Taj mahal

Was tun in Indien: Top 20 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Indien, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Indien

#1 Kochi +75 Empf.

An der Küste von Kerala gelegen, vereint Kochi koloniales Erbe, indische Traditionen und eine ausgeprägte künstlerische Szene. Im historischen Viertel Fort Kochi triffst du auf eine vielschichtige Stadt, die zwischen ihrer Vergangenheit und moderner Kreativität vermittelt. Die Stadt ist eine gute Adresse, wenn du abseits klassischer Touristenpfade ein authentisches Indien erleben möchtest.

#2 Jaipur +70 Empf.

Die Hauptstadt von Rajasthan, die sogenannte rosarote Stadt, verdankt ihren Farbton einem Gesetz aus dem 19. Jahrhundert, das bis heute gilt. Hinter den ockerfarbenen Fassaden verbergen sich schwindelerregende Festungen, Basare, in denen Feilschen zum Alltag gehört, und Streetfood, das den Gaumen fordert. Geringe Kosten, ein völlig fremdes Umfeld und maximale sensorische Eindrücke: Nur wenige Städte weltweit bieten Reisenden ein solch intensives Erlebnis zu einem Preis von oft nur wenigen Euro pro Tag.

#3 Mysore +67 Empf.

Mysore im indischen Bundesstaat Karnataka ist tief von seiner royalen Vergangenheit geprägt. Das Herzstück der Stadt ist der prächtige Palast, gefolgt vom belebten Devaraja-Markt und dem Chamundi-Hügel, der einen weiten Blick über die Umgebung bietet. Im Sandelholzmuseum erfährst du alles über diesen wertvollen Rohstoff, und der Zoo von Mysore zählt zu den ältesten und am besten gepflegten Anlagen des Landes. Die Stadt überzeugt durch ihre Architektur, das traditionelle Kunsthandwerk und ihre kulturelle Identität.

#4 Agra +56 Empf.

Agra bietet weit mehr als nur den berühmten Umriss des Taj Mahal. Die ehemalige Mogul-Hauptstadt am heiligen Fluss Yamuna beherbergt architektonische Meisterwerke wie das Rote Fort, das Grabmal von Itimad-ud-Daulah und die geheimnisvolle Stadt Fatehpur Sikri. Hinter der Postkartenansicht verbirgt sich eine raue, authentische Stadt, in der kaiserliche Geschichte und das moderne Indien in einem spannenden Kontrast aufeinandertreffen.

#5 Jaisalmer +54 Empf.

Jaisalmer erhebt sich wie eine Fata Morgana aus goldenem Sandstein aus der Thar-Wüste. Die Festungsstadt aus dem 12. Jahrhundert beherbergt eine der letzten bewohnten Burgen der Welt, in der heute noch 4.000 Menschen hinter 870 Jahre alten Mauern leben. Kamelsafaris, kunstvoll verzierte Havelis und die lokale Wüstenküche prägen den Aufenthalt für Reisende, die den Weg bis in den entlegensten Winkel von Rajasthan auf sich nehmen.

Ranking der 15 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Indien

#1 Taj Mahal (Agra) +36 Empf. 4.4/5

Das Taj Mahal ist das Juwel der Mogularchitektur. Es wurde zwischen 1632 und 1648 aus weißem Marmor aus Makrana erbaut und verkörpert die Liebe von Kaiser Shah Jahan zu seiner verstorbenen Frau Mumtaz Mahal. Die mit 28 verschiedenen Halbedelsteinen verzierte Fassade wechselt je nach Lichteinfall ihre Farbe. Der 73 Meter hohe Dom und die symmetrischen Gärten machen es zum meistbesuchten Monument in Indien.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#2 Goldener Tempel (Amritsar) +14 Empf. 4.5/5

Der Goldene Tempel im indischen Punjab ist das bedeutendste Heiligtum der Sikhs und gehört zum Unesco-Welterbe. Das prachtvolle, mit Gold und Edelsteinen verzierte Bauwerk zieht Gläubige aus dem ganzen Land an. Traurige Bekanntheit erlangte der Ort 1984 durch die Operation Blue Star, bei der Hunderte Menschen ums Leben kamen.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#3 Festung Agra (Agra) +14 Empf. 4.7/5

