Die Brücke des 25. April im Überblick
Die markante rote Stahlbrücke überspannt den Tejo in Lissabon. Sie ist die fünftlängste Hängebrücke der Welt und die längste außerhalb der USA. Das Bauwerk wurde 1960 von Diktator António de Oliveira Salazar in Auftrag gegeben und trug ursprünglich seinen Namen. Die Einweihung erfolgte sechs Jahre später, noch vor dem geplanten Fertigstellungstermin. Nach der Nelkenrevolution wurde sie zu Ehren des Sieges am 25. April 1974 umbenannt.
Die Ähnlichkeit zur Golden Gate Bridge in San Francisco ist kein Zufall. Die Brücke entstand in Zusammenarbeit mit der American Society of Civil Engineers (US-amerikanische Ingenieursgesellschaft) und orientiert sich an den Konstruktionen der Bay Bridge und der Oakland-Brücke in Kalifornien. Als eines der Wahrzeichen der Stadt ist sie ein beliebtes Motiv auf Postkarten und Souvenirs.
Die doppelstöckige Konstruktion bietet oben Platz für den Straßenverkehr und auf der unteren Ebene für Züge. Als Fußgänger kannst du die Brücke nicht überqueren. Du erreichst die andere Seite mit dem Auto oder dem Bus. Alternativ fährst du bei einer Bootsfahrt auf dem Tejo direkt unter dem Bauwerk hindurch. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, solltest du Zeit einplanen, da es hier häufig zu Staus kommt. Die Brücke ist ein architektonisches Meisterstück in einer seismisch aktiven Zone. Mit einer Länge von über 2 km und Pfeilern, die fast 200 Meter in die Höhe ragen, ist sie äußerst beeindruckend. Sie verbindet Lissabon mit der Stadt Almada, die vor allem für den Cristo Rei bekannt ist. Diese Christusstatue mit ausgebreiteten Armen ist ein Nachbau des Corcovado aus Rio de Janeiro in Brasilien.
Gute Aussichtspunkte auf die Brücke des 25. April bieten der Torre de Belém oder das Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen). Auch der Panoramablick vom Castelo São Jorge und dem Miradouro da Graça lohnt sich. Den eindrucksvollsten Blick genießt du jedoch direkt vom Cristo Rei aus.
Die Brücke des 25. April ist wirklich beeindruckend, selbst wenn man nicht darüber fährt.
Ich konnte sie nicht mit dem Fahrrad überqueren, da sie für Radfahrer (und sogar für Fußgänger) tatsächlich gesperrt ist, was angesichts des Verkehrs und der beeindruckenden Ausmaße auch verständlich ist.
Ich habe mich also damit begnügt, sie von den Ufern des Tejo aus zu bewundern, und der Anblick ist den Abstecher allemal wert.
Mit ihrer Länge, ihrer Höhe und ihrem majestätischen Erscheinungsbild prägt sie die Landschaft wirklich sehr.
Ein Muss, das man auch ohne Überquerung gesehen haben sollte.