Besuch im Phoenix Park
Der Phoenix Park ist die größte umzäunte Parkanlage Europas und liegt nur 3 km vom Stadtzentrum von Dublin entfernt. Das Areal erstreckt sich über 712 ha und hat einen Umfang von 11 km.
Ein Stück Geschichte
In den 1660er Jahren nutzte der englische König Charles II. das Gelände als privates Jagdrevier. Zu diesem Zweck wurden mehr als 400 Damhirsche aus Wales angesiedelt, deren Nachfahren noch heute im Park leben. Erst 1745 wurde das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute befinden sich hier bedeutende Residenzen, darunter der Amtssitz des irischen Präsidenten sowie die Residenz des Botschafters der Vereinigten Staaten.
Zudem beherbergt der Park zwei bekannte Monumente von Dublin: die Phoenix Column aus dem Jahr 1747 sowie das Wellington Monument. Der 63 Meter hohe Obelisk wurde im 19. Jahrhundert zu Ehren des Herzogs von Wellington errichtet. Auf den vier Seiten des Denkmals befinden sich Plakate, die an die militärischen Erfolge des Herzogs erinnern, darunter der Sieg über Napoleon bei Waterloo.
Das Besucherzentrum bietet kostenlose Ausstellungen und historische Inszenierungen zur Geschichte des Parks. Direkt daneben steht das Château d'Ashtown (Ashtown Castle), ein restaurierter mittelalterlicher Wohnturm. Ein weiteres markantes Zeichen ist das Papstkreuz, das an die Stelle erinnert, an der Papst Johannes Paul II. 1979 eine große Open-Air-Messe vor der irischen Bevölkerung abhielt.
Ein Park, der den Central Park in den Schatten stellt
Der Park ist ein echtes Aushängeschild für die Iren. Auf der riesigen Fläche finden sich Seen, Gärten sowie zahlreiche Sportanlagen und mit dem Zoo de Dublin auch ein Tierpark, in dem man Löwen, Giraffen und Elefanten beobachten kann. Die Sportmöglichkeiten sind vielfältig: Cricket, Fußball, Hurling, Polo und Cross-Country-Läufe gehören ebenso zum Angebot wie eine Landebahn für Modellflugzeuge. Einige Flächen werden zudem von der Armee und der Garda Siochana (irische Polizei) für Trainingszwecke genutzt.
Wer gerne zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet hier ein weitläufiges Netz an Wegen. Ein besonderes Highlight ist das 9 Hektar große Victorian People's Flower Garden, das mit seinem kleinen See und Spielplätzen einen Einblick in die viktorianische Gartenkunst bietet.
Der Park ist stark bewaldet und bietet eine große Artenvielfalt: Eichen, Eschen, Linden, Buchen, Ahorne und Kastanien prägen das Bild. Einige der Bäume sind bereits seit Jahrhunderten hier verwurzelt.
Angesichts der Beschreibung dieses Parks hatte ich viel mehr erwartet. Ich fand diesen Besuch wenig interessant. Der Park ist zwar riesig, aber auch ziemlich leer. Es ist nicht unbedingt angenehm, dort zu Fuß unterwegs zu sein. Für einen Fahrradausflug ist es allerdings gar nicht schlecht. Das ist kein Ort, an den ich noch einmal zurückkehren werde.