Besuch beim Goldenen Tempel
Der Goldene Tempel ist der geläufige Name für Harmandir Sahib, das bedeutendste Heiligtum der Sikhs. Er befindet sich in Amritsar im Bundesstaat Punjab im Norden von Indien. Den Bau gab Guru Arjan, der fünfte spirituelle Meister der Sikhs, im 16. Jahrhundert in Auftrag. Nach einer afghanischen Invasion im Jahr 1758 wurde die Anlage schwer beschädigt, jedoch acht Jahre später wieder vollständig aufgebaut.
Das spirituelle Zentrum des Sikhismus
Der Goldene Tempel ist das wichtigste Pilgerziel der Sikhs. Hier wird der Adi Granth aufbewahrt, das heilige Buch, in dem die Lehren der verschiedenen Gurus zusammengefasst sind. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert inmitten eines heiligen Beckens errichtet, dem Amrit Sarovar oder Teich des Nektars. Das Gebäude selbst ist mit Gold, Perlmutt und Edelsteinen verziert und wird von einer goldenen Kuppel gekrönt, die einen umgedrehten Lotus symbolisiert.
Rund um den Tempel gruppieren sich Marmorgebäude, die als Gurdwaras bekannt sind und die wichtigsten Institutionen der Sikhs beherbergen. Jeden Abend findet eine feierliche Prozession statt, bei der das heilige Buch vom Tempel zum Sri Akal Takht gebracht wird, dem Sitz der religiösen Autorität der Sikhs in einem der Nachbargebäude.
Eintauchen in eine heilige Atmosphäre
Im Inneren des Tempels herrscht eine intensive Atmosphäre, die von tiefem religiösem Eifer geprägt ist. Die heiligen Hymnen, die Kirtans, werden dort ununterbrochen gesungen. Wer das Gelände betreten möchte, folgt einem festen Ritual: Kopfbedeckung aufsetzen, Schuhe ablegen und die Füße in einem kleinen Becken reinigen, um symbolisch Unreinheiten abzuwaschen. Der Tempel steht Besuchern aller Glaubensrichtungen offen. Es besteht zudem die Möglichkeit, im Langar zu essen, einer Gemeinschaftsküche, die von Freiwilligen betrieben wird und täglich zwischen 60.000 und 80.000 Mahlzeiten kostenlos ausgibt.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Dieser Tempel ist wirklich wunderschön. Ich habe extra einen Umweg in diese Stadt gemacht, nur um ihn zu besichtigen, und ich bereue es nicht. Von außen ist die Fassade toll. Aber im Inneren ist es vor allem die spirituelle Atmosphäre, die man spürt. Alles ist friedlich und lädt zur Besinnung ein. Die meisten Besucher sind Gläubige, die zum Beten gekommen sind. Ich kann diesen Besuch wirklich nur empfehlen.