Château de Peles

Was tun in Rumänien: Top 9 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Rumänien, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Rumänien

#1 Bukarest +12 Empf.

Bukarest lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Zwischen maroden Prachtstraßen im Stil von Paris und avantgardistischen Technoclubs, zwischen gigantischen kommunistischen Palästen und charmanten Cafés lebt die Stadt von ihren Widersprüchen. Hier trifft Eleganz der Belle Époque auf die Spuren des Totalitarismus, während eine kreative Szene alte Industriebrachen neu belebt und das Nachtleben mit Berlin konkurriert. Ein raues und spannendes Ziel für Reisende, die mehr als nur Postkartenmotive suchen.

#2 Schäßburg +5 Empf.

Sighișoara ist eine mittelalterliche Stadt in Rumänien, die am Fluss Târnava Mare liegt und zum Unesco-Welterbe gehört. Sie ist als Geburtsort von Vlad Tepes bekannt, besser bekannt als Vlad der Pfähler, dessen blutige Reputation den irischen Autor Bram Stoker zur Figur des Dracula inspirierte. Die Stadt wurde ab dem 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern bewohnt, den Siebenbürger Sachsen, und entwickelte sich im Mittelalter dank des florierenden Handels prächtig. Nach den Mongoleninvasionen, die Osteuropa im 13. Jahrhundert erschütterten, errichtete die Stadt eine weitläufige Wehranlage, von der heute noch Teile erhalten sind.

 

Eine beeindruckende Zitadelle in Siebenbürgen

Sighișoara ist auch heute noch von einer Mauer umschlossen, die 930 Meter lang und 8 bis 10 Meter hoch ist! Sie trennt die wohlhabende Oberstadt von der Unterstadt. Von den ursprünglich vierzehn Wehrtürmen stehen heute noch neun, darunter der Kürschnerturm, der Räderturm und der Schneiderturm. Jeder Turm trägt den Namen der Zunft, die einst für seinen Bau zuständig war. Der bekannteste ist der Stundenturm, das Haupttor der Stadt. Er ist 64 Meter hoch und beherbergt ein historisches Museum mit Exponaten aus der Zeit sowie eine ehemalige Folterkammer! Die Uhr des Turms hat zwei Seiten, eine zur Oberstadt und eine zur Unterstadt. Die Seite zur Unterstadt ist mit kleinen, handbemalten Holzfiguren geschmückt, die die Wochentage darstellen. Auf der Seite der Oberstadt sind Allegorien der Gerechtigkeit, des Friedens und des Gesetzes zu sehen.

In Sighișoara gibt es einige sehenswerte religiöse Bauwerke, allen voran die Bergkirche (Sankt-Nikolaus-Kirche). Sie ist im gotischen Stil gehalten, liegt auf dem höchsten Punkt der Stadt und ist erst nach dem Aufstieg über die 175 Stufen der Schülertreppe erreichbar! Zudem markiert die Dominikanerkirche, die heute lutherisch geprägt ist, den Ort, an dem die Stadt einst ihren Ursprung nahm.

 

Der Dracula-Mythos in Siebenbürgen

Neben den Stadtmauern bietet Sighișoara zahlreiche Häuser, die über 300 Jahre alt sind! Das Hirschhaus mit seinem Hirschkopf-Emblem stammt aus dem 17. Jahrhundert, während das Venezianische Haus aus dem 16. Jahrhundert für seine typisch venezianischen Fensterformen bekannt ist. Eines der berühmtesten Gebäude ist das Haus von Vlad Dracul, einem Fürsten der Walachei, einem mittelalterlichen rumänischsprachigen Staat. Hier soll er seinen Sohn Vlad den Pfähler gezeugt haben, der als historische Vorlage für den berühmten Dracula-Mythos gilt.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Am besten erkundest du Sighișoara im Sommer, um das angenehme Wetter auszukosten! Im Juli findet jedes Jahr ein Mittelalterfestival statt, das die Gassen der Zitadelle mit Leben füllt.

 

Anreise

Sighișoara ist per Bahn gut an die wichtigsten Städte in Rumänien angebunden. Die Fahrt von Bukarest dauert etwa 6 Stunden, von Cluj-Napoca sind es 3,5 Stunden. Weitere sehenswerte Orte in Siebenbürgen wie Sibiu oder Brașov sind ebenfalls problemlos mit Sighișoara verbunden.

