Valparaiso

Top 4 der schönsten Städte in ChileRanking 2026

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Die Lieblingsstädte in Chile unserer Mitglieder, von der Redaktion empfohlen

#1 Valparaíso +32 Empf.

Als wichtigster Hafen von Chile ist Valparaíso eine Stadt der Kontraste, die sich an eine weite Bucht am Pazifik schmiegt und von 45 Hügeln, den Cerros, umgeben ist. Die 1544 von Pedro de Valdivia gegründete Stadt erlebte im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit und zog Goldsucher, maritime Industrien und große Bankhäuser an. Ein schweres Erdbeben und die Eröffnung des Panamakanals im Jahr 1914 beendeten diese Vormachtstellung nach und nach. Heute ist Valparaíso ein lebendiger Ort für Studierende und Kulturschaffende, der mit Street-Art, Museen, Cafés und kleinen Läden überzeugt. Die historische Altstadt gehört zudem zum Weltkulturerbe der Unesco.

Das maritime Erbe von Valparaíso

Direkt am Hafen gelegen, ist das Barrio Puerto das älteste Viertel der Stadt. Zwischen der Ebene und den Bergen finden sich hier historische Gebäude wie die Iglesia de la Matriz. Die Plaza Sotomayor, gesäumt von zahlreichen offiziellen Gebäuden, ist das institutionelle Herz von Valparaíso. Dort steht das Monumento a los Héroes de Iquique, das an die Seeschlacht vom 21. Mai 1879 erinnert. Ein weiteres Highlight ist das Museo de Bellas Artes, das im Palais Baburizza untergebracht ist, einer für die Bourgeoisie des frühen 20. Jahrhunderts typischen Residenz. Spaziere anschließend zum Muelle Prat, einem kleinen Hafenbereich, von dem aus Bootstouren durch die Bucht von Valparaíso starten.

Ein Labyrinth aus bunten Hügeln

Was die Atmosphäre von Valparaíso so einzigartig macht, ist das Gewirr der Hügel, die über dem Hafen thronen und jedes für sich ein Viertel mit eigener Identität bilden. Diese Cerros sind größtenteils Wohngebiete und werden von fünfzehn historischen Standseilbahnen erschlossen. Um die versteckten Winkel der farbenfrohen Viertel zu entdecken, empfiehlt es sich, die Hügel zu Fuß zu erklimmen, was dir zudem einen guten Blick auf die zahlreichen Street-Art-Werke ermöglicht. Zu den wichtigsten Cerros zählen der Cerro Concepción und der Cerro Alegre. Sie sind voller kleiner Plätze, Promenaden und Aussichtspunkte wie dem Mirador Yugoslavo oder dem Paseo Gervasoni. Verpasse nicht das Museo a Cielo Abierto auf dem Cerro Bellavista, eine Sammlung von Wandmalereien, die 1992 eingeweiht wurde. Ein weiterer Klassiker ist der Paseo 21 de Mayo auf dem Cerro Artillería, der einen der besten Panoramablicke bietet. Auf dem Cerro Cárcel lohnt sich ein Besuch des Parque Cultural de Valparaíso mit seinen Ausstellungen und Grünflächen, das auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses errichtet wurde.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Valparaíso

Fans des chilenischen Dichters Pablo Neruda sollten unbedingt sein Haus auf dem Cerro Bellavista besichtigen: La Sebastiana. Dort gibt es eine schöne Kunstsammlung und historisches Mobiliar zu sehen. In der Ebene lädt die Plaza Victoria mit ihren großen Bäumen, Brunnen und der angrenzenden Kathedrale zum Verweilen ein. Richtung Hafen bietet der Mercado El Cardonal eine authentische Atmosphäre. In der Nähe befindet sich zudem der Paseo Muelle Barón, wo du mit etwas Glück Seelöwen im Wasser beobachten kannst.

Wann ist die beste Reisezeit?

Valparaíso ist besonders während des Südsommers angenehm zu besuchen, also zwischen Dezember und April.

Wie kommst du hin?