Die Festung Agra beeindruckt mit zweieinhalb Kilometern roter Sandsteinmauern, die einst Mogulpaläste, private Moscheen und kaiserliche Gärten schützten. Die im 16. Jahrhundert unter Akbar errichtete UNESCO-Welterbestätte vereint militärische Macht mit architektonischer Finesse. Im Marmorpavillon Musamman Burj blickte Shah Jahan aus seiner Gefangenschaft bis zu seinem Lebensende auf das Taj Mahal.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#4 Gadisar-See (Jaisalmer) +13 Empf. 5/5

Am Rande von Jaisalmer liegt der Gadisar-See, ein friedliches künstliches Gewässer inmitten von verzierten Tempeln und Pavillons. Er lädt zu Spaziergängen oder Bootsfahrten ein und bietet eine entspannte Kulisse. Im Winter lassen sich hier Zugvögel beobachten. Besonders bei Sonnenuntergang sorgen die goldenen Reflexionen für eine beeindruckende Stimmung. Ein angenehmer Zwischenstopp während deines Aufenthalts in Jaisalmer.

#5 Hawa Mahal (Jaipur) +13 Empf. 4.3/5

Der 1799 von Maharaja Sawai Pratap Singh erbaute Hawa Mahal ist das Wahrzeichen von Jaipur. Die 15 Meter hohe Fassade aus rosafarbenem Sandstein umfasst 953 fein gemeißelte Fenster. Das Bauwerk verbindet Rajput- und Mogul-Stile mit einer ausgeklügelten natürlichen Belüftung, die es den Frauen des Hofes ermöglichte, das Stadtleben unbeobachtet zu beobachten.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#6 Franziskanerkirche (Kochi) +10 Empf. 5/5

Die Franziskanerkirche in Kochi wurde 1503 erbaut und ist das älteste europäische Gotteshaus in Indien. Einst ruhte hier Vasco da Gama für 14 Jahre. Die schlichte Architektur spiegelt die koloniale Geschichte unter Portugiesen, Niederländern und Briten wider. Heute ist das seit 1923 geschützte Denkmal in Fort Kochi mit seinem historischen Friedhof frei zugänglich.

#7 Paradesi-Synagoge (Kochi) +10 Empf. 4.5/5

Die 1568 erbaute Paradesi-Synagoge in Kochi ist die älteste noch aktive Synagoge im Commonwealth. Sie wurde von sephardischen Flüchtlingen errichtet und beherbergt Schätze wie handbemalte chinesische Porzellanfliesen, goldene Torarollen und Kupfertafeln aus dem 4. Jahrhundert. Das Bauwerk in Jew Town in Mattancherry besticht durch belgische Kronleuchter und indo-europäische Architektur. Eintritt kostet 40 INR (ca. 0,45 Euro).

#8 Chinesische Fischernetze (Kochi) +10 Empf. 4.5/5

Die Chinesischen Fischernetze sind das Wahrzeichen von Kochi. Die riesigen Auslegerkonstruktionen wurden zwischen 1350 und 1450 von chinesischen Händlern eingeführt. Die 10 Meter hohen Gestelle aus Teakholz und Bambus werden von 4 bis 6 Fischern bedient, um die 20 Meter breiten Netze ins Arabische Meer zu senken. Besonders beeindruckend bei Sonnenuntergang vom Vasco da Gama Square in Fort Kochi aus.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#9 Chhatrapati Shivaji Terminus (Mumbai) +10 Empf. 4/5

Der Chhatrapati Shivaji Terminus ist ein Wahrzeichen der indo-britischen Kolonialarchitektur des 20. Jahrhunderts und ein zentrales Symbol von Mumbai. Seit den frühen 2000er Jahren schützt die Stadt das Erbe dieses Bahnhofs, den täglich Millionen Menschen nutzen. Nachts wird das Bauwerk illuminiert. Es beherbergt zudem ein Museum. Im Jahr 2008 war der Bahnhof Ziel islamistischer Terroranschläge.