#3 Temeswar +3 Empf.

Timișoara liegt im Westen von Rumänien in der historischen Region Banat und ist die viertgrößte Stadt des Landes. Ihre lange und tiefgreifend multikulturelle Geschichte hat ein beachtliches Erbe hinterlassen, das von prachtvoller Architektur bis hin zu Gotteshäusern verschiedenster Konfessionen reicht. Das Banat gehörte einst zum Königreich Ungarn, stand später unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches, wurde dann von den Habsburgern erobert und schließlich 1918 offiziell an Rumänien angeschlossen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt dank des Bega-Kanals zu einem bedeutenden Handelsplatz mit weltweiten Verbindungen. Bis heute prägt ein Mosaik aus rumänischen, serbischen, ungarischen und deutschen Einflüssen das Stadtbild. Zudem war Timișoara 1989 der Ausgangspunkt für den Widerstand gegen das kommunistische Regime von Ceausescu.

Eine kulturelle Entdeckung in Rumänien

Timișoara wird oft als Klein-Wien bezeichnet, da der Einfluss der österreichisch-ungarischen Monarchie bis heute spürbar ist. Das beste Beispiel dafür ist die Piața Unirii (Platz der Einheit). Die vollständig verkehrsberuhigte Fläche beeindruckt mit markanten Barockbauten wie dem Muzeul de Artă (Kunstmuseum). Ebenfalls sehenswert sind die Pestsäule und die aus Ziegeln erbaute Sankt-Georgs-Kathedrale.

Nur wenige hundert Meter weiter gelangst du zum Piața Victoriei (Siegesplatz), einem baumbestandenen Boulevard, der zum Flanieren einlädt. An den beiden Enden der Prachtstraße stehen zwei Wahrzeichen der Stadt: das Opernhaus, in dem die Revolution gegen die Diktatur ihren Anfang nahm, und die imposante Orthodoxe Kathedrale mit ihrem 83 Meter hohen Glockenturm.

Museen und grüne Oasen

Die erste freie Stadt Rumäniens bietet weit mehr als nur Architektur. Neben dem Muzeul de Artă solltest du das Revolutionsmuseum besuchen, das die Hintergründe und Folgen des Aufstands von 1989 beleuchtet. Wer tiefer in die Geschichte der Region eintauchen möchte, findet im Banater Museum im historischen Castelul Huniade (Hunyadi-Burg) spannende Exponate. Ein Teil der Sammlung ist zudem in der Bastionul Maria Theresia untergebracht, einer beeindruckenden Festungsanlage aus der Zeit der Stadtbefestigung, die heute mit Geschäften und kulturellen Einrichtungen neu belebt wurde. Ein ausgefallener Tipp ist das Museum der kommunistischen Konsumkultur: Es liegt etwas außerhalb, ist aber mit seiner Sammlung von Alltagsgegenständen aus der sozialistischen Ära absolut sehenswert. Im Erdgeschoss befindet sich sogar eine Bar, die dem Besuch eine lebendige Note verleiht.

Das Stadtzentrum wird zudem von zahlreichen Parks aufgelockert, allen voran der berühmte Rosengarten. Er wurde 1928 am Ufer der Bega angelegt und beherbergt heute über 1.200 verschiedene Rosensorten.

Wann ist die beste Reisezeit?

Ein Besuch zwischen Mai und September ist ideal, um das milde Wetter zu genießen und die volle Pracht der blühenden Rosen im Garten zu erleben.

Anreise

Der Flughafen Traian Vuia wird von verschiedenen Linien angeflogen und liegt nur knapp zehn Kilometer vom Zentrum entfernt. Innerhalb Rumäniens ist Timișoara gut an den Zugverkehr angebunden. Zudem gibt es Busverbindungen, die Timișoara in etwa fünf Stunden mit Budapest in Ungarn verbinden.

#4 Sinaia +3 Empf.

Sinaia liegt im Prahova-Tal in Rumänien, direkt am Fuße der Bucegi-Berge. Die Stadtgeschichte nahm 1690 ihren Anfang, als Fürst Mihail Cantacuzino nach einer Pilgerreise zum Berg Sinai in Ägypten ein Kloster errichten ließ. Die Anlage ist bis heute erhalten: Hinter einer massiven Mauer verbirgt sich unter anderem die erste ins Rumänische übersetzte Bibel. Über die Jahrhunderte wandelte sich der Ort zu einem der bedeutendsten Skigebiete in Rumänien. Während das Stadtzentrum durch den Ausbau für den Wintersport stark modernisiert wurde, bewahrten sich die höher gelegenen Viertel ihren ruhigen Charakter, wo zahlreiche Häuser im sächsischen Stil an Bergstationen in der Schweiz erinnern.

