Vue panoramique de Gap, Hautes Alpes

Was kann man in den Südalpen unternehmen? Top 10 Highlights 2026

In Saint-Véran, auf 2 042 Metern, hält sich der Schnee bis in den Mai, und die Sonne brennt trotzdem. Die Ranglisten, die folgen, machen Reisende wie du.

Die Lieblingsziele unserer Mitglieder in den Südalpen

Sortiert nach Empfehlungen von Reisenden, die dort waren

#1 Gap +15 Empf.

Am Tor zu den Alpen gelegen, überzeugt Gap mit seiner Lage und einer entspannten Atmosphäre. Die historische Altstadt mit der Kathedrale und den farbenfrohen Häusern lädt zum Spaziergang ein, während die Wanderwege am Pic de Charance einen weiten Ausblick bieten. Die Stadt dient zudem als idealer Ausgangspunkt für Touren in den Nationalpark Écrins. Wer echte Naturerlebnisse und regionale Kultur sucht, findet hier eine ideale Station für den nächsten Aufenthalt.

#2 Guillestre +6 Empf.

Im Herzen der Hautes-Alpes in der Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur genießt Guillestre eine beneidenswerte Lage. Die Stadt liegt eingebettet zwischen zwei Naturparks, dem Ecrins-Nationalpark und dem Queyras-Regionalpark. Reisende kommen hierher, um frische Bergluft zu atmen und das als Stadt der Kunst und Geschichte ausgezeichnete Zentrum zu erkunden.

Naturerlebnisse unter freiem Himmel

Guillestre überzeugt vor allem durch seine beeindruckende Natur, die im Sommer Besucher aus dem gesamten Südosten Frankreichs anzieht. Mit dem GR5 und dem GR58 führen zwei bedeutende Fernwanderwege direkt durch das Stadtgebiet. Für Familien und weniger geübte Wanderer ist der Sentier des Marmottes eine der Hauptattraktionen. Der nach Natura 2000 zertifizierte Pfad lässt sich hervorragend zwischen Mai und Oktober erwandern. In der Umgebung lebt eine große Murmeltierkolonie, die man mit etwas Glück bestens beobachten kann. Lehrtafeln entlang des Weges erklären das Verhalten und die markanten Pfiffe der Tiere.

Nicht weit entfernt lädt der plan d'eau d'Eygliers im Sommer zum Baden ein. Das Freizeitareal bietet zudem Möglichkeiten zum Picknicken, Angeln, Kajakfahren oder für Ausritte.

Ein weiteres Highlight ist der plan de Phazy. Hier sprudelt eine Thermalquelle mit 28 Grad Celsius aus dem Boden, und das auf einer Höhe von 900 Metern. Der frei zugängliche Ort umfasst vier Becken, deren Wasser heilende Eigenschaften nachgesagt werden. Etwas weiter entfernt, in Réotier, findet sich zudem die erstaunliche Fontaine Pétrifiante, eine Kalksinterquelle.

Bemerkenswerte Architektur

Bevor es hinaus in die Natur geht, lohnt ein Spaziergang durch die Gassen von Guillestre. Die Ruelle Sainte-Catherine, die am Hauptplatz beginnt, besticht durch ihre pastellfarbenen Fassaden aus dem 18. Jahrhundert. Ein Muss ist die Kirche Notre-Dame-d'Aquilon aus dem 16. Jahrhundert, die aus dem berühmten rosa Marmor von Guillestre erbaut wurde. Sie ist als historisches Monument eingestuft und beeindruckt mit ihrem romanischen Glockenturm sowie einem gotischen Portal, das von Löwenstatuen gestützt wird. Direkt daneben ist die Kapelle Saint-Sébastien für ihre Trompe-l'oeil-Malereien bekannt. Ein Aufstieg zum fort de Mont-Dauphin, errichtet von Vauban und Teil des Unesco-Welterbes, belohnt mit einem Panoramablick über das gesamte Tal. Die Festungsanlage, die nie eingenommen wurde, lässt sich am besten bei einer Führung erkunden, bei der man die architektonischen Finessen und die Geschichte des Ortes erfährt. Jedes Jahr finden hier zudem verschiedene Feste statt.

