Castello Doria: Bewertungen und praktische Tipps

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Via dei Mulini, 19025 Porto Venere, Italien
Via dei Mulini, 19025 Porto Venere, Italien
Château des Doria, à Portovenere
Autre vue de haut de Portovenere
Vue sur la mer depuis le château

Das Castello Doria, genuesische Wächterin über dem Golf der Dichter

Die Mauern sind dick, der Stein ist rau und der Wind pfeift durch die Schießscharten. Vom höchsten Punkt des Castello Doria überblickt man ganz Porto Venere: die Dächer des Dorfes unter einem, die Kirche San Pietro auf ihrem Felsvorsprung, das tiefe Blau des Kanals von Porto Venere und die Umrisse der Isola Palmaria direkt gegenüber.

Diese genuesische Festung wurde 1161 auf deutlich älteren Ruinen errichtet und bietet im Inneren kaum museale Schätze. Doch draußen entschädigt der Ausblick mehr als nur für den Aufstieg.

Warum das Castello Doria besuchen?

Die Republik Genua hat ihre Festungen nicht nach dem Zufallsprinzip platziert. Als sie 1139 mit Hilfe der lokalen Herren von Vezzano die Kontrolle über Porto Venere übernahm, war ein militärisches Bollwerk gegen die Pisaner notwendig. Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahr 1161 und wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein erweitert und umgebaut, um es an die Fortschritte der Artillerie anzupassen.

Die fünfeckige Grundform, die drei seewärts gerichteten Bastionen und der kreisförmige Turm auf der Bergseite machen das Bauwerk zu einem der prägnantesten Beispiele genuesischer Militärarchitektur in Ligurien.

Nach Jahrhunderten im militärischen Dienst erlebte die Festung ein düstereres Kapitel: Unter Napoleon nutzten die Franzosen sie als politisches Gefängnis. Im 20. Jahrhundert verfiel das Bauwerk, bevor es in den 1970er Jahren restauriert wurde. Heute gehört es der Gemeinde und dient als Kulisse für Kunstausstellungen, kulturelle Veranstaltungen und sogar standesamtliche Trauungen.

Was erwartet einen im Inneren?

Seien wir ehrlich: Das Castello Doria ist kein Museum. Die Räume sind leer, es gibt weder erklärende Tafeln noch historisches Mobiliar oder eine aufwendige Inszenierung. Manche Besucher sind enttäuscht, doch wer nur wegen der rohen Architektur und des Panoramas kommt, wird nicht enttäuscht sein. Der wahre Wert liegt woanders.

Die Sala Ipostila und die Casa del Castellano

Man betritt die Anlage durch ein wuchtiges Steinportal, das in einen gewölbten Korridor führt. Eine überdachte Treppe leitet in die Sala Ipostila, einen weitläufigen Raum, dessen Kreuzgewölbe auf robusten Steinsäulen ruhen. Ihr Name erinnert an antike Tempel mit flachen Dächern, die von Säulen gestützt wurden. Darüber befindet sich die Casa del Castellano, in der im 16. Jahrhundert der Capitano del Popolo residierte, der militärische Befehlshaber, der unabhängig vom Podestà das Dorf verwaltete.

Die Wehrgänge und die Aussicht

Die wahre Belohnung wartet auf den oberen Terrassen. Das Panorama über den Golf der Dichter ist ein 360 Grad Erlebnis, das von den im Winter oft schneebedeckten Apuanischen Alpen bis zum Archipel aus Palmaria, Tino und Tinetto reicht. Richtung Dorf blickt man direkt auf die bunten Fassaden und die Kirche San Pietro. Die Wehrgänge mit ihren Wachhäuschen und Schießscharten erinnern daran, dass jeder Blickwinkel einst eine rein defensive Funktion hatte.

Tipp vom Experten: Besuche das Castello am späten Nachmittag, wenn die Tagestouristen wieder abgereist sind. Das Streiflicht auf dem Stein und der Sonnenuntergang über der Isola Palmaria sind den Aufstieg allein wert. Trage unbedingt flache Schuhe, denn der Treppenweg ab der San Lorenzo Kirche ist steil.

Der Aufstieg: Teil des Erlebnisses

Das Castello Doria erreicht man nicht im Vorbeigehen. Der Weg beginnt bei der Kirche San Lorenzo und führt über die Via dei Mulini nach oben, wo man an den Resten zweier Mühlen aus dem 16. Jahrhundert vorbeikommt, die einst auch als Wachtürme dienten. Die Steintreppe ist zwar steil, aber kurz. Man benötigt etwa zehn Minuten Fußweg ab der Porta del Borgo. Der Pfad bietet bereits zwischendurch schöne Ausblicke auf den Hafen, was eine willkommene Ausrede zum Verschnaufen ist.

Hinweis: Gelegentlich verkaufen Kunsthandwerker auf dem Vorplatz Schmuck und Keramik. Bei Sonderausstellungen kann ein kleiner Aufschlag auf den Eintrittspreis anfallen.

Öffnungszeiten

Von April bis Oktober: täglich von 10:30 bis 18:30 Uhr (im Sommer von Juni bis September bis 19:00 Uhr). Von November bis März: am Wochenende von 10:30 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Öffnungszeiten sind Richtwerte und können abweichen

Bewertungen zu Castello Doria

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Das Blau des Meeres

Was hier sofort auffällt, ist das hohe Alter dieser Festung. Man kann sich nur vorstellen, was sie schon alles erlebt hat! Von oben auf den Festungsmauern kann man die Meeresluft einatmen, die Aussicht bewundern und die Atmosphäre voll und ganz auf sich wirken lassen. Durch die Öffnungen sieht man das Dorf und das Meer wie lauter bezaubernde Gemälde.

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