 

Das majestätische Schloss Peleș in Sinaia

Das eigentliche Wahrzeichen von Sinaia ist das prunkvolle Schloss Peleș, ein neorenaissancistischer Bau mit markanten Türmen und aufwendigen Holzarbeiten. Diese königliche Residenz entstand im 19. Jahrhundert auf Wunsch von König Carol I. von Rumänien. Das Schloss umfasst 160 Räume, darunter einen orientalisch gestalteten Salon, ein eigenes Kino, einen Musiksaal und eine imposante Bibliothek. Rund 2000 Gemälde schmücken die Innenräume. Für die damalige Zeit war das Schloss technologisch wegweisend, denn es verfügte über eine Zentralheizung und elektrisches Licht. Der polnische Ingenieur Franciszek Rychnowski, der diese Anlagen konzipierte, wurde für seine Arbeit vom König von Rumänien persönlich mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Neben dem Hauptschloss bietet Sinaia weitere sehenswerte Villen aus dem 19. Jahrhundert, wie das im Art Nouveau-Stil errichtete Schloss Pelișor oder die Villa Luminiș, in der der französisch-rumänische Komponist Georges Enesco wohnte.

 

Zwischen Tradition und Moderne

Dank der königlichen Vergangenheit entwickelte sich Sinaia früh zu einem Zentrum für Tourismus, Kuraufenthalte und später für den Bergsport. Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen durch das Bucegi-Gebirge. Der dortige Naturpark ist für seine bizarren Felsformationen bekannt, darunter die berühmte Sphinx der Bucegi, die seit langem Gegenstand zahlreicher Mythen ist. Im Winter verwandelt sich der Ort in ein lebendiges Skigebiet. Seilbahnen führen direkt von Sinaia in die Gipfelregionen. Wer in der unberührten Natur der südlichen Karpaten unterwegs ist, sollte stets auf Wildtiere wie Braunbären oder Luchse achten.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Sinaia ist ganzjährig ein lohnendes Ziel, je nachdem, ob man wandern oder Skifahren möchte. Vorsicht ist lediglich in den Monaten Dezember, Januar und Februar geboten, wenn die Temperaturen in der Region auf bis zu -20 °C sinken können.

 

Anreise

Sinaia ist von București aus leicht erreichbar. Über die Nationalstraße DN1 dauert die Fahrt mit dem Auto etwa 1,5 bis 2 Stunden, alternativ verbindet ein Zug die rumänische Hauptstadt in rund 1:30 Stunden mit Sinaia.

#5 Breaza +1 Empf.

Breaza ist eine kleine Kurstadt in Rumänien, die am Rande des Prahova-Tals liegt. Der Name der Stadt leitet sich vermutlich vom slawischen Wort „Breza“ ab, was „Birkenwald“ bedeutet. Die Umgebung ist tatsächlich von dichten Wäldern geprägt, die sich ideal für Wanderungen, Radtouren oder Ausritte eignen. Der Ort ist für seine reine Luft und die zahlreichen schwefelhaltigen Mineralquellen bekannt, die den Grundstein für die lokale Kur- und Therapieindustrie legten. Im Jahr 1928 wurde das Gebiet als Kurort anerkannt, 1952 erhielt es durch die Zusammenlegung der Dörfer Podu Vadului und Breaza de Sus den offiziellen Stadtstatus. Viele rumänische Persönlichkeiten haben hier ihren Zweitwohnsitz. Für sportlich Ambitionierte gibt es mit dem Lac de Verde inzwischen auch einen Golfplatz inmitten der Natur, der besonders bei wohlhabenden Urlaubern beliebt ist.

 

Ein Kurort in Rumänien

In Breaza gibt es mehrere Kureinrichtungen, die auf die Behandlung von Nervenleiden sowie Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen spezialisiert sind. Prominente Gäste wie Grigore Alexandrescu, Ion Ghica und die französisch-rumänische Dichterin Anna de Noailles wussten den Ort zu schätzen. Maßgeblich geprägt wurde Breaza im 19. Jahrhundert durch die Fürstenfamilie der Walachei, die Brâncoveanu, denen das Gebiet gehörte. Sie ließen mehrere Anwesen und Paläste errichten sowie einen englischen Garten anlegen, den Parc Brâncoveanu, der mit seinen zahlreichen alten Bäumen bis heute besteht.

