Barcelone et sa Sagrada Familia

Was tun in Spanien: Top 20 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Spanien, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Spanien

#1 Barcelona +335 Empf.

Barcelona verbindet modernistische Architektur, mediterrane Strände und katalanische Gastronomie. Von der Sagrada Família bis zu den Gassen im Barri Gòtic, von den Tapas in Poble Sec bis zu den Ausblicken von den Búnkers del Carmel hat die katalanische Hauptstadt einen ganz eigenen Rhythmus. Die Stadt ist intensiv und oft voller Touristen, belohnt aber alle, die sich abseits der Hauptrouten in Viertel wie Gràcia oder Poblenou begeben, wo das lokale Leben den Takt vorgibt.

#2 Sevilla +241 Empf.

Sevilla erkundest du am besten im Rhythmus des Tapeo: Du gehst in eine Bar, bestellst zwei Teller und ein Glas Fino, um das Ganze drei Straßen weiter zu wiederholen. Mit der größten gotischen Kathedrale der Welt, einem noch genutzten Königspalast, dem Ursprung des Flamenco und über 3.000 Tapas-Bars bietet die andalusische Hauptstadt eine kulturelle Dichte, die ihresgleichen sucht, und das zu Preisen, die erfreulich niedrig bleiben.

#3 Madrid +194 Empf.

Madrid liegt auf der kastilischen Hochebene und vereint drei bedeutende Kunstmuseen an einem einzigen Boulevard, eine herzhafte Kneipenkultur sowie ein Nachtleben, das erst im Morgengrauen endet. Die Stadt ist preiswerter und weniger überlaufen als Barcelona und überzeugt durch ihre gegensätzlichen Viertel, vom böhmischen La Latina bis zum schicken Salamanca, sowie durch eine herrlich unkonventionelle Lebensart.

#4 Granada +190 Empf.

Als letzte Hauptstadt des maurischen Reiches auf der iberischen Halbinsel bewahrt Granada das beeindruckende Erbe aus acht Jahrhunderten arabischer Präsenz. Die Alhambra zählt heute zu den meistbesuchten Monumenten Europas, doch die eigentliche Überraschung ist die lokale Tradition der kostenlosen Tapas, die zu jedem Getränk gereicht werden. Mit den Höhlenvierteln des Sacromonte, den weiß getünchten Gassen des Albaicín und Flamenco-Darbietungen in unterirdischen Grotten bietet die Stadt eine Atmosphäre, die man in Mitteleuropa selten findet.

#5 Toledo +82 Empf.

Toledo muss man sich erlaufen. Die ehemalige Kaiserstadt thront auf einem Felsplateau und vereint gotische Kathedralen, jahrhundertealte Synagogen und maurische Architektur. In den gepflasterten Gassen begegnet dir Geschichte auf Schritt und Tritt. Hier hat schon El Greco seine Leinwände aufgestellt, während heute noch traditionelle Handwerker das Damaszieren beherrschen und in den alten Tavernen herzhafte Carcamusas schmoren. Mit dem Zug erreichst du die Stadt ab Madrid in nur 30 Minuten, was sie zu einer perfekten Zeitreise macht.

Ranking der 15 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Spanien

#1 Alhambra (Granada) +48 Empf. 4.9/5

Die Alhambra, Festung und Palast der Nasriden-Sultane auf dem Sabika-Hügel, ist das Glanzstück hispanisch-maurischer Architektur. Die Nasridenpaläste beeindrucken mit filigranem Stuck und legendären Höfen wie dem Patio de los Leones. Das militärische Alcazaba und die Gärten des Generalife vervollständigen das UNESCO-Welterbe, das jährlich drei Millionen Besucher anzieht.

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#2 Sagrada Família (Barcelona) +46 Empf. 4.5/5

Die Sagrada Família ist das Lebenswerk von Antoni Gaudí. Die Bauarbeiten begannen 1882 und erreichen 2026 mit der Fertigstellung des 172,5 Meter hohen Jesus-Christus-Turms ihren Höhepunkt. Im Inneren sorgen baumartige Säulen und bunte Glasfenster für ein besonderes Lichtspiel. Online-Reservierung erforderlich, am besten mehrere Wochen im Voraus.