Die beste Reisezeit

Die warme Jahreszeit ist ideal für einen Besuch in Guillestre, um die Badeseen und Wanderwege in vollen Zügen zu genießen. Im Winter kann es hier empfindlich kalt werden. Wer mit Kindern reist, sollte den August einplanen, wenn das Festival Potes de Marmots stattfindet. Es bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Vorstellungen, Animationen und Workshops für junge Besucher.

Anreise

Die Stadt ist per Zug über den Bahnhof Mont-Dauphin - Guillestre erreichbar. Regionalzüge (TER) stellen die Verbindung von Valence her, das wiederum mit dem TGV aus allen großen französischen Städten gut angebunden ist. Alternativ ist die Anreise mit dem Auto möglich (etwa 2 Stunden 45 Minuten Fahrt von Marseille, 4 Stunden von Nizza).

#3 Mont-Dauphin +1 Empf.

Mont-Dauphin ist ein winziger Ort mit weniger als 200 Einwohnern. Die Besonderheit: Das Dorf bildet eine Enklave innerhalb des Gemeindegebiets von Eygliers, das es vollständig umschließt. Seit 2008 zählt die befestigte Anlage zum Unesco-Welterbe und gehört zu den bedeutenden Werken von Vauban.

Eine strategisch gelegene Festung

Mont-Dauphin liegt im Département Hautes-Alpes, zwischen Gap und Briançon. Der Militärarchitekt Vauban gründete das Dorf 1693 als uneinnehmbare Festung. Die Lage war strategisch gewählt, um den Zugang zu den Tälern der Haute Durance und des Guil zu sichern.

Heute ist es ein ruhiger Ort, in dem die Bewohner im Schatten der beeindruckenden Befestigungsanlagen leben. Die Festung selbst ist ein historischer Ankerpunkt der Region und Teil der zwölf Unesco-gelisteten Vauban-Stätten. Besucher können die Mauern aus rosafarbenem Marmor, die Wachtürme sowie das alte Pulvermagazin, das Arsenal und die Überreste der Soldatenunterkünfte aus der Zeit Ludwigs XIV. besichtigen. Von oben bietet sich ein weiter Blick auf die Berge des Queyras und das Massiv des Écrins.

Garten, Brunnen und Dorfkirche

Neben der Festung lohnt sich ein Besuch des historischen Gartens. Die Gemeinde legte diesen Bereich 2012 an, um die Besichtigung der Anlage zu ergänzen. Er veranschaulicht, wie die Gebirgsgarnisonen im 18. Jahrhundert versorgt wurden. Hier wachsen heimische und von Vauban importierte Pflanzen, von Heil- und Gewürzkräutern bis hin zu Wildpflanzen. Ein Ziel für Geschichts- und Botanikinteressierte sowie für alle, die eine ruhige Gartenatmosphäre schätzen. Im Sommer werden nach Voranmeldung Führungen angeboten.

Ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen von Mont-Dauphin ist ebenfalls empfehlenswert. Das Dorf ist hervorragend erhalten und zeigt noch heute historische Details wie die gepflasterte Hauptstraße und die Brunnen. Die Kirche Saint-Louis ist das bedeutendste sakrale Bauwerk des Ortes. Sie weist eine Besonderheit auf: Der Bau begann 1697, blieb jedoch unvollendet. Der Glockenturm wurde nach einem Sturm erst im 19. Jahrhundert instand gesetzt. Trotz des unfertigen Zustands ist die Kirche Saint-Louis als Monument historique eingestuft.

