Besuch im Naturpark Cabo de Gata-Níjar
Der in der Provinz Almería gelegene Naturpark Cabo de Gata-Níjar ist ein andalusischer Schatz. Bekannt für seine vulkanischen Landschaften, unberührten Strände und seine wilde Atmosphäre, bietet er einen direkten Einblick in eine geschützte Natur. Hier erfährst du, was dich in diesem Hotspot der Artenvielfalt erwartet.
Paradiesische Strände und geheime Buchten
Wer Ruhe und das Meer sucht, wird von den Stränden des Naturparks begeistert sein. Die Playa de los Genoveses mit ihrem goldgelben Sand und klaren Wasser ist ideal, um in aller Ruhe zu entspannen. Für Entdecker bieten versteckte Buchten wie die Cala de Enmedio oder die Cala del Plomo eine intime Kulisse, die nach einer kleinen Wanderung erreicht werden kann. Diese Strände sind oft wenig besucht und eignen sich perfekt, um einmal richtig abzuschalten.
Wandern zwischen Vulkanen und Wüste
Der Naturpark ist ein Paradies für Wanderer. Die Wege schlängeln sich durch vulkanische Landschaften, die in Europa ihresgleichen suchen, und verbinden schroffe Berge mit der trockenen Wüste sowie spektakulären Aussichtspunkten über das Mittelmeer. Der phare de Cabo de Gata (Leuchtturm von Cabo de Gata), der auf einer Klippe thront, bietet besonders zum Sonnenuntergang einen weiten Blick. Verpasse nicht das Arrecife de las Sirenas, ein Wahrzeichen, bei dem schornsteinförmige Felsen aus dem Wasser ragen.
Außergewöhnliche Flora und Fauna
Das Schutzgebiet beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt. Vogelliebhaber können in den Salines de Cabo de Gata (Salzgärten von Cabo de Gata) flamants roses (Rosa Flamingos) und andere Zugvögel beobachten. Was die Pflanzenwelt betrifft, verleihen Sukkulenten und Kakteen der Landschaft ein fast exotisches Flair.
Ich habe etwa zehn Tage in Andalusien verbracht, mit einem Teil kultureller Besichtigungen (besonders Granada) und einem letzten Teil zum Entspannen am Meer. Für diesen letzten Teil fiel meine Wahl auf den Park von Cabo de Gata und ich bereue es nicht!
Zuerst einmal ist das Wetter im September sehr angenehm und eignet sich perfekt zum Baden.
Es gibt mehrere Strände oder Buchten zum Schnorcheln, mit unglaublich vielen Fischen, türkisblauem Wasser und Neptungraswiesen (ich bin dort einer Muräne begegnet) und so weiter. Für diejenigen, die gerne wandern, gibt es Wege, aber Vorsicht, es ist sehr trocken, also keine Bäume und kein Schatten! Kleine Enttäuschung: sehr wenig Grün und kaum Wildtiere zu beobachten, auch wenn Verkehrsschilder das Gegenteil behaupten.
Was das Essen angeht, gibt es eine ganze Reihe guter Fisch- und Meeresfrüchterestaurants, aber Vorsicht bei den Preisen, das geht ziemlich schnell ins Geld. Und oft gibt es Frittiertes oder Wurstwaren, wie im Rest von Andalusien auch.
Letzte Empfehlung: Um die Gegend zu genießen, muss man ein Auto mieten. Das Dorf San José liegt ziemlich zentral und man kann fast alles in weniger als 30 Minuten Fahrt erreichen.