#10 Fort Jaisalmer (Jaisalmer) +8 Empf. 5/5

Das als Goldene Festung bekannte Meisterwerk aus gelbem Sandstein thront über der Wüste Thar. Anders als in reinen Museen leben hier noch 3 000 Menschen hinter mittelalterlichen Mauern. Erkunde verwinkelte Gassen, kunstvolle Jain-Tempel und königliche Paläste, am besten bei Sonnenaufgang, wenn das erste Licht den fein gemeißelten Stein in warmen Farben erstrahlen lässt.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#11 Birla-Mandir-Tempel (Jaipur) +8 Empf. 5/5

Der Birla-Mandir-Tempel in Jaipur ist ein moderner Hindutempel aus weißem Makrana-Marmor, der Laxmi Narayan gewidmet ist. Der 1988 fertiggestellte Bau vereint Mogul- und dravidische Architekturstile mit filigranen Skulpturen und Buntglasfenstern. Der Eintritt ist frei. Besonders sehenswert ist das abendliche Aarti-Ritual, wenn das Bauwerk hell erleuchtet ist.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#12 Itimad-ud-Daulah-Mausoleum (Agra) +8 Empf. 5/5

Das Itimad-ud-Daulah-Mausoleum in Agra wurde zwischen 1622 und 1628 von Kaiserin Nur Jahan für ihren Vater erbaut und ist das erste Mogul-Bauwerk komplett aus weißem Marmor. Als Vorläufer des Taj Mahal brachte es die Pietra-Dura-Technik nach Indien, bei der Halbedelsteine feine florale Muster bilden. Die durchbrochenen Steinmetzarbeiten und persischen Gärten bieten abseits der Touristenströme eine Oase der Ruhe.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

#13 Vogelreservat Ranganathittu (Mysore) +8 Empf. 5/5

Das Vogelreservat Ranganathittu, im Volksmund Pakshi Kashi von Karnataka genannt, ist das größte Vogelschutzgebiet des Bundesstaates. Auf sechs Inseln im Fluss Kaveri, 16 km von Mysore entfernt, leben über 170 Vogelarten. Seit 2022 ist das Gebiet als Ramsar-Gebiet geschützt. Bootsfahrten führen zu Störchen, Pelikanen, Ibissen, Krokodilen und Ottern. Beste Reisezeit: Juni bis November zur Brutzeit sowie Dezember bis März für Zugvögel.

#14 Zoo von Mysore (Mysore) +8 Empf. 5/5

Der Zoo von Mysore wurde 1892 gegründet und zählt zu den ältesten Anlagen in Indien. Auf über 60 Hektar leben mehr als 150 Tierarten, darunter weiße Tiger, Asiatische Elefanten und Giraffen. Besucher schätzen die großzügigen Gehege sowie das Schutzprogramm für Geier. Ein Rundgang dauert 3 bis 4 Stunden. Tipp: Komme früh, um den Andrang zu vermeiden.

#15 Palast von Mysore (Mysore) +8 Empf. 5/5

Der Palast von Mysore, einstiger Sitz der Maharajas, ist ein prächtiger indo-sarazenischer Bau aus dem späten 19. Jahrhundert. Besuche den prunkvollen Kalyana Mantapa und die Durbar Hall. Jeden Sonntagabend und zum Dussehra-Fest erstrahlt das Gebäude mit 90 000 Glühbirnen. Ein Besuch bietet tiefe Einblicke in den royalen Glanz und die Geschichte von Karnataka.

Zum Reiseführer Angebote ansehen

Indien: Ein Land, das dich nicht unberührt lässt

Jeden Morgen in Varanasi steigen Hunderte Menschen die Ghats hinab, um bei Sonnenaufgang im Ganges zu baden, während nur wenige Meter entfernt die Scheiterhaufen brennen. Indien ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an denen Leben und Tod so unmittelbar und natürlich nebeneinander existieren. Indien "besucht" man nicht einfach. Man setzt sich mit dem Land auseinander.

Indien: Für alle, die bereit sind, sich herausfordern zu lassen

Indien ist kein Ziel für Komfortsuchende. Es ist ein Land, das die Sinne pausenlos fordert, die Geduld auf die Probe stellt und Erwartungen in jeder Hinsicht übertrifft. Wer mit dieser Einstellung reist, kehrt verändert zurück. Alle anderen kommen meist erschöpft nach Hause.

