Die Seufzerbrücke besichtigen
Der Bau
Die in Venedig über dem Rio de Palazzo o de Canonica gelegene Seufzerbrücke ist ein fester Bestandteil der Serenissima. Die 1602 errichtete Ponte dei sospiri verbindet den Dogenpalast mit dem neuen Gefängnis. Sie ist vollständig geschlossen, sodass die Gefangenen während des Transports weder gesehen noch gehört werden konnten. Mit ihrem doppelten Korridor und den zwei vergitterten Fenstern diente sie dazu, Fluchtversuche oder Suizide zu verhindern und die Häftlinge direkt in die Pozzi (Kerker) oder die Piombi (Bleikammern) zu führen.
Die elegante Architektur im Barockstil wurde aus istrischem Kalkstein und reich verziertem Marmor gefertigt. Verantwortlich für den Entwurf war Antonio Contin, der Neffe von Antonio Da Ponte, einem Architekten des örtlichen Salzamtes, der auch den Rialtobrücke entwarf.
Ein Stil, der bis heute Maßstäbe setzt
Als 2008 die Ponte della Costituzione eingeweiht wurde, die vierte Brücke über den Canal Grande nach der Rialtobrücke, der Ponte dell'Accademia und der Ponte degli Scalzi, stand sie in der Kritik. Der Vergleich mit der prunkvollen Seufzerbrücke fiel dem schlichten Bau aus Glas, Stahl und Stahlbeton schwer. Die vielen Stufen, die für ältere Menschen und Reisende mit eingeschränkter Mobilität nur schwer zu bewältigen sind, sorgten für hitzige Diskussionen. Das Bauwerk zeigt, wie schwierig es für die Stadt ist, ihre historischen Traditionen mit einem modernen Designanspruch zu verbinden.
Woher stammt der Name?
Heute steht der Begriff Seufzer für Romantik. Paare küssen sich unter dem Bogen, wenn sie mit der Gondel vorbeifahren. Direkt nach der Seufzerbrücke liegt das Hotel Danieli, in dem schon Musset und George Sand verkehrten.
Der Legende nach geht der Name jedoch auf die Seufzer der Verurteilten zurück, die beim Überqueren der Brücke einen letzten Blick auf die Stadt erhaschen konnten, bevor sie in den Kerkern verschwanden.
J'ai vu le pont de l'extérieur, mais en lisant ton avis, je comprends que l'on peut visiter le pont de l'intérieur ? Est-ce bien cela ?
En tout cas, ça ferait bizarre, car ce pont tient son nom des soupirs poussés par les prisonniers qui l'empruntaient pour se rendre à la prison des plombs et qui y voyaient le monde extérieur pour la dernière fois.