Die beste Reisezeit

Mont-Dauphin ist ganzjährig zugänglich, wobei die Sommermonate am angenehmsten sind. Dann haben alle Unterkünfte und Restaurants geöffnet und das Wetter ist ideal für Wanderungen im Massiv des Écrins. Im Winter entfaltet der Ort einen eigenen, ruhigen Charme, wenn die umliegenden Berge tief verschneit sind.

Anreise

Du erreichst Mont-Dauphin bequem mit dem Auto (etwa 2,5 Stunden ab Marseille oder 3,5 Stunden ab Lyon). Alternativ ist die Anreise mit dem Zug von Marseille, Valence oder Grenoble aus möglich, mit Halt am Bahnhof Mont-Dauphin - Guillestre.

#4 Eygliers +1 Empf.

Eygliers ist ein reizvoller Ort in den Hautes-Alpes in der Region Provence-Alpes-Cote d'Azur, nur einen Katzensprung von Guillestre entfernt. Wanderer schätzen die Gegend besonders, da es im Parc naturel régional du Queyras liegt. Zudem ist das Dorf für seine historische Festung bekannt, die einst von Vauban entworfen wurde.

Historisches Erbe

Das Dorf Eygliers hat viel Charakter. Ein absoluter Höhepunkt ist die Festung Mont-Dauphin, die seit 2008 zum Unesco-Welterbe gehört. Sie ist eine der zwölf außergewöhnlichen Festungsanlagen, die Vauban in ganz Frankreich errichten ließ. Ein weiteres sehenswertes Gebäude ist die Kirche Saint-Antoine. Sie entstand im 15. Jahrhundert unter der Leitung von Jean Bayle, dem Erzbischof von Embrun. Die Kirche im Stil der Spätromanik steht unter Denkmalschutz und beeindruckt mit lombardisch inspirierten Motiven sowie Fresken, die an den Jakobsweg erinnern. Über das Dorf verteilt findest du zudem zahlreiche Kapellen, kleine Oratorien und alte Steinbauten. Das Tourismusbüro bietet geführte Rundgänge an, bei denen man die historischen Schätze des Ortes im Detail kennenlernen kann.

Aktivitäten für die ganze Familie

An langen Sommertagen zieht es Einheimische wie Besucher gleichermaßen zum Plan d'eau d'Eygliers. Der vier Hektar große See ist ein beliebter Badeort für Familien. Die Freizeitanlage bietet ein abwechslungsreiches Programm: Kletterparks für Kinder, Reitausflüge und Minigolf. Auf dem Wasser selbst kannst du Kanu oder Kajak fahren und andere Wassersportarten ausprobieren.

Der Sentier des marmottes ist vom Frühjahr bis zum Frühherbst eines der beliebtesten Ziele in Eygliers. Es handelt sich um einen gut markierten, ein Kilometer langen Pfad, der sehr leicht begehbar ist. Hier lassen sich große Murmeltierkolonien beobachten. Besonders für Kinder ist es ein Erlebnis, das Pfeifen der Tiere zu hören und zu beobachten, wie sie die Hänge hinabflitzen.

Ein Paradies für Outdoor-Sportler

Wer nach Eygliers kommt, sollte die Natur lieben. Die Lage ist ideal, denn in der Nähe befinden sich vier Nationalparks und acht Regionalparks. Wanderer haben die Qual der Wahl bei der Vielzahl an Routen. Der Aufstieg zum col Garnier bietet beispielsweise einen weiten Blick über das Tal der Vallouise und die Berglandschaften des Queyras.

Auch andere Sportarten wie Mountainbiken, Klettersteige, Paragliding oder Reiten sind in der Region fest verwurzelt. Radsportler mit guter Kondition können sich an den legendären Pässen der Hautes-Alpes versuchen, etwa dem Izoard, dem Lautaret, dem Agnel oder dem Galibier. Diese Anstiege sind durch Radrennen wie das Criterium du Dauphine und die Tour de France weltbekannt.