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#3 Prado-Museum (Madrid) +40 Empf. 4.8/5

Das Prado-Museum ist das wohl bedeutendste Kunstmuseum in Madrid. Wer die spanische Hauptstadt besucht, kommt an dieser Institution kaum vorbei. Die Sammlung umfasst über 35.000 Werke europäischer Kunst vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. Den Schwerpunkt bilden spanische Meister wie Francisco de Goya, Diego Velázquez und El Greco, ergänzt durch flämische Klassiker von Rubens oder Van Dyck.

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#4 Alcázar von Sevilla (Sevilla) +38 Empf. 4.7/5

Der Alcázar von Sevilla zählt zum UNESCO-Welterbe und ist ein befestigter Königspalast im historischen Zentrum der andalusischen Stadt. Ursprünglich in der maurischen Epoche errichtet, vereint er über Jahrhunderte gewachsene Stile wie Gotik, Renaissance und Barock. Besucher schätzen besonders die weitläufigen Gärten, prachtvollen Patios und die aufwendig verzierten Repräsentationsräume wie den beliebten Saal der Gesandten.

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#5 Casa Batlló (Barcelona) +37 Empf. 4.2/5

Die Casa Batlló ist ein berühmtes Bauwerk des Modernisme im Stadtzentrum von Barcelona. Das 1906 für den Geschäftsmann Josep Batlló fertiggestellte Haus stammt vom Architekten Gaudí. Die Fassade besticht durch bunte Keramik und organische Formen, während das Innere mit fließenden Kurven und einer durchdachten Lichtführung überzeugt. Ein Meisterwerk der katalanischen Architektur.

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#6 Spanischer Platz (Sevilla) +35 Empf. 5/5

Unweit des Parque de Maria Luisa (Maria-Luisa-Park) zählt die Plaza de España zu den eindrucksvollsten Orten in Sevilla. Der prachtvolle Palast mit seinen 80 m hohen Türmen, dem halbkreisförmigen Kanal und dem 31.000 m² großen Platz ist ein architektonisches Meisterwerk. Seit der ibero-amerikanischen Ausstellung von 1929 repräsentiert das Ensemble die kulturelle Vielfalt Spaniens.

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#7 Kathedrale von Sevilla (Sevilla) +34 Empf. 4.9/5

Mitten in Sevilla beeindruckt die Kathedrale durch ihre gewaltige Größe und die Kombination aus gotischer und mudéjar Architektur. Als ehemalige Moschee beherbergt sie heute das Grab von Christoph Kolumbus. Der Aufstieg auf den Glockenturm Giralda bietet einen weiten Blick über die Stadt. Ihre monumentale Architektur, die Kapellen und der Patio de los Naranjos (Orangenhof) machen sie zum Zentrum andalusischer Identität.

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#8 Reina-Sofia-Museum (Madrid) +28 Empf. 4.4/5

Mit drei erstklassigen Museen bildet der Paseo del Arte das kulturelle Goldene Dreieck in Madrid. Das Reina-Sofia-Museum (Museum für moderne und zeitgenössische Kunst) beeindruckt mit einer Sammlung, die Werke von Miro, Bacon, Magritte, Dalí und Picassos Guernica umfasst. Das Museum vereint ein ehemaliges Krankenhaus von Francisco Sabatini, einen Bau von Jean Nouvel und den Palacio de Cristal im Retiro-Park.

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#9 Park Güell (Barcelona) +25 Empf. 4.9/5

Der von Antoni Gaudí entworfene Park Güell ist einer der Höhepunkte in Barcelona. Auf den Anhöhen der Stadt gelegen, vereint der Park modernistische Architektur mit Natur. Bestaune farbenfrohe Mosaike, fantasievolle Skulpturen und organische Strukturen. Die berühmte Mosaik-Salamander und die Terrasse mit Panoramablick über Barcelona sind absolute Highlights für einen entspannten Besuch bei Gaudís visionärem Werk.

