Ostuni besuchen, die weiße Stadt in Apulien
Mit ihren kalkweiß getünchten Häusern und einem Labyrinth aus steilen Gassen besitzt Ostuni eine ganz eigene Ausstrahlung. Die Stadt thront auf drei Hügeln und überblickt die Olivenhaine, die sich bis zum Adriatischen Meer erstrecken. In den schmalen Pfaden entdeckst du einen ursprünglichen mediterranen Charme, weit abseits der überlaufenen Touristenhochburgen.
Ein strahlendes historisches Zentrum
Die Altstadt von Ostuni, bekannt als la città bianca, lädt zu einem Spaziergang durch ein Labyrinth aus makellosen Häuserfronten ein. Die Kirche Santa Maria Assunta mit ihrer gotischen Fassade ist ein markanter Orientierungspunkt. Rund um den Hauptplatz, der Piazza della Libertà, beleben Cafés und kleine Läden das Geschehen.
Bei einem Rundgang stößt du immer wieder auf versteckte Details wie steile Treppenaufgänge, kunstvoll verzierte Portale und mit Blumen geschmückte Balkone.
Panoramablicke über Land und Meer
Von den Anhöhen Ostunis eröffnen sich dir beeindruckende Aussichten auf das Meer und das Umland. Die Via Cattedrale führt zu herrlichen Aussichtspunkten, die besonders bei Sonnenuntergang ihre Wirkung entfalten. Nur wenige Kilometer entfernt runden die weißen Sandstrände und das klare Wasser der Adriaküste den Besuch ab.
Kulturelles Erbe entdecken
Neben der Architektur beherbergt Ostuni das Museo delle Civiltà Preclassiche della Murgia Meridionale, in dem du das berühmte Skelett der Dame d’Ostuni bestaunen kannst. Jeden Sommer pulsiert die Stadt beim Fest La Cavalcata di Sant’Oronzo, einem Umzug prächtig geschmückter Pferde zu Ehren des Schutzheiligen der Stadt.
Gemütlichkeit und Lebensart
Das Leben in Ostuni genießt man in Ruhe. In den schattigen Gassen verbergen sich kleine Kunstgalerien, diskrete Restaurants und lauschige Innenhöfe. Am Abend wird die Stadt in ein sanftes Licht getaucht, was eine friedliche Atmosphäre schafft, die ideal für einen nächtlichen Spaziergang oder ein Abendessen auf der Terrasse ist.
Gastronomie mit mediterranen Aromen
Ostuni überzeugt auch kulinarisch. Probiere Orecchiette mit Cime di Rapa, Friselle mit Tomaten und Olivenöl oder gereiften Caciocavallo-Käse. Was den Wein angeht, solltest du die kräftigen Rotweine aus der Region um Brindisi nicht verpassen, die hervorragend zu den lokalen Gerichten passen.
Wo essen?
- Osteria del Tempo Perso (Altstadt): In einem ehemaligen Höhlenraum serviert, bietet das Restaurant traditionelle Küche mit einem modernen Touch.
- Cielo Restaurant (Innenstadt): Ein gehobenes kulinarisches Erlebnis in den Mauern eines renovierten Klosters.
- Trattoria Fave e Fogghje (Altstadt): Ein kleines, familiengeführtes Lokal, das sich ganz auf apulische Rezepte spezialisiert hat.
Wo übernachten?
- Masseria Salinola (Umland): Ein ehemaliger, befestigter Bauernhof, der heute mit Pool und mediterranem Garten Gäste empfängt.
- La Sommita Relais & Chateaux (Altstadt): Ein elegantes Boutique-Hotel in einem historischen Palazzo.
- Relais Sant Eligio (Innenstadt): Besticht durch seinen freien Blick auf die Hügellandschaft und die unmittelbare Nähe zum Zentrum.
Wann ist die beste Reisezeit?
Das Frühjahr und der frühe Herbst bieten milde Temperaturen, die perfekt zum Bummeln durch Ostuni sind. Im August erwacht die Stadt während der Feierlichkeiten der Cavalcata di Sant’Oronzo zum Leben und zieht zahlreiche Besucher an.
Wie kommt man hin?
Von Brindisi aus, das 35 Kilometer entfernt liegt, ist Ostuni bequem mit dem Zug oder dem Auto zu erreichen. Plane etwa 30 Minuten Fahrtzeit oder 40 Minuten mit dem Zug ein, wobei ein Ticket etwa 5 Euro kostet.
Wie bewegt man sich fort?
Die Altstadt ist komplett autofrei. Du erkundest sie am besten zu Fuß, um den Charakter der weißen Gassen in aller Ruhe auf dich wirken zu lassen.
Ostuni wird als die weiße Stadt bezeichnet und man versteht schnell warum. Das Zentrum beherbergt zahlreiche Häuser mit kalkweißen Fassaden. Das Ergebnis ist wirklich wunderschön und sehr hell. Ich empfehle euch, den Tag in diesem kleinen Dorf zu verbringen. Achtung, in der Hochsaison ist oft sehr viel los.