Die beste Reisezeit

Wir empfehlen einen Besuch in den Sommermonaten, um das Wanderangebot und die Outdoor-Aktivitäten voll auszukosten. Viele Hotels und Restaurants schließen über den Winter. Da das Dorf auf über 1.000 Metern Höhe liegt, wird es von Oktober bis Mai empfindlich kühl.

Anreise

Mit dem Auto erreichst du Eygliers von Gap aus in einer Stunde, von Grenoble in 2 Stunden 40 Minuten und von Nizza in 3 Stunden 40 Minuten. Alternativ ist eine Anreise mit dem Zug möglich, wobei du am Bahnhof Montdauphin - Guillestre aussteigst.

#5 Briançon +5 Empf.

Auf 1326 Metern Höhe thront die höchstgelegene Stadt Frankreichs mit ihren Vauban-Festungsmauern über der Durance, ein historischer Sperrgürtel an der Grenze zu Italien. Die Grande Gargouille, eine gepflasterte Gasse mit mittigem Wasserkanal, zieht sich durch das UNESCO-Weltkulturerbe der Altstadt.

Wandern im Écrins-Massiv, legendäre Pässe der Tour de France, Skifahren direkt vor der Haustür in Serre Chevalier, das Ganze ohne die Menschenmassen und Preise von Chamonix.

Die Lieblingsaktivitäten unserer Mitglieder in den Südalpen

Sortiert nach Empfehlungen von Reisenden, die sie erlebt haben

#1 Nationalpark Écrins (Gap) +11 Empf. 4.8/5

Der Nationalpark Écrins erstreckt sich über die Departements Isère und Hautes-Alpes. Auf 90.000 Hektar bietet das Massiv mit seinem höchsten Gipfel auf 4.102 Metern über hundert Dreitausender. Für Bergfreunde ist dies ein Paradies. Mit etwas Glück triffst du beim Wandern auf Steinböcke, Steinadler, Wölfe oder Luchse. Erlebe hier Natur in ihrem unberührten Zustand.

#2 Regionaler Naturpark Queyras (Arvieux) +9 Empf. 5/5

Der Regionale Naturpark Queyras ist ein geschütztes Juwel in den französischen Alpen, das unberührte Wildnis mit einem reichen kulturellen Erbe vereint. Seit 1977 bewahrt er eine Bergregion, in der jahrhundertealte Traditionen auf eine außergewöhnliche Artenvielfalt treffen.

Wanderer erkunden markierte Pfade durch grandiose Landschaften. Hier leben Gämsen, Steinböcke und zahlreiche Vogelarten. Malerische Dörfer wie Arvieux laden dazu ein, traditionelle Architektur zu entdecken und lokale Produkte zu probieren. Der Regionale Naturpark Queyras ist ein ideales Ziel für dein nächstes Abenteuer in den Bergen.

#3 Orcières Merlette (Orcières) +4 Empf. 5/5

Orcières Merlette 1850 liegt direkt im Massiv des Écrins und ist ein ideales Ziel für Familien. Auf über 100 km Pisten finden alle Schwierigkeitsgrade ihren Platz. Neben dem Skifahren locken eine Eislaufbahn, ein Schwimmbad mit Rutschen und Hundeschlittenfahrten. Im Sommer stehen Wandern und Mountainbiken hoch im Kurs. Von Apartments bis zu Chalets ist für einen komfortablen Aufenthalt gesorgt.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#4 Serre Chevalier (La Salle-les-Alpes) +1 Empf. 4/5

Serre Chevalier ist eines der größten Skigebiete in den südfranzösischen Alpen. Auf über 250 km Pisten findest du Abfahrten für jedes Niveau, dazu einen Snowpark und Freeride-Areale. Neben Skifahren locken Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittenfahrten oder die Thermen in Le Monêtier-les-Bains. Im Sommer verwandelt sich das Tal in ein Revier für Mountainbiker und Wanderer. Ob Hotel oder Chalet, hier findest du die passende Unterkunft.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#5 Station Les Orres (Les Orres)