Das Stadtbild von Breaza ist typisch für das Prahova-Tal, vor allem durch die Häuser mit ihren geschnitzten Veranden und eleganten Holzpfeilern, wie man sie etwa am Haus Alexandru Bondoc bewundern kann. Ein Abstecher zur Kirche Sfântul Nicolae aus dem Jahr 1777 lohnt sich ebenfalls, da der Innenraum mit sehenswerten Fresken geschmückt ist. Zudem pflegt Breaza bis heute ein traditionelles Kunsthandwerk, das im kleinen Museum für Volkskunst dokumentiert wird. Dort findest du eine Sammlung historischer Trachten sowie diverse Alltagsgegenstände und lokale Bräuche.

 

Die Schlösser im Prahova-Tal

Von Breaza aus erreichst du schnell die berühmten Schlösser des Prahova-Tals, das historisch die Grenze zwischen der Walachei und Siebenbürgen bildete. Ein Highlight ist das Schloss Peles in Sinaia, das einst König Carol I. gehörte. Es wurde im Stil der deutschen Neorenaissance erbaut und umfasst sagenhafte 160 Räume. Etwas höher gelegen, in der Bergstation Busteni, befindet sich das Cantacuzino-Schloss mit seiner prachtvollen Barockarchitektur, das heute als Museum dem klassischen Komponisten George Enescu gewidmet ist.

Weiter im Norden, jenseits des Bucegi-Gebirges, liegt das Dorf Bran. Auf einem Hügel thront dort das Dracula-Schloss, das als Inspiration für Bram Stokers berühmten Roman Dracula diente.

 

Die beste Reisezeit

Für einen Besuch in Breaza, Ausflüge im Prahova-Tal oder Wanderungen in den Karpaten eignen sich die Monate zwischen Mai und September am besten.

 

Anreise

Breaza liegt verkehrsgünstig direkt an der Nationalstraße DN1, die Bukarest mit Brasov verbindet. Alternativ erreichst du die Stadt mit dem Zug in etwa 2 Stunden von Bukarest aus.

Ranking der 4 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Rumänien

#1 Stavropoleos-Kirche (Bukarest) +4 Empf. 5/5

Mitten in der Altstadt von Bukarest liegt die Biserica Stavropoleos, die orthodoxe Klosterkirche, die als das architektonische Juwel des Viertels Lipscani gilt. Sie bildet einen starken Kontrast zu den schlichten sowjetischen Fassaden in der Umgebung und überrascht durch ihre detailreiche Gestaltung. Das im 18. Jahrhundert von dem griechischen Mönch Ioanichie Stratonikeas erbaute Gotteshaus ist ein hervorragendes Beispiel für die Architektur der Phanarioten-Zeit, als die Herrscher aus Konstantinopel stammten. Der Name Stavropoleos leitet sich vom griechischen Stravopolis ab, was so viel wie Stadt des Kreuzes bedeutet.

Nimm dir die Zeit, die Fassade im Brâncoveanu-Stil zu betrachten, der nach dem Herrscher der Walachei aus den Jahren 1689 bis 1717 benannt ist. Typisch dafür sind die hutartigen Dachformen, Fenster mit Kleeblattbögen und Loggien, die von Säulen aus Stein oder Holz getragen werden.

Die Malereien und Vergoldungen der Stavropoleos-Kirche bilden elegante florale Arabesken, die die Porträts der Heiligen in Medaillons hervorheben. Das Innere ist mit zahlreichen Ikonen und prachtvollem Dekor ebenso eindrucksvoll. Der Raum unterteilt sich in drei Bereiche, obwohl es sich um einen einzelnen Saalbau handelt: den Eingangsbereich, den Altar, an dem die Priester die Messe lesen, und das Kirchenschiff, in dem die Gläubigen stehen. Die Wandfresken zeigen Szenen aus dem Leben Christi sowie Wunderdarstellungen. Am Eingang wurden zudem Porträts des damaligen Herrschers Nicolae Mavrocordat sowie der Stifter als Zeichen der Ehrerbietung verewigt. Trotz der bescheidenen Größe wirkt die Ausstattung beruhigend und fast intim. Der angrenzende Kreuzgang mit seinem kleinen Innenhof ist eine Oase der Ruhe. Bei Nacht sorgt die Beleuchtung für eine besondere Perspektive auf dieses architektonische Kleinod.

