Peru hat sich zu einem der beliebtesten Reiseziele Südamerikas entwickelt, vor allem wegen seiner Inka- und Vor-Inka-Stätten wie dem Machu Picchu, Nazca, der Stadt Cuzco und der Umgebung des Titicacasees. Doch zwischen den noblen Vierteln der Hauptstadt Lima und den touristischen Hotspots gibt es Regionen, die noch kaum besucht sind, obwohl sie absolut sehenswert sind...
Ein kleiner Abstecher mitten ins Herz von Peru, in die Provinzen Huancavelica und Junin, wo Kaffee angebaut wird und die Früchte nur so sprießen!
Huancayo, die Welthauptstadt des Huaylarsh!
Wenn Sie in Lima sind und nach Huancayo reisen möchten, der Hauptstadt der Provinz Junin und zudem die Wiege des Huaylarsh, eines traditionellen peruanischen Tanzes, haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können einen Bus vom Terminal Yerbateros (Terminal Molina / planen Sie eine Nachtfahrt von etwa acht Stunden ein) nehmen. Doch nichts geht über die Fahrt mit dem Tren de la Sierra, bei der Sie die Anden bezwingen und auf bis zu 4.830 Meter Höhe gelangen (rechnen Sie mit etwa zwölf Stunden Fahrt, 190 Soles, also rund 52 Euro). Das ist der perfekte Auftakt, um die Region zu entdecken. Achtung: Diese Zugstrecke ist aufgrund von Erdrutschen manchmal gesperrt.

In Huancayo angekommen, werden Sie keine Probleme haben, eine günstige Unterkunft zu finden. Die preiswertesten Optionen mit Doppelzimmer, Fernseher und eigenem Bad kosten etwa 40 Soles (11 Euro) in den Vierteln von El Tambo, nur fünf Taximinuten vom Stadtzentrum entfernt. Huancayo wirkt auf den ersten Blick etwas kühl und nicht besonders einladend, doch wenn man sich in die Stadt begibt, entdeckt man wahre Schätze:
- Die Plaza Constitucion: das Herz der Stadt, wo sich Jung und Alt treffen. Der Platz ist von morgens bis abends belebt; man unterhält sich auf den zahlreichen Bänken oder am Springbrunnen.
- Die Calle Puno: Schlendern Sie vom Platz aus ein Stück die Calle Puno entlang und entdecken Sie das Nachtleben der Stadt. Besuchen Sie das Antojitos (die Bar an der Ecke Arequipa/Puno), um bis in die frühen Morgenstunden zu traditioneller Musik zu tanzen, vielleicht sogar zum Huaylarsh, einem lokalen Volkstanz. Dazu gönnt man sich am besten das lokale Getränk: den Calentito.
- Der Parque Huamanmarca: der „politische“ Platz von Huancayo, an dem sich das Rathaus und die Regionalregierung befinden.
- Genießen Sie einen Calentito in der Kulturbar ImaginArte (Ecke Ancash/Puno) und lauschen Sie dabei den Erzählungen!
- Der Markt: Der Markt von Huancayo ist riesig! (Ecke Mantaro/Cajamarca). Stürzen Sie sich ins Getümmel, um einen schnellen Happen zu essen, Avocados oder sonst etwas zu kaufen. Es gibt dort wirklich alles!

Rund um Huancayo:
- Wander- und Höhenliebhaber werden den Ausflug zum Gletscher Huayatapallana (eine Stunde von Huancayo entfernt) auf über 5.000 Metern Höhe lieben. Planen Sie sechs bis sieben Stunden für die Wanderung ein und nehmen Sie eine gute Regenjacke, einen warmen Pullover, Wasser und vor allem... Kokablätter gegen die Höhenkrankheit mit! Sie wandern inmitten von Lamas, Lagunen und Wolken. Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte!
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Forellen-Fans können sich auf den Weg nach Ingenio machen, um dort fangfrische Forellen in allen Variationen zu probieren (Ceviche, Chicharron, a la parrilla...). Der Ort ist ideal für einen Wochenendausflug mit Freunden oder der Familie, besonders um lokale Spiele wie El Sapo zu entdecken oder bei einer Partie Volleyball gemeinsam zu lachen. Sie können auch die Fischzuchten besichtigen, die direkt neben den rund zehn Restaurants liegen.
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Torre-Torre: Am Stadtrand, hinter dem zoologischen Garten, gelangen Sie nach Torre-Torre, um das Tal von einem erhöhten Aussichtspunkt zu betrachten. In Torre-Torre sehen Sie von Erosion geformte Felsformationen, ein fast apokalyptischer, aber wunderschöner Anblick mit der Stadt Huancayo im Hintergrund. Perfekt, um einen Mate zu trinken und zu meditieren!