Les Orres in den französischen Hautes-Alpes liegt nahe dem Parc National des Écrins und ist das ganze Jahr über der ideale Rückzugsort für Bergsport. Im Winter locken Skifahren, Snowboarden und Schneeschuhwanderungen. Im Sommer bietet die Region Wanderwege, Mountainbike-Strecken und Paragliding. Der Ort ist perfekt auf Familien ausgerichtet und verspricht Erholung sowie Abenteuer in den Alpen.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

Den Südalpen auf der Karte

Den Südalpen besuchen

Hier haben die Berge das Klima des Südens. Briançon, mit 1 326 Metern die höchste Stadt Frankreichs, zählt zu den sonnigsten Orten des Landes, und die Lärche ersetzt die Fichte, sobald man den Col du Lautaret hinter sich hat. Zwei Parks teilen sich das Gebiet: die Écrins im Westen, mit ihren Gletschern und ihren 4 102 Metern an der Barre, und der Queyras im Osten, trockener, offener, nach Italien gewandt.

Man kommt für ein Gebirge, das nicht das der Nordalpen ist: weniger Dunst, mehr nackter Stein, Dörfer aus Holz und Trockenmauerwerk statt verzierter Chalets. Die Skiorte sind da, Serre Chevalier, Vars, Risoul, Orcières, aber der Sommer wiegt inzwischen so schwer wie der Winter, zwischen den Pässen der Radfahrer und dem Stausee von Serre-Ponçon.

Das wird dir gefallen, wenn

  • du Hochgebirge mit Sonne und wenig Regen willst
  • Pässe mit dem Rad oder Wandern in der Höhe dich reizen
  • ein Steindorf auf 2 000 Metern dir mehr sagt als ein Retortenort

Lass es, wenn

  • du Seen und grüne Almen über die ganze Saison suchst
  • du ohne Auto anreisen willst, über Briançon und Gap hinaus
  • Serpentinenstraßen über 2 000 Metern dich anspannen

Die Höhepunkte

  1. 1 Die Zitadelle von Briançon

    Vauban umgab die Oberstadt 1700 mit Mauern und krönte sie mit vier Forts auf den umliegenden Kämmen. Das Ensemble steht seit 2008 auf der Unesco-Liste, samt der Pont d'Asfeld, die in einem einzigen Bogen fünfzig Meter über der Durance gespannt ist. Man steigt von der Porte de Pignerol hinauf, die Grande Gargouille durchquert die Oberstadt in der Achse, und die Runde über die Mauern dauert eine gute Stunde. Im Winter startet die Seilbahn Prorel in der Unterstadt und erschließt die 250 Pistenkilometer von Serre Chevalier.

  2. 2 Der Col Agnel, mit dem Rad Juni bis Oktober

    2 744 Meter: der höchste internationale Straßenpass der Alpen, zwischen Queyras und Piemont. Zwanzig Kilometer Auffahrt ab Château-Ville-Vieille, die letzten sechs über 9 Prozent. Er öffnet erst, wenn der Schnee geräumt ist, in der Regel von Mitte Juni bis Mitte Oktober, und er bleibt weit ruhiger als Izoard oder Galibier. Keine Einkehr oben: Wasser gehört ins Gepäck.

  3. 3 Saint-Véran

    Die höchstgelegene Gemeinde Frankreichs, 2 042 Meter, und eines der offiziell schönsten Dörfer des Landes. Die Lärchenhäuser tragen ihre Balkone als offene Lattengitter, um Heu zu trocknen, und acht Sonnenuhren begleiten die einzige Straße. Das Auto bleibt auf den Parkplätzen am Ortseingang, das Dorf geht man zu Fuß. Im Winter ist es eher ein Langlauf- als ein Alpinort, und die Queyras-Straße kann nach einem Schneefall für Stunden geschlossen sein.

