Besuch der Basilika Notre-Dame de la Garde
Die Bonne Mère wacht über Marseille
Hoch über Marseille thront die Basilika Notre-Dame de la Garde, die weit mehr als nur ein religiöses Bauwerk ist. Da sie von fast jedem Punkt der Stadt aus zu sehen ist, zieht die ikonische Basilika Einheimische, Pilger und Reisende gleichermaßen an, die den außergewöhnlichen Panoramablick über die Hafenstadt genießen möchten.
Imposante und symbolträchtige Architektur
Die Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Grundmauern einer alten Kapelle errichtete Basilika vereint romano-byzantinische und neobyzantinische Stilelemente. Ihr markantes Merkmal ist der Glockenturm, der von einer 11 Meter hohen, vergoldeten Marienstatue gekrönt wird, die schon aus Kilometern Entfernung ins Auge sticht. Im Inneren erwarten dich farbenfrohe Mosaike, maritime Votivgaben und ein prunkvoll verziertes Kirchenschiff, das die tiefe Verbundenheit der Marseiller mit ihrer Bonne Mère, der guten Mutter, unterstreicht.
Ein bemerkenswerter Blick auf die Stadt
Von der Esplanade der Basilika aus liegt dir ganz Marseille zu Füßen. Der Blick reicht vom Vieux-Port (Alter Hafen) bis zu den Calanques und schließt das Stade Vélodrome, die Îles du Frioul sowie das Massif de l'Estaque mit ein. Es ist zweifellos einer der besten Aussichtspunkte der Stadt. Wer sportlich ist, erreicht das Ziel zu Fuß, ansonsten bieten sich die touristische Bimmelbahn oder der Bus an. Der Ort ist bei Fotografen ebenso beliebt wie bei Besuchern, die Abstand vom Trubel suchen und einmal tief durchatmen wollen.
Ein Ort der Spiritualität und des Lebens
Neben ihrer architektonischen Bedeutung bleibt die Basilika ein aktiver Wallfahrtsort. Täglich werden hier Messen gefeiert, und jedes Jahr finden wichtige Pilgerreisen statt, insbesondere am 15. August. Die Stille im Inneren bildet einen starken Kontrast zur lebhaften Stadt, die sich unterhalb des Hügels erstreckt. Auch ohne religiösen Hintergrund lässt sich die Ruhe an diesem Ort schätzen. Ein kleines Museum in unmittelbarer Nähe dokumentiert die Geschichte des Hügels und die verschiedenen Bauphasen der Anlage.
Das ist das Wahrzeichen von Marseille, das man nicht verpassen darf! Allein der atemberaubende Blick auf den Hafen von der Spitze des Hügels aus ist den Aufstieg wert. Ich empfehle euch, zu Fuß hochzugehen, um das Panorama besser genießen zu können, aber man kann auch mit dem Bus oder der kleinen Bimmelbahn hochfahren.
Was die Basilika angeht, so fand ich sie mit ihrem byzantinischen Stil, der Unterkirche und der Oberkirche genauso prunkvoll wie überraschend. Ich kann euch wärmstens empfehlen, per Reservierung die Innenbalkone zu besichtigen, von denen aus man die Mosaike und Gewölbe noch besser bewundern kann. Der Eintrittspreis beinhaltet den Besuch des Museums, das kleine religiöse Ausstellungen zeigt, auf die ich persönlich verzichten könnte.