Geeignet für:

  • Neugierige Reisende, die einen echten kulturellen Tapetenwechsel suchen
  • Liebhaber von Spiritualität, Yoga und Meditation
  • Fans von Architektur, Palästen und Mogul-Festungen
  • Feinschmecker: Die indische Küche zählt zu den vielfältigsten der Welt
  • Reisende mit begrenztem Budget: Indien ist vor Ort sehr erschwinglich
  • Fotografen und Fans von Farben, Festivals und lebendigen Straßenszenen
  • Abenteurer und Trekking-Fans (Himalaya, Ladakh, Westghats)

Nicht geeignet für:

  • Menschen, die Wert auf Komfort, Ruhe und Vorhersehbarkeit legen
  • Reisende, die sich bei Menschenmengen, Umweltbelastung oder urbanem Chaos unwohl fühlen
  • Alleinreisende Frauen, die nicht bereit sind, mit aufdringlicher Aufmerksamkeit in bestimmten Regionen umzugehen
  • Reisende, die in 10 Tagen "alles sehen" wollen: Indien ist ein Kontinent, kein Land
  • Personen mit sehr empfindlichem Magen oder hohem Anspruch an hygienische Standards

Ein sehr günstiges Reiseziel in Asien, aber mit großen Preisunterschieden

Indien gehört für europäische Reisende zu den kostengünstigsten Destinationen weltweit. Eine komplette Mahlzeit in einem guten lokalen Restaurant kostet selten mehr als 3 bis 5 Euro. Die Übernachtung in einer soliden Pension beginnt bei etwa 8 bis 15 Euro pro Nacht. Allerdings verlangen wichtige Touristenattraktionen deutlich höhere Eintrittspreise als Einheimische, und in beliebten Regionen wie Rajasthan oder Goa können Boutique-Hotels durchaus europäisches Preisniveau erreichen.

Beispiele für typische Aufenthalte in Indien und geschätzte Budgets ohne internationale Flüge
Was Wo Dauer Budget (ohne Flüge)
Palast- und Festungsroute Rajasthan (Delhi, Jaipur, Jodhpur, Udaipur) 2 Wochen 600 bis 1.500 Euro / Pers.
Strandurlaub und Erholung Goa (Strände im Norden und Süden) 1 Woche 400 bis 1.000 Euro / Pers.
Natur und Backwaters Kerala (Kochi, Munnar, Alleppey) 10 bis 12 Tage 500 bis 1.200 Euro / Pers.
Trekking und Hochgebirge Ladakh, Spiti Valley oder Himachal Pradesh 2 bis 3 Wochen 700 bis 1.800 Euro / Pers.
Spiritualität und Yoga Varanasi, Rishikesh 10 Tage 300 bis 700 Euro / Pers.
Wildtier-Safari Ranthambore, Bandhavgarh, Jim Corbett 1 Woche 600 bis 1.500 Euro / Pers.

Visa, Logistik und Realitäten vor Ort

Für deutsche Staatsangehörige ist ein Touristenvisum für Indien obligatorisch. Das e-Visa beantragst du vor der Abreise online über die offizielle Website der indischen Regierung für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Die Kosten liegen bei etwa 25 Euro. Die Bearbeitung dauert in der Regel 3 bis 5 Werktage. Es ist sehr ratsam, direkt bei der Ankunft am Flughafen eine lokale SIM-Karte zu kaufen. Fast alles in Indien funktioniert über WhatsApp, und für Online-Buchungs-Apps ist eine lokale Nummer zur OTP-Validierung erforderlich.

Die Distanzen sind gewaltig. Von New Delhi nach Mumbai sind es 1.400 km. Indien hat die Ausmaße eines Kontinents. Zu viele Reiseziele in zu kurzer Zeit zu planen, ist der häufigste Fehler von Indien-Neulingen. Es ist besser, zwei oder drei Regionen intensiv zu erkunden, anstatt in zwei Wochen durch das ganze Land zu hetzen.

Ist eine Reise nach Indien gefährlich?

Indien ist für Touristen in Bezug auf schwere Gewalt grundsätzlich sicher. In touristischen Gegenden sind jedoch Betrugsversuche häufig: gefälschte Reiseführer, Schein-Touristenbüros oder Rikschafahrer, die "wissen", dass dein Hotel letzte Nacht abgebrannt ist. Die goldene Regel lautet: Ignoriere jeden, der dich in der Nähe von Sehenswürdigkeiten proaktiv anspricht, und prüfe Informationen immer selbst.