  4. Der Stausee von Serre-Ponçon

    4 Der Stausee von Serre-Ponçon +7 Empf.

    Achtundzwanzig Quadratkilometer, gehalten von einem 1961 fertiggestellten Erddamm an der Durance, knapp unterhalb ihres Zusammenflusses mit der Ubaye. Er ist die Sommerlunge der Region: Segeln, Stand-up-Paddling und Baden von den Stränden von Savines-le-Lac und Chorges, wenn das Wasser im August 22 bis 24 °C erreicht. Im Herbst sinkt der Pegel und legt die Ufer frei, was die Landschaft zwischen Juli und Oktober völlig verändert.

  5. 5 Der Almauftrieb Mitte Juni

    Die Herden ziehen Mitte Juni auf die Hochweiden und kommen Anfang Oktober zurück. Mehrere Dörfer im Champsaur und im Dévoluy machen daraus ein Fest von einem Tag, mit tausenden Tieren in der Hauptstraße. Es ist kostenlos, es endet früh, und es ist der einzige Moment, in dem man die Weidewirtschaft noch sieht, die diese Hänge geformt hat. Die Termine verschieben sich von Jahr zu Jahr mit der Schneeschmelze: im Frühjahr bei den Tourismusbüros nachfragen.

Der klassische Fehler

Zu glauben, alles sei das ganze Jahr offen. Galibier, Izoard und Agnel sind von November bis Mai oder Juni gesperrt, und ihre Sperrung verlängert manche Fahrt um zwei Stunden. Nur der Lautaret und das Durance-Tal bleiben durchgehend befahrbar: Prüfe den Zustand der Pässe, bevor du eine Frühjahrsroute baust.

Unsere Routen in den Südalpen

Unsere Routen je nach Reisedauer
DauerRouteWas du siehst
Langes Wochenende (4 T.)Briançon › Serre Chevalier › Col du LautaretVauban und die Écrins
1 WocheBriançon › Mont-Dauphin › Guillestre › Queyras › EmbrunForts, Queyras, See
10 TageGap › Champsaur › Embrun › Queyras › Briançon › LautaretGanze Runde, beide Parks

Alles ordnet sich entlang der Durance, die Gap mit Briançon in gleichmäßigem Anstieg verbindet. Die Seitentäler, Queyras, Champsaur, Vallouise, fährt man als Hin- und Rückweg von dieser Achse: es gibt fast nie eine Querverbindung, und eine zu erfinden kostet einen Pass und zwei Stunden. Rechne ein Tal pro Tag, nicht zwei.

Beste Reisezeit in den Südalpen

Wann hinfahren, Saison für Saison
EignungSaisonTemperaturenAndrang und Preise
WinterDez. bis März-6 bis 5 °CHoch
FrühlingApr. bis Juni3 bis 18 °CNiedrig
SommerJuli und August12 bis 28 °CHoch
HerbstSept. bis Nov.1 bis 20 °CMittel

Unser Tipp

Nimm den September. Die Pässe sind noch offen, die Lärchen beginnen gegen Monatsende zu gilben, und die Preise fallen mit dem Schulanfang. Meide die zweite Maihälfte und den November: die Bahnen stehen still, viele Pässe sind zu, und ein Teil der Hotels und Restaurants schließt zwischen den beiden Saisons.

Anreise

  1. 1 Mit dem Zug Am einfachsten

    Die Ligne des Alpes bedient Gap, Embrun, Mont-Dauphin und Briançon von Marseille und Valence aus, und ein Nachtzug verbindet Paris mit Briançon. Es ist die einzige Bahnverbindung der Region, und sie folgt genau der Achse der Durance.

  2. 2 Mit dem Auto Am freiesten

    Über die A51 bis Gap von Marseille aus, dann die Nationalstraße bis Briançon. Von Grenoble und dem Norden führt die Route über den Col du Lautaret, ganzjährig offen, aber zeitweise mit Winterausrüstungspflicht.

