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Alles, was du über die Pyramiden von Gizeh wissen musst

Aus dem Französischen übersetzt — Original auf Französisch lesen

Das Geheimnis der Großen Pyramide, Teil 2: Gizeh

Die Sphinx, Wächterin von Gizeh

Hallo zusammen!

Willkommen zu Teil 2, der an mein erstes Reisetagebuch anknüpft, in dem ich die Highlights der Kairoer Innenstadt vorgestellt habe. Wie angekündigt, widmet sich dieser zweite Teil den Pyramiden von Gizeh (auch hier werden Comic-Fans die Anspielung auf die Helden von E.P. Jacobs verstehen :-) ).

Von Kairo nach Gizeh

Das Schiff der WüsteMan muss nicht hunderte Kilometer durch die Wüste reisen, um die einzigen noch existierenden Weltwunder der Antike zu entdecken!

Es reicht, ein Stück durch Kairo in Richtung Westen zu fahren, vorbei am Nil, denn Gizeh liegt direkt vor den Toren dieser ständig wachsenden Metropole. Je nachdem, in welche Richtung man blickt, sieht man im Hintergrund entweder die Wüste oder die Stadt, das bleibt ganz euch überlassen.

Es gibt verschiedene Wege dorthin. Vielleicht nehmt ihr die Route, die euch durch sehr arme Viertel führt, sagen wir es offen: durch Slums. Wie ich schon in meinem ersten Beitrag erwähnte, fühlt man sich in dieser Umgebung nicht unbedingt wohl. Doch schon bald tauchen die Silhouetten der Pyramiden auf, die sich trotz der verschmutzten Luft vor der Sonne abzeichnen. Am Gelände angekommen, das von der Tourismuspolizei bewacht wird, müsst ihr euer Fahrzeug stehen lassen und könnt den Weg zu Fuß, auf dem Pferd oder auf einem Kamel fortsetzen.

Ihr werdet sehr schnell von den Besitzern der Tiere oder von Verkäufern angesprochen, die T-Shirts, Postkarten und andere inoffizielle Souvenirs anbieten. Seid gewarnt: Sie werden euch mit Sicherheit Dinge wie T-Shirts in die Hand drücken, und wenn ihr den Reflex habt, sie anzunehmen, müsst ihr dafür bezahlen... Also, einfach ignorieren und fallen lassen, wenn ihr kein Interesse habt.

Die antike Nekropole von Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh

Aber zurück zu den Pyramiden: Das Plateau von Gizeh ist eine Nekropole, die ursprünglich zwölf Pyramiden umfasste, in denen die Pharaonen nach ihrem Tod ruhten.

Heute können Besucher nur noch drei davon sehen: die von Cheops (die Große Pyramide), Chephren und Mykerinos. Die Chephren-Pyramide wurde auf einem etwas höher gelegenen Gelände errichtet als die Große Cheops-Pyramide und wirkt daher ein wenig höher. Doch das täuscht: Mit ihren 139 m überragt die Cheops-Pyramide die 136 m hohe Chephren-Pyramide um 3 m. Die Mykerinos-Pyramide wirkt mit ihren 61 m fast wie ein Zwerg neben den beiden Giganten.

Neben den Pyramiden seht ihr auch einige kleinere Bauwerke sowie Mastabas, das sind Grabmäler, die für die Angehörigen des antiken Adels errichtet wurden.

Ihr werdet sicher einen Abstecher zum sogenannten Panorama machen, dem Ort, von dem aus man die besten Fotos der drei Pyramiden schießen kann. Fragt euren Reiseleiter danach, falls er es euch nicht von sich aus anbietet, um bei der Besichtigung Zeit zu sparen.

Die Cheops-Pyramide

Innenansicht der Cheops-PyramideZur Einordnung: Die Cheops-Pyramide wurde um 2560 v. Chr. erbaut und besteht bis heute, auch wenn die Verkleidungssteine verschwunden sind, was die Fassaden freilegt und diesen treppenartigen Eindruck erzeugt. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die Pyramiden mit ihrer Kalksteinverkleidung aussahen, genügt ein Blick auf die Chephren-Pyramide, die an ihrer Spitze noch einen Teil davon bewahrt hat.

Wenn ihr vor der Cheops-Pyramide steht, denkt daran, dass dieses imposante Monument über 4000 Jahre lang das größte Bauwerk der Menschheit war!

Was die Innenbesichtigung angeht: Nur die Pyramiden von Cheops und Mykerinos sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Die interessanteste ist natürlich die von Cheops.

Um dieses gigantische Mausoleum zu betreten, geht ihr durch ein Loch, das nicht der ursprüngliche Eingang ist, sondern vom Kalifen Al-Mamun geschlagen wurde. Zur Info: Sobald ihr im Inneren der Pyramide seid, ist das Fotografieren verboten.

Der Rundgang beginnt mit einem leichten Abstieg, gefolgt von einem steilen Anstieg von über 26 %, bei dem man gebückt laufen muss. Klaustrophobiker sollten hier lieber passen!!

Der Aufstieg ist recht lang und anstrengend. Oben angekommen, sind es noch einige Dutzend Meter, aber man kann wieder aufrecht gehen. Wenn man den Kopf hebt, sieht man das Gewölbe der Pyramide. Alles wirkt beeindruckend, da man deutlich erkennt, wie die riesigen Granitblöcke den Druck der anderen Steinblöcke abfangen, die das Bauwerk bilden.

Nach dem Vorraum gelangt man in die Königskammer. Dort ist nichts mehr übrig außer einem sehr schlichten Steinsarkophag. Man macht die Besichtigung weniger wegen dieser Kammer als vielmehr, um das Innere des Bauwerks zu sehen. Man fühlt sich tatsächlich ganz klein und ist beeindruckt vom Talent der damaligen Architekten und Arbeiter.

Jenseits der 3 großen Pyramiden

Die SonnenbarkeWenn Sie wieder herauskommen, sollten Sie unbedingt das Museum der Sonnenbarke besuchen. Dort ist unter anderem eine beeindruckende Barke aus Holz ausgestellt, die dazu diente, die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits zu befördern, nachdem sie zuvor die sterblichen Überreste zum Standort gebracht hatte (der Nil ist ganz in der Nähe).

Natürlich können Sie nicht abreisen, ohne die Rampe wieder hinaufgegangen zu sein und den Sphinx, den Wächter der Nekropole, besucht zu haben. Auch wenn die Winderosion der Nase der Statue zugesetzt hat, bleibt man angesichts der architektonischen Genialität der alten Ägypter einfach sprachlos!

Neben all diesen Orten können Sie schließlich noch kleine rituelle Tempel besichtigen, die rund um die Pyramiden verstreut sind. Ich kann jedem, der die Möglichkeit dazu hat, nur empfehlen, dies zu tun: Es ist schlichtweg außergewöhnlich!

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