#2 Schloss Peleș (Sinaia) +3 Empf. 5/5

Am Fuße des Bucegi-Gebirges in Sinaia wirkt das Schloss Peleș wie aus einem Märchen entsprungen. Der zwischen 1873 und 1914 errichtete Bau diente König Carol I. von Hohenzollern als Sommerresidenz. Heute beherbergt das Schloss mit seiner Neorenaissance-Architektur ein Museum mit 160 prunkvollen Räumen, das 2.000 Gemälde sowie wertvolle Sammlungen an Glas, Silber und Keramik zeigt.

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#3 Rumänisches Athenäum (Bukarest) +3 Empf. 5/5

Klassikfans schätzen die perfekte Akustik, Architekturbegeisterte den neoklassizistischen Stil mit romantischen Akzenten: Das Rumänische Athenäum in Bukarest beeindruckt jeden Besucher. Das 1889 eröffnete Konzerthaus beherbergt die George Enescu Philharmonie. Mit seiner 41 Meter hohen Kuppel und 652 Sitzplätzen ist es ein architektonisches Juwel, in dem Musik regelmäßig zur vollendeten Kunst wird.

#4 Triumphbogen (Bukarest) +3 Empf. 5/5

Er ist das stolze Symbol für die Große Union von 1918 in Rumänien nach dem Sieg im Ersten Weltkrieg. Im Secteur 1 von Bukarest thront der 27 Meter hohe Triumphbogen majestätisch über der Stadt. Seit seiner Einweihung zur Krönung von Ferdinand I. und Königin Marie im Jahr 1922 dient er als traditioneller Ort für Militärparaden. Als erstes Bauwerk seiner Art aus Stahlbeton mit einer Fassade aus Marmor und Stein spiegelt er die politische Geschichte des Landes wider und gehört heute zum bedeutenden Kulturerbe der Hauptstadt.

Rumänien entdecken: Jenseits der Legenden wartet ein Land voller Kontraste

Stell dir ein Land vor, in dem die Gipfel der Karpaten uralte Geschichten flüstern, mittelalterliche Zitadellen der Zeit trotzen und das ländliche Leben noch im Rhythmus der Jahreszeiten pulsiert. Rumänien ist mehr als nur ein Reiseziel. Es ist eine Einladung, einen Miniaturkontinent zu erkunden, der vor Geschichte und Landschaften nur so strotzt. Bereit, das Geheimnis dieser Perle am Balkan zu lüften?

Rumänien: Ist das Land das Richtige für dich?

Wenn du auf der Suche nach Authentizität und Entdeckungen abseits der ausgetretenen Pfade bist, wirst du in Rumänien fündig. Es ist der ideale Spielplatz für neugierige Reisende, die faszinierende Kontraste schätzen: eine lebendige, geschichtsträchtige Hauptstadt im Gegensatz zu Dörfern, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, majestätische Berge, die Braunbären beheimaten, belebte Strände am Schwarzen Meer und kulturelle Schätze an jeder Ecke.

Erwarte einen kompletten Tapetenwechsel, ein Eintauchen in eine reiche Kultur und die Herzlichkeit der Einheimischen. Beachte jedoch, dass die Infrastruktur besonders außerhalb der großen Städte nicht immer dem westeuropäischen Standard entspricht und der Verkehr manchmal etwas... abenteuerlich sein kann. Rumänien ist ein Land, das man sich erarbeiten muss, das einen dafür aber mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt.

Auf den Spuren von Dracula und darüber hinaus: Transsilvanien, ein mittelalterliches Juwel

Vergiss die Klischees. Natürlich ist Transsilvanien das Land der Legenden und gotischen Schlösser, aber vor allem ist es eine Region von atemberaubender Schönheit und unvergleichlichem historischen Reichtum. Du wirst befestigte sächsische Städte entdecken, die wie aus der Zeit gefallen wirken. Sighisoara, das zum UNESCO-Welterbe gehört, wird dich mit seinen bunten Häusern und dem Uhrturm verzaubern. Hier soll Vlad Tepes, alias Dracula, geboren worden sein. Schlendere durch die gepflasterten Gassen und lass die einzigartige Atmosphäre auf dich wirken.