Alleinreisende Frauen in Indien

Das Thema muss offen angesprochen werden. Belästigungen auf der Straße, starrende Blicke und Berührungen in Menschenmengen sind dokumentierte Realitäten, besonders im Norden des Landes. Südindien, Kerala, Goa und Metropolen wie Bangalore oder Mumbai sind in der Regel entspannter. Allein durch Indien zu reisen ist absolut machbar und wird jährlich von Tausenden Frauen getan, erfordert jedoch erhöhte Aufmerksamkeit. Nutze die speziellen Frauenabteile in Zügen, kleide dich zurückhaltend und sei bereit, bei Bedarf bestimmt aufzutreten.

Das Goldene Dreieck und Rajasthan: Das Indien der Paläste

Die Route Delhi-Agra-Jaipur, das sogenannte Goldene Dreieck, ist die klassische Strecke für die erste Indienreise. Sie bietet eine extrem hohe Dichte an historisch bedeutenden Monumenten: das Rote Fort und der Basar von Chandni Chowk in Delhi, das Taj Mahal in Agra sowie die rosa Festungen und Paläste von Jaipur. Drei Städte, mindestens zwei Wochen Zeit, um nicht in Stress zu geraten.

Jenseits von Jaipur zeigt Rajasthan einige der spektakulärsten Bauwerke der Welt. Jodhpur, die blaue Stadt, mit dem auf einem Felsvorsprung thronenden Mehrangarh-Fort. Udaipur mit seinen Wasserpalästen und marmorgepflasterten Gassen. Jaisalmer, die goldene Zitadelle am Rande der Thar-Wüste, wo die Bewohner noch heute innerhalb der mittelalterlichen Festungsmauern leben.

Tipp vom Experten: Am Taj Mahal solltest du direkt zum Einlass bei Sonnenaufgang da sein. Indische Touristen kommen meist zwei bis drei Stunden später. So hast du das Monument für etwa eine Stunde fast für dich allein, während das goldene Morgenlicht die Szenerie in ein unvergessliches Licht taucht.

Varanasi, Kerala und Südindien: Zwei Welten in einem Land

Varanasi am Ufer des Ganges gilt oft als die älteste durchgehend bewohnte Stadt der Welt. Sie ist auch die verwirrendste. Zeremonien an den Ghats, offene Feuerbestattungen am Manikarnika Ghat, die Pilgerscharen bei Sonnenaufgang: Nichts kann einen wirklich darauf vorbereiten. Eine Nacht in Varanasi fühlt sich an wie tausend.

Südindien ist ein völlig anderes Erlebnis. Kerala lässt sich am besten über die Backwaters erkunden, ein Netz aus Kanälen, Palmen und Reisfeldern, in denen Hausboote vor Anker liegen. Die Westghats, eine bergige Kette mit dichten Wäldern und Teeplantagen rund um Munnar, bieten Wanderwege weit weg vom Trubel der Ebenen. Kochi mit seinen chinesischen Fischernetzen an der Küste und den Kunstgalerien ist die kosmopolitischste Stadt des Südens.

In Chennai und im Bundesstaat Tamil Nadu bilden die dravidischen Tempel mit ihren Gopurams (pyramidenförmige Türme mit tausenden bunten Skulpturen) eine architektonische Tradition, die sich deutlich vom Norden abhebt. Der Tempel von Madurai, der Göttin Meenakshi gewidmet, ist eine der beeindruckendsten religiösen Anlagen Asiens.

Indischer Himalaya: Ladakh, Spiti und die Welt über den Wolken

Ladakh liegt auf über 3.500 Metern Höhe und ist eine buddhistische Region zwischen den Gletschern von Himalaya und Karakorum. Die an Klippen klebenden Klöster, die ockerfarbene Hochgebirgswüste und Seen wie der Pangong Tso (der sich bis Tibet erstreckt) wirken wie eine fremde, lunare Welt. Leh, die regionale Hauptstadt, ist von Delhi aus in etwa einer Stunde per Flug erreichbar.

Das Spiti-Tal in Himachal Pradesh ist noch abgelegener. Es ist nur von Juni bis Oktober zugänglich, wenn die Pässe schneefrei sind. Dörfer wie Kaza oder Tabo (mit seinem 1.000 Jahre alten Kloster) bieten Zugang zu einem zeitlosen, himalayischen Indien.

Wir bei Avygeo halten Ladakh für die spektakulärste und unvorhersehbarste Region Indiens. Aber: Die Höhe ist nicht zu unterschätzen. Plane unbedingt 2 bis 3 Tage zur Akklimatisierung in Leh ein, bevor du anstrengende Wanderungen unternimmst.

