Den Markusplatz besuchen
Das Herz von Venedig
Der Markusplatz liegt im Zentrum von Venedig, direkt am Canal Grande, und empfängt jedes Jahr 28 bis 30 Millionen Besucher. Das riesige Viereck zählt zu den berühmtesten Plätzen der Welt. Seine besondere Ausstrahlung verdankt er der Architektur, den allgegenwärtigen Tauben sowie der Atmosphäre, die von lebhaften historischen Cafés und kleinen Musikdarbietungen geprägt ist. Auf der einzigen piazza der Stadt finden sich bedeutende Bauwerke: die Basilika San Marco, der Campanile, der Dogenpalast, der Uhrturm sowie die Libreria. Komm am besten früh am Morgen, bevor die Touristenströme eintreffen, oder zum Sonnenuntergang, um die bezaubernde Stimmung in Ruhe zu erleben.
Im Jahr 826 wählten die Dogen, die Anführer des venezianischen Staates, den Heiligen Markus zum Schutzpatron der Stadt. Sie machten den Piazza San Marco zu einem Ort, den Napoleon einst als den schönsten Salon Europas bezeichnete. Venedig war damals das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Serenissima Repubblica di Venezia (Republik Venedig) und spielte eine zentrale Rolle im Handel zwischen Okzident und Orient. Einen Einblick in die Geschichte der Stadt bietet das Museo Correr (städtisches Museum von Venedig).
Eine Inspirationsquelle für Künstler
Der Markusplatz unterteilt sich in zwei Bereiche: den Teil zwischen der Basilika und dem napoleonischen Flügel sowie das Areal zwischen dem Glockenturm und der Lagune. Von diesem zweiten Abschnitt, der Piazetta San Marco genannt wird, hast du einen herrlichen Blick auf die Insel San Giorgio Maggiore, oft mit Gondeln als Fotomotiv im Vordergrund. Zudem stehen hier zwei Säulen, die von Saint-Théodore und dem geflügelten Löwen gekrönt werden. Letzterer ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde von den Franzosen geraubt, die ihn für etwa ein Jahrzehnt am Brunnen des Invalidendoms in Paris ausstellten.
Der Ruhm des Markusplatzes ist auch venezianischen Malern wie Canaletto, Bellini, Giorgione, Tizian, Tintoretto oder Veronese zu verdanken, die den Ort auf ihren Werken verewigten. Zwischen Oktober und März kommt es gelegentlich zu Überflutungen, dem sogenannten Acqua Alta, das meist etwa 2 Stunden am Tag anhält. In dieser Zeit werden provisorische Stege aufgebaut. Du kannst dir bei Bedarf auch vor Ort einfache Gummistiefel für etwa 10 bis 15 Euro kaufen.
Ich fange mal damit an, dass der Markusplatz natürlich sehr schön ist. Aber ich fand ihn etwas leer, abgesehen von der Basilika und dem Dogenpalast in der Nähe. Während meines Aufenthalts bin ich lieber durch die kleinen Gassen von Venedig geschlendert. Es ist außerdem eine echte Touristenfalle, was den Ort nicht gerade besonders ausgefallen oder authentisch macht. Andererseits gibt es eine Menge Dinge, die man von diesem Punkt aus unternehmen kann, also verpasst nicht die Gelegenheit, einen Blick darauf zu werfen.