friesischen Inseln: Das andere Ende des Landes

Vor der Nordküste bilden die westfriesischen Inseln einen Archipel, der bei vielen Reisenden noch ein Geheimtipp ist. Texel, die größte und am einfachsten erreichbare Insel (20 Minuten Fähre ab Den Helder), bietet feine Sandstrände, außergewöhnliche Vogelreservate und eine Atmosphäre, in der man sich wie am Ende der Welt fühlt. Vlieland und Terschelling sind noch isolierter und ruhiger. Autos sind dort verboten oder stark eingeschränkt. Man bewegt sich per Rad fort, schläft in kleinen charmanten Hotels und isst frischen Fisch. Dies ist eine Seite Hollands, die viele Touristen unterschätzen.

Die Niederlande kulinarisch: Zwischen Seefahrertradition und unerwarteter Gastronomie

Die niederländische Küche hatte lange einen zu Unrecht schlechten Ruf. Sie ist zwar einfach und deftig, wie es sich für ein Land von Seeleuten und Bauern gehört, bietet aber echte Genüsse. Den Haring (marinierten Hering) isst man klassisch mit der Hand an einem Stand, garniert mit Zwiebeln und Gewürzgurken. Es ist ein ritueller Straßensnack, den man beim lokalen Fischhändler probieren sollte. Stroopwafels (dünne Waffeln mit Karamellfüllung) und Bitterballen (frittierte Fleischkroketten, serviert als Aperitif mit Senf) sind feste Säulen der kulinarischen Kultur. Die Käsesorten, allen voran Gouda und Edam, sollte man am besten in der gereiften Version (oud) probieren, anstatt die jungen Exportvarianten zu kaufen. Amsterdam und Rotterdam bieten dynamische Gastronomieszenen mit starkem indonesischen Einfluss aus der Kolonialzeit. Die Rijsttafel, eine indonesische Mahlzeit aus zahlreichen kleinen Gerichten rund um Reis, ist eine Institution, die man mindestens einmal testen sollte. Die Fenix Food Factory in Rotterdam ist eine der besten Adressen, um dies in einem umgebauten Industrieareal zu erleben.

Wann ist die beste Reisezeit?

Der Frühling (April bis Mai) ist wegen der Tulpen die beliebteste Zeit. Auch klimatisch ist es angenehm, mit Temperaturen zwischen 12 und 18°C und hellen Tagen. Es ist jedoch die meistbesuchte Zeit, besonders rund um den Keukenhof. Der Sommer (Juni bis August) ist ideal für Terrassenbesuche, Festivals (wie das North Sea Jazz Festival in Rotterdam im Juli oder das DGTL in Amsterdam zu Ostern) und die Strände. Die Temperaturen steigen selten über 25°C. Dies ist Hochsaison, daher müssen Unterkünfte und Museen rechtzeitig gebucht werden. Der Herbst eignet sich gut für Städtetrips mit weniger Andrang und günstigeren Preisen. Der Winter ist oft grau und kühl, aber Weihnachtsmärkte und Eislaufbahnen verleihen den Städten eine besondere Atmosphäre. Im Dezember feiert man zudem Sinterklaas, ein sehr wichtiges nationales Fest am 5. Dezember.

Wie kommt man in die Niederlande?

Ab Paris ist der Zug die komfortabelste und umweltfreundlichste Option. Der Eurostar verbindet Paris-Nord mit Amsterdam in etwas mehr als 3,5 Stunden, mit Tickets ab 35 € bei früher Buchung. Ab Brüssel erreicht man Amsterdam mit dem Hochgeschwindigkeitszug in nur 1 Stunde und 50 Minuten. Das Flugzeug ist eine Option von Städten ohne direkte Zugverbindung. Der Flughafen Amsterdam-Schiphol ist eines der wichtigsten europäischen Drehkreuze und wird von zahlreichen Airlines angeflogen, darunter Air France, KLM und verschiedenen Billigfliegern. Der Flughafen Rotterdam-Den Haag ist eine kleinere, manchmal günstigere Alternative. Für EU-Bürger ist kein Visum erforderlich.

Wie bewegt man sich fort?

Das Fahrrad ist das Transportmittel schlechthin. Das Land verfügt über mehr als 35.000 km markierte Radwege. Räder können an jedem Bahnhof über OV-fiets (Kurzzeitmiete mit Abo) oder bei zahlreichen unabhängigen Verleihern gemietet werden. In der Stadt ist dies meist der schnellste Weg. Das Schienennetz der NS (Nederlandse Spoorwegen) ist dicht und pünktlich. Alle großen Städte sind mehrmals pro Stunde verbunden. Mit der OV-chipkaart kannst du alle öffentlichen Verkehrsmittel (Zug, Bus, Straßenbahn, Metro) im ganzen Land mit einem einzigen Ticket nutzen. Für Besucher gibt es spezielle Tages- und Wochenpässe. Das Auto ist nützlich, um ländliche Regionen, die friesischen Inseln oder die Polder in der Provinz Zeeland zu erkunden. In Städten ist das Parken jedoch teuer und kompliziert: In Amsterdam zahlst du bis zu 7 € pro Stunde im Zentrum. Öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad sind für Städtetrips weitaus empfehlenswerter.

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Center Parcs Niederlande

Center Parcs Niederlande

Center Parcs wurde 1968 in den Niederlanden gegründet und betreibt heute neun Ferienanlagen, die von der Küste in Zeeland bis in die Wälder der Provinz Drenthe reichen. Gäste nutzen dort ein breites Freizeitangebot wie die bekannten Aqua Mundo Wasserwelten, Kletterparks und komfortable Unterkünfte. Die Anlagen eignen sich ideal für Familien, Paare oder Freundesgruppen, die eine Auszeit im Grünen mit moderner Infrastruktur und zuverlässigem Service suchen.

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