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#10 Casa Milà (Barcelona) +25 Empf. 4.8/5

Die Casa Milà, auch bekannt als La Pedrera, ist ein architektonisches Meisterwerk von Antoni Gaudí am Passeig de Gràcia in Barcelona. Ihr organisches Design besticht durch eine gewellte Fassade und schmiedeeiserne Balkone. Im Inneren erwarten dich ein Gaudí-Museum und einzigartige Konstruktionen. Das Dach mit seinen skulpturalen Kaminen und der Aussicht über die Stadt ist ein absolutes Highlight des modernistischen Stils.

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#11 Alcázar von Toledo (Toledo) +23 Empf. 4.3/5

In Toledo thront das massive Alcázar als ewiger Wächter über der Stadt. Das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert mit seinen vier Ecktürmen prägt den Hügel seit der Römerzeit. Einst als arabische Festung, Königspalast und Militärstützpunkt genutzt, beherbergt das imposante Erbe von Karl V. heute das Armeemuseum und die Bibliothek von Kastilien-La Mancha.

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#12 Generalife (Granada) +23 Empf. 5/5

Das Generalife war einst die Sommerresidenz der Sultane von Granada und liegt direkt neben der Alhambra. Diese Anlage besticht durch schlichte Architektur und prächtige Gärten. Ein Highlight ist die Escalera del Agua (Wassertreppe), bei der das Wasser an den Geländern herabfließt. Im Sommer bietet das Freilufttheater zudem das Festival de Música y Danza de Granada.

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#13 Kloster San Jerónimo (Granada) +22 Empf. 4.7/5

Das Kloster San Jerónimo, das erste christliche Bauwerk im Granada der Nach-Reconquista, beeindruckt durch seine Renaissance-Architektur von Diego de Siloé. Die Kirche beherbergt unter einem monumentalen manieristischen Altaraufsatz, einem der eindrucksvollsten Spaniens, das Grab des Gran Capitán. Zwei Kreuzgänge und eine barocke Sakristei vervollständigen dieses wenig bekannte Juwel des andalusischen Erbes.

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#14 Höhlenmuseum von Sacromonte (Granada) +22 Empf. 5/5

Am Hang des Stadtteils Sacromonte in Granada erlaubt das Höhlenmuseum von Sacromonte Einblicke in restaurierte Wohnhöhlen und die traditionelle Lebensweise vor Ort. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte der Sinti und Roma sowie ihre Verbindung zum Flamenco. Der Ort bietet zudem einen beeindruckenden Blick auf die Alhambra und die umliegenden Berge dieses kulturell bedeutenden Viertels.

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#15 Abtei Sacromonte (Granada) +22 Empf. 4.3/5

Die Abtei Sacromonte thront auf dem Berg Valparaíso direkt gegenüber der Alhambra. Sie entstand im 17. Jahrhundert nach der Entdeckung der Reliquien von San Cecilio. Das Museum beherbergt wertvolle Schätze, darunter ein einzigartiges Werk von Goya. Die unterirdischen Santas Cuevas und der Renaissance-Kreuzgang bieten Einblicke in die mystische Geschichte von Granada mit weitem Blick über die Stadt.

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Spanien erleben: Zwischen Flamenco und schneebedeckten Gipfeln

Der Duft von handgeschnittenem Jamón Ibérico, das rhythmische Klackern der Absätze auf den Dielen eines Tablaos, die Stille eines weißen Dorfes, das sich über einem Meer aus Olivenbäumen erhebt. In Spanien kultiviert jede Region ihre eigene Identität mit einer fast trotzigen Selbstverständlichkeit.

Das Land mit seinen 47 Millionen Einwohnern empfängt jedes Jahr fast 94 Millionen Besucher. Dennoch reicht es oft aus, nur wenige Kilometer von den klassischen Routen abzuweichen, um ein Spanien zu finden, in dem die Zeit stillzustehen scheint.

Ist das die richtige Destination für dich?