Die Stadt ist mit dem Bus von Santiago aus leicht zu erreichen. Die Fahrt zum Terminal de buses Rodovario dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten.

#2 Santiago de Chile +32 Empf.

Die Hauptstadt von Chile zählt heute rund 5 Millionen Einwohner. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1541 während der Kolonialzeit von Pedro de Valdivia auf dem Gelände der heutigen Plaza de Armas, die noch immer das institutionelle Herz der Metropole bildet. Ende des 20. Jahrhunderts erlebte Santiago einen massiven Bevölkerungszuwachs, ausgelöst durch eine Landflucht vieler Chilenen auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Durch das Stadtgebiet fließt der Fluss Mapocho, gesäumt von schönen Grünanlagen wie dem Parque Forestal oder dem Parque de las Esculturas, in dem 40 Skulpturen namhafter chilenischer Künstler stehen.

Die zentralen Viertel von Santiago

Dein Rundgang beginnt am besten auf dem Hauptplatz, der Plaza de Armas. Hier befindet sich die Metropolitankathedrale von Santiago im neoklassizistischen Stil sowie zahlreiche Museen wie das Museo Histórico Nacional, das die koloniale und republikanische Geschichte Chiles beleuchtet. Nicht weit entfernt ist das Museo de Arte Precolombino ein Pflichtbesuch, um die beeindruckenden Sammlungen von Keramiken, Skulpturen und Textilien aus verschiedenen präkolumbianischen Kulturen zu sehen. Ebenfalls in der Nähe liegt der Palacio de la Moneda, der offizielle Sitz der chilenischen Regierung.

Das Viertel Lastarria, auch bekannt als Künstlerviertel, ist ein weiterer Fixpunkt in der Hauptstadt. Nach einem Besuch im Musée des Beaux-Arts kannst du die lebendige Atmosphäre rund um den Cerro Santa Lucia genießen, wo regelmäßig kulturelle und sportliche Veranstaltungen stattfinden.

Der Cerro San Cristobal und seine Umgebung

Wer Santiago von oben betrachten möchte, kommt am Cerro San Cristobal nicht vorbei. Er beherbergt mit 722 Hektar den größten Stadtpark Chiles. Der Hügel ist für alle zugänglich und kann zu Fuß oder bequem mit der Standseilbahn bezwungen werden. Auf dem Gipfel steht eine Statue der Jungfrau Maria, die 1908 von Mathurin Moreau geschaffen wurde. Papst Johannes Paul II. hielt hier 1987 eine Messe. Am Fuße des Hügels findest du zudem einen Tierpark und einen botanischen Garten.

Direkt am Fuß des Berges liegt das Bohème-Viertel Bellavista. Es ist ein Treffpunkt für Künstler, geprägt von Street-Art, zahlreichen Bars und schicken Boutiquen. Hier befindet sich auch La Chascona, eines der Häuser des chilenischen Dichters Pablo Neruda, in dem Möbel und Dekorationsgegenstände aus seiner Zeit bewahrt wurden.

Für den ultimativen Ausblick steuerst du die östlichen Stadtteile an, um die Stufen des Gran Torre de Santiago zu erklimmen. Mit 300 Metern Höhe ist der Wolkenkratzer das höchste Gebäude Südamerikas und bietet einen beeindruckenden Blick über die gesamte Umgebung.

Das schmerzhafte Erbe der Pinochet-Diktatur

Wer mehr über die Zeit der chilenischen Diktatur zwischen 1973 und 1990 erfahren möchte, sollte das Museum für Erinnerung und Menschenrechte besuchen. Es gedenkt der 40.000 Opfer des Pinochet-Regimes und arbeitet die wesentlichen politischen und militärischen Etappen dieser Ära auf.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die beste Zeit für eine Reise nach Santiago liegt zwischen November und April.

Wie kommt man hin?

Der Flug führt zum Santiago de Chile Airport.

Wie bewegt man sich fort?

Vor Ort ist das Netz aus U-Bahnen und Bussen der Hauptstadt sehr effizient und bringt dich zuverlässig an jeden Punkt der Stadt.

#3 San Pedro de Atacama +8 Empf.

