Die Kathedrale aus rotem Sandstein am Ufer des Ness
Am linken Ufer des Flusses Ness spiegeln sich zwei markante Türme aus rotem Sandstein im ruhigen Wasser. Das ist der erste Eindruck, den man von der Kathedrale von Inverness gewinnt, dem spirituellen Zentrum der Scottish Episcopal Church (Episkopalkirche in Schottland) in der Stadt.
Entgegen dem, was ihr Name vermuten lässt, stammt das Gebäude nicht aus dem Mittelalter. Der Bau begann erst im Jahr 1866.
Warum lohnt sich ein Besuch der Kathedrale von Inverness?
Die Geschichte dieses Ortes ist eng mit der Episkopalkirche verbunden, die nach der presbyterianischen Reformation in Schottland lange Zeit eine Randrolle spielte. Der Bau der Kathedrale, die als Sitz des Bistums von Moray, Ross und Caithness konzipiert war, markierte das selbstbewusste Comeback dieser anglikanischen Tradition in den Highlands.
Der Architekt Alexander Ross, der aus Inverness stammte, entwarf ein ambitioniertes Projekt, das normannische und gotische Stilelemente verbindet. Da das Budget knapp war, mussten die ursprünglich geplanten, über 30 Meter hohen Türme gekürzt werden. Das erklärt ihre im Vergleich zu den ersten Entwürfen etwas gedrungene Silhouette.
Ein Innenraum, der durch Licht besticht
Sobald man den Vorbau hinter sich lässt, wandelt sich die Atmosphäre spürbar. Das Kirchenschiff, das von Säulen aus poliertem Granit aus lokalen Steinbrüchen gesäumt wird, fängt ein sanftes Licht ein, das durch die Buntglasfenster fällt. Der Kontrast zwischen dem roten Sandstein an der Fassade und dem dunkelgrauen Granit im Inneren erzeugt eine eigenwillige, fast mineralische Stimmung.
Zu den Details, auf die man achten sollte, zählen das Taufbecken aus Marmor, das von russischen Gemeindemitgliedern als Hommage an Zar Alexander II. gestiftet wurde, sowie eine Reihe viktorianischer Glasfenster mit tiefen Farbtönen, die biblische Szenen darstellen.
Ein Ort lebendiger Tradition
Die Kathedrale ist kein statisches Museum. Sie beherbergt weiterhin regelmäßige Gottesdienste und einen Chor, der für seine liturgische Musik bekannt ist. Diese lebendige Komponente lässt den Besuch deutlich authentischer wirken als den Rundgang durch ein reines Touristenmonument.
- Der Eintritt ist für Besucher frei
- Ruhige Lage direkt am Wasser, ideal für eine Pause nach einem Spaziergang entlang des Ness
Tipp vom Kenner: Komm am späten Nachmittag, wenn die tiefstehende Sonne die Fassade aus rotem Sandstein zum Leuchten bringt. Der Effekt ist vom gegenüberliegenden Flussufer aus besonders eindrucksvoll.
Pluspunkte
- Originelle viktorianische Architektur, die sich klar von klassischen mittelalterlichen Kathedralen abhebt
- Sehr fotogene Lage direkt am Flussufer
- Kostenloser Zugang und oft abseits der größten Besuchermassen
Einschränkungen
- Relativ junges Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, nicht mit einem mittelalterlichen Baudenkmal zu verwechseln
- Eingeschränkter Zugang zu bestimmten Bereichen während der Gottesdienste
Öffnungszeiten
Montag bis Samstag: 9:00 bis 17:00 Uhr.
Sonntag: 12:00 bis 17:00 Uhr (geöffnet für Gottesdienste).
Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar.
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane etwa 30 bis 45 Minuten ein, um die Architektur im Inneren und die Buntglasfenster zu besichtigen. Wenn du auch den angrenzenden Garten erkunden und den Ausblick auf den Fluss Ness genießen möchtest, solltest du eine Stunde einplanen.
*Angaben können sich ändern
Die Kathedrale von Inverness ist ein schönes Bauwerk, typisch für Schottland mit ihren roten Steinen. Auch wenn das Innere prächtig und reich verziert ist, muss man Eintritt bezahlen, was ich schade finde. Der Eintrittspreis ist ein bisschen zu hoch für das, was es zu sehen gibt. Wenn Sie in Eile sind, bewundern Sie einfach nur die Außenansicht, das reicht völlig aus.