Almería besuchen: Zwischen Geschichte, Natur und Küste
An der südlichen Küste von Spanien gelegen, vereint Almería historisches Erbe, sonnige Strände und eine markante Naturkulisse. Die andalusische Stadt steht oft weniger im Fokus als Sevilla oder Granada, bietet aber genau deshalb Reisenden, die Authentizität suchen, eine besondere Abwechslung. Hier ist ein Überblick über die Orte, die deinen Aufenthalt prägen werden.
Eine Geschichte geprägt vom maurischen Erbe
Almería ist tief in seiner andalusischen Vergangenheit verwurzelt, was sich nirgendwo deutlicher zeigt als in der Alcazaba. Diese massive arabische Festung aus dem 10. Jahrhundert thront über der Stadt und bietet weite Blicke über das Mittelmeer. Ein Spaziergang durch die Gärten entlang der Mauern führt zurück in die Zeit, als Almería unter dem Kalifat von Córdoba ein bedeutendes Handelszentrum war. Nicht weit entfernt beeindruckt die Kathedrale von Almería, die als Wehrkirche konzipiert wurde und Stilelemente der Gotik mit der Renaissance verbindet.
Strände für jeden Geschmack
Almería ist ein Ziel für Strandliebhaber. Die Playa de las Almadrabillas liegt direkt am Stadtzentrum und eignet sich bestens für eine Abkühlung oder einen abendlichen Spaziergang. Wer es ruhiger mag, fährt etwa 30 Minuten in das Naturreservat Cabo de Gata-Níjar. Dort warten unberührte Küstenabschnitte wie die Playa de los Muertos oder versteckte Buchten wie die Cala de Enmedio auf dich.
Spektakuläre Naturlandschaften
Das Umland von Almería ist geologisch besonders. Neben dem Cabo de Gata ist die Wüste von Tabernas, die einzige echte Wüste Europas, ein absolutes Highlight. Diese karge Landschaft diente als Kulisse für zahlreiche Spaghetti-Western von Sergio Leone. In Themenparks wie Mini Hollywood lässt sich das Flair des Wilden Westens heute noch nachempfinden.
Kulinarik zum kleinen Preis
In Almería trifft traditionelle andalusische Küche auf frischen Fisch. Die Tapas-Kultur ist hier tief verwurzelt. In vielen Bars der Altstadt erhältst du zu jedem Getränk eine kleine Speise gratis dazu. Probiere unbedingt die caldo quemado (eine lokale Fischsuppe) oder die gamba roja de Garrucha, eine regionale Delikatesse. Frische Produkte findest du am besten auf dem Mercado Central.
Eine Stadt mit menschlichem Maßstab
Was Almería auszeichnet, ist die entspannte Atmosphäre. Abseits der großen Touristenströme lässt sich das Leben hier ungezwungen genießen. Ein Spaziergang durch die Gassen im Viertel La Chanca mit seinen bunten Häusern lohnt sich ebenso wie ein Gang über den Paseo Marítimo, der sich besonders bei Abendlicht anbietet.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die Monate April bis Juni sowie September und Oktober sind ideal. In dieser Zeit sind die Temperaturen angenehm, um die Stadt und die Umgebung zu erkunden, ohne unter der sommerlichen Hitze zu leiden. Zudem ist es in diesen Monaten deutlich ruhiger, was den Besuch der Strände und Naturparks wesentlich entspannter macht.
Wie kommst du hin?
Die schnellste Anreise erfolgt per Flug zum Flughafen Almería (LEI), wobei meist ein Zwischenstopp nötig ist. Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen, um die Region flexibel zu erkunden. Alternativ kannst du per Flug nach Madrid oder Malaga reisen und von dort mit dem Zug oder Bus weiterfahren, um die andalusische Landschaft auf dem Landweg zu erleben.
Kleine Stadt mit ein paar Sehenswürdigkeiten, wie der Kathedrale oder der Alcazaba, die ganz in der Nähe des Naturschutzgebiets Cabo de Gata liegt.
Von dort an gibt es weniger Beton und weniger Plastik (was für ein Grauen diese riesigen Gewächshauskulturen).
Dort habe ich auch die Tapas mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen Malaga, Granada, Nerja und San José gegessen.