Besuch im Rotlichtviertel
Das berühmte Rotlichtviertel von Amsterdam, international als Red Light District bekannt, braucht kaum eine Vorstellung. Mitten im historischen Kern gelegen, ist es ein lebhaftes Viertel, das für seine beleuchteten Fenster, Coffeeshops, skurrilen Läden und überraschenderweise auch für seine architektonisch bedeutenden Kirchen bekannt ist.
Ein Mix der Eindrücke
Das Rotlichtviertel zählt zu den ältesten Stadtteilen von Amsterdam. Seit die Stadt im 13. Jahrhundert zu einem bedeutenden Hafen heranwuchs, etablierte sich hier die Prostitution. Heute ist das Angebot für Erwachsene vielfältig und prägt eine ganz eigene Atmosphäre.
Die Prostitution: Hinter den rund 290 rot beleuchteten Fenstern präsentieren sich Frauen den Passanten. Seit der Legalisierung im Jahr 2000 ist dieses Gewerbe fest institutionalisiert, mit speziellen Gassen für unterschiedliche Zielgruppen. Parallel dazu bieten Etablissements wie das Casa Rosso und das Moulin Rouge Live-Shows und Striptease an. Eine weitere Option sind die in der Branche üblichen Peep-Shows in Videokabinen.
Die Sex-Shops: Ein Besuch gehört für viele Reisende zum touristischen Pflichtprogramm, sei es nur zur reinen Neugier oder für den Kauf von Souvenirs. Das Angebot an Zubehör ist schier unendlich. Das bekannteste Fachgeschäft ist die Condomerie in der Warmoesstraat 141.
Die Bars und Coffeeshops: Auch wenn der Konsum von Cannabis in den Niederlanden lediglich geduldet ist (bis zu 5 Gramm), findest du hier zahlreiche Orte, um das Angebot in verschiedensten Formen zu erwerben oder zu konsumieren.
Auch Museen haben hier ihren Platz gefunden. Das Museum der Erotik widmet sich der Erotik und präsentiert eine Sammlung internationaler Kunstobjekte wie Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen. Das Prostitutionsmuseum, bekannt als Red Light Secrets, beleuchtet anhand von Dokumenten und persönlichen Berichten die Geschichte der Prostitution über die Jahrhunderte hinweg. Die Museen für Marihuana oder Hanf geben Einblicke in Anbau, Geschichte und die heutige Verwendung der Pflanze.
Überraschend ist die Präsenz alter Kirchen inmitten dieser Umgebung. Die gotische Oude Kerk erhebt sich direkt im Herzen des Viertels zwischen dem Damm und dem Hafen. Ebenfalls sehenswert ist das Amstelkring, eine ehemalige katholische Kirche, die heute als dreistöckiges Museum die Geschichte der niederländischen katholischen Gemeinschaft würdigt.
Öffnungszeiten
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Wir haben die kinderfreie Zeit genutzt, um mit Freunden durch dieses emblematische Viertel von Amsterdam zu schlendern. Wir waren neugierig darauf, diese für ihre Schaufenster berühmte Gegend zu entdecken, haben aber sehr schnell gemerkt, dass dieser Teil der Stadt nichts für uns ist. Nicht unbedingt wegen der Schaufenster an sich, in denen es manchmal sehr hübsche Frauen gibt (man muss dabei allerdings alle Ansichten oder Meinungen zu diesem Thema ausblenden), sondern eher wegen der zahlreichen Schlepper, die teilweise aufdringlich waren und uns viel zu oft angesprochen haben. Dieses Viertel ist bei weitem nicht das interessanteste Ziel für Touristen, die die Stadt entdecken wollen.