Besuch der Basilika der Macarena
Die Basilika der Macarena wurde ab 1941 auf einem Gelände errichtet, das zuvor vom Erzbischof von Sevilla geweiht worden war. Die confradía de la Esperanza Macarena (Bruderschaft der Hoffnung von der Macarena), der sie gewidmet ist, ist die größte katholische Bruderschaft der Stadt. Besondere Bedeutung erlangt die Basilika während der Semana Santa (Karwoche) zu Ostern. In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag ziehen die Gläubigen in der sogenannten Madrugá durch die Straßen und tragen dabei die Virgen de la Esperanza Macarena auf ihren Schultern, eine der am meisten verehrten Ikonen von Sevilla.
Eine bedeutende Basilika in Sevilla
Die Basilika der Macarena ist ein bemerkenswertes neobarockes Bauwerk in gelben Farbtönen, das vom Architekten Aurelio Gómez Millán entworfen wurde. Sie befindet sich direkt neben dem Arco de la Macarena, einem antiken Stadttor, das einst in die Stadtmauern integriert war, bevor diese in den 1860er Jahren abgerissen wurden. Das Gotteshaus wurde 1966 auf Wunsch von Papst Paul VI. zur Basilika erhoben. Das Gebäude beherbergt zudem das Tesoro de la Macarena (Schatzmuseum der Macarena), das eine Sammlung liturgischer Gegenstände zeigt, die sich seit vier Jahrhunderten im Besitz der Bruderschaft befinden. Zu sehen sind dort auch prozessionale Exponate der Semana Santa, wie die Gewänder der Macarena und die Tragegestelle für die Prozessionen.
Die Ikone der Macarena
Die Macarena, oder Santa María de la Esperanza Macarena, wurde Mitte des 17. Jahrhunderts geschaffen und ist eine der am meisten verehrten Mariendarstellungen in Sevilla. Sie trägt eine goldene Krone mit Diamanten sowie mit Smaragden geschmückte Broschen. Ihr Gesichtsausdruck vermittelt tiefen Schmerz, was besonders durch die fünf Tränen auf ihren Wangen deutlich wird, gepaart mit einer Sanftheit, die die christliche Hoffnung symbolisiert.
Ich hatte in einem Reiseführer gelesen, dass es ein wichtiges Symbol für die Sevillaner sei, also bin ich hingegangen. Man sollte 20 bis 30 Minuten zu Fuß vom Zentrum aus einplanen. Das Viertel ist nicht besonders interessant und die Basilika hat bei mir auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit anderen Worten, es ist wirklich keine Priorität, vor allem wenn man nur wenig Zeit hat.