Thoiry, wo die Savanne 40 Minuten vor Paris beginnt
Ein Zebra, das an deinem Rückspiegel schnuppert. Eine Giraffe, die dich mit afrikanischer Gelassenheit mustert. Und du, mitten in den Yvelines in deinem Auto sitzend und dich fragend, ob du auf der A13 irgendwo falsch abgebogen bist. Willkommen in Thoiry, dem ersten Safaripark Frankreichs, der seit 1968 existiert. Hier bewegst du dich zwischen den Tieren, als hätte sich die Serengeti mitten in die Landschaft vor den Toren von Paris verirrt.Ein Ziel für Familien, andere werden hier nicht glücklich
Machen wir uns nichts vor. Thoiry richtet sich in erster Linie an Familien mit Kindern, Tierfreunde und alle, die Lust auf ein ungewöhnliches Erlebnis haben. Wenn du eine klassische kulturelle Reise oder einen romantischen Ausflug suchst, bist du hier falsch. Der Park zieht jährlich Hunderttausende Besucher an, mit besonders hohem Andrang in den Schulferien und an sonnigen Wochenenden. Das Auto ist fast unverzichtbar, um die Anlage zu erreichen und die Safari in vollen Zügen zu genießen. Öffentliche Verkehrsmittel sind zwar vorhanden, aber mit einem Shuttle, das nur an bestimmten Ferientagen fährt, eher unflexibel. Plane einen ganzen Tag ein. Zwischen Safari, dem Zoo zu Fuß, den Spielplätzen und dem Schloss ist es in wenigen Stunden kaum zu schaffen.Ein stolzer Preis für ein Gesamtpaket
Rechne mit 30 € pro Erwachsenem und 24 € pro Kind für den Eintritt für Zoo und Safari. Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt. Dieser Preis deckt das Schloss (sofern geöffnet), die Spielplätze, das Labyrinth und im Winter das Lichterfestival Lumières Sauvages ab. Wer direkt im Zoo in einer der außergewöhnlichen Unterkünfte übernachten möchte, zahlt je nach Saison und Lodge zwischen 65 € und 190 € pro Person.Die Auto-Safari: Das Herzstück des Erlebnisses
Acht Kilometer Piste auf zwei Spuren, die du im eigenen Fahrzeug abfährst. Dieses Konzept macht den Ruf von Thoiry seit über 55 Jahren aus. Du begegnest Gnus, Zebras, Straußen, Nashörnern und Elefanten, die sich in einem weitläufigen Gelände halb frei bewegen. Arktische Wölfe beobachten dich, Braunbären tollen in ihrem Gehege. Die Immersion gelingt, besonders direkt zur Parköffnung, wenn die Tiere am aktivsten sind. Du kannst die Strecke so oft fahren, wie du möchtest. Manche Besucher drehen morgens eine erste Runde und kommen am späten Nachmittag wieder, wenn das Licht weicher wird. Wer es abenteuerlicher mag, bucht einen Platz im camion brousse, um mit einem Ranger in das Löwengehege zu fahren.Tipp vom Experten: Sei pünktlich um 10:00 Uhr zur Öffnung da. Die Tiere sind am Vormittag am aktivsten und du vermeidest die Warteschlangen, die sich an gut besuchten Tagen ab 11:00 Uhr bilden.