San Pedro de Atacama liegt mitten in einer der trockensten Wüsten der Erde. Das Dorf ist von durch Erosion geformten Tälern, aktiven Geysiren und archäologischen Stätten aus der Zeit vor der Inka-Herrschaft umgeben. Der klare Himmel macht die Region zu einem der besten Orte für astronomische Beobachtungen weltweit. Die ruhige Atmosphäre des Ortes und die extremen Landschaften bilden einen idealen Ausgangspunkt für eine Reise in eine völlig andere Umgebung.

Must-See

#4 Punta Arenas +2 Empf.

Das Ende der Welt ist ein Ort, der die Fantasie beflügelt. Wer die Abgeschiedenheit sucht, findet in Punta Arenas genau das richtige Ziel. Die Stadt liegt ganz im Süden Chiles auf der Brunswick-Halbinsel und dient als idealer Ausgangspunkt, um die Magellanstraße zu erkunden.

Architektur mit Geschichte

Punta Arenas gilt als die Hauptstadt der chilenischen Patagonien-Region. Lange Zeit war die Stadt vom Rest der Welt isoliert, bevor der Panamakanal den Schiffsverkehr zwischen Atlantik und Pazifik revolutionierte. Ursprünglich lebten hier indigene Gruppen wie die Yagan, Ona, Tehuelche und Alakaluf unter rauen Bedingungen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich Europäer in der Hoffnung auf Wohlstand und Goldfunde in der Region nieder.

Heute zeugen geschichtsträchtige Monumente von dieser Zeit. Der Plaza de Armas ist das Herz der Stadt. Er ist von prachtvollen Gebäuden aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gesäumt und beherbergt eine Statue des Entdeckers Ferdinand Magellan. Die Kathedrale des Heiligen Herzens aus dem Jahr 1901 ist ein beeindruckender Anblick. Sehenswert ist zudem das Palais Sara Braun mit seiner neoklassizistischen Architektur und der originalen Inneneinrichtung. Wer tiefer in die Lokalgeschichte eintauchen möchte, besucht die Residencia Blanchard, in der das Chilenische Antarktis-Institut untergebracht ist, oder das Regionalmuseum Braun Menéndez. Ein besonders atmosphärischer Ort ist der Friedhof von Punta Arenas, auf dem die aufwendigen Mausoleen wohlhabender Familien und das Grab des unbekannten Indigenen zu sehen sind.

Landschaften am Ende der Welt

Nach dem Stadtbummel ruft die unberührte Natur. Von der Costanera am Hafen aus blickt man auf das offene Meer, das schon Entdecker vergangener Jahrhunderte faszinierte. Es werden Bootsausflüge angeboten, bei denen man die Magellanstraße hautnah erleben und mit etwas Glück Buckelwale beobachten kann. Etwa 30 Kilometer nordöstlich liegt der Nationalpark Isla Magdalena, den man nach einer zweistündigen Bootsfahrt erreicht. Hier trifft man auf die berühmten Magellan-Pinguine, die die Insel in riesigen Kolonien bewohnen. Weitere Ziele für Tagesausflüge ab Punta Arenas sind der Kurukinka-Park, Kap Hoorn, die Nationalparks Alberto de Agostini und Cabo de Hornos sowie das Naturschutzgebiet Laguna Parrillar.

Beste Reisezeit

Sonnengarantie gibt es in Punta Arenas nicht. Die geografische Lage sorgt für häufige Regenschauer und oft heftige Windböen. Die Monate Mai bis September sind weniger empfehlenswert, da die Temperaturen dann meist zwischen 0 und 5 Grad liegen. Im restlichen Jahr klettert das Thermometer auf milde 15 bis maximal 20 Grad.

Anreise

Punta Arenas ist am einfachsten mit dem Flugzeug von Santiago aus zu erreichen (Flugzeit ca. 4 Stunden). Alternativ ist die Anreise mit dem Bus oder dem Auto über die Ruta 9 möglich, wobei man für die Strecke von über 3.000 Kilometern ab der Hauptstadt viel Zeit einplanen sollte.

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