Spanien ist ideal für Reisende, die bereit sind, ihren Rhythmus anzupassen. Das Mittagessen findet selten vor 14:00 Uhr statt, und das Abendessen beginnt meist gegen 21:00 Uhr oder später. Viele Geschäfte schließen für die Siesta zwischen 14:00 und 17:00 Uhr, während die Abende oft bis in die frühen Morgenstunden dauern. Wer gewohnt ist, bereits um 18:30 Uhr zu essen, steht oft vor verschlossenen Türen.

Außerhalb der großen Städte und touristischen Zentren sind Englischkenntnisse begrenzt. Ein paar Brocken Spanisch öffnen hier viele Türen. Beim Budget liegen die Preise insgesamt 15 bis 20% niedriger als in Deutschland, vor allem bei der Gastronomie und Lebensmitteln. Große Sehenswürdigkeiten wie die Alhambra, die Sagrada Família oder der Alcázar de Sevilla sind jedoch hochpreisig und erfordern in der Hochsaison eine Reservierung Wochen im Voraus.

Ein architektonisches Erbe aus vielen Jahrhunderten

Spanien trägt die Spuren aller Zivilisationen, die das Land durchzogen haben. In Granada entfaltet die Alhambra mit ihren Arabesken und den Gärten des Generalife eine Finesse, die sprachlos macht. Der Nasridenpalast markiert den Höhepunkt maurischer Kunst in Europa und gehört zu den beeindruckendsten Erlebnissen des Landes.

In Barcelona verwandelt das Werk von Antoni Gaudí die Stadt in ein Freilichtmuseum. Die Sagrada Família, deren Bau 1882 begann und bis heute andauert, fasziniert durch ihre Mischung aus organischen Formen und christlicher Symbolik. Der Parc Güell und die Casa Batlló vervollständigen diesen einzigartigen architektonischen Rundgang.

Tipp vom Experten: Reserviere deine Tickets für die Alhambra mindestens drei Wochen im Voraus auf der offiziellen Website. Die Zeitfenster am Morgen für die Palacios Nazaríes sind am schnellsten vergriffen.

Córdoba und Sevilla: Das andalusische Erbe

Die Mezquita de Córdoba bleibt eines der rätselhaftesten Bauwerke Europas. Diese Moschee aus dem 8. Jahrhundert, die in eine katholische Kathedrale umgewandelt wurde, vereint einen Wald aus 856 zweifarbigen Säulen mit einem Renaissance-Chor. Sevilla antwortet mit seiner gotischen Kathedrale, der größten Spaniens, und dem Real Alcázar, einem Palast mit prächtigen Gärten, in denen sich Mudéjar-Elemente mit der Renaissance vermischen.

Landschaften, die sich hinter jeder Kurve wandeln

Spanien bietet eine überraschende geografische Vielfalt auf einem Gebiet, das nur zweimal so groß ist wie Deutschland. Im Norden ragen die Picos de Europa mit ihren Kalksteingipfeln nur wenige Kilometer vom Atlantik entfernt in die Höhe. Wanderer finden hier spektakuläre Pfade, wie den Abstieg nach Bulnes oder die Ruta del Cares, einen Weg, der in die Klippen über einer atemberaubenden Schlucht geschlagen wurde.

Der Süden Andalusiens ist geprägt von Hügeln voller Olivenbäume. Allein die Provinz Jaén beheimatet Millionen von Bäumen und bildet das größte Olivenmeer der Welt. Zwischen diesen grünen Wellen tauchen weiße Dörfer wie Zahara de la Sierra, Grazalema oder Olvera auf, die wie eine Fata Morgana an den Berghängen kleben.

Die Küsten und Inseln

Die Costa Brava reiht ihre felsigen Buchten zwischen Tossa de Mar und Cadaqués aneinander, dem Dorf, das Salvador Dalí inspirierte. Weiter südlich zieht die Costa del Sol um Málaga Liebhaber gepflegter Strände an. Die Balearen zeigen ein anderes mediterranes Gesicht. Menorca ist ursprünglicher geblieben als das benachbarte Mallorca und bietet wilde Buchten wie die Cala Mitjana oder Cala Turqueta.

