Nationalmuseum der Azulejos: Bewertungen und praktische Tipps

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R. Madre Deus 4, 1900-312 Lissabon, Portugal
R. Madre Deus 4, 1900-312 Lissabon, Portugal
Musée National des Azulejos

Besuch im Nationalmuseum der Azulejos

Das Nationalmuseum der Azulejos (Museu Nacional do Azulejo) ist ein Museum in Lissabon, das sich einer für Portugal ikonischen Kunstform widmet: der Herstellung von Azulejos. Diese kleinen Fliesen aus Fayence, die oft in Blau und Weiß gehalten sind, prägen das Bild des Landes. Du findest sie an Kirchenwänden, in Privathäusern und an Fassaden öffentlicher Gebäude. Die Technik der bemalten Keramik stammt ursprünglich aus dem arabischen Raum und gelangte während der maurischen Besetzung Portugals und Spaniens ab dem 8. Jahrhundert in die Region. In der Folge entwickelte sich der Azulejo zu einem der beliebtesten dekorativen Elemente in der portugiesischen Architektur.

Die Geschichte der Azulejos als nationale Kunstform

Die großflächige Produktion von Azulejos begann in Portugal zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Sie wurden nicht nur wegen ihrer dekorativen Wirkung und Funktionalität geschätzt, sondern auch, weil sie Häuser im Sommer angenehm kühl hielten. Das Nationalmuseum der Azulejos deckt die 500-jährige Geschichte dieser Mosaikkunst bis in die Gegenwart ab. Die Sammlung zeigt eine große Bandbreite an Farben und Motiven, wobei einige Stücke aus der arabischen Welt stammen und andere Einflüsse aus Delft aufweisen, einer niederländischen Stadt, die für ihre blau-weißen Kacheln bekannt ist.

Das Herzstück der Ausstellung ist ein über 23 Meter langes Fliesenbild aus dem Jahr 1735. Es zeigt das Stadtbild von Lissabon vor dem verheerenden Erdbeben von 1755 und setzt sich aus insgesamt 1300 einzelnen Kacheln zusammen.

Das ehemalige Kloster Madre de Deus

Das Museum befindet sich im ehemaligen Convento da Madre de Deus (Kloster Mutter Gottes), das 1509 auf Geheiß von Königin Leonor gegründet wurde. Die Kirche selbst ist reich mit Azulejos, vergoldeten Holzschnitzereien und Gemälden geschmückt, die das Leben des Heiligen Franziskus darstellen. Die prunkvolle Ausstattung im barocken Stil sorgt für eine beeindruckende visuelle Wirkung.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 13:00 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr
Öffnungszeiten sind Richtwerte und können abweichen

Bewertungen zu Nationalmuseum der Azulejos

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#11
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#8
in Lissabon

Ein Fest für die Augen aus Fliesen

Ich habe in ganz Lissabon diese hübschen Azulejos gesehen und war neugierig, mehr über sie zu erfahren, als ich dieses Museum besucht habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Sammlungen sind reichhaltig und wunderschön. Ich habe das phänomenale Wandbild von Lissabon geliebt, das mehr als zwanzig Meter misst. Mit einem lehrreichen und historischen Rundgang hat mir das Museum eine echte Kunst der Fayence nähergebracht, die sich über die Zeitalter hinweg gewandelt hat. Ein lokales Kulturerbe, das man nicht verpassen sollte.

9
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Eine sehr spezielle Kunst

Wenn es ein Museum für Azulejos geben sollte, an welchem Ort wäre es besser aufgehoben als in Lissabon? Sie werden eine große Vielfalt an Kreationen entdecken, die nicht nur aus Portugal stammen, sondern auch aus anderen Ländern.
Interessant.

12
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Azulejos in ihrer ganzen Vielfalt

Wenn man durch die Straßen von Lissabon spaziert, könnte man leicht meinen, dass Azulejos nur die blauen Keramikfliesen sind, die manche Kirchen oder alte Gebäude schmücken. Tja, da täuscht ihr euch gewaltig! Es gibt Azulejos in allen Farben und aus allen Epochen. Ich kann euch nur empfehlen, das Museum zu besuchen, das ihnen gewidmet ist, um einen umfassenderen Einblick zu bekommen, was Künstler mit diesen kleinen polierten Steinen alles erschaffen können.
Das bringt uns auch zur Etymologie dieses Wortes. Ich habe lange gedacht, dass es von dem Wort azul (Blau auf Spanisch oder Portugiesisch) kommt, aber eigentlich stammt es wohl eher vom arabischen al zulaydj (kleiner polierter Stein).
Gut, das war nur, um euch zu beeindrucken. Im Ernst, die Fayencen und Keramiken waren in der arabischen dekorativen Kunst sehr präsent und haben sich dann in Portugal, Spanien, Nordeuropa und Asien verbreitet. Ich war echt überrascht von der Vielfalt der Stile, die in diesem Museum ausgestellt sind.

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