Brasov und die Karpaten

Setze deine Reise in Richtung Brasov fort, eine der schönsten Städte Transsilvaniens, die im Herzen des Prahova-Tals liegt. Steige hinauf zum Aussichtspunkt auf dem Timpa, um die imposante Schwarze Kirche und das Labyrinth der mittelalterlichen Gassen zu überblicken. Verpasse auch nicht das Schloss Bran, das oft mit dem berühmten Vampir in Verbindung gebracht wird. Seine imposante Architektur und die dramatische Lage machen es zu einem echten Pflichtbesuch. In der Nähe ist das prächtige Schloss Peles in Sinaia, die ehemalige Sommerresidenz der Könige, ein architektonisches Meisterwerk von seltener Eleganz, das dich direkt in das goldene Zeitalter Rumäniens versetzt.

Der Experten-Tipp: Für ein authentischeres Erlebnis, das weniger kommerziell als Bran ist, solltest du die Burg Corvin besuchen. Sie ist weniger bekannt, aber ebenso beeindruckend und bietet einen tieferen Einblick in die mittelalterliche Geschichte ohne den großen Touristenandrang.

Bukarest: Zwischen Glanz und Aufbruch

Die rumänische Hauptstadt Bukarest ist eine Stadt mit vielen Gesichtern, eine überraschende Mischung aus pompöser Architektur, kommunistischen Überbleibseln und moderner Geschäftigkeit. Der massive Palatul Parlamentului (Parlamentspalast), das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt, ist ein Erlebnis für sich. Buche deine Führung im Voraus, um die Geschichte und die schiere Maßlosigkeit dieses Baus zu verstehen.

Das historische Zentrum ist voll von gepflasterten Straßen, belebten Terrassen und renovierten historischen Gebäuden. Das Muzeul de Istorie (Geschichtsmuseum), das im ehemaligen neoklassizistischen Postpalast untergebracht ist, bietet einen umfassenden Überblick über das Land. Für einen Einblick in die ländliche Kultur sind das Muzeul Taranului Roman (Museum des rumänischen Bauern) oder das Muzeul Satului "Dimitrie Gusti" (Dorfmuseum) spannende Zwischenstopps, die traditionelle Architektur und lokales Kunsthandwerk präsentieren.

Der Experten-Tipp: Für eine grüne Pause entkomme dem Stadtlärm in den romantischen Park Cismigiu. Miete ein Ruderboot auf dem See für einen Moment der Ruhe mitten in der Stadt, eine echte Wohltat.

Land der Traditionen und Naturschätze: Maramures und Bukowina

Im Norden des Landes offenbart Rumänien seine tiefe Seele in den Regionen Maramures und Bukowina. Hier fließt das Leben im Rhythmus uralter Traditionen, mit idyllischen Landschaften, in denen von Pferden gezogene Karren und geschnitzte Holzhäuser ein zeitloses Bild ergeben. Die Maramures ist berühmt für ihre UNESCO-geschützten Holzkirchen, wie etwa in Budesti, im Tal der Cosau oder der Iza. Es ist ein Ort, an dem man eine berührende Authentizität und eine ansteckende Lebensfreude entdeckt.

Die Bukowina, auch als Land der Buchen bekannt, ist die Wiege der wunderschön bemalten orthodoxen Klöster, die wahre künstlerische Schätze darstellen. Klöster wie Voronet (mit seinem berühmten Blau), Moldovita und Sucevita werden dich mit der Fülle ihrer Außenfresken sprachlos machen, die biblische Geschichten mit erstaunlicher Lebendigkeit erzählen. Moldovita ist zudem ein Zentrum der Kunst der bemalten Eier, ein faszinierendes lokales Handwerk.

Der Experten-Tipp: In der Maramures solltest du den Fröhlichen Friedhof von Sapanta nicht verpassen, auf dem die Gräber mit bunten Stelen und humorvollen Gedichten geschmückt sind, die das Leben der Verstorbenen erzählen. Ein einzigartiger Umgang mit dem Tod, der dich überraschen wird.

Abenteuer unter freiem Himmel: Die Karpaten und ihre Geheimnisse

Die rumänischen Karpaten sind ein Paradies für Naturfreunde und Wanderer. Der Nationalpark Apuseni im Nordwesten bietet grüne Bergmassive, tiefe Täler und isolierte Weiler, in denen die Viehwirtschaft und alte Bräuche noch lebendig sind. Hier kann man der reichen lokalen Tierwelt begegnen, inklusive Braunbären. Die Region ist mit ihren einzigartigen Karstlandschaften, besonders im Land der Moti (Tara Motilor), auch ein Zentrum für Höhlenforscher.