Die Kanarischen Inseln vor der marokkanischen Küste sind eine Welt für sich. Lanzarote besticht durch vulkanisch geformte Mondlandschaften, während El Hierro, die kleinste Insel des Archipels, konsequent auf vollständige Energieautonomie setzt und Reisende auf der Suche nach absoluter Ruhe anspricht.

Städte, in denen man verweilen sollte

Madrid ist anders als jede andere europäische Hauptstadt. Das Leben findet draußen statt, und die Straßencafés sind selbst unter der Woche bis 2:00 Uhr morgens belebt. Das Museo del Prado beherbergt die weltweit größte Sammlung spanischer Malerei, von Velázquez bis Goya. Im Stadtteil Malasaña finden sich Tapas-Bars und Vintage-Läden in einem Labyrinth aus lebendigen Gassen.

Valencia verbindet historisches Erbe mit zeitgenössischer Architektur. Die Stadt der Künste und Wissenschaften von Santiago Calatrava bildet einen Kontrast zu den mittelalterlichen Gassen des Zentrums und der lebendigen Atmosphäre des Mercado Central. Hier solltest du auch die authentische Paella probieren, die traditionell nur mittags serviert wird.

Tipp vom Experten: In Granada bieten viele Bars zu jedem Getränk eine kostenlose Tapa an. Das Viertel um die Calle Navas und die Plaza Nueva bietet zahlreiche Adressen, an denen der Aperitif schnell zu einem kompletten Abendessen wird.

Der weniger besuchte Norden

San Sebastián hat sich dank seiner Pintxos, den baskischen Tapas auf den Tresen der Bars, als gastronomische Hauptstadt etabliert. Das Viertel Parte Vieja zählt mehr Bars pro Quadratmeter als jede andere Stadt des Landes. Bilbao hat eine spektakuläre Renaissance erlebt, seit das Guggenheim-Museum 1997 seine Pforten öffnete. Die titanische Architektur von Frank Gehry hat den ehemaligen Industriehafen in ein bedeutendes kulturelles Zentrum verwandelt.

Weiter westlich bietet Galicien zerklüftete Küsten, tiefe Rias und geheimnisvolle Wälder. Santiago de Compostela zieht seit tausend Jahren Pilger an, doch die Region lohnt sich auch für ihre Meeresfrüchte, die zu den besten Europas zählen, sowie für ihren Weißwein Albariño.

Feste und Traditionen: Das Land, das niemals schläft

Spanien feiert alles, und das ständig. Die Semana Santa verwandelt Andalusien während der Osterwoche in eine sakrale Bühne. Prozessionen mit Büßern, die skulpturale Pasos tragen, ziehen Tag und Nacht durch die Straßen von Sevilla, Málaga oder Granada.

Die Feria de Abril in Sevilla explodiert zwei Wochen nach Ostern in Farben. Frauen tragen ihre gepunkteten Kleider, und in den Casetas fließt Manzanilla, während bis zum Morgengrauen Sevillanas getanzt werden. In Valencia verwandeln die Fallas im März die Stadt in ein kurzlebiges Museum aus riesigen Skulpturen, bevor diese am 19. März spektakulär verbrannt werden.

Die Tomatina in Buñol lockt Ende August tausende Teilnehmer zur weltweit größten Tomatenschlacht an. Weniger bekannt ist die Batalla del Vino in Haro Ende Juni, bei der sich die Einwohner dieser Stadt in der Rioja gegenseitig mit Rotwein übergießen.

Spanien auf dem Teller: Mehr als Tapas und Paella

Jede Region verteidigt eifersüchtig ihre Spezialitäten. Der Jamón Ibérico de Bellota, von Schweinen, die sich von Eicheln ernähren, ist der Gipfel der spanischen Wurstwaren. Eine Scheibe gut gereifter Schinken genießt man pur, begleitet von einem Glas Manzanilla oder Fino. Die Croquetas de Jamón, kleine Bissen aus cremiger Béchamel, findet man in fast jeder Tapas-Bar.