Tipp vom Experten: Überall in Indien gibt es für Sehenswürdigkeiten einen "Ausländer-Tarif", der deutlich über dem für Einheimische liegt. Früh am Morgen (vor 8:00 Uhr) anzukommen, hilft nicht nur, den Massen zu entgehen, sondern sorgt auch für das weichste Licht. Keine andere Tageszeit ist mit den frühen Morgenstunden in indischen Tempeln und Monumenten vergleichbar.

Indien abseits der Pfade: Der Nordosten, Goa und unbekannte Routen

Der Nordosten Indiens (Assam, Meghalaya, Nagaland und die sechs benachbarten Bundesstaaten) wird von der großen Mehrheit der Reisenden nie besucht. Die Gegend ähnelt eher Südostasien als dem restlichen Indien: dichte Wälder, Stämme mit lebendigen Traditionen, hügelige Landschaften und Wasserfälle. Die Region ist über Guwahati (Flug ab Delhi) erreichbar, erfordert aber für einige Bundesstaaten spezielle Genehmigungen.

Goa bleibt das bekannteste Strandziel. Die südlichen Strände (rund um Palolem oder Agonda) sind deutlich ruhiger als die touristisch gesättigten Strände im Norden. Die portugiesische Kolonialarchitektur von Panaji und Panjim sowie die UNESCO-geschützten Barockkirchen in Old Goa zeigen, dass die Halbinsel mehr zu bieten hat als nur Strandbars.

Indien auf dem Teller: Ein Kontinent voller Aromen

Eine Küche, die vielfältiger ist, als man glaubt

Die indische Küche, wie man sie oft in Europa kennt (oft beschränkt auf Tikka Masala oder nordindische Currys), repräsentiert nur einen Bruchteil dessen, was das Land zu bieten hat.

Jeder Bundesstaat hat seine eigene kulinarische Identität, so verschieden wie regionale Küchen in Europa. Im Süden gibt es Dosas (knusprige, fermentierte Reisfladen mit würziger Kartoffelfüllung), die man morgens mit Linsensuppe isst. In Rajasthan erzählt das Gericht Dal Baati Churma (in der Glut gebackene Weizenbällchen mit Linsensauce und süßen Bröseln) vom Leben der Nomaden in der Wüste.

Lebendige Street-Food-Kultur

Street Food gehört zu den großen Freuden Indiens, sofern man die Stände mit Bedacht wählt.

Stände, an denen vor deinen Augen über offenem Feuer gekocht wird und die von vielen Einheimischen besucht werden, sind am verlässlichsten. Pani Puri, kleine frittierte Teighohlkörper gefüllt mit würzigem Tamarindenwasser, sind vielleicht der beste Snack für zwischendurch. Das Thali, ein Tablett mit kleinen Portionen verschiedener Gerichte, ist die wirtschaftlichste und repräsentativste Art, regionale Küche zu erleben (zwischen 2 und 6 Euro in lokalen Restaurants).

Alkohol ist in touristischen Gebieten und in Goa erhältlich, unterliegt aber je nach Bundesstaat unterschiedlichen Beschränkungen. Gujarat, Bihar und Nagaland sind komplett trocken. Chai (Milchtee mit Gewürzen wie Kardamom und Ingwer) ist das Nationalgetränk, das an jedem Bahnhof in kleinen Tontassen serviert wird.

Wann ist die beste Reisezeit für Indien?

Die optimale Zeit für den Großteil des Landes ist von Oktober bis März. Die Temperaturen in den nördlichen Ebenen und an der Küste sind mild und es regnet kaum. Dies ist allerdings auch Hochsaison: Die Preise steigen und Unterkünfte müssen in beliebten Regionen wie Rajasthan im Voraus gebucht werden.

Der Monsun (Juni bis September) macht Reisen im Norden beschwerlich, verwandelt Kerala aber in ein sattgrünes Paradies. Manche Reisende besuchen Kerala gezielt während des Monsuns, um diese besondere Atmosphäre zu erleben und ayurvedische Kuren zu genießen, die traditionell in dieser Jahreszeit durchgeführt werden. Ladakh und das Spiti-Tal sind nur zwischen Juni und Oktober zugänglich, wenn die Gebirgspässe schneefrei sind.

