Besuch im Museum der Schönen Künste von Sevilla
Ein Besuch hier bleibt im Gedächtnis. Mitten im historischen Zentrum ist es unmöglich, sich der Schönheit des ehemaligen Convento de la Merced Calzada de la Asunción (ehemaliges Mercedarierkloster) zu entziehen, dessen barocke Fassade bereits ein Kunstwerk für sich ist. Innerhalb dieser Mauern befindet sich die bedeutendste Gemäldesammlung in Andalusien und nach dem Prado in Madrid sogar in ganz Spanien, ergänzt durch zahlreiche Skulpturen und Zeichnungen. Der Ort wirkt ebenso majestätisch wie die ausgestellten Werke, und das Museum der Schönen Künste von Sevilla bildet einen zeitlosen Rückzugsort, der die Tore zu unendlichem künstlerischem Talent öffnet.
Über 1.300 Meisterwerke
Der internationale Ruf des Hauses wird beim Gang durch die vierzehn Säle sofort deutlich. Die Namen der vertretenen Künstler lesen sich wie das Who is who der Kunstgeschichte: Goya, El Greco, Murillo, Velázquez, Juan de Valdés Leal, Francisco de Zurbarán. Wichtige Werke aus dem Siglo de Oro (Goldenes Zeitalter) und der sevillanischen Barockschule schmücken die Wände. Die chronologische Präsentation führt vom Mittelalter bis zum Modernismus und lässt die Entwicklung der Kunstgeschichte wie eine hypnotische Reise wirken. Das Gebäude selbst spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Räume sind um zwei Kreuzgänge und zwei Innenhöfe gruppiert, das Gewölbe besticht durch seine meisterhafte Gestaltung und die Kuppel des Klosters ist ein bemerkenswertes architektonisches Element. Seit 1841 als Museum genutzt, erhielt das religiöse Bauwerk im Mudéjar-Stil seine heutige Form bei der Rekonstruktion im Jahr 1603. Für die ersten Gemäldeaufträge wurde Zurbarán verpflichtet, während Domingo Martinez die Decken bemalte. Als die Mönche 1830 vertrieben wurden, fanden hier die konfiszierten Kunstschätze der Kirche eine neue Heimat, und die Sammlung wuchs seitdem stetig weiter. Als exzellente Pinakothek beherbergt das Museum heute mehr als 1300 Meisterwerke, darunter bedeutende Stücke aus der Renaissance, umfangreiche Bestände barocker Kunst sowie eine beachtliche Sammlung flämischer Gemälde, wie etwa das Calvaire (Kalvarienberg) von Cranach. Das Museum der Schönen Künste von Sevilla ist ein außergewöhnlicher Ort, den man gesehen haben muss.
Öffnungszeiten
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Wenn ich nur ein einziges Museum in Sevilla empfehlen dürfte, dann wäre es dieses. Das Gebäude selbst, ein ehemaliges Kloster, ist wunderschön, besonders der Innenhof mit seinen Sträuchern. Die spannenden Dauerausstellungen zeigen Werke vom Mittelalter bis zum Barock. Ich habe die Gemälde und Skulpturen vieler spanischer Künstler bewundert, insbesondere von Zurbaran, El Greco und Velasquez, aber auch einige von Brueghel. Das Porträt von Jorge Manuel und die Statue des San Jeronimo haben mir besonders gut gefallen. Planen Sie einen guten halben Tag für den Besuch ein.