Auf dem Weg nach La Merced und in die Wärme des Dschungels!
Die Stadt La Merced liegt vier Stunden mit dem Minibus von Huancayo entfernt. Hier beginnt die Selva (der Dschungel) mit ihrem tropischen Klima und einer völlig anderen Landschaft! Hier wird Kaffee angebaut (natürlich der beste der Welt, wenn man den Einheimischen glaubt!) und es gibt Früchte und Gemüse in Hülle und Fülle: Guanabana, Bananen, Mangos...
Die Stadt ist sehr klein und liegt in einem Tal. Die Bewohner sind unglaublich herzlich und hilfsbereit, sie bieten dir gerne ihre Dienste an (lass dich zum Beispiel auf ihren tollen Motorrad-Taxis durch die Gegend fahren!).

In La Merced selbst gibt es zwar nicht allzu viel zu tun, aber die Stadt ist der perfekte Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge, zum Beispiel nach:
- Oxapampa, eine Stadt, die vor etwa hundert Jahren von einer deutschen Gemeinschaft gegründet wurde. Hier findest du Fachwerkhäuser und schweizerisch-deutsche Gerichte!
- Die unzähligen, noch völlig unberührten natürlichen Wasserfälle, in denen man sich herrlich erfrischen kann!
- Die Kunsthandwerksmärkte, auf denen man lokale Spezialitäten wie Glücksbringer-Armbänder findet, die aus den Samen des Huayruro gefertigt werden, einem Baum, der in dieser Region heimisch ist.

Von Huancayo aus weiter nach Lircay und in die Provinz Huancavelica!
Von Huancayo aus kannst du auch in die benachbarte Provinz Huancavelica reisen. Auch wenn sie als eine der ärmsten Regionen des Landes gilt, ist ihr Boden reich an Naturschätzen. Die Landschaft ähnelt der von Junin, aber es lohnt sich definitiv, diese großartigen Berge zu durchqueren!
Mach einen Zwischenstopp in Lircay, einer kleinen Bergbaustadt mitten im Nirgendwo, und besuche den Markt, um ein köstliches Lama-Steak zu probieren!
Die kulinarischen Spezialitäten von Junin
Es ist schwer, einen Artikel über diese zentrale Region Perus zu schreiben, ohne die kulinarischen Höhepunkte zu erwähnen! Die peruanische Küche ist weltweit für ihre Vielfalt und ihre Aromen bekannt, und in Huancayo wirst du garantiert nicht enttäuscht:
- Pachamanca: Das Fleisch wird traditionell unter der Erde gegart und erhält so ein wunderbares Aroma. Serviert wird es meist mit Kartoffeln an Huancaina-Soße.
- Ceviche de Trucha: Probiere dieses typische Gericht der Pazifikküste, hier jedoch mit Forelle, die im Limettensaft mariniert wird. Dazu gibt es Süßkartoffeln und Salat.
- Cuy: Das absolute Kultgericht der Gegend! „Cuy“ ist Meerschweinchen. Es wird oft an Festtagen mit scharfer Soße (Aji), Reis und Kartoffeln serviert.
- Anticuchos: Köstliche Rinderherz-Spieße, die über offenem Holzfeuer gegrillt werden. Ein echter Genuss!
- Empanadas de Lomo Saltado: Diese Teigtaschen sind auf dem ganzen Kontinent bekannt, aber in Huancayo sind sie besonders üppig gefüllt und einfach lecker. Lomo Saltado besteht aus Rindfleisch, das mit geschmorten Zwiebeln angebraten wird.
- Die Fruchtsäfte! Ach, diese Säfte! Ich muss dir sicher nicht sagen, dass Maracuja und Guanabana am besten schmecken... oder etwa doch?

Wenn du nach Peru reist, schau unbedingt in Huancayo vorbei, vielleicht sehen wir uns dort, ojala!
Pour les plats : le ceviche au fruits de mer !! Le cuy par contre... une fois cuit le cochon d'inde ressemble beaucoup à son cousin le rat