Takayama Jinya: Bewertungen und praktische Tipps

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1-5 Hachiken-machi, Gifu 506-0012 Takayama, Japan
1-5 Hachiken-machi, Gifu 506-0012 Takayama, Japan
Takayama Jinya

Takayama Jinya: Das letzte Regierungsgebäude aus der Edo-Zeit in Japan

Der Duft von Hinoki-Holz liegt in der Luft. Unter den Socken knarren die Tatamimatten nur ganz leise. In dieser ehemaligen Präfektur, in der das Tokugawa-Shogunat 176 Jahre lang über die Provinz Hida herrschte, scheint die Zeit irgendwo zwischen dem 17. Jahrhundert und heute stehen geblieben zu sein.

Warum ein Besuch im Takayama Jinya lohnt

Von den rund sechzig Verwaltungsbüros, die Japan am Ende der Edo-Zeit zählte, ist dies das einzige, dessen Hauptgebäude bis heute erhalten geblieben ist. Diese Einzigartigkeit führte 1929 zur Einstufung als nationale historische Stätte. Der Komplex war von 1692 bis 1969 ununterbrochen in Betrieb und diente erst dem Shogunat und später der Präfekturverwaltung von Gifu.

Die Region Hida war reich an wertvollen Ressourcen wie Gold, Silber, Kupfer und vor allem dem begehrten Bauholz aus den Japanischen Alpen. Das Tokugawa-Shogunat entschied daher, dieses Gebiet unter seine direkte Kontrolle zu stellen und entsandte 25 Gouverneursgenerationen, um die Provinz von diesen Mauern aus zu verwalten.

Ein Labyrinth aus 40 Räumen mit kodierten Tatamis

Der Rundgang führt durch Verwaltungsbüros, Empfangssäle, Wohnquartiere und Küchen. Jeder Raum spiegelt eine genaue Funktion der feudalen Regierung wider. Die Ränder der Tatamimatten unterscheiden sich je nach Rang des Raumes, ein subtiles Detail, das aufmerksamen Besuchern sofort ins Auge fällt.

Am Eingang zeigt das auf eine Nische gemalte seigaiha-Muster stilisierte Wellen. Dieses zur Edo-Zeit sehr beliebte Symbol stand für Wohlstand und dauerhaften Frieden. Das Original wird heute sicher im Reisspeicher aufbewahrt und durch eine originalgetreue, 4,5 Meter breite Reproduktion ersetzt.

Die Hasen, die alles hören

Auf den Holzbalken der Räume verbergen kleine metallene Hasen die Köpfe von Nägeln. Diese mamuki usagi genannten Figuren sind dem Besucher zugewandt und tragen eine symbolische Botschaft: Ihre langen Ohren erinnern daran, dass das Shogunat alles hört, was innerhalb dieser Mauern gesprochen wird. Eine elegante Art, einzuschüchtern, ohne direkt zu drohen.

Der Verhörraum und seine Zwangsmittel

Das oshirasu diente gleichzeitig als Gericht und als Untersuchungsraum. Die Nachstellungen zeigen die Vorrichtungen, die genutzt wurden, um Angeklagte zum Reden zu bringen, wie etwa enge Bambuskörbe, in die Gefangene gesperrt wurden, oder Steine, auf die sie knien mussten. Die Atmosphäre ist hier deutlich kühler als im restlichen Gebäude.

Tipp vom Experten: Denke im Winter an dicke Socken. Der Besuch dauert etwa eine Stunde, während der du barfuß auf den Tatamis und Holzböden läufst. Die Kälte kann ab November unangenehm werden.

Der Onkura, Japans ältester Reisspeicher

Dieser Speicher mit seinen Wänden aus gestampfter Erde wurde 1695 von der Burg Takayama hierher versetzt und lagerte den Reis, der als Steuer in der gesamten Provinz erhoben wurde. Seine massive Struktur wurde konzipiert, um Feuer und Feuchtigkeit zu trotzen, was ihn zu einem der ältesten und größten Lagerhäuser der Edo-Zeit macht. Heute beherbergt das Innere ein Museum mit offiziellen Dokumenten, alten Karten und Alltagsgegenständen der Gouverneure.

Ein Blick auf die Dächer des Komplexes lohnt sich. Im Gegensatz zu den sonst in Japan üblichen Ziegeln dominieren hier Holzschindeln. Der starke Schneefall in der Region ließ Tonziegel zu leicht zerbrechen, während Holz als lokale Ressource eine dauerhafte Lösung bot.

Was du bei deinem Rundgang beachten solltest

  • Der große Empfangssaal mit 49 Tatamis und Blick in den Garten
  • Die getrennten Küchen für den Gouverneur und das Dienstpersonal
  • Der Innengarten, der zu jeder Jahreszeit sein Gesicht verändert
  • Die bewusst erhaltene Spur eines Bauernaufstands gegen die Reissteuer

Öffnungszeiten

März bis Oktober: 8:45 bis 17:00 Uhr. November bis Februar: 8:45 bis 16:30 Uhr. Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung. Geschlossen vom 29. Dezember bis zum 3. Januar.
Öffnungszeiten sind Richtwerte und können abweichen

Bewertungen zu Takayama Jinya

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Ein einzigartiger Ort in Japan

Ich habe diesen Einblick in das alte Japan geliebt. Während des gesamten Besuchs fühlt man sich in die Edo-Zeit zurückversetzt, als dieser Ort noch der Verwaltungssitz der Präfektur war. Die Anlage besitzt eine sehr schlichte Schönheit. Man findet einige kurze Erklärungen auf Englisch zur Bedeutung der verschiedenen Bereiche.

Vorsicht: Im Gerichtshof kann man einige Folterinstrumente sehen. Auf jeden Fall ist es ein einzigartiger Ort in Japan und für Geschichtsinteressierte sehr zu empfehlen!

6
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Jinya, ehemaliger Regierungssitz von Hida

Ein Moment abseits der Zeit an einem Ort, den ich alleine besucht habe, bei leichtem Regen und mit so gut wie niemandem sonst dort. Zögern Sie nicht, eine gute Stunde an diesem Ort zu verbringen, der nicht nur beruhigend wirkt, sondern uns auch einiges über die Regierung von Hida näherbringt (es gibt nur sehr wenige Infos auf Englisch, wie überall in Japan). Die Atmosphäre ist sehr sanft und der winzige Laden ist sehr authentisch. Ich rate Ihnen, sich die Zeit zu nehmen, alle Details zu beobachten. Sie werden überall kleine Hasenköpfe (das Wahrzeichen der Stadt) finden, zum Beispiel als Abdeckungen für die Nagelköpfe.

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