Die Tortilla de Patatas spaltet die Spanier: mit oder ohne Zwiebeln? Jede Familie hat ihre eigene, feste Meinung. Gazpacho und Salmorejo kühlen die andalusischen Sommer ab, während die Fabada Asturiana, ein Eintopf aus weißen Bohnen mit Wurst, die Winter im Norden wärmt. Beachte, dass Paella traditionell mittags gegessen wird und nie abends. Außerhalb von Valencia variiert ihre Qualität erheblich.

Was Getränke angeht: Vergiss Sangria, das ist ein Getränk für Touristen. Die Spanier bevorzugen Tinto de Verano, eine Mischung aus Rotwein und Limonade, oder einfach eine Caña, ein kleines Glas vom Fass. Die Weine aus der Rioja und der Ribera del Duero zählen zu den besten Rotweinen Europas.

Wann ist die beste Reisezeit für Spanien?

Frühling und Herbst bieten die besten Bedingungen für eine Reise durch das Land. April bis Juni sowie September bis Oktober verbinden angenehme Temperaturen mit moderatem Besucheraufkommen. Im Frühling blühen die Gärten, im Herbst färben sich die Weinberge in leuchtenden Farben.

Der Sommer kann im Zentrum und im Süden anstrengend sein. Sevilla, Córdoba und Madrid überschreiten im Juli und August regelmäßig die 40°C. Der Norden und die kantabrische Küste bleiben kühler, sind aber regenanfälliger. Die Kanaren genießen das ganze Jahr über frühlingshaftes Klima mit Temperaturen zwischen 18 und 26°C.

Der Winter eignet sich, um Andalusien bei mildem Klima zu genießen oder in der Sierra Nevada zu skifahren, dem südlichsten Skigebiet Kontinentaleuropas. Achte jedoch auf lokale Feiertage, da diese die Preise in die Höhe treiben und frühzeitige Reservierungen erfordern.

Wie kommt man nach Spanien?

Von Deutschland aus gibt es zahlreiche Optionen. Das Flugzeug ist am schnellsten: Ein Flug von Frankfurt oder München nach Barcelona, Madrid, Málaga oder Valencia dauert etwa 2:00 bis 2:45 Stunden. Fluggesellschaften wie Vueling, Transavia, Air France oder Ryanair bieten tägliche Verbindungen an. Bei frühzeitiger Buchung starten die Preise bei etwa 35-50 Euro für einen einfachen Flug, können in der Hochsaison aber auf 150-200 Euro steigen.

Der Hochgeschwindigkeitszug verbindet wichtige europäische Zentren mit Spanien. Wer mit dem eigenen Auto fährt, sollte die hohen Mautgebühren in Spanien und Frankreich einplanen.

Für EU-Bürger reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Reisende aus der Schweiz oder Österreich prüfen am besten die Bestimmungen für ihre Staatsangehörigkeit. Seit 2025 verlangt Spanien für Besucher aus Nicht-EU-Staaten einen Nachweis über eine Reiseversicherung.

Wie bewegt man sich in Spanien fort?

Das spanische Schienennetz gehört zu den am weitesten entwickelten in Europa. Die AVE-Züge verbinden Madrid mit Barcelona in 2:30 Stunden, Sevilla in 2:20 Stunden und Málaga in 2:30 Stunden. Die Tarife variieren je nach Buchungszeitpunkt zwischen 25 und 120 Euro. Die Website von Renfe bietet regelmäßig Aktionsangebote.

Um ländliche Regionen wie das andalusische Hinterland oder den Norden zu erkunden, ist ein Mietwagen unerlässlich. Die Preise sind moderat und beginnen bei etwa 20 Euro pro Tag für einen Kleinwagen. Das Straßennetz ist exzellent und die Autobahnen sind gut gepflegt. Vorsicht ist jedoch bei den zahlreichen Radarkontrollen und den verkehrsbeschränkten Zonen in den historischen Zentren geboten.

In den großen Städten decken die Metros von Madrid und Barcelona die wichtigsten Viertel effizient ab. Überlandbusse von Unternehmen wie ALSA oder Avanza bieten eine günstige Alternative zum Zug, besonders für Verbindungen, die nicht vom AVE bedient werden.

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