Festivals sollten bei der Planung berücksichtigt werden. Holi (März) und Diwali (Oktober oder November, je nach Jahr) sind visuelle und menschliche Erlebnisse der Extraklasse, doch der Touristenansturm lässt die Preise in die Höhe schnellen. Das Festival von Pushkar im November in Rajasthan ist einer der spektakulärsten Kamelmärkte Asiens.

Wie kommt man nach Indien?

Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind New Delhi (Indira Gandhi Airport) und Mumbai (Chhatrapati Shivaji). Von Deutschland aus dauern Direktflüge mit Air France oder Air India etwa 8:30 Stunden nach Delhi. Viele Fluggesellschaften bieten Verbindungen mit Zwischenstopp an (via Dubai mit Emirates, Doha mit Qatar Airways oder Abu Dhabi mit Etihad) für 400 bis 700 Euro für Hin- und Rückflug, je nach Saison und Buchungszeitpunkt.

Das Touristen-e-Visa ist obligatorisch und muss vor Abreise auf der offiziellen Regierungsseite beantragt werden. Es ist 90 Tage gültig und kostet etwa 25 Euro. Die Bearbeitung dauert 3 bis 5 Werktage. Hinweis: In der Hochsaison (Dezember-Januar) steigen die Flugpreise im Schnitt um 30 Prozent.

Wie bewegt man sich in Indien fort?

Das indische Eisenbahnnetz ist mit über 13.000 Zügen täglich eines der umfangreichsten der Welt. Es ist das praktischste Fortbewegungsmittel für weite Strecken. Reservierungen erfolgen über die Seite IRCTC, für deren Validierung eine indische Telefonnummer benötigt wird. Die Klassen 3AC und 2AC (klimatisierte Wagen mit Schlafplätzen) bieten einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Preis für Nachtfahrten.

Inlandsflüge sind sehr erschwinglich geworden und für große Distanzen (Delhi-Goa, Delhi-Kochi) kaum zu umgehen. Fluggesellschaften wie IndiGo, Air India oder SpiceJet bieten häufige Verbindungen ab 30 bis 80 Euro, je nach Ziel und Buchungszeitraum. Um Rajasthan zu erkunden, ist ein Mietwagen mit Fahrer die flexibelste Lösung: Sie kostet zwischen 50 und 80 Euro pro Tag und ermöglicht spontane Stopps in den Dörfern.

In Städten funktionieren die Apps Ola und Uber in den meisten Ballungsräumen und ersparen Preisverhandlungen mit Rikschafahrern. Fernbusse decken das ganze Land ab, wobei die Qualität je nach Bundesstaat und Anbieter stark variieren kann. Für Nachtbusse solltest du renommierte Anbieter bevorzugen, statt Tickets kurzfristig auf der Straße zu kaufen.

Finde die besten Preise für deine Reise nach Indien

Hotels und Unterkünfte Flüge Mietwagen Maßgeschneiderte Reisen

Top-Fotos der Mitglieder

Taj mahal
Rivère de Manali
rue commerçante de Leh

Artikel über Indien

Neueste Bewertungen

Eindrucksvoller Besuch

Das Fort von Agra ist ein wirklich beeindruckender Besuch. Das Gelände ist riesig, imposant und sehr gut erhalten, mit herrlichen Ausblicken auf das Taj Mahal in der Ferne. Es ist üblich, dort Affen…

126 0

Einfach außergewöhnlich trotz der Menschenmassen

Das Taj Mahal ist ein absolut beeindruckender Ort und der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Der Ticketpreis erschien mir allerdings im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten vor Ort ziemlich hoch. Vor…

135 0

Sehr spirituell

Dieser Tempel ist wirklich wunderschön. Ich habe extra einen Umweg in diese Stadt gemacht, nur um ihn zu besichtigen, und ich bereue es nicht. Von außen ist die Fassade toll. Aber im Inneren ist es vo…

100 0

Der Vorläufer des Taj Mahal

Ich kann euch nur wirklich empfehlen, dieses Mausoleum vor oder nach eurem Besuch des Taj Mahal zu besichtigen. Es ist kleiner und wurde vor dem Taj Mahal erbaut, dessen Architektur weitgehend davon i…

77 0

Sehenswert

Das Taj Mahal ist nicht das einzige Gebäude, das man in Agra besuchen sollte. Verpassen Sie auf keinen Fall die Festung, die ebenfalls einen Besuch wert ist. Letztere ist beeindruckend und wirklich ri…

34 0