Nicht weit davon entfernt ist Salina Turda eine ehemalige Salzmine, die in ein spektakuläres Thermalzentrum und einen unterirdischen Freizeitpark umgewandelt wurde. 120 Meter unter der Erde entdeckst du eine Kulisse wie aus einem Roman von Jules Verne mit einem unterirdischen See, einer Minigolfanlage und sogar einem Riesenrad, alles in einer einzigartigen und wohltuenden Atmosphäre.

Rumänien auf dem Teller: Eine großzügige und schmackhafte Küche

Die rumänische Küche spiegelt die Geschichte und die geografische Lage des Landes wider, eine Mischung aus Einflüssen vom Balkan, der Türkei, Ungarn und Österreich. Erwarte großzügige, herzhafte und aromatische Gerichte. Die Suppen, oder ciorbe, sind ein Muss: Die ciorba de burtă (Kuttelsuppe) ist sehr beliebt, aber es gibt auch leichtere Varianten mit Gemüse oder Huhn. Die sarmale, mit Fleisch und Reis gefüllte Kohlblätter, sind ein Klassiker, der mit mămăligă (Polenta) serviert wird. Probiere auch die mici (ausgesprochen mitchi), kleine gegrillte Hackfleischröllchen, die oft mit Senf und Brot serviert werden.

Auch die Desserts kommen nicht zu kurz, etwa mit süßem Gebäck wie den papanasi, Krapfen aus Frischkäse mit Marmelade und saurer Sahne. Vergiss nicht, die rumänischen Weine zu kosten, besonders die aus der Region Dealu Mare, die zunehmend Anerkennung finden. Und für Liebhaber stärkerer Getränke ist die tuica, ein Pflaumenschnaps, das Nationalgetränk.

Wann ist die beste Reisezeit für Rumänien?

Der Frühling (Mai bis Juni) und der Herbst (September bis Oktober) sind die idealen Jahreszeiten, um Rumänien zu erkunden. Die Temperaturen sind mild, die Landschaften prächtig und die Touristenmassen überschaubar. Der Sommer kann heiß werden, vor allem in Bukarest und in den Ebenen, aber in den Karpaten oder an der Schwarzmeerküste findest du angenehme Kühle. Der Winter hingegen ist streng mit Schnee in den Bergen, was ihn zur perfekten Jahreszeit für den Skisport macht, insbesondere im Skigebiet Paltinis, dem höchstgelegenen des Landes.

Wie kommt man nach Rumänien?

Der einfachste Weg nach Rumänien ist das Flugzeug. Mehrere Fluggesellschaften bieten Direktverbindungen zwischen Paris und Bukarest (Flughafen Henri Coandă Otopeni) an. Billigflieger bedienen Bukarest ebenfalls von verschiedenen europäischen Städten aus und bieten kostengünstige Optionen.

Wie bewegt man sich in Rumänien fort?

Um den Reichtum und die Vielfalt Rumäniens zu erkunden, ist das Mieten eines Autos sehr zu empfehlen. Ein deutscher Führerschein reicht aus. Die Hauptstraßen sind meist in gutem Zustand, aber Vorsicht ist geboten, besonders bei Nacht, aufgrund manchmal unvorhersehbaren Fahrverhaltens und der Präsenz von Pferdefuhrwerken. Plane zusätzlich zu deinem GPS eine gute Straßenkarte ein, da der Empfang oder die Genauigkeit auf dem Land manchmal zu wünschen übrig lassen können.

Das Eisenbahnnetz existiert, ist aber oft langsam und erreicht vielleicht nicht alle abgelegenen Regionen, während Busse eine Option für Fahrten zwischen Städten sind, wenn auch weniger flexibel als ein eigenes Auto. In großen Städten wie Bukarest sind Taxis und Fahrdienst-Apps leicht verfügbar.

Der Experten-Tipp: Wenn du planst, in ländlichen Gebieten zu fahren, achte auf herumlaufende Tiere und Pferdefuhrwerke auf der Straße, besonders bei Dämmerung. Tagsüber zu fahren ist oft angenehmer und sicherer, um die Aussicht zu genießen.

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