  3. 3 Mit dem Flugzeug Am schnellsten

    Kein Flughafen in der Region: die nächsten sind Marseille, Grenoble und Turin, jeder zwei bis drei Autostunden von Briançon. Der Col de Montgenèvre, durchgehend offen, macht den italienischen Zugang oft schneller, als man denkt.

Für einen Aufenthalt im Skiort genügen der Zug bis Briançon oder Mont-Dauphin und ein Zubringer. Um zwischen den Tälern zu wechseln und Pässe zu fahren, ist das Auto kein Komfort, sondern Voraussetzung.

Unterwegs in den Südalpen

Ein Auto ist nötig, sobald man die Achse der Durance verlässt. Briançon und Gap erkundet man zu Fuß und sind per Bahn verbunden, aber Queyras, Champsaur, Dévoluy und Vallouise haben nur Busverkehr, getaktet nach Schulzeiten und außerhalb der Saison ausgedünnt. Die Entfernungen täuschen: sechzig Kilometer Tal brauchen eine Stunde und ein Viertel, und ein Pass legt genauso viel drauf.

Gut zu wissen

Die Hochpässe sind im Winter zu, sie können aber auch mitten in der Saison für Stunden schließen, nach einem Gewitter oder einem Abgang. Bevor du auf Izoard, Agnel oder Galibier losfährst, schau die Straßenlage des Tages an: ein Pass, der gestern als offen gemeldet war, ist es heute Morgen nicht zwingend.

Was isst man in den Südalpen?

  • Tourtons: viereckige Krapfen aus dünnem Teig, pikant mit Kartoffel oder Spinat gefüllt, süß mit Pflaumen. Das Gericht des Champsaur, serviert in den Hofgasthäusern um Saint-Bonnet.
  • Oreilles d'âne: ein Gratin aus Wildspinat, Crêpes und Sahne, Spezialität der Vallouise und des Briançonnais. Trotz des Namens nichts mit Fleisch zu tun.
  • Bleu du Queyras: ein milder Kuhmilch-Blauschimmel aus dem oberen Guil-Tal, den man direkt bei den Erzeugern in Ceillac und Molines sucht.
  • Tourte de Champsaur: eine Torte aus Mangold und Rosinen, pikant und süß zugleich, je nach Familie als Vorspeise oder als Dessert.
  • Ravioles de Briançon: mit Kartoffel und Käse gefüllt, näher an piemontesischen Ravioli als an den klassischen italienischen, direktes Erbe der Grenze.
  • Génépi: ein Likör aus Gletscher-Edelraute, oberhalb von 2 000 Metern gepflückt, zum Abschluss des Essens serviert. Die besten sind handwerklich gemacht und schwächer als die industriellen.

Bei Tisch

Im Skiort wie im Dorf schließen die Küchen früh: nach 21 Uhr zu servieren ist die Ausnahme, und außerhalb der Saison öffnen viele Restaurants nur abends oder schließen zwei Tage pro Woche. Im Juli und August am Vortag reservieren, und damit rechnen, früher zu essen als an der Küste.

Wo übernachten in den Südalpen?

Wo man sich einquartiert
GebietWofürGut zu wissen
Briançon und Serre ChevalierSki, Vauban-Erbe, PässeDie einzige echte Bergstadt, ganzjährig offen
Guillestre und der QueyrasWandern, Rad, HöhendörferZentrale Basis, dahinter aber Passstraßen
Embrun und Serre-PonçonSee, Segeln, Baden, RadKurze Saison, im August sehr gefragt
Gap und der ChampsaurEtappe, Familien, sanfte SkiorteAm günstigsten, am weitesten von den Gipfeln

Den ganzen Guide lesen: wo übernachten in den Südalpen

Was kostet eine Reise in den Südalpen?

Richtwert pro Person, ohne Anreise in die Region
ReiseDauerBudget pro Person
Sparsam, Wandern im Sommer1 Woche400 bis 600 €
Komfort, Hotel und Aktivitäten1 Woche700 bis 1 000 €
Ski im Februar, Skipass inklusive1 Woche1 100 bis 1 600 €
  • Die Saison: Februar und die erste Augusthälfte kosten das Doppelte des Septembers, bei gleicher Unterkunft.
  • Der Skipass: der Posten, der ein Winterbudget kippt, 50 bis 65 € am Tag für Erwachsene in Serre Chevalier, deutlich weniger in den Familienorten des Champsaur.
  • Das Wandern: kostenlos, auch in den beiden Parks, die keinen Eintritt nehmen. Eine Nacht in einer bewirtschafteten Hütte kostet 20 bis 30 €, mit Halbpension 50 bis 60 €.
  • Das Auto: Benzin und Pässe wiegen schwerer als man denkt, und jenseits von Gap gibt es keine Maut. Rechne den Kraftstoff für ein Tal pro Tag.
  • Hütten und Etappenquartiere: weit günstiger als ein Hotel und oft besser gelegen, aber im Juli und August Wochen im Voraus ausgebucht.

Traditionen und Lebensart in den Südalpen

Dieses Gebirge war lange ein Land für sich: die Escartons, eine 1343 vom Dauphin erkaufte Charta, gaben den Tälern des Briançonnais eine steuerliche und richterliche Eigenständigkeit, die bis zur Revolution hielt, und die Erinnerung daran ist lebendig. Die Grenze verschob sich 1713 und schnitt dieses Ganze in zwei Teile, was die Ravioles, die gemalten Sonnenuhren und die Ortsnamen erklärt, die vom Queyras an italienisch klingen.

Die Weidewirtschaft macht noch das Jahr: Auftrieb Mitte Juni, Abtrieb Anfang Oktober, und Dörfer, die im Rhythmus beider leben. Alpines Okzitanisch wird immer weniger gesprochen, aber überall gelesen, auf Brunnen und Türstürzen, neben Sonnenuhren, die oft aus dem 18. Jahrhundert stammen.

Der lokale Brauch

Schließe auf einem Almweg die Zäune hinter dir und umgehe Herden talwärts. Herdenschutzhunde sind keine Hütehunde: man streichelt sie nicht, man rennt nicht, man steigt vom Rad und geht auf Abstand ruhig vorbei.

Top-Fotos der Mitglieder

Briançon (photo de Max Labeille)
Vue panoramique de Gap, Hautes Alpes
Le Guil et le plateau de Mont Dauphin

Bewertungen von Reisenden

Einfach absolut begeistert von diesem Park!

Wanderfreunde, Bivouak-Fans und Naturliebhaber, willkommen im Queyras! Ihr könnt euch gar nicht in die Schönheit der Landschaften verlieben... Ein Großteil der Wege ist im Großen und Ganzen gut zugäng…

102

Hochgebirgspark

Der Park beheimatet zahlreiche Gipfel, in denen sich Gletscher verbergen. Einige Spitzen erreichen sogar 4000 Meter Höhe. Ich persönlich habe bei 3000 Metern Halt gemacht! Und das war schon außergewöh…

58

Sonniges Skigebiet

Die Station liegt an den Südhängen des Ecrins-Massivs und ist deshalb oft sonnig. Ich hatte das Glück, sie sowohl im Winter als auch im Sommer zu entdecken, wobei ich den Sommer bevorzuge. Die Auswahl…

97

Hauptstadt des Champsaur

Ich liebe diese ländlichen Landschaften, die von Bergen umgeben sind! Hier vermischt sich das Grün oft mit dem Blau, und in diesem Teil der Hautes Alpes lässt sich die Sonne blicken. Ich hatte die Gel…

54

Höchstgelegene Stadt Europas

Was für eine Kulisse, umgeben von Bergen hat mir diese Stadt richtig gut gefallen. Was mir eigentlich am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist die Aufteilung der Oberstadt. Da sie von Stadtmauern u…

4